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ssttsselin

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2022

Eine Frau in New York

Eine Frau in New York
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Eine Gedankensammlung, leider gänzlich ohne New York feeling. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Er ist dynamisch und hält sich kaum mit Umschreibungen auf. Außerdem vermittelt dieser das Gefühl, dass ...

Eine Gedankensammlung, leider gänzlich ohne New York feeling. Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Er ist dynamisch und hält sich kaum mit Umschreibungen auf. Außerdem vermittelt dieser das Gefühl, dass die Autorin über einen gewissen Intellekt verfügt. Irgendwie hatte ich anhand des Titels, Covers und des Klappentextes erwartet ebenfalls Beschreibungen und Erzählungen über die Straßen und Ecken New Yorks zu erhalten. Des weiteren dachte ich, es würde einen Main Point geben, der transportiert würde und alles etwas in die Richtung Roman aufgebaut wäre. Der Beginn vermittelte mir eine ähnliche Ansicht. Allerdings ist das Buch eher eine Aneinanderreihung verschiedener Erzählungen, die man weder zeitlich kategorisieren noch teilweise zusammen bringen kann. Am Besten beschreibe ich es wohl als Gedankensammlung, die man in ein Tagebuch schreiben würde. Hierbei werden Themen wie Freundschaft, Liebe, Sex und Dankbarkeit behandelt. Ab und zu kam davon zwar etwas bei mir an, aber immer wenn ich das Gefühl hatte, mich irgendwie mit etwas im Text verbunden zu fühlen, folgte ein Abschnitt über Geschichten alter Dichter oder irgendetwas, was mir bis jetzt unklar blieb. Deswegen muss ich leider zusammenfassend sagen, dass mich dieses Buch nicht berührt hat. Zudem hat es nicht das erhoffe New York Gefühl transportiert oder mich auf eine andere Art und Weise mitgenommen. Was mir aber wohl am meisten fehlte, war der rote Faden, der definitiv auch in Gedankensammlungen vorhanden sein könnte.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

in meinen Augen leider ein Flop.

Zum Glück bei dir 01
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Ich gestehe, es war ein reiner Coverkauf. Es war Liebe auf den ersten Blick in Bezug auf den Zeichenstil. Der Erzählstil hat jedoch einige Schwächen, die dazu führten, dass inhaltlich nicht alles nachvollziehbar ...

Ich gestehe, es war ein reiner Coverkauf. Es war Liebe auf den ersten Blick in Bezug auf den Zeichenstil. Der Erzählstil hat jedoch einige Schwächen, die dazu führten, dass inhaltlich nicht alles nachvollziehbar war. Yae zieht aufs Land, weil ihre Eltern ins Ausland gehen. Sie ist naiv und eigentlich noch nicht bereit allein zu wohnen. Oda ist Priester und Yaes Nachbar. Zudem oft schwer einzuschätzen. Dennoch ist er immer zu Stelle, wenn er gebraucht wird Leider langweilig. Erst einmal kann ich gar nicht verstehen, warum Yae nicht zu ihrem Großvater zieht, sondern allein wohnen soll. Außerdem ist inhaltlich alles so sprunghaft, dass ich die Verhaltensweisen der Charaktere nicht mehr nachvollziehen konnte. Geschweige denn ihre Gefühle. Sowieso ist Oda für mich irgendwie ein Schatten geblieben. Er war zwar dauernd "da", aber man hatte nicht das Gefühl etwas über ihn zu erfahren oder ihn einschätzen zu können. Und Yae hat tatsächlich sehr früh angefangen mich tierisch zu nerven. Somit war das leider ein Flop auf ganzer Linie für mich.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Der Fokus liegt leider auf einer ätzenden Liebesgeschichte. Es gibt Logikfehler und der Hexen-Anteil war nur teilweise durchdacht.

Game of Gold
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Ein schlecht als Fantasy Roman verpacktes New Adult Buch. Aber beginnen wir mal am Anfang. Am Schreibstil gibts meinerseits nichts zu meckern. Er ist auf jeden Fall flüssig. Die Geschichte wird aus Sicht ...

Ein schlecht als Fantasy Roman verpacktes New Adult Buch. Aber beginnen wir mal am Anfang. Am Schreibstil gibts meinerseits nichts zu meckern. Er ist auf jeden Fall flüssig. Die Geschichte wird aus Sicht von Reid und Lou, jeweils in der Ich-Perspektive erzählt. Lou ist eine Hexe und eine Diebin. Sie schlägt sich als Schlitzohr durchs Leben. Sie ist tough, jedoch ist ihre "Schlagfertigkeit" oftmals unter der Gürtellinie. Reid ist Hexenjäger und verfolgt seinen Eid penibel. Anfangs ist er ein ziemliches Weichei. Serpent and Dove, wie das Buch im Original heißt, wird ja ganz schön gehypted. Ich hatte das Buch in meiner chestoffandoms im Januar, sonst hätte ichs wohl nie gekauft 😁 Es beginnt ziemlich interessant, aber ab dem Moment, an dem Reid und Lou aufeinandertreffen, war ich nur noch genervt, denn die sogenannte Lovestory war für mich absolut unglaubwürdig. Plötzlich war Lou nicht mehr schlagfertig und cool, sondern unter der Gürtellinie. Mit Reid konnte ich leider gar nichts anfangen.
Am sympathischsten fand ich noch Coco und Ansel. Aber die waren eher Hintergrundakteure.
Immer wenn meiner Meinung nach Spannung aufkam, wurde mir die Freunde an der Geschichte wieder mit irgendeiner Unlogik zerschmettert. . Ich war sehr enttäuscht, denn das Hexentum und wie alles funktioniert und zusammenhängt waren ziemlich im Hintergrund. Und das was man erfahren hat, war teilweise nicht gut durchdacht.
Alles in allem, habe ich wieder Mal keine coole Hexengeschichte gefunden und war immer wieder von den sich wiedersprechenden und unauthentischen Charakteren sowie der oft unlogischen Handlung frustriert.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Berlin in den Goldenen Zwanzigern

Das Café unter den Linden
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Fritzi verlässt ihr kleines Heimatdorf in Süddeutschland, um die große weite Welt zu entdecken. Berlin ist ihr Ziel und im Gepäck hat sie eine Reiseschreibmaschine. Groß ist ihr Traum, denn sie möchte ...

Fritzi verlässt ihr kleines Heimatdorf in Süddeutschland, um die große weite Welt zu entdecken. Berlin ist ihr Ziel und im Gepäck hat sie eine Reiseschreibmaschine. Groß ist ihr Traum, denn sie möchte zur UFA und dort Drehbücher schreiben. Doch das Leben hat anderes mit ihr vor. Ein Roman, wie eine kleine Zeitreise in die Goldenen Zwanziger. Schillernd und exotisch ist das Berlin zu dieser Zeit. Aber auch ernüchternd und leider nur allzu realistisch. Aber sie lassen sich alle nicht unterkriegen. Die Menschen sind nach den schrecklichen Kriegsjahren hungrig nach Glanz und Gloria, nach Freiheit und Glück. Sie wollen einfach nur leben und genießen, auch wenn es nicht immer leicht ist. Joan Weng hat ein wunderbares Buch über diese Zeit des Aufbruchs geschrieben. Jeder, der den Mut hat etwas zu riskieren bekommt seine Chance, auch wenn es sich am Ende anders entwickelt. Fritzi taucht schnell ein in diese Glamourwelt und auch wenn ihr Traum schnell wie eine Seifenblase zerplatzt, sie kämpft weiter und findet ihr Glück. Der witzige, gut zu lesende Schreibstil lässt den Leser nicht los. Schnell ist man in der Geschichte mitten drin und spürt das wunderbare Flair der damaligen Zeit. Diese leichte Stimmung zieht sich, trotz einiger Rückschläge, wie ein roter Faden durch das Buch. Fast ist man geneigt, alle Brücken hinter sich abzubrechen, um auch diese wunderbare Leichtigkeit zu spüren. Ein schöner Roman, der vor allem durch seine Sprache lebt.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Perfekter Krimi für Frankreichliebhaber

Château Mort
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Der alljährliche "Marathon du Medoc" ist ein großes Ereignis in Aquitaine. Die Läufer treten teilweise in verrückter Verkleidung an und die vielen Weingüter bieten den Sportlern nicht nur Wasser zur Erfrischung ...

Der alljährliche "Marathon du Medoc" ist ein großes Ereignis in Aquitaine. Die Läufer treten teilweise in verrückter Verkleidung an und die vielen Weingüter bieten den Sportlern nicht nur Wasser zur Erfrischung an, sondern auch ein Gläschen Wein. Kommissar Luc Verlain nimmt an diesem Spektakel teil, um mit dem Motorrad die Strecke zu überwachen. Als bei der brütenden Hitze einige Läufer kollabieren und einer von ihnen, der Winzer Hubert de Langeville sogar stirbt, kommt bald der Verdacht auf, dass dies nicht zufällig geschehen ist und ausgerechnet ein alter Freund von Luc soll der Täter sein. "Chateau Mort" ist in meinen Augen eine sehr gelungene Fortsetzung von Alexander Oetkers erstem Buch "Retour". Der Autor hat nichts von seiner wunderbaren Art zu schreiben verloren. Im Gegenteil, in meinen Augen hat er sich sogar noch einmal gesteigert und meine Sehnsucht nach Frankreich ist wieder ins Unerträgliche gestiegen. Genaue Recherche, enorm viel Atmoshäre und Lokalkolorit, ein interessanter, ungewöhnlicher Fall, für mich ist das eine perfekte Mischung, so sollte jeder Frankreichkrimi für mich sein. Die große Kältewelle hier in Deutschland konnte ich locker wegstecken, denn ich hatte ja dieses Buch. In meinem Kopf war Sommer. Ein heißer, drückender Sommer, mit herrlichem Wein, wunderbarem Essen und Meer. Ich konnte die flirrende Hitze, den süßen Geschmack der reifen Trauben, den kühlenden Wind am Strand wirklich spüren und schmecken, so detailliert und lebendig, so präzise und spannend schreibt Alexander Oetker. Dieses Mal hat der Autor die wundervolle Atmosphäre der Weinberge so realistisch eingefangen, dass man sich vor Ort stehen sieht und alle Figuren und Schlösser und die wunderschöne Landschaft plakativ vor Augen hat. Man fühlt sich direkt in die Szenerie versetzt, trifft alte Bekannte wieder und möchte am liebsten, dass das Buch nie zu Ende ist. Ein Dilemma, denn ein zweiter Wunsch drängt sich auf, endlich die Antworten auf die vielen ungelösten Fragen zu erhalten. Der Autor macht uns dies nicht leicht, denn er lenkt den Leser geschickt auf viele Irrwege, man rätselt und meint endlich die Lösung des Falles zu haben, aber dann kommt wieder ein neuer Gesichtspunkt und man ist so schlau wie am Anfang. Die Auflösung kam für mich dann völlig unerwartet und ich war sehr überrascht. Aber es wäre kein Buch von Alexander Oetker, wenn alle Fragen gelöst wären. Wieder hat man einen ganz gemeinen Cliffhanger am Schluss, der im nächsten Buch dann hoffentlich eine Auflösung findet. Aber eigentlich ist mir das egal, denn je mehr Cliffhanger es gibt, desto mehr Oetkers wird es geben. Ich jedenfalls erwarte mit Spannung den nächsten Band und freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Luc und Anouk.

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