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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2021

Tolle Geschichte, die leider ihre Schwächen hat

Wilde Saat
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Als allererstes fällt das Cover auf: Ich hab mich sofort verliebt! Und auch die Geschichte hat super angefangen: Ich fand den Anfang von „Wilde Saat“ wirklich sehr gelungen. Octavia E. Butlers Schreibstil ...

Als allererstes fällt das Cover auf: Ich hab mich sofort verliebt! Und auch die Geschichte hat super angefangen: Ich fand den Anfang von „Wilde Saat“ wirklich sehr gelungen. Octavia E. Butlers Schreibstil ist fantastisch und man wird sofort mitgerissen! Die Welt wird spannend aufgebaut und ist total interessant. Die erste Begegnung zwischen den beiden und die Erkenntnis, wer sie sind und was sie können.
Die beiden machen sich dann zusammen auf die Reise und ich finde leider, dass die Geschichte hier echt ein wenig langatmig geworden ist. Es gibt zwar viele Zwischenstationen auf der Reise, aber ich finde es wird nicht so richtig etwas aufgebaut, was über das anfängliche hinausgeht. Ich fand es war wenig Entwicklung da und das war sehr schade! Denn es war durchaus viel Potenzial da.
Fazit: Eine Geschichte mit viel Potenzial, die aber leider zwischendurch zu sehr auf der Stelle stehen bleibt. 3/5 🌟

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Veröffentlicht am 09.03.2021

Ich war hin und hergerissen

Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht
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Das sage ich…

…zum Inhalt:

Ich bin bei diesem Buch einfach super zwiegespalten, was ich davon halte.

Folgende Dinge fand ich toll:

Das Worldbuilding: Sarah J. Maas ist einfach nicht ohne Grund ...

Das sage ich…

…zum Inhalt:

Ich bin bei diesem Buch einfach super zwiegespalten, was ich davon halte.

Folgende Dinge fand ich toll:

Das Worldbuilding: Sarah J. Maas ist einfach nicht ohne Grund einer der ganz großen Namen in der Fantasy-Literatur. Die Welt, die sie hier erschafft ist sehr gut durchdacht, schlüssig und spannend.
Das Finale: Im Verlaufe des Buches werden viele Handlungstränge aufgemacht und einige Geheimnisse angedeutet. All diese Fäden werden am Ende sehr gut zusammengeführt und bilden einen wirklich fesselnden Showdown, der einen als Leser total in den Bann zieht.
Die Figuren: Es gibt viele Figuren, die mehrdimensional, interessant und sympathisch bzw. abscheulich sind (wie es sich für Bösewichte eben gehört). Auch beide Protagonisten haben tolle Seiten. Dazu im nächsten Unterpunkt mehr.

Folgende Dinge haben mir nicht gefallen/fand ich problematisch:

Die ersten Kapitel: Eine Welt zu erschaffen braucht immer ein gewisses Maß an Exposition und die Charaktere müssen ebenfalls zunächst einmal vorgestellt werden. Das ist bei diesem Buch nicht gut gelungen. Die ersten Kapitel fand ich sehr zäh und es hat lange gedauert, bis ich das Gefühl hatte ein Gespür dafür zu haben, wo diese Geschichte hin will.
Die Länge des Buches: Das hängt auch an den ersten Kapiteln, die man meiner Meinung nach wirklich schneller hätte abhandlen können, aber auch am Mittelteil. Über 900 Seiten waren einfach zu viel und das Buch hat sich wirklich gezogen. Es hat lange gedauert, bis ich in der Geschichte drin war, und so richtig gepackt haben mich erst die letzten 200 Seiten.
Die Figuren: So wie die Figuren tolle Seiten haben, hatten sie auch Eigenschaften, die ich sehr problematisch fand. Auch hier: Siehe nächter Punkt.

…zu den Protagonisten:

Einer der Gründe, warum ich diesem Buch so unentschlossen gegenüberstehe ist die Hauptfigur Bryce, die ich sehr ambivalent sehe. Denn viele ihrer Eigenschaften zeigen in verschiedenen Passagen je ihre positive und ihre negative Ausprägung. Zu Beginn standen für mich eher die negativen Seiten im Vordergrund, weswegen sie mir zu Beginn wirklich nicht symphatisch war. Die Entwicklung fand ich aber sehr gelungen.

Bryce ist sehr selbstbewusst. In manchen Passagen ist sie so eine Protaginistin, die genau weiß, was sie kann und sich nicht von etwas abbringen lässt, was sie für richtig hält – was manchmal auch wirklich wichtige Auswirkungen auf die Handlung hat. In manchen Passagen, gerade am Anfang, bekommt dieses Selbstbewusstsein aber eher die Ausprägung der Arroganz. Sie ist abweisend, teilweise auch wirklich unverschämt und stur, obwohl andere ihr nur helfen wollen.

Bryce ist feministisch. Sie ist sehr sexpositiv und entschuldigt sich nicht dafür, dass sie sich nunmal sehr wohl in ihrem Körper fühlt und selbstständig ist. Positiv kommt das in einigen Passagen zum Ausdruck, in denen sie wegen dieses Lebensstils und wegen ihres Geschlechts diskriminiert und nicht ernst genommen wird. Denn in diesen Passagen steht sie für sich ein, gibt sich nicht damit zufrieden einfach im Schatten der Männer zu stehen und zeigt eben auch manche doppelte Standards auf, die teilweise an Frauen gestellt werden. Auf der anderen Seite zeigt dieser Feminismus manchmal auch die negative Ausprägung: Wenn sie nämlich generell davon ausgeht, dass alle Männer sie herumkommandieren und ausnutzen wollen. Sie ist gerade zu Hunt teilweise wirklich ohne Grund unverschämt und fies. Sie lehnt Hilfe ab, die sie manchmal wirklich benötigt.

Hunt ist ein Charakter, den ich nicht so ambivalent gesehen habe. Er ist einfach ein toller Protagonist mit einem guten Herzen. Er ist Sklave und man wünscht sich für ihn die ganze Zeit, dass er befreit wird. Seine Situation als Sklave hat ihn verbittert gemacht, was ich gut nachvollziehen konnte. Nichts desto trotz fand ich, dass er sich schneller hätte öffnen können und dachte auch bei ihm, das er manchmal wirklich unfair zu Bryce ist. Das zeigt sich vor allem daran, dass er sich, als er Bryce dann eine Chance gibt und sie wirklich kennenlernt, fast sofort in sie verliebt.

…zum Stil:

Ich mochte total, wie Sarah J. Maas das Zusammenspiel der beiden Perspektiven (Hunt und Bryce) gestaltet hat. Sie ergänzen sich oft toll und geben ein gutes Gesamtbild der Geschichte.

Auch beim Stil bin ich jedoch hin und hergerissen, weil in diesem Buch einfach so viel geflucht wird und Kraftausdrücke verwendet werden, dass es mir einfacht echt zu viel war.

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Veröffentlicht am 21.11.2020

Leider nicht meins.

LoveStar
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Das sage ich…

…zum Inhalt:

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Szenario, das in diesem Buch entworfen wird, wirklich spannend fand es aber am Ende in der Umsetzung für mich dann doch zu anders ...

Das sage ich…

…zum Inhalt:

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Szenario, das in diesem Buch entworfen wird, wirklich spannend fand es aber am Ende in der Umsetzung für mich dann doch zu anders war. Das Konzept, mit dem Lovestar arbeitet und die Entdeckungen und Erfindungen, auf die die Fernsteuerung der Menschen zurückgeht sind wirklich intelligent geschrieben und ausgedacht. Die Thematik der Kontrolle und Beeinflussung ist meiner Meinung nach sehr aktuell und hat dadurch wirklich Wirkung entfaltet. Und trotzdem wird es von Kapitel zu Kapitel seltsamer und skuriler und hat mich dadurch am Ende leider wirklich verloren. Dazu kommt, dass ich viele der Ideen an sich zwar wirklich originell fand, sie aber meiner Meinung nach nicht den Raum bekommen haben, den sie gebraucht hätten, und zu schnell von anderen, noch ausgefalleneren Ideen abgelöst wurden.

…zu den Protagonisten:

Die Situation(en), in die die Figuren in diesem Buch gestellt werden, geben nur wenig Zeit die Figuren einzeln und für sich sehr auszuerzählen. Aber gerade der Leiter des Konzerns, der ebenfalls Lovestar genannt wird, und das Paar Sigridur und Indridi haben ihren Platz in der Geschichte.

Lovestar ist eine spannende Figur, weil er es geschafft hat praktisch über Nacht seinen Konzern und deren Tochterfirmen zu einem allgegenwärtigen und kontrollierenden Phänomen zu machen. Die Besessenheit von einer Idee und die Zielstrebigkeit, mit der er diese umsetzen will hat ihn mich auch immer wieder überraschen lassen.

Sigridur und Indridis Liebe ist nicht durch den Konzern vorgegeben und deshalb nicht erlaubt. Es ergibt sich ein interessanter Kampf gegen das System, den die beiden austragen und der einen als Leser einfach mitfiebern und mithoffen lässt, dass die Liebe stark genug ist und allem trotzen kann.

…zum Stil:

Ich hatte während des Lesens von „Lovestar“ oft das Gefühl durch die Geschichte zu laufen, ohne die Möglichkeit zu bekommen kurz stehen zu bleiben und mich umzuschauen. Magnasons Schreibtil ist so temporeich und in manchen Passagen so wenig beschreibend, dass er in Kombination mit den vielen abgefahrenen Ideen dazu geführt hat, dass ich mich einfach nicht richtig in die Geschichte hineingefunden habe.

Heißt also:

„Lovestar“ konnte mich leider nicht überzeugen. Eine sehr einfallsreiche und definitiv originelle Geschichte, aber für meinen Geschmack doch einfach zu skuril.

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Veröffentlicht am 30.10.2020

Wichtige Thematik, durchschnittlich umgesetzt

Die Spur des Schweigens
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Das sage ich…

...zum Inhalt:

Die #metoo-Debatte ist nach wie vor wichtig. Viele Missbrauchsfälle werden nach wie vor nicht gemeldet, Täter durch das Schweigen anderer gedeckt. Diese Ungerechtigkeit besteht ...

Das sage ich…

...zum Inhalt:

Die #metoo-Debatte ist nach wie vor wichtig. Viele Missbrauchsfälle werden nach wie vor nicht gemeldet, Täter durch das Schweigen anderer gedeckt. Diese Ungerechtigkeit besteht nach wie vor und macht es wichtiger als je zuvor den Opfern Gehör zu verschaffen und sie ernst zu nehmen. Und trotzdem gibt es immer wieder auch die andere Seite: Frauen, die Feminismus bis zu Extremismus treiben und gegen alle Männer hetzen. Situationen, in denen ignoriert wird, dass Männer genau so Opfer sein können oder in denen Männer eben solchen extremen Feministen zum Opfer fallen und so defamiert werden. Ich kann es durchaus verstehen, wenn man es Leid ist diese Debatte immer wieder zu führen, denn das Thema ist komplex und eben nicht schwarz-weiß.

Für mich war es deswegen wirklich bemerkenswert, dass man das Thema von genau dieser Überdrüssigkeit der Debatte gegenüber angeht und eine Geschichte erzählt, die zeigt, wie wichtig es ist diese Debatte zu führen und nicht einfach eine Seite auszuwählen. In dieser Hinsicht fand ich dieses Buch wahnsinnig kraftvoll! Es zeigt eben keine Protagonistin, die als Frau sofort auf der Seite der Frauen steht und schafft es so im Verlauf des Buches aufzuzeigen, dass beide Seiten betrachtet und hinterfragt werden müssen. Gleichzeitig macht es die Korruption, die Machtverhältnisse und das Bestreben nach Geheimhaltung, die oft dazu führen, dass die Opfer mundtot gemacht werden nicht klein, sondern webt es in die Entwicklung der Protagonistin mit ein und zeigt diese Misstände deutlich auf.

Das Thema des sexuellen Missbrauchs ist aber nicht das einzige, denn der Hintergrund der Protaginistin spielt eine große Rolle und so ergeben sich sehr viele Handlungsstränge, die zwar gut miteinander verwoben werden, aber bei mir leider doch dazu geführt haben, dass ich es manchmal ein bisschen zu viel fand.

…zu der Protagonistin:

Ich fand es, wie schon angemerkt, wirklich eine interessante und gute Wahl eine Frau als Protagonistin zu wählen, die skeptisch ist und das Gefühl hat, das manche Frauen im Umgang mit Männern einfach überreagieren. Julia mit dieser Einstellung anfangen zu lassen gibt dem Leser die Möglichkeit ihr dabei zu folgen, wie sie diese Meinung verändert und differenziert.

Was ich allerdings sagen muss ist, dass Julias Hintergrund und ihre problematische Vergangenheit dazu geführt haben, dass es mir manchmal ein wenig zu viel wahr. An ihrer Figur wurden so viele Themen angesprochen, dass Ich „Die Spur des Schweigens“ manchmal als durcheinander emfunden habe und das Gefühl hatte es tritt nicht genau hervor, welches das zentrale Thema sein soll. In diesem Zusammenhang fand ich auch einige Entwicklungen wirklich unrealistisch, zum Beispiel, als im Zusammenhang mit Julias Bruder und seinem Verschwinden plötzlich Fakten und gegenstände zutage treten, die es eigentlich schon viel früher hätten tun müssen.

…zum Stil:

Amelie Frieds Stil lässt sich toll und locker lesen. Es gibt viel Dialog, was mir wirklich gut gefallen hat, da das Buch so wirklich temporeich erzählt ist.

Was mich wirklich gestört hat ist allerdings, dass die Erzählstimme teilweise sehr großen Einfluss darauf nimmt, wie man die Geschichte wahrnimmt, da diese eine teilweise sehr naive Haltung vetritt, was ich bei dieser Thematik wirklich unangemessen fand.

Außedem gibt es gerade gegen Ende ein paar Zeitsprünge, die meiner Meinung nach den Handlungsaublauf oft schwer nachzuvollziehen machen.

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Veröffentlicht am 04.03.2022

Leider nichts für mich

Idol - Gib mir alles von dir
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Ich finde bei Kristen Callihan oft, dass die Geschichten und Charaktere wirklich Potenzial haben. Auch hier. Aber die schönen Momente sind für mich leider ganz stark überschattet worden - Denn ich fand ...

Ich finde bei Kristen Callihan oft, dass die Geschichten und Charaktere wirklich Potenzial haben. Auch hier. Aber die schönen Momente sind für mich leider ganz stark überschattet worden - Denn ich fand sowohl Ryle als Protagonist, als auch die Story wirklich oberflächlich. Dazu kommt, dass ich die Sprache mir oft einfach zu plump, zu vulgär war. Sehr schade!!

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