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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2019

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte mich die Geschichte überzeugen!

Falling Fast
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Der Leser lernt die Protagonistin Hailee zu Beginn als eher zurückhaltend und schüchtern kennen. Sie ist schwer einzuschätzen - fast wirkte sie auf mich ein wenig unnahbar. Dieser Aspekt hat es mir in ...

Der Leser lernt die Protagonistin Hailee zu Beginn als eher zurückhaltend und schüchtern kennen. Sie ist schwer einzuschätzen - fast wirkte sie auf mich ein wenig unnahbar. Dieser Aspekt hat es mir in den ersten Kapiteln auch nicht unbedingt leicht gemacht, in die Geschichte hineinzufinden.

Im Verlauf der Geschichte geht Hailee jedoch immer wieder gewisse Risiken ein, die mich zum nachdenken angeregt haben. Hat sie vielleicht einen bestimmten Grund, ihre Gefühle zu zeigen? Sind ihre Handlungen eher naiver und fahrlässig, oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?

Chase hingegen fand ich von Beginn an sehr charmant und habe mich direkt in seinen Charakter verguckt. Obwohl er einen eher gehobenen Lebensstandard genießt, ruht er sich nicht darauf aus. Der Leser erfährt sehr viel über seinen Charakter, seine Ambitionen und seine Träume, was es einem leicht macht, mit ihm warm zu werden und ihn zu verstehen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Geschichte nicht nur auf die Beziehung der Beiden zueinander konzentriert hat, sondern auch auf das Alltagsleben der beiden innerhalb der Familie. Egal ob es sich um einfache Familientreffen handelte oder es in hitzigen Diskussionen um die Zukunft ging. Jeder Aspekt wurde von der Autorin genauestens durchdacht und sehr gut umgesetzt.

Die Nebencharaktere waren sehr individuell ausgearbeitet und gaben der Geschichte noch mal ihren Reiz. Sie waren nicht überflüssig oder einfach in die Geschichte "hineingeworfen", sondern hatten allesamt einen tieferen Sinn. Sie ergaben am Ende ein genaues Bild des Ganzen!

Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten hat mich die Geschichte im weiteren Verlauf vollkommen überzeugt. Viele Verhaltensweisen und Handlungen werden dem Leser erst im nachhinein klar, was die Geschichte um Hailee und Chase unglaublich spannend und auch einfühlsam macht..

Veröffentlicht am 24.09.2019

Eine sehr süße Geschichte - eher für die jüngeren Leser unter uns!

Faye - Herz aus Licht und Lava
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Durch den lockeren und jugendlichen Schreibstil der Autorin ist es mir sehr leicht gefallen, in die Geschichte hineinzufinden. Katharina Herzog hält sich nicht mit ausschweifenden und komplizierten Formulierungen ...

Durch den lockeren und jugendlichen Schreibstil der Autorin ist es mir sehr leicht gefallen, in die Geschichte hineinzufinden. Katharina Herzog hält sich nicht mit ausschweifenden und komplizierten Formulierungen auf, sondern beschreibt die Charaktere und das Setting eher einfach und doch sehr verständlich. Doch denke ich, dass dieser Roman eher für die etwas jüngeren Leser unter uns geeignet ist.

Die Protagonistin Faye kam mir des Öfteren etwas Naiv vor. Alles, was ihr in irgendeiner Weise erzählt wird, glaubt sie auf Anhieb und kommt oft nicht auf die Idee, irgendwelche Aussagen zu hinterfragen. Ihre Reaktionen auf bestimmte Offenbarungen kommen einfach nicht glaubwürdig rüber und wirken etwas unrealistisch.

Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe war ich direkt total begeistert. Ich als bekennender Elfenfan kann mich eigentlich von jeder Elfengeschichte mitreißen lassen. Jeder Autor bringt seine eigenen Interpretationen rund um die verschiedensten Mysterien der Elfen ein. Doch hier ist mir sehr schnell aufgefallen, dass meine Vorstellungen und die Geschichte in diesem Fall nicht unbedingt zusammenpassen. Ich möchte auf keinen Fall Spoilern, aber ich habe gehofft, ein wenig mehr von Katharina Herzogs Interpretation über das Leben in der Elfenwelt, ihre Bräuche und Verhaltensweisen zu erfahren.

Alles im Allem lässt sich dieser Roman sehr locker und leicht lesen. Er ist nicht besonders anspruchsvoll, was ich bei dieser Geschichte aber überhaupt nicht negativ finde. Für einen schönen Tag am See oder einem gemütlichen Tag auf der Couch eignet sich diese Geschichte in jedem Fall perfekt!

Veröffentlicht am 02.05.2020

Eine sehr tiefgründige Botschaft!

Als ob du mich siehst
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Bei „Als ob du mich siehst“ handelt es sich um das aller erste Buch, was ich von Michelle Schrenk gelesen habe, weshalb ich umso gespannter auf ihre Geschichte war.

Die Erzählperspektive war für mich ...

Bei „Als ob du mich siehst“ handelt es sich um das aller erste Buch, was ich von Michelle Schrenk gelesen habe, weshalb ich umso gespannter auf ihre Geschichte war.

Die Erzählperspektive war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da die Geschichte aus der Gegenwart erzählt wird. Da mir diese Erzählform bis jetzt noch nicht allzu häufig begegnet ist, war es für mich anfangs eine extreme Umstellung. Zudem stößt der Leser hier nicht wie üblich auf die Bezeichnung „Mann“ und „Frau“, sondern auf „Mädchen“ und „Junge“, was mich anfangs sehr gestört hat. Für mich sind die Protagonisten mit einundzwanzig Jahren schon erwachsen, weshalb ich diese Bezeichnung als unpassend empfunden habe. Aufgrund dessen habe ich den Roman eher als Jugendbuch eingestuft, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht.

Schon das erste Kapitel, welches für mich eher als Prolog fungiert, lässt vermuten, dass Elisa in ihrer Vergangenheit sehr viel Schlechtes erleiden musste. Ihre Gedanken schweifen immer wieder in die besagte Vergangenheit ab, wodurch sich oftmals ein Gedankenkarusell entwickelt. Doch durch ihre Vergangenheit hat sie nicht nur enorme Probleme mit sich selbst, sondern auch mit Anderen. Ihr fällt es sehr schwer, von ihren Mitmenschen Hilfe anzunehmen, was mir manchmal etwas zu verbissen vorkam. So kam ich immer wieder zu der Frage: Was hat sie erlebt und erleiden müssen?

Mit ihrer Rückkehr nach Nürnberg versucht Elisa ihr Leben umzukrempeln und einen Neuanfang zu wagen. Dieser Schritt ist sehr mutig und zeugt davon, dass sie etwas ändern möchte. Um sich selbst zu unterstützen, aber auch in gewisser Weise zu schützen, hat sie sich einen Plan zurecht gelegt. Anfangs war ich von diesem Plan auch echt begeistert, doch irgendwann hatte ich auch das Gefühl, dass sie ihn dazu nutzt, für bestimmte Dinge Ausreden zu finden.

Es gab einige Situationen, in denen ich Elisas Verhalten einfach nicht nachvollziehen und gutheißen konnte. Gerade in Bezug auf Joan wirkte ihr Verhalten auf mich des Öfteren eher unangemessen und überzogen, worüber ich nur den Kopf schütteln konnte. Ich möchte damit nicht sagen, dass ich Elisas Erlebnisse nicht verstehe oder nachvollziehen kann, doch es wurde mir irgendwann etwas zu viel, wodurch mir mein Verständnis für sie etwas verloren gegangen ist.

Richtig schön fand ich die Thematik der Sterne, die in dem Buch des Öfteren behandelt wurde. Die Sterne haben für Elisa eine sehr besondere Bedeutung und schweben somit über der ganzen Geschichte. Sie stehen als Sinnbild für viele Dinge in ihrem Leben und dieser Aspekt gibt der Geschichte noch mal einen ganz besonderen Flair.

Die neue Mitbewohnerin von Elisa fand ich von Anfang an super sympathisch. Die Beiden verstehen sich auf Anhieb sehr gut, da Louisa ein sehr offener und unvoreingenommener Mensch ist. Sie hinterfragt manche Situationen und Verhaltensweisen in genau den richtigen Momenten und ist immer für Elisa da. Doch sie ist nicht einfach nur eine Freundin für Elisa. Die Autorin hat mit ihr einen Nebenstrang erschaffen, der parallel zu Elisas und Joans Geschichte verläuft. Dadurch wirkte die Geschichte direkt viel abwechslungsreicher, da sie sich so nicht nur auf die beiden Protagonisten konzentriert hat.

Doch auch die anderen Nebencharaktere waren richtig toll ausgearbeitet. Der Leser hatte die Möglichkeit, Jass und Kale „wiederzusehen“ und auch deren Freunde. Man merkte in jeder einzelnen Zeile sofort die Liebe und das Herzblut für jeden einzelnen Charakter, denn sie existieren nicht einfach nur nebenher, sondern greifen ins Geschehen mit ein und sind daran beteiligt.

Auch wenn ich meine Probleme mit Elisa hatte, habe ich großes Mitleid mit ihr und ihrer Situation empfunden. Dieses Buch birgt eine sehr tiefe Botschaft und behandelt ein Thema, welches ich in der Form noch nie zuvor gelesen habe. Im Verlauf der Geschichte überkam mich immer wieder eine Gänsehaut. Vor allem, als immer und immer mehr ans Licht kam, was Elisa und Joan in ihrer Vergangenheit erlebt haben. Am Ende war ich sogar den Tränen nahe, so sehr hat mich das Schicksal der Beiden berührt..

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2019

Eine gelungene Auflösung nach dem bösen Cliffhanger!

Flying High
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Nach dem bösen Cliffhanger in Band eins war ich natürlich unglaublich gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte. Von der ersten Seite an war ich direkt wieder in Hailee’s Gefühlswelt gefangen. Ich war ...

Nach dem bösen Cliffhanger in Band eins war ich natürlich unglaublich gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte. Von der ersten Seite an war ich direkt wieder in Hailee’s Gefühlswelt gefangen. Ich war emotional sehr berührt und auch ein wenig geschockt von Hailee’s Vorhaben und Beweggründen. Aufgrund dessen empfinde ich die Triggerwarnung zu Beginn des Buches als sehr wichtig!
Mein Unbehagen, was ich Hailee gegenüber im ersten Band empfunden habe, konnte ich vollkommen ablegen, was mich sehr gefreut hat. Bianca Iosivoni hat das Geheimnis um Hailee mit sehr viel Gefühl gelüftet. Für mich wurde das Geschehende sehr gut beschrieben und erklärt, was mich die Gefühle von Hailee noch mehr nachempfinden ließ.
Doch umso weiter die Geschichte im zweiten Band voranschritt, umso öfter gab es Abschnitte, die sich etwas gezogen haben. Dies hat mich leider ein wenig aus meinem Lesefluss gebracht. Dadurch verlor die Geschichte von Hailee und Chase für mich zum Ende hin an Emotion und Gefühl, was ich sehr schade fand.

Alles in Allem ist diese Dilogie eine sehr bewegende und emotionale Geschichte, die durch den grandiosen Schreibstil dem Leser sehr nahe gebracht wurde!

Veröffentlicht am 16.05.2020

Verhalten der Protagonisten eher fraglich - schöne Wendungen!

Rebel Heart
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Nach dem super fiesen Cliffhanger im ersten Band war ich nun umso gespannter auf die Fortsetzung von Gia und Rush’s Geschichte. Die Autorinnen lassen den Leser in „Rebel Heart“ zum Glück auch nicht lange ...

Nach dem super fiesen Cliffhanger im ersten Band war ich nun umso gespannter auf die Fortsetzung von Gia und Rush’s Geschichte. Die Autorinnen lassen den Leser in „Rebel Heart“ zum Glück auch nicht lange warten, denn der zweite Band knüpft direkt an den Ersten an.

Auch in der Fortsetzung wird das Thema Familie sehr groß geschrieben. Es gibt sehr viele Situationen, denen Gia und Rush gegenüberstehen, die mit ihrer Familie zusammenhängen. Hier wird nicht von der typischen „Bilderbuchfamilie” erzählt, sondern die Autorinnen haben einen sehr realistischen Weg gefunden, die beiden Familien darzustellen. Vom jüngsten Mitglied der Familie, welches sich als Sorgenkind entpuppt, bis zum kaltherzigen Halbbruder, ist alles vertreten. Dieser Aspekt macht die Geschichte nicht nur super abwechslungsreich, sondern zeigt auf, dass keine Familie perfekt ist, auch wenn es nach außen hin so scheint.

Gia’s erste Reaktionen auf die Wahrheit waren für mich absolut verständlich und nachvollziehbar. Wenn ich mir auch nur ansatzweise vorstelle in ihrer Haut zu stecken, könnte ich sofort in Panik verfallen. Aus diesem Grund zolle ich ihr auch meinen größten Respekt, dass sie Anfangs relativ „gelassen“ an diese Offenbarung herangetreten ist.

Doch im Verlauf der Geschichte war für mich ein Punkt erreicht, wo mir das Verständnis für die Beiden ausgegangen ist. Wie sich Gia und Rush auch vollkommen unabhängig voneinander verhalten, war für mich teilweise echt fragwürdig. Nachdem Rush die Wahrheit über Gia und seinen Bruder erfahren hat, ging es irgendwann nur noch darum, wie er sich mit der Situation fühlt und wie er damit zurechtkommt. Natürlich steht außer Frage, dass die Wahrheit für ihn ein großer Schock gewesen ist, doch bei dieser ganzen Thematik ist mir Gia immer wieder unter gegangen.

Schließlich muss nicht nur Rush mit dieser Offenbarung zurechtkommen, sondern auch Gia, die genauso ahnungslos war, wie er. Doch wer gehofft hat, sie würde für sich und ihre Meinung kämpfen, hat weit gefehlt. Es ging die ganze Zeit immer wieder nur um Rush’s Gefühle und seinen Gemütszustand. Und da kann ich Gia’s Reaktionen einfach nicht verstehen, denn ein bisschen Egoismus gehört dazu und sei es zum Selbstschutz. Mal ganz davon abgesehen, dass ich Rush irgendwann nur noch gerne an den Schultern gepackt und mal ordentlich durchgeschüttelt hätte.

Im Verlauf hatte ich immer öfter das Gefühl, dass die Geschichte eine ganz falsche Perspektive und der Konflikt von Gia und Rush eine ganz falsche Basis einnimmt. Immer wieder kam es mir so vor, als wenn Gia einen großen Fehler gemacht hätte und sich nun bei Rush Gutstellen müsste, um diesen Fehler irgendwie wieder gut zu machen, damit Rush ihr verzeiht. Und das entspricht überhaupt nicht dem eigentlichem Geschehen, weshalb diese Darstellung für mich falsch und etwas fehl gegriffen war.

Durch dieses ganze hin und her zog sich die Thematik somit irgendwann in die Länge. Manchmal habe ich das Gefühl gehabt, als hätten die Autorinnen diesen einen Punkt verpasst, an dem sie alles hätten auflösen können. So wurden manche Passagen sehr langatmig und es war einfach alles etwas zu viel des Guten. Zu viel Drama, zu viel Unsicherheit und zu viele Gedanken. Dadurch ging irgendwann die Spannung verloren, weil ich mir von Seite zu Seite einfach nur gedacht habe: Wann löst sich dieser ganze Konflikt endlich auf?

Ein großer Pluspunkt war die ein oder andere unerwartete Wendung, die die Geschichte eingenommen hat. Gerade in Bezug auf Rush’s Familie habe ich so eine Überraschung eher nicht erwartet, weshalb ich mich umso mehr darüber gefreut habe.

Ebenfalls rührend war Rush’s Verhalten gegenüber Gia in Bezug auf das ungeborene Kind, wenn man einmal vom Vater absieht. Rush war immer für die Beiden da, hat ihnen trotz des Konfliktes jeden Wunsch von den Lippen abgelesen und hat sich wirklich liebevoll um sie gekümmert. Damit konnte er bei mir einiges retten, da er durch sein ganzes Verhalten und seine Reaktionen sehr viele Pluspunkte verloren hat.

Während ich am Anfang des ersten Bandes super begeistert von den Protagonisten war und mich sehr gut mit diesen identifizieren konnte, musste ich in der Fortsetzung leider nicht nur einmal den Kopf schütteln. Die charakterliche Entwicklung von Gia ging für mich in die vollkommen falsche Richtung und auch Rush hat mich schwer enttäuscht. Für mich hätten die Autorinnen sehr viel retten können, wenn sich die Thematik nicht ausschließlich auf die Beiden konzentriert hätte. Es waren im Verlauf verschiedene Ansätze da, die man hätte weiter ausbauen und ausführen können. Dadurch hätte die Geschichte noch abwechslungsreicher gestaltet werden können.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl