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Veröffentlicht am 30.05.2018

Petra Hülsmann eben!

Wenn's einfach wär, würd's jeder machen
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Annika ist Lehrerin an einer Schule mit Kindern eines sozial starken Elternhauses. Doch dann wird sie versetzt. Zu ihren Entsetzen an eine Schule mit vielen Kindern mit Migrationshintergrund und sozial ...

Annika ist Lehrerin an einer Schule mit Kindern eines sozial starken Elternhauses. Doch dann wird sie versetzt. Zu ihren Entsetzen an eine Schule mit vielen Kindern mit Migrationshintergrund und sozial schwachen Familien. Annika fühlt sich zunächst überfordert und übergangen. So schmiedet sie einen Plan die Astrid-Lindgren-Schule in Ellerbrook zu verlassen: Sie nutzt ihre musikalischen Kenntnisse und will ein Musical mit den Schülern einstudieren. Doch damit nicht genug: Sie zieht ihren Schwarm Tristan von früher hinzu, der mittlerweile Regisseur ist und ihr wahrscheinlich helfen kann. Sie spürt alte Gefühle aufflammen und ist auch wegen des Kontakts zu ihrem Freund Sebastian plötzlich hin- und hergerissen: Was haben ihre Gefühle mit Annika vor? Bekommt sie das Musical auf die Beine gestellt?

Meines Erachtens ist es wieder ein gelungener Roman von Petra Hülsmann, der gut und leicht zu lesen ist. Als Lehrerin habe ich es genossen, die Sichtweisen von Petra Hülsmann so lesen und habe erstaunlich viel realistische Situationen erkannt. Natürlich sind einige Passagen überspitzt und mit einem Augenzwinkern dargestellt, was der Ernsthaftigkeit des Themas keinen Abbruch tut. Die Charaktere sind wie immer authentisch. Wie aber in anderen Romanen von Hülsmann vermisste ich dieses Kribbeln und Nachempfinden der Gefühle von Annika. Das ist aber wirklich Geschmackssache. Vielleicht spricht andere Leser genau das an: nicht zu viel von allem zu nutzen. Besonders gut gelungen ist die Darstellung vom Lehrer zu Schülern.

Fazit: "Wenn's einfach wär, würd's jeder machen" ist ein gelungener Roman mit Witz und echten Gefühlen, aber auch mit gut verpackten ernsthaften Hintergründen. Eine gute Mischung und so ist wohl für jeden Leser etwas dabei.

  • Cover
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 04.12.2017

Tolle Charaktere einer realistischen Geschichte

Das Geheimnis des Winterhauses
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"Das Geheimnis des Winterhauses" ist mein erster Roman von Sarah Lark.

Von Beginn an empfand ich ihren Schreibstil als spannend, bildgewaltig und abwechslungsreich und vor allem gut zu lesen. Die Geschichte ...

"Das Geheimnis des Winterhauses" ist mein erster Roman von Sarah Lark.

Von Beginn an empfand ich ihren Schreibstil als spannend, bildgewaltig und abwechslungsreich und vor allem gut zu lesen. Die Geschichte hat mehrere Teile, die die eigene Vermutung über den Ausgang der Geschichte immer wieder ändern lässt. Die Abwechslung ist gegeben, weil Sarah Lark in der Gegenwart schreibt, aber auch mit den Lesern in die vergangene Zeit reist. Zudem tragen auch Tagebucheinträge und ein externes Buch zum gesamten Roman bei.

Sarah Lark beschreibt die Charaktere und Landschaften so präzise, dass man das Gefühl hatte, wirklich dabei zu sein.
Die Charaktere sind toll herausgearbeitet: Ellinor ist eine sympathische, junge Frau, die im "normalen Leben" zu stehen scheint und dann auf das große Familiengeheimnis trifft.
Mit großem Ehrgeiz, gesunder Neugier, aber auch mit realen Bedenken macht sich Ellinor auf die Reise. Ihr Mann Gernot ist von der gesamten Aktion wenig begeistert und so steht Ellinor öfter zwischen den Stühlen.
Es ist spannend, wie Sarah Lark realistische Gedanken und Probleme einfließen lässt.
Ein weiterer Charakter, Frano Zima, ist auch realistisch und bildgewaltig beschrieben worden, sodass man denkt ihn wirklich zu kennen. Die Wendungen in der Geschichte lassen den Ausgang immer wieder offen.

Insgesamt ergeben die genannten, unerwarteten Wendungen, die realistischen Charaktere, die lebendigen Beschreibungen der typischen Merkmale jener Zeit und die realistische Geschichte als solches einen tollen Roman.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Gefühl
  • Charaktere
  • Erzählstil