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Veröffentlicht am 30.06.2019

Forever 21 - Zwischen uns die Zeit (Bd.1) von Lilly Crow

Forever 21
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Inhalt:

Ava hat eine schwere Schuld auf sich geladen. Seit jenem verhängnisvollen Tag streift sie als Seelenwanderin durch die Jahrhunderte. Denn Avas Seele ist nicht länger an ihren Körper gebunden. ...

Inhalt:

Ava hat eine schwere Schuld auf sich geladen. Seit jenem verhängnisvollen Tag streift sie als Seelenwanderin durch die Jahrhunderte. Denn Avas Seele ist nicht länger an ihren Körper gebunden. Sie springt in der Zeit und jedes Mal findet sie sich im Körper einer vollkommen fremden Person, doch ihre Aufgabe bleibt stets die gleiche: Ava muss zwei Seelen zusammenführen, die füreinander bestimmt sind. Die Zeit drängt Ava stets zur Eile, denn je länger sie in einem fremden Körper verweilt, desto größer werden ihre Schmerzen.

Bei einem ihrer Sprünge lernt Ava Kyran kennen. Vom ersten Augenblick an spüren beide eine besondere Verbindung zueinander. Doch wie soll ihre gemeinsame Zukunft aussehen, wenn Ava jedes Mal aufs Neue gezwungen ist, Kyran zurückzulassen sobald sie in ein anderes Zeitalter reisen muss?

Mein Eindruck:

Wie der Titel von Lilly Crows neustem Werk schon verrät, ist die Hauptprotagonistin Ava für immer 21 Jahre alt. Doch „Forever 21“ ist nicht nur ein einfacher Zeitreiseroman, denn die Autorin hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ava reist nicht nur in der Zeit, sondern schlüpft dabei immer wieder in die Körper anderer Personen. Nur ihre Seele springt durch die Zeiten. An und für sich also ein solides Grundgerüst, auf dem sich eine tolle Story aufbauen lässt – Fantasy, Zeitreisen und eine zärtliche Liebesgeschichte. Leider scheitert dieses tolle Konzept bereits nach kurzer Zeit. Es hapert einfach an zu vielen Stellen.

„Forever 21“ ist mehr eine Aneinanderreihung von kurzen Liebesgeschichten, die sich jeweils in einem von Avas Zeitsprüngen abspielen, als eine wirklich durchgängige Geschichte. Verknüpft werden diese kurzen Episoden von Avas Begegnung mit Kyran, den sie durch Zufall immer wieder trifft. Die einzelnen Zeitsprünge sind dabei immer recht ähnlich aufgebaut, auch wenn die Ideen der Autorin durchaus kreativ und unterhaltsam sind. Jede Seelenreise bringt Ava in ein völlig neues Jahrhundert. In ein neues Land und einen vollkommen fremden Körper. Sie muss sich schnell anpassen, um nicht aufzufallen, was ihr nicht immer auf Anhieb gelingt und zu einigen wirklich komischen Szenen führt. Dennoch gelingt es ihr trotz aller Probleme stets innerhalb kürzester Zeit, zwei Menschen zusammenzubringen, deren Seelen füreinander bestimmt sind. Die vielen glücklichen Zufälle wirken konstruiert und es ergibt sich ein sehr hohes Tempo und eine unglaubliche Dynamik, bei der aber leider der Tiefgang vollkommen auf der Strecke bleibt. Auch die gesamte Atmosphäre der Geschichte wirkt dadurch sehr rastlos und gehetzt. Dennoch kommt auch immer wieder ein wenig Spannung auf und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin!

Durch Avas viele Sprünge werden nicht viele Details über ihr Leben vor der schicksalhaften Nacht preisgegeben. Obwohl sie die Hauptprotagonistin der Erzählung ist, bleibt sie bis zum Ende doch irgendwie eine Fremde. Auch Kyran hat nach knapp 300 Seiten noch so einige Geheimnisse, die es im zweiten Band zu lüften gilt. Über ihn erfährt der Leser zwar deutlich mehr als über Ava, doch auch das sind letzten Endes doch eher Tropfen auf dem sprichwörtlichen heißen Stein. Beide Charaktere bleiben also nach dem ersten Teil der Reihe noch ziemlich oberflächlich und so richtig konnte ich mir bis zum Ende des Buches kein Bild von ihnen machen.

Die Grundidee von „Forever 21“ hätte definitiv mehr Sterne verdient. Sie ist innovativ und hat mich sofort neugierig gemacht. Leider verliert die Geschichte jedoch während des Lesens immer mehr ihren Reiz. Vieles erscheint unausgereift, die einzelnen Episoden gehen zu schnell ineinander über und machen es schwer, eine wirkliche Bindung zu den Protagonisten aufzubauen. Vieles wirkt auf die knappe Seitenzahl des Buchs gequetscht und gekürzt. Im Endeffekt hätte man das Buch locker doppelt so dick machen können, um den Tiefgang zu erzielen, von dem eine solche romantische Geschichte nun einmal lebt. Die Erzählung endet mit einem Cliffhanger und wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet, sodass ich mir nicht sicher bin, ob ich den zweiten Teil überhaupt noch lesen werde.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/

Veröffentlicht am 30.06.2019

Der Kuss der Lüge (Bd.1) von Mary E. Pearson

Der Kuss der Lüge
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Inhalt:

In der Nacht vor ihrer Hochzeit mit dem Prinzen von Dalbreck flieht Prinzessin Lia mit der Hilfe ihrer Zofe Pauline aus dem elterlichen Palast. Denn die eigensinnige Lia kennt ihren zukünftigen ...

Inhalt:

In der Nacht vor ihrer Hochzeit mit dem Prinzen von Dalbreck flieht Prinzessin Lia mit der Hilfe ihrer Zofe Pauline aus dem elterlichen Palast. Denn die eigensinnige Lia kennt ihren zukünftigen Gemahl nicht und weigert sich, das Unterpfand zu sein, das dem Reich Morrighan den erhofften Frieden mit dem Nachbarreich beschert. Die beiden fliehen in ein kleines Dorf wo sie als einfache Schankmädchen in einem Gasthaus Arbeit finden. Lia liebt das einfache Leben und genießt die Zeit ohne ihre Verpflichtungen als Prinzessin in vollen Zügen.

Doch der verschmähte Prinz kann die Abfuhr durch die Prinzessin nicht einfach auf sich beruhen lassen. Seine Neugier ist geweckt und so macht er sich auf die Suche nach Lia. Zeitgleich sucht jedoch auch ein anderer Mann nach ihr. Ein Auftragsmörder, der das Leben der Königstochter beenden soll. Lia fühlt sich zu beiden Männern hingezogen, auch wenn sie nicht ahnt, wer die Männer wirklich sind. Beide faszinieren die junge Prinzessin, doch nur einem von ihnen kann ihr Herz gehören…

Mein Eindruck:

„Der Kuss der Lüge“ war für mich definitiv ein Must Read. Der Klappentext hat mich auf Anhieb neugierig gemacht und ich war über alle Maßen gespannt auf die Umsetzung der Geschichte. Den Einstieg hat eine kleine Karte der Reiche zu Beginn dann auch recht einfach gestaltet. Mary E. Pearson hat sich für einen leicht mittelalterlich angehauchten Ansatz entschieden, in der das Land von verschiedenen Königshäusern regiert wird. Gemischt mit einem Hauch Fantasy ergibt sich ein absolut rundes Gesamtpaket und eine passende Atmosphäre für die Handlung.

Auf den ersten Seiten wird Lia vorgestellt, die mir als Protagonistin von Anfang an gut gefallen hat. Sie ist keine Prinzessin im klassischen Sinn und verabscheut die intrigante Politik am Hof ihrer Eltern. Lia setzt ihren eigenen Kopf durch, anstatt den Weisungen des Königspaars brav Folge zu leisten. Eine Rebellin, eine Anti-Prinzessin und auf alle Fälle eine Figur mit Charakter. Als erste Tochter ihres Hauses müsste sie eigentlich über eine besondere Gabe verfügen, doch bei Lia ist sie bisher noch nicht zutage getreten. So ganz wird jedoch im gesamten Verlauf der Geschichte nicht klar, was diese besondere Gabe eigentlich alles umfasst. Ich konnte mir einiges zusammenreimen und die Gabe scheint auf jeden Fall auch etwas mit Magie zu tun zu haben, aber ich hoffe doch sehr, dass die Autorin im Folgeband auf diesen Punkt noch genauer eingehen wird.

Den Gegenpart zu Lia bilden die beiden Männer, denen sie im Gasthaus begegnet. Rafe und Kaden. Mit dem Klappentext im Hinterkopf ist natürlich schnell klar, dass einer von ihnen der Prinz und der andere der Attentäter sein muss. Beide bekommen auch eigene Kapitel, in denen sie abwechselnd mit Lia als Ich-Erzähler fungieren, doch auch hier versteckt sich kein Hinweis auf die Identität der beiden Männer. Wer von beiden wer ist, wird von der Autorin geschickt verschleiert. Mary E. Pearson versucht zudem immer wieder, ihre Leser auf eine falsche Fährte zu locken, sodass es wirklich schwer ist, die Rollen richtig zuzuordnen. Bis zur Auflösung bin ich mir nie hundertprozentig sicher gewesen, wer von beiden der Prinz und wer der Attentäter ist.

In der ersten Hälfte muss ich aber leider sagen, dass mir sowohl Rafe als auch Kaden als Charaktere noch etwas zu unausgefeilt waren. Obwohl sie sich durch ihr Äußeres unterscheiden, hätten beide für mich doch ein und dieselbe Person sein können. Beide sind sich charakterlich so ähnlich, dass ich anfangs echte Probleme hatte, sie auseinanderzuhalten. Sie sind optisch perfekt, folgen Lia auf Schritt und Tritt und tun alles, um ihr endlich ein bisschen näher zu kommen. Erst ab der zweiten Hälfte haben beide Ecken und Kanten entwickelt, sodass es einem von beiden gelingt, den anderen im Kampf um Lias Herz auszustechen. Es deutet sich zwar ein Liebesdreieck an, doch Prinzessin Lia lässt es erst gar nicht so weit kommen, denn ihr ist schnell klar, für wen ihr Herz wirklich schlägt.

Die Handlung an sich entwickelt sich wirklich vielversprechend und besonders zum Schluss kommt richtig Spannung auf. Obwohl ich besonders im Mittelteil noch vor einem großen Fragezeichen stand, in welche Richtung sich die Geschichte wohl entwickeln würde, bin ich mit dem Ausgang des ersten Bandes doch mehr als zufrieden. Deshalb fiebere ich nun schon dem Erscheinen des zweiten Teils entgegen und bin froh, dass ich bis Mai nicht mehr allzu lange warten muss ;)

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/

Veröffentlicht am 30.06.2019

Das Herz des Verräters (Bd.2) von Mary E. Pearson

Das Herz des Verräters
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Inhalt:

Nur wenige Wochen sind vergangen seit Prinzessin Lia von Morrighan vor der arrangierten Hochzeit mit Prinz Rafferty von Dalbreck davongelaufen ist. Doch seitdem ist viel passiert. Lia hat sich ...

Inhalt:

Nur wenige Wochen sind vergangen seit Prinzessin Lia von Morrighan vor der arrangierten Hochzeit mit Prinz Rafferty von Dalbreck davongelaufen ist. Doch seitdem ist viel passiert. Lia hat sich verliebt. Und das ausgerechnet in den Mann, den sie nicht heiraten wollte. Doch auch Kaden, der aus dem Land Venda als Attentäter losgeschickt worden ist, um die Prinzessin zu töten, hat sich in ihr Herz geschlichen.

Er verschleppt Lia und Rafe nach Venda, wo er die beiden dem Komizar als Gefangene übergibt. Dieser will Lia noch immer tot sehen und Kaden kann ihre Hinrichtung nur knapp verhindern. Um ihr Leben zu schützen leugnen Lia und Rafe ihre Gefühle füreinander und jeder versucht auf seine Weise am barbarischen Hof von Venda am Leben zu bleiben. Wird den beiden die Flucht aus ihrem Gefängnis gelingen?

Mein Eindruck:

Lange habe ich darauf warten müssen, dass mit „Das Herz des Verräters“ endlich der zweite Band der Chroniken der Verbliebenen erscheint. Den ersten Band der Reihe habe ich bereits im März gelesen und ich bin so unglaublich neugierig gewesen, wie es mit Lia, Rafe und Kaden weitergeht!

Der zweite Band knüpft nahtlos an das Geschehen aus dem ersten Teil an, sodass man sich direkt mitten in der Geschichte wiederfindet. Es gibt allerdings keine Wiederholungen oder Zusammenfassungen, sodass es am Anfang doch etwas dauert, bis die kompletten Geschehnisse aus dem ersten Teil wieder präsent sind. Lia, Rafe und Kaden sind auf dem Weg nach Venda, wo sie der barbarische Komizar schon erwartet. Das große Geheimnis ist gelüftet. Kaden ist als Attentäter ausgeschickt worden, wohingegen der unscheinbare Landarbeiter Rafe der künftige Thronerbe des Landes Dalbreck ist. Ich bin eigentlich fest davon ausgegangen, dass sich Lia in den Mann verlieben würde, dessen Aufgabe es ist, ihr Leben zu beenden. So kann man sich täuschen ;) Dennoch bin ich mit der Rollenverteilung auch so mehr als zufrieden und ich bin gespannt, wie sich die Beziehung zwischen Lia und Rafe noch weiterentwickelt.

Denn am Hofe von Venda sind die beiden gezwungen, Abstand zueinander zu wahren, um sich selbst durch die Gefühle für den jeweils anderen nicht verletzbar zu machen. Es gibt deshalb nur eine Handvoll heimlicher Küsse. Die Romantik spielt eine viel weniger große Rolle nach noch im ersten Band. Dafür verschiebt sich der Fokus nun auf höfische Konversationen, Politik und Machtkämpfe. Alles nachvollziehbar geschildert und so fesselnd, dass mir die romantischen Szenen gar nicht so sehr gefehlt haben. Mit Venda hat Mary E. Pearson zusätzlich einen weiteren Schauplatz und zahlreiche Nebencharaktere eingeführt, die sehr gut zum Setting passen. Lia bekommt einen ersten Einblick in das Leben der Bevölkerung von Venda, deren Sitten und Gebräuche. Mary E. Pearson gelingt es gut, die Kulisse mit bildhafter Sprache lebendig wirken zu lassen.

Im Vergleich zum ersten Teil hat sich Lia weiterentwickelt. Sie zeigt nun eine vollkommen neue Seite von sich, denn am Hof von Venda ist sie wieder durch und durch eine Prinzessin, die es gewohnt ist, anderen Befehle zu erteilen. Vergessen scheinen ihr kleiner Ausflug und die Arbeit als Schankmädchen. Der Großteil der Geschichte wird, wie schon im ersten Band, aus Lias Sicht erzählt, wobei es auch einzelne Kapitel aus Rafes und Kadens Sicht gibt. Zusätzlich gibt es auch Kapitel, in denen Lias Zofe Pauline die Hauptrolle spielt. Denn sie versucht in Morrighan den Namen der Prinzessin wieder reinzuwaschen und ich bin schon gespannt, welche Rolle sie noch zu spielen hat. Besonders gefallen hat mir auch der tiefere Einblick in Kadens Vergangenheit. Seine Hintergründe erklären, warum er dem Komizar so treu ergeben ist. Rafes Rollenspiel ist mir allerdings weit weniger sympathisch gewesen. Dem Prinzen wird in „Das Herz des Verräters“ weniger Raum gegeben, als noch im ersten Band. Der Fokus liegt eindeutig auf Kaden, sodass Rafe zunehmend an den Rand gedrängt wird.

Mit „Das Herz des Verräters“ hat die Autorin einen durchaus packenden zweiten Teil geliefert, der dem Auftakt der Reihe in Nichts nachsteht. Ein faszinierender Schauplatz und vielschichtige Charaktere, die das gesamte Buch einzigartig machen. Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gefesselt, auch wenn die Handlung zu Beginn doch eher ruhig anläuft und erst ab dem Mittelteil wirklich Fahrt aufnimmt. Der dritte Band der Reihe wird im Oktober 2017 unter dem Titel "Die Gabe der Auserwählten" erscheinen und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung!

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/

Veröffentlicht am 30.06.2019

Verliere mich. Nicht. (Bd.2) von Laura Kneidl

Verliere mich. Nicht.
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Mein Eindruck:

Auf den Abschlussband von Laura Kneidls Dilogie, der bereits am 26. Januar erschienen ist, war ich dank des fiesen Cliffhangers am Ende von „Berühre mich. Nicht.“ besonders gespannt. Die ...

Mein Eindruck:

Auf den Abschlussband von Laura Kneidls Dilogie, der bereits am 26. Januar erschienen ist, war ich dank des fiesen Cliffhangers am Ende von „Berühre mich. Nicht.“ besonders gespannt. Die Geschichte knüpft nahtlos an die Geschehnisse aus dem ersten Band an. Sage ist nach dem Streit mit Luca vollkommen am Boden und verkriecht sich in ein heruntergekommenes Motel, wo sie sich ihrem Elend hingibt und tagelang von der Außenwelt abkapselt. Noch immer ist sie davon überzeugt, richtig gehandelt zu haben. Luca und seine Familie sind in Sicherheit und nur das zählt, auch wenn die Trennung Sage das Herz bricht.

Auch Luca ist zutiefst verletzt, doch er geht seiner Exfreundin und einem klärenden Gespräch immer wieder aus dem Weg und sucht Ablenkung von seinem Liebeskummer. Durch seine Schwester April sind die beiden dennoch weiterhin verbunden und so kommt es schon bald zum ersten Zusammentreffen nach der Trennung …

Emotional hat mich die Geschichte absolut mitgenommen. Sage' Gefühle werden eindrücklich geschildert, sodass ich mich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen konnte. Ihre Verzweiflung nach der Drohung ihres Stiefvaters und ihre Sehnsucht nach Lucas Umarmung. Dieser hat mich im zweiten Band der Dilogie wiederum enttäuscht. Er kämpft nicht, resigniert und wirkt, als würde ihn die Trennung vollkommen kalt lassen. Luca schafft es einfach nicht, Sage nach den Gründen zu fragen, sodass ihr Geheimnis auch weiterhin zwischen ihnen steht. Wie gerne hätte ich beiden einfach einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gegeben. Doch noch immer beherrscht Alan Sage' Gedanken und kontrolliert sie durch ihre Angst.

Die Geschichten der Nebencharaktere werden ebenfalls weitergesponnen, viele Andeutungen gemacht und … dann einfach fallengelassen. Im Epilog sitzen alle vergnüglich zusammen, doch für mich hat sich das Ende unfertig und zu abrupt angefühlt. Mir sind die Figuren allesamt sehr ans Herz gewachsen und ich hätte mir einen runden Abschluss für sie alle gewünscht. So geht die Erzählung insgesamt leider zu glatt zu Ende und auch der große Showdown und das Aufeinandertreffen von Sage und Alan hat mich nicht besonders mitgenommen. Die gesamte Handlung läuft darauf hinaus, dennoch wirkt die gesamte Begegnung einfach nicht bedeutsam genug.

Insgesamt bildet „Verliere mich. Nicht.“ auf jeden Fall eine solide Fortsetzung, die den Hauptstrang der Geschichte passend zu Ende führt. Wer den ersten Band gelesen hat, sollte also unbedingt weiterlesen. Für mich persönlich wurde allerdings auf den letzten Metern unnötig Potenzial verschenkt, sodass ich das Buch nicht hundertprozentig zufrieden beiseitelegen kann.

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/

Veröffentlicht am 30.06.2019

Feel Again (Bd.3) von Mona Kasten

Feel Again
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Mein Eindruck:

Mit „Feel Again“ nimmt Mon Kastens Trilogie um die Studenten von Woodshill ihr Ende. Und obwohl ich durchaus etwas wehmütig bin, habe ich mich doch sehr auf diesen letzten Band gefreut, ...

Mein Eindruck:

Mit „Feel Again“ nimmt Mon Kastens Trilogie um die Studenten von Woodshill ihr Ende. Und obwohl ich durchaus etwas wehmütig bin, habe ich mich doch sehr auf diesen letzten Band gefreut, denn Sawyer und Isaac sind zwei interessante Charaktere, die auf den ersten Blick eigentlich nicht wirklich zusammenpassen. Sawyer lässt niemanden an sich heran. Sie ist rebellisch und nur ihre Schwester Paige vertraut sie blind. Ihr Liebesleben ist von belanglosen Affären geprägt und keiner ihrer Verehrer schafft es, mehr als ein One Night Stand für sie zu sein. Isaac hingegen ist weniger sprunghaft und sehr tiefgründig. Er ist lieb, nett, zuvorkommend, höflich und charmant - Eigenschaften, die Sawyer an einem Mann eigentlich überhaupt nicht schätzt. Und obwohl Isaac so gar nicht in ihr Beuteschema passt, verstehen sich die beiden blendend. Isaacs letzte Beziehung liegt schon eine ganze Weile zurück, was vor allem seiner Schüchternheit im Umgang mit Frauen geschuldet ist.

Durch Isaac und ihr gemeinsames Projekt lernt Sawyer neue Seiten an sich kennen. In seiner Gegenwart taut sie langsam auf und der Panzer um ihr Herz bekommt ein paar zarte Risse. Die Liebesgeschichte der beiden ist schüchtern und entwickelt sich sehr zurückhaltend. Ganz anders als im zweiten Band, als Dawn und Spencer sich so ungestüm ineinander verliebt haben. Leider steht Sawyers Fotoprojekt ihrem eigenen Glück im Weg, denn sie will Isaac zum Bad Boy machen und seine Verwandlung fotografisch festhalten. Dabei soll Isaac auch lernen, auf Frauen zuzugehen, doch ganz besonders dieser Punkt ihres Deals zerreißt Sawyer schlicht und einfach das Herz.

Da sie als Ich-Erzählerin fungiert sind ihre Gedanken und Emotionen ein offenes Buch, wohingegen nicht immer ganz offensichtlich ist, was Isaac denkt. Sawyer ist bei keiner Gelegenheit auf den Mund gefallen und doch ertappt sie sich dabei, wie sie in Isaacs Gegenwart oft befangen und etwas unbeholfen reagiert. Wenn ich alle Bände der Reihe miteinander vergleiche, hat mir die Geschichte von Sawyer und Isaac tatsächlich am besten gefallen. Die kribbelnde Spannung und der kleine Hauch Erotik ergeben genau die richtige Mischung, sodass ich das Buch an einem einzigen Abend gelesen habe. „Feel Again“ bildet für mich also den Höhepunkt der Trilogie. Sawyer und Isaac sind so verschieden und wer hätte gedacht, dass es für den Nerd und die Außenseiterin tatsächlich ein Happy End gibt.

Auch die anderen Paare spielen immer wieder eine Rolle und auch andere Nebencharaktere, wie beispielsweise Isaacs Mitbewohner Gian bereichern die Geschichte. Es gibt wirklich viele herzerwärmend schöne Momente und ich möchte die Lektüre von „Feel Again“ auf keinen Fall missen. Positiv zu erwähnen bleibt natürlich auch der moderne, unbeschwerte Schreibstil, der mich ein weiteres Mal nach Woodshill entführt hat und ein Teil der Clique werden ließ. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung, wer die Bücher also noch nicht kennt und sich für romantische New Adult-Romane begeistern kann, sollte die Trilogie unbedingt noch lesen ;)

Bewertung: 5 von 5 Sternen
Lisa von Prettytigers Bücherregal
https://prettytigerbuch.blogspot.de/