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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2022

Eine typisch amerikanische Geschichte - mit viel Drama, Liebe und Leidenschaft

Die Tulpenschwestern
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Olivia kehrt nach vielen Jahren der Funkstille in ihre Heimatstadt zurück. Deren Schwester Kelly ist anfangs alles andere als begeistert und als auch noch die gemeinsame Mutter zurückkehrt, ist der Trubel ...

Olivia kehrt nach vielen Jahren der Funkstille in ihre Heimatstadt zurück. Deren Schwester Kelly ist anfangs alles andere als begeistert und als auch noch die gemeinsame Mutter zurückkehrt, ist der Trubel vorprogrammiert. Lang verborgene Geheimnisse wollen wieder ans Licht und drohen die Idylle zu zerstören. Susan Mallery hat mit ihrem Roman eine spritzige und lebendige Geschichte vorgelegt. Sie schreibt wie von leichter Hand und entführt den Leser in eine typische amerikanische Kleinstadt. Anfangs kämpft man ein wenig mit den zahlreichen Protagonisten, wird aber schon bald von der zauberhaften Kulisse eingefangen und mag gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das liegt zum einen an der angenehmen Schreibweise, in der man völlig versinken kann, aber auch am prickelnden Verwirrspiel, das erst ganz zum Ende seine vollständige Auflösung erfährt. Schön, dass die Autorin dem Tulpenthema viel Raum gibt, denn dadurch unterscheidet sich das Buch positiv von der breiten Masse. Das wunderschöne Cover ist ein echter Hingucker und passt natürlich perfekt. Ein zauberhaftes Buch für lange Sommerabende. Genau richtig, um dem Alltag zu entfliehen und in eine unbekannte Welt einzutauchen.

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Veröffentlicht am 06.11.2022

Ab nach Frankreich in die 70er Jahre

Mord mit Worten
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Eine Reise in die Vergangenheit, dieses Versprechen hat der Krimi voll und ganz erfüllt. Es hat richtig Spaß gemacht nochmal einen Krimi ohne Handy und Computer zu lesen. Die Recherchen finden im Archiv ...

Eine Reise in die Vergangenheit, dieses Versprechen hat der Krimi voll und ganz erfüllt. Es hat richtig Spaß gemacht nochmal einen Krimi ohne Handy und Computer zu lesen. Die Recherchen finden im Archiv und durch menschliche Netzwerke statt.
Die Geschichte ist in sich stimmig und die Charaktere gut getroffen. Mir hat dieses Buch Appetit auf die Reihe gemacht.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Oh my, das war ja wirklich so gar nicht meins.

Liebe schlägt mir auf den Magen
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Der Zeichenstil ist recht einfach. Es gibt nicht so viele Details und nur wenige Hintergründe. Aber schlecht ist er nicht. Ganz im Gegensatz zur Dynamik des Erzählstils. Die war mir nämlich viel zu hoch, ...

Der Zeichenstil ist recht einfach. Es gibt nicht so viele Details und nur wenige Hintergründe. Aber schlecht ist er nicht. Ganz im Gegensatz zur Dynamik des Erzählstils. Die war mir nämlich viel zu hoch, denn alles ging Knall auf Fall und auch so, das sich es oftmals nicht nachvollziehen konnte. Kunihiko hat von Kindesbeinen an Probleme mit dem Magen und richtet alles daran aus. Er lernt fleißig um später einen "magenfreundlichen" Job zu bekommen. Senri ist Model und hat ebenfalls einen schwachen Magen, doch lebt er eher in den Tag hinein. Leider wirkt er zudem äußerst dumm. So viel mehr kann man tatsächlich nicht zu diesem Manga sagen. Grundlegend habe ich kein Problem damit, wenn es mal mehr explizite Szenen gibt oder die Story weniger tiefgründig ist, aber das hier war leider furchtbar. Oh man, das war echt stumpf. Story? Fehlanzeige. Charaktere an die man sich positiv und lange erinnert? Fehlanzeige. Tragischerweise kommen auch noch einige Fremdschäm-Momente obendrauf.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Herrlich Skurril! Tante Poldi in Höchstform!

Tante Poldi und die Früchte des Herrn
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Der erste Blick auf das Cover lässt den Leser schon erahnen: Tante Poldi ist wieder unterwegs. Diesmal mit einer dezent bemalten Vespa, die perfekt zu ihrer sonstigen Erscheinung passt. So wie das Cover ...

Der erste Blick auf das Cover lässt den Leser schon erahnen: Tante Poldi ist wieder unterwegs. Diesmal mit einer dezent bemalten Vespa, die perfekt zu ihrer sonstigen Erscheinung passt. So wie das Cover ist auch das ganze Buch. Herrlich skurril, witzig und spritzig, einfach klasse! Der Autot versteht es mit seinem wunderbaren Schreibstil den Leser zu begeistern. Sehr blumig, fast schon poetisch, sehr komisch, das ist die Art, wie uns Mario Giordano seine Geschichten erzählt. Untermalt von derben bayrischen Flüchen und italienischen Redewendungen fühlt man den Spagat, den Tante Poldis Leben genommen hat. Nach dem Tod des italienischen Ehemannes ist sie von München ins beschauliche Sizilien gezogen, um sich dort, mit Blick auf das Meer, gepflegt zu "Tode zu saufen". Aber das gelingt ihr nicht, denn sie kommt von einer Turbulenz in die andere. Und das ist gut so! Der Kriminalfall kommt fast ein wenig zu kurz und ist mir als Leser auch gar nicht so wichtig. Das war auch im ersten Teil schon so. Die Auflösung der Morde war aber dennoch schlüssig und durchaus realistisch. Der Schwerpunkt liegt eher auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und davon gibt es wieder mehr als genug. Einen Stern Abzug gibt es allerdings, weil mir persönlich die Gespräche zwischen Poldi und dem Tod etwas zu viel waren. Auch die Geschichte um den japanischen Performancekünster war etwas dick aufgetragen. Aber trotzdem ist das Buch einfach nur lesenwert und ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil, denn das Ende war sowas von gemein! Da bleibt dem Leser keine andere Möglichkeit, als den nächsten Band zu lesen. Ich hoffe, dass dann auch endlich das Geheimnis um die Perücke gelüftet wird, oder gibt es am Ende gar keines?

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Veröffentlicht am 07.09.2022

Diesen Mut wünsche ich jeder Frau! Ein wunderbares Buch!

Der Mut zur Freiheit
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Katja Maywalds zentrales Thema in ihren Büchern, ist fast immer der Mut. Mut, der uns Frauen so oft fehlt. Den wir an anderen Frauen zwar immer bewundern, sie aber dafür leider auch oft verachten.
In Ihrem ...

Katja Maywalds zentrales Thema in ihren Büchern, ist fast immer der Mut. Mut, der uns Frauen so oft fehlt. Den wir an anderen Frauen zwar immer bewundern, sie aber dafür leider auch oft verachten.
In Ihrem neuen Buch "Der Mut zur Freiheit" zieht er sich wieder, direkt beim Titel angefangen, wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Von drei starken Frauen erzählt sie uns. Großmutter, Mutter und Tochter. Sie leben 1947 alle zusammen in Spanien, der Zeit der schweren Diktatur unter Franco. Dies war eine schwierige Zeit für jede Frau, vor allem dann, wenn sie wie in diesem Fall, alleinerziehend und ohne Mann war, aber trotzdem den Mut hatte sich etwas aufzubauen, Karriere zu machen, in der Öffentlichkeit zu stehen. Diesen Mut hatten alle drei. Und mussten dafür viele Opfer bringen.
Schon nach den ersten Kapiteln war ich derart fasziniert und gefangen, dass ich mich kaum mehr vom Buch lösen konnte. Die detaillierte und emotionale Sprache lässt uns Leser mitfühlen und mitleiden. Dadurch wird eine sehr authentische Atmosphäre geschaffen, die den Eindruck verschafft, man wäre selbst mit dabei. Ich war schockiert von den Erzählungen Margaritas, was sie alles erleiden musste, um sich ihr Geschäft aufzubauen. So unvorstellbar grausam und doch so mutig.
Katja Maybach hat wieder ausgezeichnet recherchiert und lässt auch die politischen Missstände nicht unerwähnt. Als Frau hatte man unter Franco wenig Rechte. Und diese wenigen auch noch einzufordern, forderte viel Mut.
Das Buch ist spannend und fesselnd, berührend und fordernd, traurig und glücklichmachend zugleich. Es gibt Hoffnung und macht Mut. Die Geschichte der drei Frauen wird mir noch lange im Kopf herumschwirren, denn sie hat mich sehr betroffen gemacht. Vor allem auch deshalb, weil sie so erschreckend authentisch ist. Denn alle drei verhalten sich wie reale Menschen, sind nicht immer sympathisch, agieren manchmal unverständlich und zeigen ihre Schwächen. Auch dafür braucht man viel Mut.

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