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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2021

Geeignet als Einstieg ins Thema

Power Hour
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Adrienne Herbert lebt das Konzept der Power Hour: der ersten Stunde am Morgen, in dem sie zur Ruhe kommt, sich mit dem kommenden Tag, Gedanken, Zielen und Wünschen auseinandersetzt. Diese Morgenstunde ...

Adrienne Herbert lebt das Konzept der Power Hour: der ersten Stunde am Morgen, in dem sie zur Ruhe kommt, sich mit dem kommenden Tag, Gedanken, Zielen und Wünschen auseinandersetzt. Diese Morgenstunde unterstützt sie im Erreichen von Zielen, steuern zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit bei. Allerdings braucht es dazu auch die Kombination aus Bewegung, Schlaf, Ernährung und Mindset.
In den unterteilten Kapitel widmet sie sich all diesen Lebensbereichen. Sie erzählt, wie sie zur Power Hour gekommen ist, welche Erfahrungen sie in der Vergangenheit gemacht hat und welche Menschen, Bücher und Biographien sie inspiriert und motiviert haben.

Alles in allem ließ sich das Buch sehr flüssig lesen und ich mochte den sehr persönlichen und nahbaren Schreibstil. Etwas schade finde ich, dass das Konzept der Power Hour verhältnismäßig wenig Raum bekommen hat und der Rahmen an Tipps und Strategien zur eigenen Umsetzung recht eng gesteckt wurde. Da ich mich schon seit einer Weile mit Selbstoptimierung, Achtsamkeit, Persönlichkeitsentwicklung und ähnlichen Themen auseinandersetze, barg der "theoretische Block" im Vorfeld, der den Großteil des Buches einnimmt, eher wenig Mehrwert für mich.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass das Buch in Kombination mit den zahlreichen Erfolgsgeschichten, Zitaten und persönlichen Beispielen genau das richtige Einstiegsmaterial für einen achtsameren, zielstrebigeren Lebensstil inklusive der Power Hour ist.

  • Thema
  • Cover
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 15.08.2021

Noch besser als der vorherige Band

Alles, was du mir versprichst
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Als dritter Teil der Everything for you-Reihe steht hier Ramón, der mittlere der Alvarez-Brüder, im Fokus des Geschehens. Als sich herausstellt, dass er keine Kinder zeugen kann, möchte seine Frau Sophia ...

Als dritter Teil der Everything for you-Reihe steht hier Ramón, der mittlere der Alvarez-Brüder, im Fokus des Geschehens. Als sich herausstellt, dass er keine Kinder zeugen kann, möchte seine Frau Sophia die Scheidung, was Ramón das Herz bricht - insbesondere im Hinblick auf die glücklichen Beziehungen, die seine Brüder auf der Hacienda führen. Amelie, eine Krankenschwester aus Deutschland, und ihr fünfjähriger Bruder Ben sind auf dem Weg zur Hacienda, um dort Zuflucht zu finden. Da ihr Auto den Geist aufgibt, werden sie zufällig von Ramón aufgegabelt, der sie nicht nur mit zur Hacienda nimmt, sondern auch wieder amouröse Gefühle entwickelt.

Nora Wellings Schreibstil hat mich bereits im vorangehenden Band begeistert. Sie beschreibt die Landschaft, die Stimmung und die Atmosphäre auf der Hacienda so greifbar, entwickelt Figuren mit Tiefe und lässt sie nachvollziehbare Entwicklungen durchleben. Amelie, gezeichnet von ihrer Vergangenheit, muss nicht nur ihre Stärke und Fürsorge unter Beweis stellen, sondern auch lernen, anderen zu vertrauen und sich auf die Alvarez-Familie einzulassen. Ramón findet wieder Zugang zu seinen Gefühlen, verarbeitet die Kinderthematik und lässt sich auf seine Gefühle für Amelie ein.

Neben den gefühlvoll, emotional und mitreißend aisgearbeiteten Situationen überzeugten mich vor allem die authentischen Dialoge und das Tempo, indem sich die Beziehungen entwickelten. Außerdem werden gesellschaftlich relevante Themen aufgegriffen und stimmig in das Gesamtgeschehen eingeordnet, was dem Ganzen ebenfalls Echtheit und Tiefe verleiht.
Ein gefühlvoller Liebesroman, der mir schöne Lesestunden beschert hat!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 03.08.2021

Höhen und Tiefen im (Ehe)Leben

Die Frau im Park
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Eva muss ihre Schauspielkarriere jäh unterbrechen, als ihre Tochter Alisa nach einem schweren Autounfall im Rollstuhl sitzt, und kümmert sich in den folgenden Jahren hingebungsvoll um sie. Als diese nun ...

Eva muss ihre Schauspielkarriere jäh unterbrechen, als ihre Tochter Alisa nach einem schweren Autounfall im Rollstuhl sitzt, und kümmert sich in den folgenden Jahren hingebungsvoll um sie. Als diese nun überraschend für ihr Studium nach Berlin zieht, muss Eva mit dem Verlust und der neuen Lücke in ihrem Leben zurechkommen. Die Beziehung zu ihrem Ehemann Johannes belastet sie ebenfalls und sie muss sich fragen, was die beiden noch verbindet. Einen gemeinsamen Tagesablauf haben sie schon lange nicht mehr und ein gemeinsames Schlafzimmer auch nicht. Bei einem Spaziergang im Englischen Garten trifft sie den Sportlehrer Ben, der jung und dynamisch ist und eine ganz frische und optimistische Einstellung zum Leben hat.

Ella Janek beschreibt eingehend, welche Gedanken und Gefühle Eva in dieser Situation begleiten und die Leser*innen können ihre persönliche Entwicklung nah mitverfolgen. Auch die anderen Figuren sind detailliert und anschaulich gezeichnet, wobei mir manche sympathischer waren als andere.

Der Schreibstil ist flüssig, die Dialoge sind authentisch und ich schätze, dass sich viele Ehepaare beim Auszug der Kinder fragen, was sie noch zusammenhält und ob sie eine Zukunft haben. Daher war es sehr interessant, Eva auf ihrem Weg zu begleiten und zum Ende hin auch Einsicht in Johannes' Wahrnehmung und Gefühlsleben zu bekommen.

Ein schöner Roman, der mir angenehme und zum Nachdenken anregende Lesestunden beschert hat.

Veröffentlicht am 03.08.2021

Neuer Weg durch Scheidung

Liebe auch an Regentagen
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Nach 24 Jahren beschließt Lauren endlich, ihren Ehemann - einen kontrollsüchtigen und manipulativen Arzt - zu verlassen. Da sie dies schon mehrfach vorhatte, zum Wohle der Kinder und des Geldes ...

Nach 24 Jahren beschließt Lauren endlich, ihren Ehemann - einen kontrollsüchtigen und manipulativen Arzt - zu verlassen. Da sie dies schon mehrfach vorhatte, zum Wohle der Kinder und des Geldes jedoch immer zurückgerudert ist, hofft ihre Schwester nun, dass sie es diesmal wirklich durchzieht. Um ein wenig Ruhe zu finden, sucht Lauren einen blumenreichen Kirchgarten auf, wo sie den sympathischen und kommunikativen Beau kennenlernt.

Robyn Carr ließ sich am Anfang etwas Zeit, die Ehe der beiden zu schildern, die Beziehung zu den Kindern und das Gefühlsleben von Lauren. Die Dialoge zwischen ihr und Brad fand ich oftmals schockierend. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie sie es so lange Zeit mit ihm aushalten konnte und wieso er so ein narzisstisches Arschloch ist. Die Autorin gibt Lauren und Beau Zeit, sich näher zu kommen, sich kennenzulernen und schrittweise zu öffnen. Beiden macht der Rosenkrieg ihrer Expartner zu schaffen und die gemeinsamen Treffen im Garten tun ihnen gut.
Mir gefällt, wie sich die Figuren und die Atmosphäre im Buch entwickelt und dass sich ein deutlicher Weg abzeichnet.
Insgesamt habe ich die Lektüre sehr genossen, konnte mich auf die Figuren einlassen und sie mir bildhaft vorstellen.

Veröffentlicht am 03.08.2021

Hat mich hervorragend unterhalten

Nachrichten von Männern
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Von Anika Decker habe ich bereits "Wir von der anderen Seite" gelesen und mich sofort in ihren Schreibstil verguckt. Daher war für mich klar, dass ich auch dieses Buch von ihr und Katja Berlin lesen möchte ...

Von Anika Decker habe ich bereits "Wir von der anderen Seite" gelesen und mich sofort in ihren Schreibstil verguckt. Daher war für mich klar, dass ich auch dieses Buch von ihr und Katja Berlin lesen möchte - ganz gespannt auf den Inhalt. In recht kurzen Kapiteln werden hier die verschiedensten Typen und Kommunikationsstile diverser Männer unter die Lupe genommen, eingeordnet und die Klassifizierung an Nachrichtenprotokollen und durch verschiedene Beispiele verdeutlicht. Manche Einordnungen kannte ich so noch nicht bzw. konnte nicht allzu viel Bezug zu ihnen finden, andere waren mir sehr gut bekannt und die Schilderungen der Autorinnen haargenau getroffen. Dabei begeisterte mich vor allem der humorvolle, oft zynische Erzählton, den die beiden an den Tag legen.
Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen, gelacht, gegrunzt, genickt, den Kopf geschüttelt und wurde in jedem Fall bestens unterhalten - abgesehen davon war ich sehr beruhigt zu lesen, wie viele andere Frauen mit was für skurillen, absurden und irritirenden Nachrichten konfrontiert wurden und werden.