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Veröffentlicht am 15.09.2016

Tolle Idee, schlechte Umsetzung

Windfire
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Jessie schafft es eher schlecht als recht sich und ihren schwer kranken Bruder über die Runden zu bringen und so bleibt ihr nichts anderes übrig als mehrere Jobs anzunehmen, um sich das teure und entbehrungsreiche ...

Jessie schafft es eher schlecht als recht sich und ihren schwer kranken Bruder über die Runden zu bringen und so bleibt ihr nichts anderes übrig als mehrere Jobs anzunehmen, um sich das teure und entbehrungsreiche Leben in Las Vegas leisten zu können. Doch ihre Jobs reichen nicht aus und so sieht sich Jessie gezwungen ein altes Erbstück zu verkaufen, ein folgenschwerer Entschluss. Denn kurze Zeit später taucht ein Fremder auf und verlangt dieses Erbstück von ihr. Schnell wird klar, dass sich Shane und Jessie nicht ausstehen können, doch sie müssen zusammenhalten, da sie gemeinsame Feinde haben und nur gemeinsam gegen sie ankommen können und so verändert sich die anfängliche Antipathie in eine knisternde Spannung.


Lynn Raven schafft es gekonnt eher vernachlässigte magische Wesen in Szenen zu setzten und lässt die für den Jugendromanbereich so typische Wesen außer Acht. Weder Vampire noch Gestaltenwandler haben einen Platz in dieser Geschichte. So spielen in ,,Windfire“ vor allem Dijnn, Faje, Erdmagier und Windhexen eine zentrale Rolle. Lynn Raven spielt zu dem mit den Klischees der verschiedenen Wesen und bringt z.B. Aladin und die Wunderlampe mit ein.
Leider stand jedoch die zwischenmenschliche Beziehung der Protagonisten im Vordergrund und die magischen bzw. phantastischen Aspekte spielten nur eine untergeordnete Rolle, dies fand ich sehr schade, da ich das Gefühl nicht los geworden bin, dass die Autorin Potential verschwendet hat. Ich hätte gerne noch mehr Informationen bezüglich der Wesen ihrer Hierarchie und Begabungen etc. erfahren, da alles relativ oberflächlich skizziert worden ist, fehlte mir die gewisse Tiefe.
Jessie wirkte gerade zu Anfang sehr zickig und unnahbar, da sie einfach alles tut um ihren Bruder zu beschützen und sich ihr Leben nur um ihn dreht.
Shane ist dagegen von Anfang an sehr arrogant und selbstverliebt. Ich hatte stellenweise das Gefühl, das Shanes eher schlechtes Verhalten durch seine schlechte Beziehung zu seinem Vater entschuldigt werden soll. Den Figuren fehlt einfach die gewisse Tiefe um alles wirklich authentisch wirken zu lassen.
Die Liebesgeschichte der beiden trotz einfach nur so vor Klischees und die Beziehung ist absolut vorhersehbar. Beide können sich zunächst nicht ausstehen und wie durch ein Wunder wird beiden nach einer Zeit klar, dass sie ohne einander nicht mehr leben wollen und können. Solche Liebesgeschichten habe ich einfach schon zu genüge gelesen.

Durch Verfolgungsjagden und durch den Wettlauf gegen die Zeit baut die Autorin Spannung auf und verleiht der Geschichte etwas mehr Pepp. Durch die leicht verständliche Sprache lässt sich das Buch relativ zügig lesen. Dem Schreibstil fehlt jedoch das sonst so besondere von Lynn Raven.

Alles in allem hatte der Roman wirklich Potential und vor allem die magischen Wesen fand ich interessant. Leider hat mir die klischeehafte Beziehung den Roman etwas versalzen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschend

City of Bones
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Clary möchte einen spannenden und witzigen Abend, im bekannten und verrückten Club Pandemonium, mit ihrem besten Freund Simon verbringen. Doch dann wird Clary Zeugin eines merkwürdigen Vorfalls und was ...

Clary möchte einen spannenden und witzigen Abend, im bekannten und verrückten Club Pandemonium, mit ihrem besten Freund Simon verbringen. Doch dann wird Clary Zeugin eines merkwürdigen Vorfalls und was beängstigend ist, es scheint so, also ob nur sie die drei merkwürdigen und gefährlichen Gestalten sehen kann.
Haben die drei Gestalten wirklich einen Mord begangen und wo ist dann die Leiche? Mit rasender Geschwindigkeit wird Clary und Simon in die Welt der Schattenjäger gezogen, ein Bund, der gegen die gefährlichsten Dämonen kämpft um die Welt vor Unheil zu bewahren.


,,City of Bones“ ist der Auftat zu einer hoch gelobten Jugendbuchreihe. Der vielversprechende Anfang glänzt durch spannende und fesselnde Szenen. Leider flacht die Spannung und auch die Geschichte viel zu schnell ab. Cassandra Clare hat sich an einem bunten Phantasiemix versucht. Vampire, Kobolde, Dämonen, Werwölfe, Hexer… sind in der Geschichte vertreten und wirken farblos und wenig authentisch, da keins der Wesen genug Platz bzw. Seiten erhält um sich richtig entfalten zu können.
Mich haben viele Gewaltszenen gestört, da sie stellenweise einfach unnötig waren. Die Protagonisten bewältigen die schwierigsten Probleme und haben wirklich immer Glück und wenn doch einmal etwas danebengeht und die Schattenjäger Hilfe brauchen taucht immer ein Charakter auf, der ihnen zu Hilfe kommt und die Situation noch retten kann.

Die leichte Wortwahl und der lockere, für Jugendbuch typische, Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Humorvolle Stellen lockern die Geschichte auf und ich hätte mir mehr von den tollen und witzigen Situationen gewünscht. Die Handlung plätschert grade im zweiten Teil nur so dahin und es gelingt der Autorin nicht eine düstere und authentische Atmosphäre mit ihrem Schreibstil zu erschaffen. Viele Dialoge wirken Stellenweise zu gestelzt und unterbrechen den Lesefluss.

Die Protagonisten und die Nebencharaktere entsprechen dem typischen Bild eines Teenagers. Die Figuren benehmen sich grade untereinander extrem kindisch und zicken sich andauernd und in einer Endlosschleife an.
Clary wirkt auf mich zu glatt und emotionslos. Sie lebt sich einfach zu schnell in die verworren Situation ein und innerhalb weniger Seiten wird sie von einer unwissenden zu einer alles verstehenden Heldin, die alles magische akzeptiert. Sie kommt stellenweise auf Ideen und zieht Schlüsse die unlogisch und aus der Luft gegriffen sind (kann leider nicht genau darauf eingehen, sonst würde ich zu sehr Spoilern).
Die ewig langen und immer wiederkehrenden Beschreibungen von Jakes Haaren haben mich extrem gestört und auch sonst wirkt Jake eher blass auf mich, man erfährt einfach zu wenig von ihm, um in wirklich verstehen zu können.

Alles im allem hat mich ,,City of Bones“ leider sehr enttäuscht. Ich habe eine wesentlich ausgereiftere und fesselndere Geschichte erwartet. Alles wirkt zu oberflächlich auf mich, bar jeder Tiefe und deswegen gibt es nur 2 von 5 Sternen von mir.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vorhersehbar

Göttlich verdammt
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Helene lebt zusammen mit ihrem Vater auf der kleinen und weniger aufregenden Insel Nantucket. Helenes beste Freundin Claire hofft auf etwas Abwechslung, als bekannt wird, dass eine reiche Familie auf die ...

Helene lebt zusammen mit ihrem Vater auf der kleinen und weniger aufregenden Insel Nantucket. Helenes beste Freundin Claire hofft auf etwas Abwechslung, als bekannt wird, dass eine reiche Familie auf die Insel zieht. Alle Inselbewohner sind von den attraktiven Neuankömmlingen fasziniert. Nur Helene verspürt eine abgrundtiefe Abneigung gegen über der Familie Delos. In ihr brennt der pure Hass und Helenes düsteren Albträume helfen ihr nicht grade die merkwürdigen Gefühle zu verstehen. Es scheint eine Verbindung zwischen Helene und Lucas zugeben, denn genau wie Lucas stammt Helene von Halbgöttern ab. Die Familie Delos und Helene sind dazu verdammt sich erbittert zu bekämpfen. Doch es kommt, wie es kommen muss Lucas und Helene verlieben sich unsterblich ineinander.



Ich gehöre wohl zu den Wenigen, die ,,Göttlich verdammt“ erst jetzt lesen. Die Geschichte verwebt griechische Mythologie mit der Realität und einer tragischen Liebesgeschichte.
Die Idee die hinter der Mythologie steckt ist kreativ und interessant. So sind die Scion Menschen, die von Göttern abstammen und den göttlichen Vorbildern gleichen. Die Scions führen ein vorherbestimmtes Leben, denn sie teilen die Abneigungen, die Liebe und den Hass ihrer göttlichen Vorfahren.
Leider nimmt die Mythologie nur eine untergeordnete Rolle im Jugendroman ein, denn das Hauptaugenmerk liegt auf der kitschigen und klischeehaften Liebesgeschichte von Helene und Lucas und damit meine ich, dass Josephine Angeline sich wirklich jedem vorhandenen Klischee bedient hat. Ein unsicheres Mädchen trifft auf einen unglaublich tollen Jungen, der Natürlich auch noch super Kräfte hat und von allen umschwärmt wird. Der umwerfende Junge macht dem schüchternen Mädchen klar, dass sie einfach umwerfend ist …

Der Satz : ,,Der ultimative Roman für alle "Biss"- und "Panem"-Fans - mit dem hinreißenden Sehnsuchtspaar: Helen und Lucas. Eine Highschool-Romanze mit Elementen aus der griechischen Mythologie.“, hätte mich eigentlich warnen müssen. Ich vergleiche Bücher nicht gerne miteinander, denn ich finde, dass jeder Roman, jede Geschichte seine eigene Magie besitzt, eigene tolle Ideen hat und einfach immer anders ist. ,,Göttlich verdammt“ hat mich jedoch eines besseren belehrt. Sämtliche Protagonisten schreien förmlich nach Twilight.
Helene (oder auch Bella)lebt zusammen mit ihrem Vater (Charlie?) auf der kleinen Insel. Sie ist extrem unsicher und zweifelt ständig an sich, auch wenn alle verrückt nach ihr sind, möchte sie ihre Stärken und Talente zunächst nicht wahrhaben.
Lucas (Edward) wird von jedem Mädchen angehimmelt, denn er sieht gut aus, hat Charme und ist zudem noch intelligent. Er versucht immer in Helenes Nähe zu sein und er versucht sie vor jeder Gefahr zu beschützen.
Auch die anderen Familienmitglieder der Delos wirken wie die Familie Cullen und man hat das Gefühl, die Protagonisten und die Ereignisse schon zu kennen. Die Nebencharaktere bleiben Farblos und ich konnte nur wenig mit ihnen Anfangen. Claire ist extrem zickig und Ich bezogen und Matt einfach nur der liebe Junge. Der Allwissende Erzähler erschwert es, sich in die Protagonisten richtig hineinzuversetzen und so fallen wichtige Sympathiepunkte weg.

Einfache und abgehackte Sätze haben es mir zusätzlich schwer gemacht mich in der Geschichte zu verlieren und fallen zu lassen, dies legt sich jedoch nach einigen Seiten und die Geschichte fließt nur so dahin. Durch die dominierende Liebesgeschichte und den zunächst holprigen Schreibstil gelingt es Josephine Angelini nicht eine gewisse Spannung aufzubauen.


Alles in allem hat mich ,,Göttlich verdammt“ maßlos enttäuscht. Eine vorhersehbare Geschichte mit bekannten Protagonisten, ein holpriger Schreibstil. Die Mythologie kommt leider viel zu kurz, dabei ist die Grundidee wirklich super interessant.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Tolles Finale

Orks vs. Zwerge - Der Schatz der Ahnen
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Der Winter ist ins Land gezogen und erschwert so die Bedingungen beim Kampf um Macht und Ansehen. Es herrscht Hungersnot, die Orks werden von einer schrecklichen Seuche heimgesucht und insgesamt sind alle ...

Der Winter ist ins Land gezogen und erschwert so die Bedingungen beim Kampf um Macht und Ansehen. Es herrscht Hungersnot, die Orks werden von einer schrecklichen Seuche heimgesucht und insgesamt sind alle des Kämpfens müde. Doch auch bei den Zwergen sterben immer mehr, denn ein Mörder treibt sein Unwesen und bringt viele Zwerge erbarmungslos um. Die Zwerge such händeringend nach dem Mörder und auch die Orks versuchen den Ursprung der Seuche auf den Grund zu gehen, damit nicht noch mehr dem Wahnsinn verfallen.

"Der Schatz der Ahnen" ist der dritte und somit letzte Teil der grandiosen „Orks vs. Zwerge“ Trilogie. Ich war absolut gespannt, was sich das Autorenduo für den finalen Band ausgedacht hat und wurde definitiv nicht enttäuscht. Tatsächlich ist der letzte Band meiner Meinung nach das krönende Highlight der Reihe.
Weder die Zwerge noch die Orks sind sich wirklich sicher, wer gewonnen hat und sich des Sieges rühmen kann und so werden weiter Intrigen gesponnen und gekämpft. Doch keins der Völker bemerkt die tatsächliche Bedrohung und so liegt es mal wieder an den altbekannten Helden Kenda, dem Ork und Glond, dem belesenen Zwerg. Gekonnt bauen die Autoren spannende und dramatische Szenen ein, sodass ich stellenweise beim Lesen fast die Luft anhalten musste, da mich die Spannung einfach so mitgerissen hat. Oft konnte ich einfach nicht einschätzen, wie die Szenen ausgehen, und war das eine oder andere Mal wirklich überrascht. Es werden jedoch auch noch einige Fragen geklärt, sodass ich äußerst zufrieden mit dem doch sehr dramatischen Ende war.
Des Weiteren hat es mir sehr gut gefallen, dass es den Autoren gelungen ist, eine wirklich interessante Kriminalgeschichte mit einzubauen, sodass sich der letzte Band von den vorherigen deutlich abhebt und das Autorenduo nicht in einem Schema F verfallen sind. Nach und nach versucht man, mit der Zwergin Axt, die Geheimnisse rund um die Morde zu lüften. Sicherlich weiß man aufgrund der verschiedenen Perspektivwechsel oft mehr als die Zwergin, dennoch gelang es den Autoren mich mit der Auflösung durchaus zu überraschen.

Nach wie vor trumpfen die Autoren mit ihrem locker und leichten Schreibstil auf. Das Geschehen wird spannend und nicht zu detailreich geschildert, sodass man oft noch Platz für eigene Gedanken hat. Auch konnte mich wieder die witzigen und spritzigen Dialoge zum Lachen bringen und sie haben so manche triste und aussichtslose Situation aufgelockert.

Die Figuren entwickeln sich auch in „Der Schatz der Ahnen" authentisch weiter und wachsen an ihren Aufgaben. Stellenweise fühlen sich die Figuren überfordert und zweifeln, dennoch gelingt es ihnen immer aus jeder Situation etwas mitzunehmen und wenden diese Erfahrung auch wieder an.

Insgesamt ist „Der Schatz der Ahnen" ein grandioses Finale einer mitreißenden Trilogie. Dem Autorenduo ist es tatsächlich gelungen sich im Abschlussband noch einmal zu steigern und haben ein absolut spannendes und dramatisches Ende erschaffen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Solide

Der Weg in die Schatten
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Durzo Blint ist ein berühmt und vor allem berüchtigter Meister des Tötens. Jeder fürchtet ihn und doch nehmen viele seine Arbeit nur zu gern in Anspruch, um unliebsame Gegner entfernen zu lassen. Doch ...

Durzo Blint ist ein berühmt und vor allem berüchtigter Meister des Tötens. Jeder fürchtet ihn und doch nehmen viele seine Arbeit nur zu gern in Anspruch, um unliebsame Gegner entfernen zu lassen. Doch für den Gassenjungen Azoth bedeutet der Name auch Hoffnung, denn er will alles daran setzten von Durzo Blint ausgebildet zu werden, um endlich wieder eine Zukunft zu haben, denn Azoth weiß, dass er nicht mehr lange auf der Straße überleben kann. Doch Durzo Blint ist bei der Wahl seiner Lehrlinge sehr kritisch und gibt sich nur mit Ausnahmetalenten zufrieden. Doch weiß Azoth wirklich, wo drauf er sich einlässt? Und ist der Preis vielleicht doch zu hoch?

Ich habe schon viele positive Meinungen bezüglich der Schatten-Trilogie gehört bzw. gelesen und daher war ich umso gespannt auf den Roman. Ich ging also mit einer recht hohen Erwartung an die Geschichte heran und wurde leider etwas enttäuscht, da ich einfach eine recht lange Zeit benötigt habe, um mit der Geschichte und vor allem mit den Figuren warm zu werden. Trotz meiner Startschwierigkeit ist der Auftakt der Trilogie keinesfalls schlecht, ich hatte einfach mehr erwartet.

Brent Weeks gelingt es vortrefflich die brutale und rücksichtslose Welt der Menschen einzufangen, die völlig am Ende sind und nichts als ihr Leben besitzen. Ich konnte die Tristheit und auch die Hoffnungslosigkeit förmlich spüren. Dabei achtet der Autor darauf, dass er die Stimmung als auch die Sprache an die jeweiligen Figuren anpasst, sodass jede Figur eine gewisse Eigenheit besitzt.
Die großen Zeitsprünge haben mich grade am Anfang oft aus dem Konzept gebracht und ich fand es einfach sehr schade, dass man so nur wenig über die Ausbildung von Azoth erfährt und die Ausbildung praktisch nur eine Randerscheinung für mich war. Zudem spielt der Autor gekonnt mit Informationen, so wusste ich stellenweise mehr als die Protagonisten und fieberte oft auf eine bestimmte Entscheidung hin. In anderen Abschnitten wurde jedoch deutlich, dass noch viele Hintergrundinformationen fehlen, die die verschiedenen Protagonisten kennen. Aufgrund dieses Spiels gelingt es dem Autor eine konstante Spannung zu erzeugen, da ich mich immer gefragt habe, ob ich wirklich alle Informationen habe oder mir noch einige fehlen, sodass ich immer am miträtseln war.
Azoth musste in seinem bisherigen Leben schon einiges einstecken und wurde des Öfteren von Älteren für ihre Zwecke missbraucht und misshandelt. Sein Denken und sein Handeln wird nur vom Wunsch endlich der Blutjunge von Durzo Blint zu werden bestimmt. Mir fiel es nicht schwer seine Beweggründe zu verstehen und nachvollziehen, dennoch habe ich Azoth nie richtig fassen können bzw. konnte nie eine richtige Beziehung zu ihm aufbauen.
Bei Durzo Blint fiel mir dies jedoch noch schwerer, sein Mantra ist, dass das Leben wertlos ist und es äußerst wichtig ist, die eigenen Gefühle für immer zu verbannen. Er versucht schon lange seine Gefühle zu unterdrücken und er war bis zum Ende hin eine sehr schwer einzuschätzende Figur. Oft habe ich gedacht, dass ich Durzo Blint gut einschätzen kann und wurde sofort eines Besseren belehrt.

Insgesamt hat mich vor allem die düstere Atmosphäre, die der Autor erschafft, begeistert und auch die erbarmungslose und sehr brutale Welt konnte Brent Weeks perfekt einfangen. Auch die Figuren besaßen das gewisse Etwas, leider wurde ich jedoch einfach nicht mit ihnen warm und ich hoffe, dass ich im nächsten Band einen besseren Zugang zu den Protagonisten erhalte.