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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2020

Spannend und schockierend zugleich

Scythe – Die Hüter des Todes
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Spoilerwarnung!

Inhalt:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der ...

Spoilerwarnung!

Inhalt:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.

Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …



Meinung:

Wie der Inhalt oben schon erwähnt, geht es um Citra und Rowan, die in einer vermeintlich perfekten Welt leben. Es gibt keine Missstände, keinen Hunger, keine Kriege - nichts von dem, was heutzutage herrscht. Aber es gibt die Scythe, die die Bevölkerung nachliest, damit dies nicht zu groß wird. Ich muss ehrlich zugeben, dass dieses Buch normalerweise nicht mein Genre ist. Aufgrund einer Empfehlung habe ich mich dann doch herangewagt. Es ist wahnsinnig spannend von Anfang bis Ende. Der Anfang zieht sich etwas, weil man nicht genau weiß, worauf es hinausläuft. Citra und Rowan fand ich als Protagonisten sehr sympathisch. Die "Liebesgeschichte" zwischen den beiden, fand ich persönlich, etwas merkwürdig. Ansonsten ist es eine hochinteressante Thematik, die sowohl fasziniert, als auch schockiert.



Fazit:

Eine spannende Geschichte, die man auf jeden Fall mal gelesen haben sollte. Sie befasst sich mit einem Thema, welches tatsächlich einmal Realität werden kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2020

Buch mit einer eigentlich wichtigen Message

DUMPLIN'
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Achtung, Spoiler!



Inhalt:

Willowdean – „16, Dolly-Parton-Verehrerin und die Dicke vom Dienst“ – wird von ihrer Mutter immer nur Dumplin' genannt. Bisher hat sie sich in ihrem Körper eigentlich immer ...

Achtung, Spoiler!



Inhalt:

Willowdean – „16, Dolly-Parton-Verehrerin und die Dicke vom Dienst“ – wird von ihrer Mutter immer nur Dumplin' genannt. Bisher hat sie sich in ihrem Körper eigentlich immer wohl gefühlt. Sie ist eben dick – na und? Mit ihrer besten Freundin Ellen an ihrer Seite ist das sowieso total egal.
Doch dann lernt sie den sportlichen und unfassbar attraktiven Bo kennen. Kein Wunder, dass sie sich hoffnungslos in ihn verknallt – dass er sie allerdings aus heiterem Himmel küsst, verunsichert sie völlig. Plötzlich macht es ihr doch etwas aus, nicht schlank zu sein.
Um ihre Selbstzweifel in den Griff zu bekommen, beschließt Will, sich der furchteinflößendsten Herausforderung in ganz Clover City zu stellen: Sie will am „Miss Teen Blue Bonnet“-Schönheitswettbewerb teilnehmen und allen – vor allem sich selbst – beweisen, dass die Kleidergröße für das ganz große Glück überhaupt keine Rolle spielt.
„Badeanzüge haben so etwas an sich, das einen denken lässt, man müsste sich erst das Recht verdienen, sie zu tragen. Aber eigentlich ist doch die entscheidende Frage:
Hast du einen Körper?
Dann zieh ihm einen Badeanzug an.“



Meinung:

Ich hatte relativ große Erwartungen an das Buch, da es mir von vielen empfohlen wurde und dann auch noch verfilmt wurde. Der Klappentext hörte sich für mich schon sehr vielversprechend an. Ich habe mir von dem Buch eine starke, selbstbewusste 16-jährige erhofft, die den Weg zu sich selbst und ihrem Körper findet. Meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt. Ich fand den Anfang des Buches sehr träge. Es hat sich sehr in die Länge gezogen und der Schönheitswettbewerb kam erst in der Mitte des Buches. Es wurden viele kleine Geschichten nebenher erzählt und mir fehlte der rote Faden, um der eigentlichen Geschichte folgen zu können. Willowdean hatte starke Selbstzweifel, die sie auch nicht in den Griff bekam. Das fand ich sehr schade und hat für mich die Message des Buches zerstört. Denn die Botschaft ist wichtig und auch richtig! Jeder ist gut genug und wunderschön, egal ob dick oder dünn. Ellen war das komplette Gegenteil von Willowdean und in der Geschichte kam es zu einem Konflikt zwischen den beiden. Dieser zeigte noch einmal mehr, dass Will an sich selbst zweifelte und sich in ihrem Körper nicht wohlfühlte. Ihre Mutter zeigte ihr dies auch sehr deutlich. Ihre Mutter hat mich echt wütend gemacht. Und dann gibt es noch Bo, in den sich Will verliebt hat. Dieser Handlungsstrang hat für mich persönlich nicht zu der Ganzen Geschichte gepasst. Die Freundinnen, die mit Will zusammen am Schönheitswettbewerb Teilnehmen wollten fand ich sehr toll. Sie haben eine Freundschaft verkörpert. Will hat diese allerdings nicht wertgeschätzt und auch öfters negativ über diese gesprochen.

Alles in allem kann ich leider nicht mehr dazu sagen, da es für mich keinen roten Faden gab.



Fazit:

Die Message des Buches ist sehr gut gewählt, vor allem für junge Erwachsene. Das ganze Drumherum passt leider nicht so gut dazu.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2020

Geschichte über Akzeptanz und Toleranz

Someone New
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Achtung, Spoilerwarnung!



Inhalt:

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah ...

Achtung, Spoilerwarnung!



Inhalt:

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte ...



Meinung:

Das Cover des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es war schlicht, aber sagt trotzdem etwas aus. Jetzt im Nachhinein verstehe ich auch was. Die Farben Blau und Rosa werden heutzutage stark gegendert. Damit erfährt man auch schon, um was es in diesem Buch geht.

Micah war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie kam aus einem wohlhabenden Elternhaus und auch ihre Familie hatte einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Ich finde toll, dass Micah trotzdem bodenständig geblieben ist. Man erfährt gleich zu Beginn, wer Julian ist und geht dann eigentlich davon aus, dass die Handlung so weiter geht. Allerdings muss ich zugeben, dass leider in der ersten Hälfte des Buches nichts Spannendes passiert. Es lässt sich allerdings sehr leicht lesen und der Schreibstil ist auch sehr flüssig. Ganz zu Beginn erfährt man, dass Micahs Zwillingsbruder Adrian von den Eltern rausgeschmissen wurde, da er nicht die Sexualität lebt, die sie gerne wollen. Man würde dann gerne erfahren, was es damit auf sich hat und wieso er sich trotz tausender Nachrichten von Micah nicht bei ihr meldet (was mich übrigens echt zur Weißglut gebracht hat). Das erfährt man allerdings erst einiges später. Micah zieht dann zufällig in die benachbarte Wohnung von Julian und die zwei kommen sich nach einiger Zeit immer näher und verstehen sich sehr gut. Als Leser erfährt man dann, dass etwas mit Julians Vergangenheit nicht stimmt bzw. dass er einige ungelöste Konflikte mit seiner Familie hat. Ab diesem Zeitpunkt wird es dann spannender, weil man unbedingt wissen möchte, was passiert ist. Ich muss zugeben, dass ich schon eine Vorahnung hatte und damit auch richtig lag.

Auch die Nebencharaktere fand ich sehr positiv. Aurie und Cassie sind zwei super sympathische Freunde für Micah und auch Julian. Auch Lillys Charakter fand ich super. Sie hat im Buch eine tolle Entwicklung bis zum Schluss gemacht, die man als Leser sehr gut mitverfolgen kann.

Als der Moment kam, als Julian sein Geheimnis gelüftet hat, war es für mich keine so große Überraschung, aber ich war trotzdem ein wenig sprachlos. Die Reaktionen von Julians Eltern und auch von Adrians Eltern sind Reaktionen, die leider heutzutage in unserer Gesellschaft "normal", aber überhaupt nicht tolerant sind. Ich finde es schade, dass es für beide Parteien kein Happy End mit der Familie gibt, aber das ist leider oft auch die Realität.

Ich finde es sehr positiv, dass das Thema Diversity und Vielfalt angesprochen wird. Ich habe dadurch eine ganz andere Perspektive kennengelernt und konnte mich in die Lage von Julian oder Adrian hineinversetzen, die einfach nur akzeptiert werden möchten. Auch Julian hat eine Entwicklung bis zum Ende des Buches durchgemacht. Durch Micah hat er jemanden gefunden, die ihn so akzeptiert wie er ist.



Fazit:

Der einzige Grund, wieso ich 4 Sterne gebe ist der, dass mir der Anfang zu träge war und am Schluss dann alles auf einmal passiert ist. Die Handlung und die Message, die das Buch vermittelt finde ich absolut super.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, da es einen Perspektivenwechsel vornimmt und einige so wichtige Tabu-Themen angesprochen werden.

Ich habe dadurch gelernt, dass ein Mensch so viele Facetten hat und man nie alle kennt und somit auch keinen verurteilen sollte. Denn jeder von uns möchte akzeptiert werden, so wie er ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere