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Veröffentlicht am 15.09.2016

Toller Auftakt

Feuerjäger 1: Die Rückkehr der Kriegerin
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Krona, eine ins alter gekommene Kriegerin, versucht sich durch einen Auftrag über Wasser zu halten und um den Winter einigermaßen komfortabel verbringen zu können. Doch ihr Schicksal hat etwas anderes ...

Krona, eine ins alter gekommene Kriegerin, versucht sich durch einen Auftrag über Wasser zu halten und um den Winter einigermaßen komfortabel verbringen zu können. Doch ihr Schicksal hat etwas anderes mit ihr vor und so entpuppt sich der vermeintlich leichte Auftrag zu einem lebensgefährlichen Abenteuer. Ein Feuerdämon versucht seine Kraft zu mehren, um so das Königreich Abrantes zu zerstören. Und so macht sich eine bunte Truppe von Zwergen, Kriegern und Zauberern auf, um der Bedrohung die Stirn zu bieten.


Ich bin durch puren Zufall in einem Bücherladen auf „Die Rückkehr der Kriegerin“ aufmerksam geworden und tatsächlich kannte ich bis dato noch nicht einmal den Verlag. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Autoren oder Autorinnen, die mich begeistern können und das ist Susanne Pavlovic definitiv gelungen. Sie braucht sich von den anderen großen Autoren nicht verstecken.
Der Autorin gelingt es, viele alt bekannte Elemente gut und abwechslungsreich zu verbinden. So erinnern manchen Szenen an „Harry Potter“ und manch andere Szene wiederum an „Der Herr der Ringe´“. Trotz dessen hat die Geschichte nie ihre Eigenheit verloren und die Umsetzung, so viele bekannte Elemente zu einer vollkommen neuen Geschichte zu verweben hat mich absolut begeistert. Auch handelt es sich einfach nicht um eine typische Heldengeschichte, denn das Abenteuer der verschiedenen Protagonisten trotz nur so vor Pleiten, Pech und Pannen. Die eigenwilligen und verrückten Figuren können sich oftmals nur durch wahnwitzige Pläne aus prekären Lagen retten und des Öfteren auch einfach nur durch pures Glück.

Aufgrund des Klappentextes habe ich zunächst erwartet, dass Krona die zentrale Figur ist, doch mich haben auch noch andere witzige und mysteriöse Charakter erwartet, denn so wird Krona beispielsweise zunächst von Pintel und Fenrir begleitet. Pintel ist ein kleiner quirliger Zauberer, der einfach nie still sein kann. Er ist einfach immer herzlich und zu jeder Situation fallen ihn irgendwelche Witze ein. Fenrir ist hingegen sehr ruhig und das absolute gegen Teil vom Zauberer. Er möchte nichts von sich preisgeben und so scheint er zunächst sehr geheimnisvoll.
Krona ist auf keinen Fall eine typische Heldin, denn sie ist alt, verbraucht und mürrisch. Oft benimmt sie sich ziemlich ordinär und gibt grobe Antworten. Um sich von ihren Lebensquallen abzulenken, greift sie des Öfteren zum Alkohol und verbringt die Nächte mit wesentlich jüngeren Männern. Mir gefiel es von Anfang an, dass die Heldin nicht nur auf ihr Äußeres reduziert wird und nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal entspricht, denn es gibt doch so viel wichtigeres als ein gutes Aussehen bei der Rettung der Welt. Zumal dies eh immer nur subjektiv sein kann. Ich versteh einfach nicht, dass jede Heldin auch immer ein Supermodel sein muss. Krona ist davon das absolute Gegenteil und genau dieser Punkte machte sie mir gleich noch etwas sympathischer.
Im weiteren Verlauf begegnen uns jedoch auch beispielsweise Zwerge. So spielt die Autorin gekonnt mit gängigen Zwergen Klischees, kreiert jedoch auch sehr belesen und wissenschaftlich orientierte Zwerge, die wesentlich lieber Zeit mit Studien oder Lesen verbringen, als sich zu betrinken.

Das Geschehen wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert und die Autorin passt die Sprache den jeweiligen Figuren an. So spricht und verhält sich Krona absolut ordinär und bedient sich oft einer eher ordinären und gewöhnlichen Sprache. Bei den anderen Figuren wird man nie, oder eher selten, eine solche ordinäre Artikulation vernehmen. Der Autorin gelingt es durchaus der Welt Leben einzuhauchen, sodass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte, dennoch hatte ich das Gefühl, dass vor allem die witzigen und sarkastischen Dialoge eine Stärke der Autorin sind. Grade zur Mitte des Buches gab es jedoch einige Längen die ich überwinden musste, damit die Geschichte wieder an Fahrt aufnimmt und ich nicht erwarten konnte weiter zu lesen.

Insgesamt konnte mich „Die Rückkehr der Kriegerin“ von Susanne Pavlovic positiv überraschen. Vor allem die raubeinige Heldin hat es mir angetan, da sie eine absolute Abwechslung zu den sonst so perfekten Helden und Heldinnen war.

(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gelungener Auftakt

Wind
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Nur wenige Begabte tragen den magischen Funken in sich. Doch Hara wird von den Verdammten bedroht, die bereit sind dunkle Magie mithilfe ihres Funken zu wirken.
Lahen und Ness sind beide Auftragsmörder, ...

Nur wenige Begabte tragen den magischen Funken in sich. Doch Hara wird von den Verdammten bedroht, die bereit sind dunkle Magie mithilfe ihres Funken zu wirken.
Lahen und Ness sind beide Auftragsmörder, die sich zur Ruhe gesetzt haben. Doch ihnen ist keinen ruhigeren Lebensabend vergönnt, denn ihre Gegner suchen sie und auch Hahra braucht die beiden, denn auch Lahen besitzt den Funken und ist unglaublich stark. Ihre Macht wird von beiden Seiten begehrt.

Nachdem mich „Dunkeljäger“ so begeistert hat, wollte ich unbedingt mehr von dem Autor lesen und hatte dementsprechend auch gewisse Erwartungen an Alexey Pehov. Schon ab der ersten Seite war mir bewusst, dass mich ein actionreicher Fantasyroman erwartet, denn der Autor hält sich nicht mit langen Einführungen auf und so fängt der Kampf ums nackte Überleben schon auf den ersten Seiten an.
„Die Chroniken von Hara“ zeichnet sich nicht unbedingt durch einen überragenden Weltenaufbau aus, denn es handelt sich in diesem Roman eher um eine klassische Fantasywelt, die stark am mittelalterlichen Zeitalter angelehnt ist. Die gängigen Fortbewegungsmittel sind Pferde, es wird mit Bogen und Schwertern gekämpft und die Festungen bestimmen das Bild der verschiedenen Städte. Auch das System der Magier ist nicht unbedingt neu, so wird zwischen gut und schlecht, Verdammten und Schreitende unterschieden. Insgesamt also recht unspektakulär und klassisch.

Die Figuren hingegen haben mich absolut überrascht und schnell wurde mir klar, dass der Autor vor allem auf die Charaktere sein Hauptaugenmerk gelegt hat. Ness und Lahen waren mir auf Anhieb sympathisch und ich konnte einfach nicht anders und musste immer mit ihnen mitfiebern. Die Geschichte rund um die beiden Auftragsmörder ist voller Spannung und Verfolgungsjagden. So entkommen die Figuren vielen Schwierigkeiten nur mit Mühe und Not. Der Autor ist definitiv kein Freund der ruhigen Töne, sodass der Roman voller Spannung und Abenteuer ist und ich nur wenig Pausen zum Luftholen hatte. Trotz der rasanten Story hatte ich nie das Gefühl, dass der Autor zu viel in zu wenig Zeit möchte. Das teilweise Schnelle vorschreiten der Geschichte und die schnelle Abfolge von Schlüsselszenen hat einfach perfekt zu der Thematik gepasst, denn das Leben als Auftragsmörder ist nicht ruhig und entspannt und vor allem nicht, wenn das Land grade von einer Bedrohung überrannt wird. Ich fand die Beziehung zwischen Lahen und Ness absolut niedlich. Sie achten aufeinander und passen gegenseitig auf sich auf und dabei ist Lahen, die Frau, definitiv nicht die Schwächere, sondern diejenige welche, die immer alle irgendwie rettet. Mich hat es absolut amüsiert, wenn Ness seine Frau „Augenstern“ genannt hat, da es sich aus dem Mund eines Auftragskillers einfach so unpassend angehört hat, denn es hört sich einfach so lieblich und romantisch an. Beide haben aufgrund ihrer Vergangenheit definitiv keine weiße Weste und grade Ness trifft während ihres Abenteuer nicht unbedingt immer die moralisch besten Entscheidungen, dennoch mochte ich die beiden von Anfang an. Auch die Gefährten von den Ness und Lahen, die nach und nach da zustoßen, haben alles etwas Besonderes an sich. Dem Autor gelingt es die Figuren stellenweise einfach so zu überspitze und so stereotypisch darzustellen, dass ich einfach nur noch lachen konnte. Auch die witzigen Dialoge zwischen den Figuren und den Zynischen Kommentare vor Ness haben mich absolut gut unterhalten.
Der Schreibstil von Alexey ist voller Humor und zynischer Bemerkungen und ich muss gestehen, davon bin ich ein großer Fan. Insgesamt ist der Stil des Autors sehr klar und wenig verschnörkelt. Grade zum Anfang hat es mich jedoch sehr irritiert, dass nur die Perspektive von Ness aus der Ich- Perspektive geschildert wird und der Autor für die anderen Figuren den personalen Er-Erzähler gewählt hat. So musste ich mich zunächst beim Perspektivwechsel an die neue Perspektive gewöhnen. So konnte ich jedoch zumindest immer sofort merken, wann Ness´ Perspektive dran war und wann die eines anderen Charakters. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass der Autor die Sprache an die jeweiligen Figuren angepasst hat und so jede Figur bestimmte Eigenheiten besitzt. So Flucht beispielsweise eine Figur andauern den gleichen Fluch, egal ob etwas Gutes oder Schlechtes passiert.

Alles in allem konnte mich der Auftakt Band der „Die Chroniken von Hara“ definitiv überzeugen und ich bin auf die anderen Bände gespannt. Ich denke jedoch, dass es zentral ist, dass man eine gewisse Sympathie zu den Figuren aufbaut, da diese absolut im Vordergrund stehen und die Geschichte demnach mit den Figuren steht oder fällt.


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Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschend

Die Zeitagentin - Ein Fall für Peri Reed
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Die Agentin Peri Reed besitzt eine besondere Gabe, denn sie kann bis zu vierzig Sekunden in die Zeit zurückspringen und so die Vergangenheit verändern. Diese Fähigkeit hat Peri Reed bei manch schwierigen ...

Die Agentin Peri Reed besitzt eine besondere Gabe, denn sie kann bis zu vierzig Sekunden in die Zeit zurückspringen und so die Vergangenheit verändern. Diese Fähigkeit hat Peri Reed bei manch schwierigen Einsätzen schon das eine oder andere Mal das Leben gerettet. Sie jagt voller Eifer die gefährlichsten Kriminellen, doch eines Tages wird sie selbst der Korruption verdächtigt und so setzt Peri alles daran, ihre Unschuld zu beweisen. Die Verschwörung scheint jedoch tiefer zu reichen als erwartet und Peri kann absolut niemanden mehr vertrauen…

Kim Harrison ist vor allem durch die „Rachel Morgan“ Reihe vielen Lesern und Leserinnen bekannt. Auch ich habe schon einige Bände eben dieser Reihe gelesen und hatte dementsprechend bestimmte Erwartungen an die Autorin.
Die Idee, die hinter dem Roman steckt und auch das Zeitspring-System finde interessant und gut durchdacht, denn der Roman hebt sich definitiv von anderen Zeitreiseromen ab. Die Agentin kann nicht in andere Epochen zurückspringen und dort interagieren, sondern lediglich wenige Sekunden, sodass sie sich aus prekären Situationen retten kann und so beispielsweise ihren tot verhindern kann. Die Protagonistin kann also praktisch eher hüpfen als springen. Das Zeitspringen hat jedoch auch ihren Preis und so ist es möglich, dass Peri nach dem Zeithüpfen Tage, Wochen, Monate oder sogar auch Jahre vergisst. Jedem Zeitagenten ist jedoch ein Anker zugewiesen und diese Person versucht den Zeithüpfern nach einem Zeitsprung zu helfen sich an das Vergessene zu erinnern und Klarheit zu verschaffen.
Insgesamt gelingt es der Autorin dem Ganzen eine durchaus realistisch und glaubwürdige Note zu verleihen und es wirkt absolut nicht märchenhaft oder kindisch.
Durch die vielen Intrigen und auch durch die vielen Zeitsprünge trägt Peri einige Gedächtnislücken davon, sodass ich manchmal einfach nicht wusste, wo mir wirklich der Kopf steht. Ich konnte einfach nicht einschätzen wer wirklich zu den Bösewichten gehört und wer nicht, dies hat mich immer wieder zum Mitfiebern und Miträtseln angeregt. Über fehlende Spannung konnte ich mich daher nicht Beschwerern.

Leider konnten mich hingegen die Charaktere absolut nicht überzeugen und so konnte ich die Geschichte leider kaum genießen. Die Geschichte wurde einmal aus der Sicht von Peri geschildert und aus der Sicht des männlichen Protagonisten Silas. Durch die Perspektivwechsel erhält man einen recht guten Überblick über die Gedanken der beiden Figuren. Peri wird durchaus als taff dargestellt, was zu erwarten war, da ein kleines Mädchen absolut nicht zu der Rolle der Zeitagentin passt. Peri hat daher eher einen Hang zum Selbstmörderischem und liebt die Gefahr. Sie genießt die Macht in gewisser weise und liebt den Kick. Silas stellt Peri jedoch immer als absolute Tussi dar und dies war extrem anstrengend und oft habe ich es auch einfach nicht verstanden. So beschwert er sich beispielsweise bei einer anderen Figur, dass er Peri immer die Tür aufhalten muss, dies ist aber zuvor in keiner einzigen Szene vorgekommen und Peri ist es durchaus gelungen als Erste einen Raum zu verlassen oder zu betreten und eine Tür zu öffnen. Des Weiteren betont Silas immer, wie wichtig Mode für Peri ist und, dass sie einiges an Geld dafür ausgibt. Peri macht sich jedoch kaum Gedanken über ihr Aussehen. Sie erwähnt vielleicht stellenweise, dass ihre Kleidung viel zu verschmutz und dreckig ist. Ihre Gedanken werden aber einfach nicht, so wie Silas es darstellt, von den aktuellen Modetrends beherrscht. Diese widersprüchlichen Darstellungen habe ich als sehr anstrengend empfunden und sie haben mir durchaus etwas von meiner Leselust genommen. Die Autorin hätte sich schlussendlich einfach für eine Darstellung entscheiden müssen.

Insgesamt hat mir die Idee rund um die Zeitreise absolut gefallen und Kim Harrison verleiht dem Zeitspringen eine gewisse erwachsenere Note. Die Figuren konnten mich hingegen absolut nicht begeistern, da die Charakterbeschreibungen einfach zu widersprüchlich waren.

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Veröffentlicht am 15.09.2016

Grandioses Finale

Drachenelfen - Himmel in Flammen
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Schon mehrere Jahre führen die Drachen von Devanthare gegeneinander Krieg, denn sie alle wollen die Macht über die Welt Nangog besitzen. Doch es scheint so, als ob die Drachen sich selbst im Weg stehen ...

Schon mehrere Jahre führen die Drachen von Devanthare gegeneinander Krieg, denn sie alle wollen die Macht über die Welt Nangog besitzen. Doch es scheint so, als ob die Drachen sich selbst im Weg stehen und sie eine Niederlage verkraften müssen. Eine letzte Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt soll die Wende bringen. Zur selben Zeit werden Nandalee und ihre Kinder zu gejagten, denn auch die anderen Drachen begehren die Macht von Nadalees Kindern und so ist Nandalee, trotz großer Verachtung, auf Nachtatem, der Erstgeborene, angewiesen.

Ich habe dem Abschlussband sehnlichst entgegen gefiebert und war voller Vorfreude, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Als ich das Buch endlich in den Händen gehalten habe, habe ich es mit einem lachenden und weinenden Auge betrachtet, denn dies ist der letzte Band einer grandiosen Reihe.
Da ich schon vor einigen Jahren die anderen Elfen Romane gelesen habe, konnte ich mir natürlich denken wie der Drachenelfen Zyklus ungefähr enden wird und dennoch ist es dem Auto gelungen Spannung aufzubauen und auch die Sprache ist wieder einfach absolut Bildgewaltig. Die Figuren mussten sich aus prekären Situationen kämpfen und schwierige Probleme lösen und des Öfteren sah dies nicht unbedingt gut für die Figuren aus. Über jeden Charakter schwebt der Tod und ich musste mich immer fragen, wer als nächstes stirbt.
Trotz der beachtlichen Dicke von über 1000 Seiten kam nie Langeweile auf und keine Seite erschien mir überflüssig. Durch relativ kurze Kapitel und durch viele Perspektivwechsel gelingt es dem Autor eine konstante Spannung entstehen zu lassen.
Die Geschichte ist voller überraschenden Wendungen und dennoch werden nicht alle Fragen geklärt und es bleiben wirklich so einige Schicksale ungeklärt, daher hege ich durchaus die Hoffnung, dass Bernhard Henne noch weitere Romane verfasst, die im Elfenuniversum spielen.

Die Drachen wurden mir während des Zyklus immer unsympathischer, denn sie wirken auf mich absolut selbstgerecht und ungerecht. Sie Wertschätzen ihre Drachenelfen kaum und spielen mit ihnen als seien sie allesamt Gegenstände.
Auch wenn die Deventhare in vielen Aspekten kaum besser als die Drachen sind, fand ich sie stellenweise wesentlich sympathischer, da ich oft das Gefühl hatte, dass ihnen doch mehr an den Menschen liegt und sie nicht wollen, dass sie sinnlos sterben.
Nandalee erhält im letzten Band zum Glück deutlich mehr Platz in der Geschichte. Durch ihre wilde und starke Persönlichkeit zählt sie neben den Unsterblichen Aaron und Valodi zu meinen absoluten Lieblingsfiguren. Nandalee hat sich im Laufe des Zyklus authentisch und vor allem verständlich verändert. Die Erlebnisse lassen sie nicht kalt und haben ihr Leben und ihr Verhalten stark geprägt. Auch meine beiden anderen Lieblingsfiguren Aaron und Valodi haben sich im Laufe der Geschichte verändert und sich den neuen Gegebenheiten trotz Schwierigkeiten gut angepasst. Auch hat Aaron seine leicht romantische Ader verloren, egal was passiert ist.

Insgesamt ist „Drachenelfen- Himmel in Flammen“ ein würdiger Abschluss für eine grandiose Reihe. Dennoch hoffe ich, dass der Autor noch weitere Romane rund um das Elfenuniversum verfasst, sodass wirklich noch alle offenen Fragen geklärt werden.

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Veröffentlicht am 15.09.2016

Tolle Idee, schlechte Umsetzung

Windfire
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Jessie schafft es eher schlecht als recht sich und ihren schwer kranken Bruder über die Runden zu bringen und so bleibt ihr nichts anderes übrig als mehrere Jobs anzunehmen, um sich das teure und entbehrungsreiche ...

Jessie schafft es eher schlecht als recht sich und ihren schwer kranken Bruder über die Runden zu bringen und so bleibt ihr nichts anderes übrig als mehrere Jobs anzunehmen, um sich das teure und entbehrungsreiche Leben in Las Vegas leisten zu können. Doch ihre Jobs reichen nicht aus und so sieht sich Jessie gezwungen ein altes Erbstück zu verkaufen, ein folgenschwerer Entschluss. Denn kurze Zeit später taucht ein Fremder auf und verlangt dieses Erbstück von ihr. Schnell wird klar, dass sich Shane und Jessie nicht ausstehen können, doch sie müssen zusammenhalten, da sie gemeinsame Feinde haben und nur gemeinsam gegen sie ankommen können und so verändert sich die anfängliche Antipathie in eine knisternde Spannung.


Lynn Raven schafft es gekonnt eher vernachlässigte magische Wesen in Szenen zu setzten und lässt die für den Jugendromanbereich so typische Wesen außer Acht. Weder Vampire noch Gestaltenwandler haben einen Platz in dieser Geschichte. So spielen in ,,Windfire“ vor allem Dijnn, Faje, Erdmagier und Windhexen eine zentrale Rolle. Lynn Raven spielt zu dem mit den Klischees der verschiedenen Wesen und bringt z.B. Aladin und die Wunderlampe mit ein.
Leider stand jedoch die zwischenmenschliche Beziehung der Protagonisten im Vordergrund und die magischen bzw. phantastischen Aspekte spielten nur eine untergeordnete Rolle, dies fand ich sehr schade, da ich das Gefühl nicht los geworden bin, dass die Autorin Potential verschwendet hat. Ich hätte gerne noch mehr Informationen bezüglich der Wesen ihrer Hierarchie und Begabungen etc. erfahren, da alles relativ oberflächlich skizziert worden ist, fehlte mir die gewisse Tiefe.
Jessie wirkte gerade zu Anfang sehr zickig und unnahbar, da sie einfach alles tut um ihren Bruder zu beschützen und sich ihr Leben nur um ihn dreht.
Shane ist dagegen von Anfang an sehr arrogant und selbstverliebt. Ich hatte stellenweise das Gefühl, das Shanes eher schlechtes Verhalten durch seine schlechte Beziehung zu seinem Vater entschuldigt werden soll. Den Figuren fehlt einfach die gewisse Tiefe um alles wirklich authentisch wirken zu lassen.
Die Liebesgeschichte der beiden trotz einfach nur so vor Klischees und die Beziehung ist absolut vorhersehbar. Beide können sich zunächst nicht ausstehen und wie durch ein Wunder wird beiden nach einer Zeit klar, dass sie ohne einander nicht mehr leben wollen und können. Solche Liebesgeschichten habe ich einfach schon zu genüge gelesen.

Durch Verfolgungsjagden und durch den Wettlauf gegen die Zeit baut die Autorin Spannung auf und verleiht der Geschichte etwas mehr Pepp. Durch die leicht verständliche Sprache lässt sich das Buch relativ zügig lesen. Dem Schreibstil fehlt jedoch das sonst so besondere von Lynn Raven.

Alles in allem hatte der Roman wirklich Potential und vor allem die magischen Wesen fand ich interessant. Leider hat mir die klischeehafte Beziehung den Roman etwas versalzen.