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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2019

Ein sehr lesenswertes Buch, das in eine beeindruckende Tierwelt entführt.

Frühstück mit Elefanten
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Gesa Neitzel ist Ende 20, sie lebt in Berlin, hat eine schöne Mietwohnung und einen guten Job in der Medienbranche. Doch es zieht sie nach Afrika, dort will sie eine Ausbildung zur Rangerin machen. Dafür ...

Gesa Neitzel ist Ende 20, sie lebt in Berlin, hat eine schöne Mietwohnung und einen guten Job in der Medienbranche. Doch es zieht sie nach Afrika, dort will sie eine Ausbildung zur Rangerin machen. Dafür muss sie Vogelkunde, Fährtenlesen, Offroad-Fahren und noch einiges mehr lernen. Die Verhältnisse in den Camps sind dabei sehr einfach: geschlafen wird in Zelten, teilweise gibt es nichtmal fließendes Wasser.
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Ich fand das Buch eine wunderbare Lektüre, die Seiten flogen nur so dahin. Es gelingt Gesa sehr gut ihre Fasziniation für Afrika und die dortige Tierwelt zu vermitteln und den Leser damit anzustecken. Tiere, Menschen und die Landschaft fand ich sehr atmosphärisch beschrieben. Auch in Gesa kann sich der Leser gut hineinversetzen. Sehr ehrlich berichtet sie auch von ihren Zweifeln und den Fehlern die sie während der Ausbildung gemacht hat. Von beidem lässt sie sich jedoch nicht aufhalten. Die Einblicke in die Arbeit als Ranger und den Umgang mit wilden Tieren fand ich sehr faszinierend, auch für Gesa war dies alles ja neu und so lernt der Leser gemeinsam mit ihr viel Neues. ⠀

Veröffentlicht am 28.09.2019

Aufgrund der hölzernen Dialoge konnte mich das Buch leider nicht überzeugen

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Idee ist zwar nicht neu, ich mag diese Art von Geschichten trotzdem sehr gerne. Die Vorstellung, mit einem Mörder in einem eingeschneiten und ...

Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Idee ist zwar nicht neu, ich mag diese Art von Geschichten trotzdem sehr gerne. Die Vorstellung, mit einem Mörder in einem eingeschneiten und noch nicht komplett renovierten Hotel zu sein ist einfach herrlich gruslig. In der ersten Hälfte weiß der Autor dieses Setting auch sehr gut einzusetzen: der Strom funktioniert noch nicht in allen Bereichen des Hotels, dazu gibt lange Gänge, viele Nischen und Schatten. Jeder der schon einmal nachts in einem spärlich beleuchteten Hotelgang unterwegs war, kann sich hier gut hineinversetzen.

Leider kommt nun ein großes ABER, denn ab der Mitte des Buches hat sich meine anfängliche Begeisterung recht schnell gelegt. Die Handlung plätschert so vor sich hin und viel nebensächliches wird beschrieben. Auch beginnt der Autor nun damit, jede Kleinigkeit zu beschreiben, anstatt dem Leser die Interpretation zu überlassen. Die Figuren erklären ihre nächsten Handlungen anstatt sie einfach auszuführen. Die Geschichte ist in diesen Abschnitten sehr zäh zu lesen und die zu Beginn noch beklemmende Atmosphäre verschwindet so immer mehr.

Größte Schwäche des Buches sind für mich aber die eindimensional und teils hölzern wirkenden Charaktere. Stellenweise hatte ich das Gefühl ein Theaterstück zu lesen. Die Aussagen der Charaktere vermitteln in vielen Abschnitten nur Informationen, aber keine Emotionen. Immer wieder bin ich über Situationen gestolpert, in denen mir aufgefallen ist, dass die Charaktere dem Leser etwas erklären, denn der Gesprächspartner hat die Informationen bereits. Dass darüber gesprochen wird macht keinen Sinn. Auch ließen mich merkwürdige Antworten, die so gar nicht zur Situation passen wollten, regelmäßig stutzen.

Die finale Auflösung mag Sinn machen, wirkt auf mich aber ein wenig konstruiert. Eine große Rolle für meine Bewertung spielte das Ende aber nicht mehr, es hätte noch so ausgefeilt sein können, durch die Schwächen bei den Charakteren und Dialogen kam bei mir nur wenig Lesespaß auf.

Fazit
Die Idee fand ich toll, doch die Umsetzung und vor allem die Dialoge konnten mich leider nicht über die komplette Länge des Buches überzeugen.

Veröffentlicht am 25.09.2019

Ein spannender Thriller, der mit tollen Wendungen überrascht

Meine wunderbare Frau
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Darum geht es
Millicent und ihr Mann führen ein scheinbar normales Leben: gute Jobs, ein großes Haus und zwei Kinder. Doch der Schein trügt, denn die beiden haben ein dunkles Geheimnis.

Meine Meinung
Dieses ...

Darum geht es
Millicent und ihr Mann führen ein scheinbar normales Leben: gute Jobs, ein großes Haus und zwei Kinder. Doch der Schein trügt, denn die beiden haben ein dunkles Geheimnis.

Meine Meinung
Dieses Buch ist wirklich mal etwas anderes. Erzählt wird hier nicht aus der Perspektive der Ermittler, sondern von der anderen Seite, aus der Sicht von Millicents Ehemann. Die Autorin schafft es, die Machenschaften des Ehepaares so gut in das normale Familienleben zu verwickeln, dass man an manchen Stellen vergisst, dass man ja eigentlich auf der falschen Seite steht, wenn man mit dem Erzähler mitfiebert.

Ergänzt wird die Erzählung durch immer wieder eingestreute Rückblenden. Im Mittelteil fand ich diese leider weniger gut aufeinander abgestimmt. Millicents Mann erinnert sich daran, wie er sie kennengelernt hat und an verschiedene Ereignisse aus ihrem gemeinsamen Leben. Dabei gibt es einige Wiederholungen, Dinge die bei einer früheren Rückblende erzählt wurden werden später nochmals erwähnt. Das macht das Lesen im Mittelteil des Buches etwas mühsam und zäh. 50 Seiten weniger hätten dem Buch an dieser Stelle gut getan. Deshalb auch ein Stern Abzug in der Bewertung.

Am Ende nimmt die Geschichte dann zum Glück richtig Fahrt auf, die Schlinge zieht sich immer enger zu und es gibt einige Überraschungen. Vor allem die unerwarteten Wendungen haben mir richtig gut gefallen.

Veröffentlicht am 19.09.2019

Leider insgesamt zu wenig Spannung

Cold Storage - Es tötet
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David Koepp ist Drehbuchautor und hat mit Mission Impossible und Jurassic Park zwei Werke geschaffen von denen ich ein großer Fan bin. Dementsprechend groß waren wohl auch meine Erwartungen an das Buch.

Gleich ...

David Koepp ist Drehbuchautor und hat mit Mission Impossible und Jurassic Park zwei Werke geschaffen von denen ich ein großer Fan bin. Dementsprechend groß waren wohl auch meine Erwartungen an das Buch.

Gleich die ersten Seiten ziehen sich ein wenig, doch mit Auffinden des Pilzes kommt dann zum Glück Tempo in die Geschichte. Schön fand ich die Begründung, wie dieser eigentlich sicher gelagerte Organismus plötzlich zur Bedrohung wird. Wobei es einen schon beunruhigt, dass man sich gut vorstellen kann, dass das auch in der Wirklichkeit so passieren könnte.

Die Charaktere sind sympathisch und zum Glück auch realistisch dargestellt. Man merkt, dass sie von der Situation überfordert und eingeschüchtert sind, dann aber den Mut finden etwas zu unternehmen. Glücklicherweise vergisst der Autor nicht, dass seine Hauptdarsteller normale junge Menschen sind und verzichtet auf Actionszenen. Betrachtet man das komplette Buch, fand ich die Spannung allerdings sehr dürftig. Es gab zwar einige Stellen, an denen ich es nicht mehr weglegen konnte, danach folgen aber wieder Abschnitte mit eher gemächlicher Handlung. Dadurch kam keine sich steigende Spannung auf, es war nur ein auf und ab. Gestört hat mich auch manche unlogisch Stelle. Etwa wenn beide Protagonisten bei einer auf sie zukommenden Bedrohung nur stehen bleiben und der Meinung sind, sie hätten keine Fluchtmöglichkeit. Dass hinter ihnen ein leerer Flur ist, den sie eben ja noch entlanggegangen sind, haben sie wohl vergessen. Da merkt man dann doch, dass der Autor sonst Drehbücher schreibt. Zum Glück halten sich solche Szenen aber in Grenzen. Toll fand ich hingegen die Stellen, an denen aus Sicht des Pilzes erzählt wird. Der Leser erfährt so, was in dem Organismus vor sich geht, damit er z. B. Reifen durchdringt. Die chemischen Fachbegriffe sagten nur zwar meistens nichts, haben des Lesefluss aber auch nicht weiter gestört.

Fazit
Das Buch bietet gute Unterhaltung, der Plot ist interessant und die Umsetzung meistens gelungen. Abzug gebe ich aber für die mangelnde Spannung, hier hätte ich viel mehr erwartet. Zwar gibt es ein paar spannende Stellen und auch manch eine Überraschung, insgesamt aber konnte mich das Buch nicht mitreißen.

Veröffentlicht am 14.09.2019

Eine wunderbare Kombination aus Achtsamkeit und deren Missbrauch

Achtsam morden
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Das Buch konnte meine Erwartungen voll erfüllen. Karsten Dusse verzichtet auf ellenlange Schachtelsätze, seine Wortwahl ist eher einfach, der Inhalt dafür clever und dadurch sehr angenehm zu lesen. Auch ...

Das Buch konnte meine Erwartungen voll erfüllen. Karsten Dusse verzichtet auf ellenlange Schachtelsätze, seine Wortwahl ist eher einfach, der Inhalt dafür clever und dadurch sehr angenehm zu lesen. Auch der trockene Humor und Wortspiele haben mir sehr gut gefallen. Man darf keinen typischen Krimi mit spektakulären Wendungen und ausgefeilten Charakteren erwarten. Dieses Buch möchte in erster Linie unterhalten und dabei ist eben auch mal eine in der Wirklichkeit eher unrealistische Szene oder Handlungsweise enthalten. Dabei wird es aber nie lächerlich, so dass du Lesespaß immer vorhanden ist.

Die einzelnen Kapitel sind meist recht kurz gehalten, zu Beginn steht immer ein Tipp für mehr Achtsamkeit, z. B wie man mit negativen Gedanken umgeht. Alle diese Tipps lassen sich im echten Leben anwenden und ich habe mir auch ein paar davon für mich gemerkt. Der Protagonist des Buches greift dann aber auf etwas anderer Weise auf diese Achtsamkeitsregeln zurück und zweckentfremdet sie, oft auch auf ziemlich makabre Weise. Der Kontrast zwischen den ernst gemeinten Regeln und deren Ausführung ist wunderbar gelungen, ich musste an vielen Stellen laut lachen. Auch baut Dusse an mehreren Stellen Gesellschaftskritik ein, etwa den Mangel an Kindergartenplätzen. Wie diese Themen in die Geschichte integriert sind ist wirklich herrlich. Schön fand ich, dass die Achtsamkeit nie ins lächerliche gezogen wird, sondern der Humor auf ihrer Zweckentfremdung basiert.

Fazit

Ein sehr flüssig geschriebenes und herrlich unterhaltsames Buch.