Profilbild von sasa_moon9

sasa_moon9

Lesejury Profi
offline

sasa_moon9 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sasa_moon9 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2020

Eine Liebesgeschichte mit tollem Poetry-Slam

Weil ich Layken liebe
0

"Weil ich Layken liebe" war das erste Buch, welches ich von Colleen Hoover gelesen habe und ich kann durchaus verstehen, warum ihre Bücher so viele Anhänger:innen hat. Kaum eine Autorin wird von so vielen ...

"Weil ich Layken liebe" war das erste Buch, welches ich von Colleen Hoover gelesen habe und ich kann durchaus verstehen, warum ihre Bücher so viele Anhänger:innen hat. Kaum eine Autorin wird von so vielen in den Himmel gelobt wie Colleen Hoover: ihre Bücher liegen immer schön sichtbar in den Bücherhandlungen aus und auch auf Rezensionsportalen bekommt man sie immer vorschlagen. Also entschied ich mich, auch endlich mal ein Buch von ihr zu lesen - ich war nicht begeistert, aber auch nicht zu enttäuscht.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Er lässt sich leicht lesen, ist sehr bildlich und fesselt an die Seiten - auch wenn er in meinen Augen nicht außergewöhnlich war. Was ich jedoch sehr gelungen fand, war der Poertry-Slam, der auch einen relativ großen Teil der Geschichte einnahm. Die dazu verfassten Texte haben mir sehr gut gefallen und waren für mich das Beste an der Geschichte. Besonders der letzte Poetry-Slam hat mich wirklich berührt.

Die Handlung an sich war auch nicht besonders neu. Es wurde zwar ein Thema behandelt, über welches ich normalerweise keine Bücher lese, aber in dem Fall wurde es ganz gut umgesetzt. (Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern). Ansonsten war es doch recht vorhersehbar, aber tatsächlich war die Geschichte in manchen Momenten ziemlich ernst, da Colleen Hoover teilweise sehr ernste Themen behandelt - hätte ich so nicht erwartet, aber passte dennoch zur Geschichte.

Die Charaktere mochte ich auch gerne. Layken und Will waren mir beide sympathisch und das habe ich bei Liebesgeschichten wirklich selten. Meistens mag ich immer eine/n der beiden Protas mehr, in dem Fall waren sie hier für mich auf Augenhöhe.

Das Buch ist eine wirklich süße Liebesgeschichte, aber doch sehr gewöhnlich. Ich habe sie gerne gelesen, aber müsste sie nicht ein zweites Mal lesen. Ich war nicht restlos begeistert, aber dennoch konnte sie mich gut unterhalten und teilweise auch etwa berühren.

Ich vergebe 3/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2020

Eine waghalsige Mission zum Mars

Mars Ultor
0

Schon lange hatte ich keinen richtigen Sci-Fi-Roman mehr gelesen, mal abgesehen von Büchern mit dystopischen Elementen. Als ich das Cover zu "Mars Ultor" gesehen hatte, welches ich übrigens sehr gelungen ...

Schon lange hatte ich keinen richtigen Sci-Fi-Roman mehr gelesen, mal abgesehen von Büchern mit dystopischen Elementen. Als ich das Cover zu "Mars Ultor" gesehen hatte, welches ich übrigens sehr gelungen finde und mich der Klappentext dazu auch noch ansprach wusste ich: dieses Buch muss gelesen werden.

Der Einstieg in dieses Buch war der Wahnsinn! Ich konnte mich sofort in der Welt wiederfinden, wurde von dem flüssigen und bildlichen Schreibstil mitgerissen und nicht von technischen Fachbegriffen erschlagen. Das muss ich auch positiv hervorheben: die Technik im Buch ist wirklich für jede/n klar verständlich und wird auch immer kurz erklärt, sodass man nie das Gefühl hat, den Überblick zu verlieren. Für Einsteiger:innen in das Genre ist es also wirklich sehr geeignet. Man wird eigentlich direkt in die Geschichte hineingeworfen und findet sich dann aber ziemlich schnell zurecht - das war wirklich gelungen.

Zudem lernt man einen großen Cast an Charakteren kennen. Mit einigen bin ich zwar immer noch nicht ganz warm geworden, aber trotzdem mochte ich den "Chaoshaufen" im Laufe der Zeit doch ganz gerne. Von einigen Charakteren hätte ich mir gerne noch eine etwas sichtbarere Entwicklung gewünscht, aber vielleicht bekommen wir diese im 2. Band.

Das Buch konnte mich wirklich über weite Strecken begeistern, nur zum Ende hin fiel es mir etwas schwerer an der Geschichte dranzubleiben. Ab der 2. Hälfte entstanden kleinere Längen, die keinesfalls gravierend waren, aber doch meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt haben. Ich hatte beinahe das Gefühl, dass das Buch am Anfang etwas dynamischer war und zum Ende hin nicht mehr ganz an die Spannung aus der ersten Hälfte anknüpfen konnte.

Aber nichtsdestotrotz konnte "Mars Ultor" mich wirklich gut unterhalten und ich werde definitiv den 2. Band auch noch lesen, mal sehen, was da noch auf uns zukommt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2020

Wunderschöne Aufmachung, aber die Geschichte musste ich leider abbrechen

Nebelvermächtnis
0

Der Klappentext klang so vielversprechend, das Cover wirkte unglaublich ansprechend und auch ansonsten hat das Buch so sehr danach geschrien gelesen zu werden - weswegen es mir hier so schwer fällt diese ...

Der Klappentext klang so vielversprechend, das Cover wirkte unglaublich ansprechend und auch ansonsten hat das Buch so sehr danach geschrien gelesen zu werden - weswegen es mir hier so schwer fällt diese Rezension zu schreiben.

Den Schreibstil empfand ich anfangs als sehr flüssig. Die Schauplätze wurden bildlich und anschaulich beschrieben, besonders die Darstellung der Moorlandschaft war besonders gelungen. Ich hatte sofort eine düstere, nebelige und trostlose Landschaft vor Augen, was gleichzeitig auch eine sehr düstere Atmosphäre erzeugt hatte - fand ich klasse!

Aber nach fast 100 Seiten nahm das Buch immer noch nicht an Fahrt auf und ich bekam immer mehr Probleme das Buch zu beenden. Letztendlich habe ich bei knapp 100 Seiten entschieden die Geschichte abzubrechen, da ich einfach nicht von der Story mitgerissen wurde, auch wenn die Grundidee dahinter so, so gut war.

Das lag überwiegend auch an Robert, unseren Protagonisten. Er war mir leider sehr unsympathisch und manche seiner Gedankengänge konnte ich einfach nicht teilen. Ebenfalls bin ich über einige Sachen in der Geschichte gestolpert, die ich von der Wortwahl und von der Ausführung leider gar nicht positiv fand, hier ein paar Beispiele:

"Tinja betätigte die Computermaus. Erste Klänge erfüllten das typische Mädchenzimmer." (S.68) -> Was ist denn bitte ein typisches Mädchenzimmer? Das kann man doch überhaupt nicht festlegen oder anhand von einer Person davon ausgehen, dass alle Zimmer von Mädchen/ Frauen gleich aussehen. In dem Fall von "Nebelvermächtnis" sind alle Mädchenzimmer mit Kinopostern tapeziert, haben rote Teppiche und glitzernde Deko. Nennt mich kleinlich, aber diese Stereotypen haben für mich in einem Buch nichts zu suchen, zumal es an jüngere Leser*innen gerichtet ist. Nicht, dass diese denken, dies sei die Norm.

"Inzwischen gefiel Robert seine neue Rolle. Er sagte einem Mädchen wie Tinja, was er dachte und zeigte ihr gleichzeitig, dass sie das akzeptieren musste." (S.69) -> Dies war auf das Thema Musik bezogen und macht Robert in meinen Augen einfach ziemlich unsympathisch. Ja, er war alkoholisiert in der Szene, aber trotzdem mag ich solche Gedankengänge nicht. Vor allem, was ist denn "ein Mädchen wie Tinja" genau? Dieses Schubladendenken in manchen Szenen finde ich nicht gelungen und hat mich nach einiger Zeit wirklich gestört.

"Genau auf diese Weise handelte ein Mann: Er wich den Dingen - oder genau genommen Tinja - aus. Sein Vater hatte sich schon viel zu oft so verhalten. Damit war er für Robert wohl ein stärkeres Vorbild gewesen, als er es sich selbst gewünscht hätte." (S.79) -> Ja, er sagt, dass dieses Denken falsch ist, aber muss man es denn wieder so verallgemeinert formulieren? Nicht alle Männer weichen Problemen aus, ihr wisst bestimmt, was ich meine.

Ich habe noch weitere solcher Beispiele gefunden. Dazu möchte ich sagen, dass mir bewusst ist, dass Robert noch recht jung ist und er vielleicht bewusst noch unwissend sein soll, aber trotzdem finde ich es nicht gut, wenn der Protagonist solche Gedankengänge hat, besonders wenn das Buch Jüngere lesen und dann denken, dass ein solches Denken gängig ist. Für die Zukunft würde ich mir von Arne Kilian wünsche dieses Schubladendenken wegzulassen, da es mich persönlich sehr gestört hat. Ich weiß natürlich nicht, ob Robert eine Entwicklung durchmacht und im Laufe des Buches von seiner verallgemeinerten Weltansicht weggekommen ist, da ich es nicht beendet habe.

Letztendlich kann ich dem Buch leider, leider nur 2/5 Sternen geben. Einen Stern gibt es für das Cover und die Aufmachung des Buches, den anderen für die eigentlich tolle Grundidee. Sehr schade!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

"She didn't and doesn't need you to save her. She needs to save you"

Finale
0

​​​​​Achtung, dies ist der 3. und letzte Band einer Reihe und ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen!

Was für eine Reise! Stephanie Garber hat mit dieser Reihe wirklich einen wunderschönen Rückzugsort ...

​​​​​Achtung, dies ist der 3. und letzte Band einer Reihe und ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen!

Was für eine Reise! Stephanie Garber hat mit dieser Reihe wirklich einen wunderschönen Rückzugsort in einer anderen Welt geschaffen, welchem ich mich nur schwer entziehen konnte. Für mich eine der besten Reihen der letzten Jahren! Doch es gab einige Sachen, die ich verbessersungswürdig an "Finale" fand, aber dazu später mehr.

Hatte ich bereits erwähnt wie sehr ich Stephanie Garbers Schreibstil liebe? Nein? Oder doch schon um die 100 Male? Ich würde mich nur wiederholen. :) Aber hier wieder ein paar Beispiele meiner Lieblingszitate:

„[...] I want to feel love in its every form. I used to be so scared of it, but now I think love is another type of magic." (S.187)

"She loved the boy who called her an angel and a devil in the same conversation." (S.344)

Zur Handlung kann ich diesmal nur sagen, dass sie diesmal ganz anders ist, als bei den Vorgängerbänden. In Band 1 und 2 stand von Anfang an das Spiel und das Gewinnen davon im Fokus und ließ wenig Raum für andere Handlungen - hier erkennt man jedoch einen ganz anderen Ablauf der Geschichte. Diesmal bewegt man sich fernab jedes Spiels und muss stattdessen um das Überleben aller Menschen auf der "La isla de los sueños" kämpfen. Hierbei werden verschiedenste Handlungsorte aufgeführt und man hetzt von einem Ereignis zum nächsten. Aufgaben müssen erfüllt, Hinweise gedeutet und gefährliche Orte aufgesucht werden. Es hat erneut unglaublich Spaß gemacht in die Welt abzutauchen und zusammen mit den Charakteren mitzurätseln.

Auch unsere vier Protagonist*innen Scarlett, Tella, Julian und Legend sind wieder mit dabei. Alle habe ich auf ihre eigene Art und Weise liebgewonnen, auch wenn es bei manchen länger gedauert hat, als bei anderen. Tella überzeugt wieder durch ihre starke und unabhängige Art, Scarlett durch neugewonnen Mut, Julian durch seine Loyalität und Legend durch das Bröckeln seiner undurchschaubaren Schale. Aber auch Jacks hat mich fasziniert. Er war irgendwie der Bösewicht, der irgendwie keiner sein wollte und ständig zwischen den Seiten hin und her sprang. Er macht in diesem Band zwar einige Sachen, die wirklich nicht in Ordnung waren, aber irgendwie hat er die gesamte Geschichte noch etwas spannender gemacht, da man bis zum Ende versucht hinter seine Fassade zu blicken. Insgesamt waren die Charaktere wieder sehr gelungen und auch einige neue Gesichter lernt man im Laufe der Geschichte kennen.

Ein paar Kleinigkeiten sind mir jedoch aufgefallen, die "Finale" in meinen Augen etwas schwächer, als die anderen beiden Bände erscheinen lässt.

Für meinen Geschmack wurde mir der Fokus hier zu sehr auf die Liebesgeschichten gelenkt. Ich mochte die Paare in dieser Reihe und habe ihre Entwicklungen gerne weiterverfolgt, aber es war mir am Anfang einfach ein bisschen zu viel. Zum Beispiel hat Tella in wirklich denkbar falschen Momenten eher an Legend gedacht, als sich auf die Rätsel oder Lösungen vor ihr zu konzentrieren. Das hat mich dann doch irgendwann etwas gestört. An vielen Stellen mochte ich die Interaktionen zwischen ihr und Legend, jedoch war mir ihre Liebesgeschichte dann doch etwas zu sehr im Vordergrund.

Auch hatte ich das Gefühl, dass mich dieses Buch nicht so sehr fesseln und "verzaubern" konnte, wie die anderen Bücher. Es gab immer noch genug magische und mystische Schauplätze, aber es hat mich nicht mehr so sehr gefangengenommen, wie die anderen Bände.

Trotzdem hatte ich viele schöne Lesestunden und muss wirklich sagen, dass ich wirklich traurig bin, dass diese Reihe nun zu Ende geht, auch wenn ich sagen muss, dass mich ein Ereignis in diesem Band an weitere Bücher in dem Universum glauben lässt. Vielleicht kommt da ja noch etwas in naher Zukunft, mich würde es jedenfalls nicht überraschen und ich würde definitiv alles davon lesen. Bitte gebt dieser Reihe eine Chance, sie ist es definitiv wert! Von mir gibt es 4/5 Sternen!


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2020

Ein unglaublich starker 2. Teil

Legendary
0

Nachdem mich Caraval wirklich begeistern konnte stand für mich fest, dass ich auch den Folgeband lesen müsste. Letztendlich hat er mir genauso gut gefallen wie der 1. Band, wenn nicht sogar fast ein bisschen ...

Nachdem mich Caraval wirklich begeistern konnte stand für mich fest, dass ich auch den Folgeband lesen müsste. Letztendlich hat er mir genauso gut gefallen wie der 1. Band, wenn nicht sogar fast ein bisschen besser.

Ich hatte das Gefühl, als wäre dieser Band noch magischer, spannender und emotionaler. Das lag zum einen auch wieder an dem wunderbaren Schreibstil von Stephanie Garber. Hier ein kurzes Beispiel:

„Die Luft schmeckte nach Wundern. Wie kandierte Schmetterlingsflügel, gefangen in einem gezuckerten Spinnennetz. Wie beschwipste, mit Glück glasierte Pfirsiche.“ (S. 114)

Er ist so wunderbar verträumt und bildlich ohne dabei zu sehr auszuschweifen - ich liebe ihn einfach!

In diesem Band lesen wir übrigens nicht aus Scarletts Sicht, sondern aus Donatellas, kurz: Tella. Aus ihr bin ich im ersten Band nicht ganz schlau geworden und muss gestehen, dass sie mich da nicht so wirklich von ihr begeistern konnte. Sie wirkte damals so unnahbar, als würde sie etwas verheimlichen - vor ihrer eigenen Schwester. Doch das hat sich zum Glück in diesem Band geändert. Sie handelt zwar oft unbedacht und naiv, aber gerade das macht sie authentisch. Sie ist keine perfekte Protagonistin, aber das war gerade gut. Ihre Naivität macht sie spätestens mit ihrer Emotionalität wieder gut, denn hat sie eine Person erst einmal ins Herz geschlossen, dann blieb diese auch dort, denn Tella kämpft für die Personen, die sie liebt. Einen Neuzuwachs haben wir auch: Jacks. Ihn fand ich unheimlich spannend. Man kennt zwar immer noch nicht seine Motive, aber gerade dieses Mysteriöse hat ihn in meinen Augen so interessant gemacht. Auf andere Charakteren möchte ich hier nicht noch genauer eingehen, da ich sonst Angst habe zu spoilern.

Auch zur Handlung werde ich nicht mehr verraten, da ich sonst zu viel vorwegnehmen würde, aber lasst euch gesagt sein - Legendary wird euch nicht enttäuschen! Diese Reihe ist einfach so unfassbar gut, ich würde sogar sagen, dass sie mit zu meinen Lieblingsreihen zählt. Von mir gibt es wieder 5/5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere