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Veröffentlicht am 10.01.2021

Eine kurzweilige Geschichte mit mutiger Protagonistin

Crys Tale of Ice
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"Crys Tale of Ice" - für mich ein sehr kleines Büchlein, aber mit unheimlich viel Inhalt! Ich war erstaunt, wie viel Handlung und Spannung sich doch in diesem Buch verborgen hat und kann diese Geschichte ...

"Crys Tale of Ice" - für mich ein sehr kleines Büchlein, aber mit unheimlich viel Inhalt! Ich war erstaunt, wie viel Handlung und Spannung sich doch in diesem Buch verborgen hat und kann diese Geschichte besonders Leser:innen empfehlen, die dem Genre Romantasy nicht abgeneigt sind.

In dem Buch verfolgen wir Crystal, eine Vampirjägerin, die in jungen Jahren mit einem schweren Verlust konfrontiert wurde und seither ihre Gefühle vor der Außenwelt veschließt. Sie seht sich nach Rache und teilt die Welt in Gut und Böse ein. Jedoch hinterfragt sie dieses Denken im Laufe der Geschichte immer mehr und stellt fest, dass man nicht nur in diesen Kategorien denken kann, sondern es so viele Zwischenstufen gibt, die ihr gesamtes Weltbild zum Einsturz bringen.

Zum Schreibstil: Der Schreibstil ist wirklich unglaublich anschaulich. Ich wurde sofort von der flüssigen und bildlichen Erzählweise eingenommen und die Seite flogen für mich nur so dahin. Alles wurde mit viel Liebe zum Detail beschrieben und man merkt, wie viel Herzblut hinter dieser Geschichte steckt. Besonders die emotionaleren Szenen wurden mir greifbar und authentisch vermittelt, sodass ich ehrlich mitgefühlt habe.

Zur Handlung möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, weil es da wirklich viel zu entdecken gibt und gerade dieses Miträtseln das Lesevergnügen steigert. Anfangs wurde man meiner Meinung nach etwas zu sehr ins kalte Wasser geworfen und ich hatte etwas Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, jedoch trägt einen der schöne Schreibstil durch die anfänglichen Hürden, sodass ich die Geschichte immer mehr genießen konnte.

Bei den Charakteren bin ich noch etwas zwiegespalten. Crystal mochte ich gerne, da ich besonders ihre Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchläuft, sehr stark und nachvollziehbar fand. Außerdem fand ich ihre starke und unabhängige Art sehr lobenswert! Kento kann ich jedoch noch nicht so ganz einschätzen - ich bin irgendwie nicht warm mit ihm geworden, aber vielleicht ändert sich das ja im 2. Band. Die Nebencharaktere haben mir hingegen sehr gut gefallen, besonders Josh stach da positiv heraus.

Die Geschichte hat mich wirklich überrascht, besonders gefühlvolle Szenen wurden hier mit viel Feingefühl herausgearbeitet und konnten mich berühren. An manchen Stellen war mir die Liebesgeschichte etwas zu präsent, aber das hat auch viel mit Geschmack zu tun, ich bin mir sicher, dass andere damit viel Vergnügen hatten.

Ich bin gespannt, welche Überraschungen der zweite Band noch bereithält und werde diesen auf jeden Fall auch lesen. "Crys Tale of Ice" hat für mich zwar noch etwas Luft nach oben, jedoch kann ich hier eine Leseempfehlung aussprechen. Von mir gibt es 4/5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Eine starke und selbstbewusste Protagonistin

Hiding Hurricanes
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Auf Hiding Hurricanes war ich ganz besonders gespannt, weil sich Tami da wirklich eine interessante Thematik ausgesucht hatte. Ich wusste wirklich nicht so richtig, was mich erwarten würde, aber ich muss ...

Auf Hiding Hurricanes war ich ganz besonders gespannt, weil sich Tami da wirklich eine interessante Thematik ausgesucht hatte. Ich wusste wirklich nicht so richtig, was mich erwarten würde, aber ich muss sagen, dass Tami die Thematik wirklich toll umgesetzt hat.

Hier muss ich auch noch einmal auf den Buchtitel verweisen. "Hiding Hurricanes" hätte wohl kaum passender gewählt sein können. Und dann noch das wunderschöne Cover - alles wurde hier wirklich sehr passend ausgewählt und wirkt auf mich unglaublich stimmig.

Der Schreibstil ist auch wieder sehr flüssig und man kann nicht aufhören zu lesen. Die Tanzszenen hat Tami ebenfalls toll beschrieben!

Bei der Handlung kann ich nur immer wieder betonen, dass es wirklich mal etwas Neues ist. Lenny ist nämlich eine Nachtclubtänzerin und hat sich dort mit ihrem Alter Ego "Daisy" einen ziemlich großen Namen gemacht. Ich war total gespannt, wie Tami dies umsetzten würde, da dieser Beruf doch eher mit Vorurteilen in der Gesellschaft abgestempelt ist. Dass hierbei jedoch eine Geschichte über Feminismus und Body-Positivity entstehen würde, hat mich sehr positiv überrascht. Selten begegnet mir eine Protagonistin, die so zufrieden mit ihrem Körper war, wie Lenny. Danke Tami, so etwas brauchen wir definitiv noch viel mehr in der Bücherwelt!

Auch die Charaktere konnten mich über weite Strecken überzeugen. Lenny mochte ich schon immer gerne, auch wenn sie immer so unnahbar wirkte. Doch ich finde, dass diese Art von ihr nachvollziehbar erklärt wird und ich konnte sie wirklich gut leiden. Creed blieb mir leider etwas blass, aber im Großen und Ganzen konnte ich ihn eigentlich gut leiden. Was ich jedoch etwas seltsam fand war, dass Lenny und Creed vorher angeblich beste Freunde waren. Davon habe ich in den ersten beiden Teilen überhaupt nichts mitbekommen. Da hatte ich sie eher als Bekannte eingeschätzt, gerade deshalb, wie sie miteinander umgegangen sind. Da gab es keine Verbindung, keine freundschaftlichen Gesten. Hier hat man nun einen Einblick in ihre tatsächlich schon jahrelange Freundschaft bekommen - auf mich wirkte es jedoch etwas weit hergeholt. Doch nichtsdestotrotz mochte ich die beiden zusammen und fand auch ihre Kommunikationsschwierigkeiten sehr realistisch ausgearbeitet.

Ich mochte die Geschichte wirklich gerne und hatte sie innerhalb von wenigen Stunden bereits durchgelesen. Jedoch war ich der Meinung, dass dieser Band einige kleinere Längen aufwies. Auch die innige Freundschaft zwischen den beiden fand ich, wie bereits erwähnt, etwas zu überraschend, weswegen ich sie nicht wirklich nachvollziehen konnte.

Dennoch hat mir dieser Teil gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf Savannahs Geschichte. Man kann bereits vermuten, um welches Liebespaar es sich diesmal drehen wird, aber ich bin mir noch nicht so sicher, was ich von dem zukünftigen, männlichen Protagonisten halten soll - aber vielleicht überrascht mich Tami ja. Von mir gibt es 4/5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Wohl die Überraschung in diesem Genre für mich

Sinking Ships
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Es ist mir noch nie passiert, dass mich ein erster Band so enttäuschen und ein zweiter Band so begeistern konnte. Schon ab der ersten Seite habe ich gemerkt, dass mir dieses Buch schon viel mehr zugesagt ...

Es ist mir noch nie passiert, dass mich ein erster Band so enttäuschen und ein zweiter Band so begeistern konnte. Schon ab der ersten Seite habe ich gemerkt, dass mir dieses Buch schon viel mehr zugesagt hatte, als es bei Burning Bridges der Fall war - um es genauer zu sagen: es gehört nun offiziell zu meinen Lieblingsbücher in diesem doch sehr selten gelesenen Genre von mir!

Da hätten wir erneut den tollen Schreibstil von Tami. ich würde mich nur wiederholen, aber Tami hat wirklich ein Händchen, was das Schreiben anbelangt!

Auch die Handlung hat mir hier viel besser gefallen. Sie war für mich realitätsnaher, weniger dramatisch, wie der erste Band und konnte mich wirklich berühren. Carlas Angst vor Wasser fand ich zu keiner einzigen Minute übertrieben, sondern Tami hat es gekonnt geschafft, mir diese Angst sehr echt und pur zu vermitteln. Die Liebesgeschichte hat mir in "Sinking Ships" auch so viel besser gefallen, als im ersten Band. Sie wirkte inniger und hatte deutlich mehr Raum, um sich zu entwickeln.

Die Charaktere: ganz große Liebe! Mit Ches, Ella und Summer konnte ich ziemlich wenig anfangen. Carla und Lenny hingegen mochte ich so gerne. Carlas toughe Art mochte ich unheimlich gerne und gleichzeitig hat sie auch ihre Schwächen durchscheinen lassen - sie ist wirklich meine Lieblingsperson der Reihe. Auch von Lenny bekommt man diesmal mehr zu sehen und ich habe das Gefühl, dass sie und ich ungefähr gleich über die Clique rund um Ella und Summer denken. :) Mitchell mochte ich auch ganz gerne, doch Carla hat ihn ziemlich in den Schatten gestellt.

Ich habe dieses Buch wirklich sehr geliebt, gerade weil es auch viel um Familie ging und mir besonders die Szenen mit Carla, ihren Brüdern oder ihrer Tante sehr nahe gingen. Ebenfalls positiv finde ich, dass Carla kolumbianische Wurzeln hatte und somit immer einige spanische Wortfetzen fielen. Mit meinem Schulspanisch konnte ich sie alle verstehen, aber ich denke auch, dass man diese entweder bereits kennt oder sich aus dem Kontext zusammenreimen kann.

Ich kann bei diesem Buch wirklich nicht Meckern. Das Einzige, was mich dann doch nach einer Weile etwas gestört hat, waren die ständigen äußerlichen Beschreibungen der Protagonist:innen. Ein bisschen Schwärmen finde ich ja völlig in Ordnung, aber es muss doch nicht ständig betont werden, wie muskulös der männliche Protagonist ist oder wie lang die Beine der Protagonistin sind - das hat man auch nach dem ersten Lesen verinnerlicht. ;)

Aber nichtsdestotrotz kann ich diese Geschichte nur empfehlen. Wem vielleicht "Burning Bridges" nicht so zusagte, der/ die kann vielleicht mit diesem Band mehr anfangen. bei mir war es der Fall, weswegen ich hier 5/5 Sternen vergebe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Ein schwacher Auftakt, aber die weiteren Bände lohnen sich!

Burning Bridges
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Ich schreibe diese Rezension, nachdem ich alle bisher erschienenen Bücher der Reihe bereits beendet habe. Für mich war diese Reihe tatsächlich eine Überraschung, da mich der erste Band wirklich nicht überzeugen ...

Ich schreibe diese Rezension, nachdem ich alle bisher erschienenen Bücher der Reihe bereits beendet habe. Für mich war diese Reihe tatsächlich eine Überraschung, da mich der erste Band wirklich nicht überzeugen konnte, dafür dann aber der Rest. Jedoch hatte ich damals gleich den 2. Band zur Hand, weswegen ich mich doch noch dazu aufraffen konnte weiterzulesen und siehe da: die Bücher werden wirklich viel, viel besser.

Tamis Schreibstil ist wirklich toll. Das war eigentlich auch der einzige Grund, weshalb ich dieses Buch beendet hatte. Er ist sehr bildlich, flüssig und einfach nur locker. Ihre Art Szenen zu beschreiben wirkt so mühelos und gekonnt - das Schreiben liegt ihr wirklich!

Kommen wir zur Handlung: die hat sich meiner Meinung nach definitiv von anderen in diesem Genre ziemlich abgehoben. Sie war actiongeladener, und definitiv dramatischer. Ich kann mich jedoch bis heute nicht so ganz entscheiden, ob ich mich wirklich mit der Grundthematik anfreunden konnte - es war mir irgendwann leider etwas zu viel von allem, auch wenn Tami die spannenden Szenen wirklich toll geschildert hatte.

Bei den Charakteren bin ich sehr zwiegespalten. Ella, unsere Protagonistin, mochte ich leider nicht so richtig. Sie war mir zu naiv, handelte impulsiv und war in Kombination mit ihrer Freundin Summer leider auch ziemlich unsympathisch. Ich konnte keinen Bezug zu ihr aufbauen, auch nicht in den weiteren Bänden. Ches blieb mir auch bis zum Ende des Buches ziemlich blass, ich kann bis heute nicht wirklich wichtige Charaktereigenschaften von ihm nennen, jedoch weiß ich noch sehr deutlich, dass er ein Muskelpaket ist, weil das definitiv einmal zu oft erwähnt wurde. ABER: die Nebencharaktere. Diese mochte ich wirklich gerne. Carla und Lenny waren mein persönliches Highlight. Die beiden fand ich sehr sympathisch und mochte ich gerade, weil sie sich nicht so wie Ella und Summer benahmen, sondern deutlich erwachsender wirkten. Mitchell und Creed fand ich ebenfalls ganz liebenswert.

Die ganze Rezension wirkt wahrscheinlich ziemlich hart, aber ich möchte erneut betonen, dass die weiteren Teile den ersten Band wirklich um Längen übertreffen konnten und ich wirklich froh bin, diese Reihe weitergelesen zu haben. Es lohnt sich wirklich! Von mir gibt es leider hier nur 2,5/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2021

Wie viel Macht verfügt das "Universum" über eine einzelne Begegnung?

Was ist mit uns
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"They both die at the end" und "Simon vs the Homosapien Agenda" habe ich unglaublich gerne gelesen, weswegen es auch keine Überraschung war, dass ich das gemeinsame Werk von Albertalli und Silvera lesen ...

"They both die at the end" und "Simon vs the Homosapien Agenda" habe ich unglaublich gerne gelesen, weswegen es auch keine Überraschung war, dass ich das gemeinsame Werk von Albertalli und Silvera lesen musste. "What if it's us" ist eine süße Liebesgeschichte, die so herrlich realitätsnah daherkommt, auch wenn das Zusammentreffen der beiden Protagonisten doch aus sehr vielen Zufällen bestand. Doch was passiert, wenn man das Universum herausfordert und aus den Zufällen regelmäßige Begegnungen werden?

Ich bin am Anfang immer etwas kritisch, wenn ich lese, dass ein Buch von 2 Autor:innen geschrieben wurde. Meistens sind das nur meine eigenen Vorbehalte: merkt man vielleicht zu deutlich, dass zwei Personen daran geschrieben haben? Und lese ich die eine Perspektive vielleicht deutlich lieber, als die andere? Aber letztendlich bin ich sehr zufrieden, wie das bei diesem Buch gehandhabt wurde. Man hat kaum einen Unterschied gemerkt, wenn zwischen den beiden Perspektiven hin und her gewechselt wurde. Die beiden Schreibstile sind sehr jugendlich, flüssig und humoristisch - es lässt sich also sehr gut lesen.

Auch die Handlung hat mir gut gefallen. Anfang dachte ich noch, dass es doch etwas zu klischeebeladen sein könnte, doch letztendlich wurde hier mit Klischees gespielt und heraus kam eine doch sehr authentische Liebesgeschichte. Ben und Arthur lernen sich hierbei an einem Postamt kennen und fühlen sich gleich zueinander hingezogen. Doch durch einen unglücklichen Zufall werden die beiden wieder voneinander getrennt. Wie die beiden sich wiedersehen, das muss man selbst herausfinden, aber ich kann die Geschichte wirklich nur empfehlen.

Die Charaktere mochte ich auch sehr gerne. Unsere beiden Protagonisten, Ben und Arthur, waren mir durchweg und sympathisch und ich mochte besonders die Dynamik, die die beiden miteinander hatten. Ihre Liebesgeschichte beginnt vielleicht etwas holprig, aber gerade das fand ich so schön. Endlich mal keine unrealistische, gehetzte Liebe, mit der sich niemand identifizieren kann! Nebencharaktere wie Dylan, Samantha und Co. waren ebenfalls nicht von der Geschichte wegzudenken.

Ich weiß, dass viele sehr unzufrieden mit dem Ende waren - ich fand es hingegen gar nicht mal so schlecht. Ich liebe bittersüße Enden, über diese denke ich viel mehr nach, als über das perfekte Happy End. Aber da die beiden Autor:innen letztes Jahr bereits bekanntgegeben haben, dass dieses Jahr eine Fortsetzung ansteht bin ich sehr gespannt, was noch alles auf uns zukommt, ich werde sie definitiv lesen.

Die Geschichte konnte mich rundum zufrieden stimmen, auch wenn ich sagen muss, dass der gewisse "Wow-Effekt" bei mir nicht eingetreten ist, mir hat das gewisse Etwas gefehlt, um sie für mich zu einem Highlight zu machen, aber nichtsdestotrotz habe ich hier mitgefiebert, gelacht und gelitten. Von mir gibt es 4/5 Sternen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere