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Veröffentlicht am 07.08.2018

Eine Geschichte, die einen nachdenklich zurücklässt.

Ein Song bleibt für immer
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Dieses Buch hat mich emotional ziemlich aufgewühlt und mir mal wieder klar gemacht: Es gibt so viel wichtigere Dinge im Leben, also lass dich nicht von Kleinigkeiten runterziehen! Verfolge deine Träume, ...

Dieses Buch hat mich emotional ziemlich aufgewühlt und mir mal wieder klar gemacht: Es gibt so viel wichtigere Dinge im Leben, also lass dich nicht von Kleinigkeiten runterziehen! Verfolge deine Träume, geh auch mal ein Risiko für sie ein und lass dich von nichts und niemandem aufhalten! Sei dankbar für ein Leben ohne Krankheit und denke von Zeit zu Zeit einmal daran, dass es Menschen gibt, denen es viel schlechter geht.
Wir vergessen oft, wie glücklich wir uns eigentlich schätzen können, weil wir ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben leben dürfen. Dieses Buch hat mich mal wieder daran erinnert.

Es handelt von Alice. Alice leidet seit ihrer Geburt hat einer tödlichen Krankheit. Mukoviszidose.
Mit einer Lebenserwartung von 30 Jahren, regelmäßigen Krankenhausaufenthalten, täglichen Tablettencocktails und Physiotherapien, könnte man meinen den Lebensmut zu verlieren. Nicht aber Alice. Sie ist ein lebensfroher Mensch mit Zielen und Träumen. Und diese gedenkt sie auch zu erreichen. Sie möchte Sängerin werden, möchte der Welt etwas hinterlassen. Sicher nicht das leichteste Ziel, wenn man eine Lunge hat die nicht richtig funktionieren will. Und dann lernt sie Tom kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Aber kann eine Beziehung funktionieren, wenn der Alltag immer von Krankheit überschattet wird? Kann eine Liebe die täglichen Strapazen und Ängste aushalten?
Tom ist mir schnell ans Herz gewachsen. Und ich kann jede seiner Überlegungen und Handlungen absolut nachvollziehen. Denn es ist sicher auch für Angehörige der erkrankten Person nicht einfach.
Einen wunderbaren Einblick bekommen wir da, durch die Tagebucheinträge von Mary, ihrer Mutter. Durch ihre Gedanken erkennt man, dass es unheimlich schwer ist, einen geliebten Menschen so leiden zu sehen.

Natürlich kommt irgendwann der Moment, wo Alice eine sehr wichtige Entscheidung treffen muss. Wie soll es mit ihrer Krankheit weitergehen? Retten kann sie nur eine Organtransplantation. Soll sie sich auf die Liste setzen lassen? Soll sie das Risiko einer solchen OP eingehen? Natürlich ist sie mit dieser Frage nicht allein. Ihre Familie und Freunde stehen immer an ihrer Seite.

Ganz besonders toll finde ich Alice ihre Familie. Der Zusammenhalt ist wahnsinn. Aber es gibt auch zauberhafte Freundschaften. Wie die Anti-Selbsthilfegruppe, bestehend aus Susie und Milly. Oder Cat, ihre beste Freundin. Auch Pete spielt in Alice´Leben eine wichtige Rolle.
Ich finde es toll, dass trotz ihrer Krankheit, Alice auch stets für ihre Freunde und ihren Bruder da ist und immer versucht Probleme zu lösen.

Alice ihre Geschichte hat mich sehr bewegt, nicht nur, weil es eine wahre Geschichte ist. Und sie spricht ein sehr wichtiges Thema an. Organspende!
Die Entscheidung, ob man sich zur Organspende bereiterklärt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Aber jeder sollte sich einmal die Zeit nehmen und gründlich über diese Frage nachdenken. Organspender können Leben retten!


Für mich ist dieses Buch eines meiner Jahreshighlights. Mit viel Gefühl und manchmal auch Witz wird uns hier eine Krankheit vorgestellt, ohne dass wir uns durch einen Wald aus Fachchinesisch wühlen müssen.
Ich kann es nur jedem empfehlen.

Veröffentlicht am 21.06.2018

Jeder an seinem Platz!

Die Optimierer
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Die perfekte Gesellschaft - oder der größte Albtraum?

"Die Optimierer" von Theresa Hannig, ist mein erstes Buch, das ich in diesem Genre lese. Also bin ich auch mit einer gewissen Neugier an das Buch ...

Die perfekte Gesellschaft - oder der größte Albtraum?

"Die Optimierer" von Theresa Hannig, ist mein erstes Buch, das ich in diesem Genre lese. Also bin ich auch mit einer gewissen Neugier an das Buch herangegangen.

Im Jahr 2052...
Wir lernen Samson Freitag kennen, aus dessen Blickwinkel wir die Geschichte auch verfolgen werden. Samson ist Lebensberater, liebt die Optimalwohlökonomie, schreibt gerne Korrekturvermerke, achtet auf seine Sozialpunkte und steht kurz vor einer Beförderung.
Alles an ihm lässt darauf schliessen, dass er ein optimaler Bürger der Bundesrepublik Europa ist.

Doch eines Tages geschieht etwas, für ihn, Undenkbares. Mehrere Ereignisse treffen aufeinander und Stück für Stück, entgleitet ihm sein Leben.

° Nicht optimale Eltern
° Seine Beziehung geht auseinander
° Eine Lebensberatung seinerseits hat schwerwiegende Konsequenzen

Und plötzlich scheint das Leben mit Totalüberwachung, Haushaltsrobotern, Kommunikationslinsen und der Agentur für Lebensberatung doch nicht so optimal.

Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen, man kam beim lesen sehr gut voran. Die Länge der einzelnen Kapitel fand ich auch toll, nicht zu kurz und nicht zu lang.
Diese Science-Fiction-Dystopie führt uns vor Augen, auf was für eine Zukunft wir zusteuern.
Ich denke nicht, dass wir alles in naher Zukunft erwarten dürfen. Aber allein der Gedanke, dass eine Überwachung später einmal normal sein wird, oder dass es Berufe geben könnte, die nicht mehr von Menschen ausgeführt werden. Ich finde allein den Gedanken sehr gruselig.
Und immerhin, ein Sozialpunktesystem gibt es in China bereits.

Mir hat mein erster Ausflug in dieses Genre sehr gefallen und sicher werde ich noch einmal darin eintauchen.

Veröffentlicht am 29.04.2018

Ellie Atkinson...

Das Böse in deinen Augen
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...ein kleines Mädchen, das ihre Eltern und ihren kleinen Bruder bei einem Feuer verloren hat. Lebt in einer Pflegefamilie und wird von den Einwohnern Gaunts für eine Hexe gehalten.

Imogen kehrt zurück ...

...ein kleines Mädchen, das ihre Eltern und ihren kleinen Bruder bei einem Feuer verloren hat. Lebt in einer Pflegefamilie und wird von den Einwohnern Gaunts für eine Hexe gehalten.

Imogen kehrt zurück in ihre Heimatstadt, an die sie selbst keine schönen Kindheitserinnerungen hat. Ihre Vergangenheit zehrt noch immer von ihr. Sie ist Kinderpsychologin und nimmt einen Stelle bei place2bee an. So wird sie auf die kleine Ellie Atkinson aufmerksam. Doch was ist an den Gerüchten um Ellie dran?

"Das Böse in deinen Augen" ist das erste Buch, das ich von Jenny Blackhurst gelesen habe.
Ihr Schreibstil hat mir gut gefallen, schön flüssig. So kam man gut voran. Auch die Länge der einzelnen Kapitel fand ich klasse. Ich bin ein Fan von kleinen Kapiteln und wurde nicht enttäuscht. Das Cover fand ich hübsch aber nichts außergewöhnliches. Man hat das Gefühl, es schon ein paar Mal gesehen zu haben. Zumal es nicht wirklich zu der Geschichte passt.

Die Geschichte wird hauptsächlich von Imogen und Ellie erzählt. Dabei lesen wir von Imogen in der Ich-Perspektive und von Ellie in der dritten Person.
Zwischendurch gibt es Kapitel in denen weitere Personen die Geschichte erzählen, leider ist das etwas verwirrdend, da man nicht gleich weis um wen es sich handelt.
Diese Kapitel hätte man besser weg lassen sollen, oder mit Namen über den Kapiteln versehen, wie es bei Imogen und Ellie auch der Fall ist.

Ich kam etwas holprig in die Geschichte rein, es dauerte etwas bis sie mich fesseln konnte. Zum Glück hat sich das relativ schnell gelegt, denn die Geschehnisse um die kleine Ellie Atkinson haben mich dann doch gepackt. Es war ein kleines Wechselbad der Gefühle. Mitleid, Schock, Wut oder auch Schadenfreude kam darin vor.
Doch die Geschichte um Ellie entwickelte sich immer mehr zu einem Mysterium, dadurch bekam man nicht das Gefühl in einem Psychothriller zu stecken. Es war sehr auf geheimnisvoll gemacht, die Ereignisse und Vorfälle häuften sich und immer mehr wurde es zu einem Mysterythriller. Ab einem gewissen Punkt wurde dann leider die Handlung vorhersehbar, dadurch ging die Spannung bei mir komplett verloren.
Zum Ende wollte die Autorin zwar nochmal Spannung aufkommen lassen und es wurde nochmal etwas Action eingestreut, aber leider überzeugte es mich nicht so ganz. Auch bleiben für meinen Geschmack zu viele Fragen offen.

Trotzdem hatte ich Spaß beim lesen und habe mich nicht gelangweilt. Aber man begleitet die Geschichte ab einem Punkt nur noch als Beobachter, man wartet nur noch bis die Protagonisten endlich auf die Lösung kommen, die man selbst schon lange hat.

Das Buch hat mich gut unterhalten, aber nicht sehr überzeugt. Es hat mich nicht so umgehauen, dass ich jetzt gleich unbedingt die anderen Bücher der Autorin lesen muss. Von mir gibt es 3 / 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.03.2018

Will und Layken - Eine grosse Liebe

Will & Layken - Eine große Liebe
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Oh mein Gott! Ich weis ehrlich gesagt gar nicht wo ich anfangen soll.
Also erstmal habe ich mich sehr über diese Limited Edition über Will und Layken gefreut.
Ich habe bisher schon viel über Colleen Hoover ...

Oh mein Gott! Ich weis ehrlich gesagt gar nicht wo ich anfangen soll.
Also erstmal habe ich mich sehr über diese Limited Edition über Will und Layken gefreut.
Ich habe bisher schon viel über Colleen Hoover gehört, aber dies ist nun das erste Buch, oder die ersten Bücher wenn man so will, das / die ich von ihr lese.

"Weil ich Layken liebe" habe ich verschlungen. Ich habe angefangen und konnte nicht mehr aufhören. Die Geschichte fängt etwas untypisch an. Eine Liebesgeschichte die sofort einfach Perfekt! startet.Erst dachte ich, mir ginge das etwas zu schnell. Ich mag es lieber wenn sich die Liebe langsam aufbaut.
Aber dieser Zweifel verflog dann schnell. Die zwei waren einfach zu süß.
Die riesigen Felsbrocken die dann dieser, scheinbar perfekten Liebe, so in den Weg geworfen werden.... ich kann nicht sagen wie oft ich allein im ersten Band geweint habe. Viel dazu beigetragen haben auch die Poetry- Slams. In jedem steckte so viel Gefühl und eigentlich immer ein trauriges Thema, man kam nicht umhin ein wenig zu schniefen.

Auch "Warum ich Will liebe" hat mich sehr überzeugt. Auch wenn es etwas gewöhnungsbedürftig war, auf einmal alles aus der Sicht von Will zu lesen. Aber ich habe mich daran gewöhnt und finde es nicht störend. Nur ungewohnt. ^^
Tja... auch hier flossen bei mir die Tränen. Diesmal sogar noch mehr als im ersten Band. Es gibt so viele emotionale Szenen....
Natürlich gab es aber auch viel zu lachen.
Im Gegensatz zu Band 1, waren hier bestimmte Handlungen und Ereignisse etwas vorhersehbar. Da fehlte teilweise die Überraschung. Aber das tat der Geschichte keinen Abbruch.
In der zweiten Hälfte dieses Bandes habe ich sehr gelitten. Ich steckte so in der Geschichte, ich habe richtige Bauchschmerzen bekommen. Als würde das alles wirklich passieren.

Voller Euphorie habe ich mich dann auf Band 3 gestürzt. "Weil wir uns lieben".
Tja... und leider leider muss ich sagen, dass mich dieser Band nicht sehr überzeugt hat. Wir erleben viele Stellen aus Band 1 noch einmal, nur aus der Sicht von Will. Dadurch wirkte es etwas... langweilig. Gespickt war das ganze zwar mit ein paar neue Infos, aber die Langeweile überwog leider. Am Ende kamen dann zum Glück noch ein paar Seiten, kleine Kapitel, in denen die Handlung weitererzählt wird. Tatsächlich hat mir also an Band 3, das Ende am besten gefallen.

Aber alles in allem finde ich die Geschichte um Will und Layken super toll. Ich mag so ziemlich jeden Charakter. Kel und Caulder, Eddie und Gavin und auch Kiersten finde ich richtig klasse.
In dieser Geschichte wird Famile und Freundschaft groß geschrieben!
Begeistert bin ich auch von den Poetry- Slams. Allein davon zu lesen hat Lust darauf gemacht. Ob es sowas wohl auch wirklich gibt?

Der Schreibstil von Colleen Hoover hat mir auch sehr gut gefallen. Sehr flüssig und einfach, dass man das Gefühl hatte, die Seiten fliegen nur so dahin.

Ich freue mich, dass ich zu diesem Buch gegriffen habe und spreche hier eine Leseempfehlung aus!

Veröffentlicht am 22.03.2018

Die Geschichte um Sage und Luca geht weiter...

Verliere mich. Nicht.
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Nachdem ich Teil 1, "Berühre mich. nicht." , verschlungen habe, musste ich mir natürlich auch so schnell wie möglich den 2. Teil zu Gemüte führen. "Verliere mich. nicht." ist auf jeden Fall ein würdiger ...

Nachdem ich Teil 1, "Berühre mich. nicht." , verschlungen habe, musste ich mir natürlich auch so schnell wie möglich den 2. Teil zu Gemüte führen. "Verliere mich. nicht." ist auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger.
Es ist das absolute Gefühlschaos das man hier durchlebt. Glück, Trauer, Hilflosigkeit, Freude, Tränen... von allem etwas.

"Verliere mich. nicht." schliesst unmittelbar an Band 1 und erspart dem Leser langes Vorgeplänkel. Man taucht ein in das Leid von Sage. Sie leidet wegen Luca, April und ihrem Glück, dass sie für kurze Zeit erleben durfte und nun verpufft ist. Und dann ist da auch noch ihre Angst.
Die Angst die sie einfach nicht abschütteln kann.

Ich habe auch hier beim Lesen wieder alles um mich herum vergessen, konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Nicht nur, dass man die Hauptprotagonisten immer mehr in sich einsaugen möchte, nein, auch die Nebenfiguren rücken einem immer näher ans Herz.
Nach wie vor liebe ich April. Ich liebe dieses aufgedrehte Mädchen. Wer wünscht sich nicht so eine Freundin?
Aber auch Connor ist für mich eine große Rolle geworden, die ich mir nicht mehr wegdenken kann.

Das Ende ist etwas vorhersehbar, aber das is okay. Nur hätte ich mir in manchen Angelegenheiten etwas mehr Aufklärung gewünscht. Für meinen Geschmack bleiben ein paar Fragen offen, die ich gern beantwortet bekommen hätte. So wirkt das Ende leicht.... hektisch.

Aber ansonsten kann ich nichts aussetzen und spreche hier eine ganz klare Leseempfehlung aus.