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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2021

Der Wahn ist kurz, die Reue lang.

Die Eherne Garde 3: Die Ebenen der Ewigkeit
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Nach einigen Anstrengungen erreicht Lormak endlich das Ende der Fährte des Einhorns. Obwohl alles eine Farce war, bekommt Lormak Antworten auf die Fragen, die ihn schon seit dem ersten Band beschäftigen, ...

Nach einigen Anstrengungen erreicht Lormak endlich das Ende der Fährte des Einhorns. Obwohl alles eine Farce war, bekommt Lormak Antworten auf die Fragen, die ihn schon seit dem ersten Band beschäftigen, denn seine Erinnerungen kommen zurück. Zudem gelingt es der göttlichen Dienerin Jaminaras Iorla seine Gefährtin Avi vor ihrem drohenden Tod zu bewahren. Allerdings steht der alles entscheidende letzte Kampf den Gefährten noch bevor..
Da ich immer etwas Angst vor den „letzten Bänden“ einer Reihe habe, bin ich mit einem mulmigen Gefühl in dieses Buch gestartet. Zu groß war meine Angst, dass die Reihe keinen würdigen Abschluss erhält und am Ende doch noch einige Fragen offenbleiben. Allerdings waren meine Ängste vollkommen unbegründet, denn die Reihe bekommt genau den Abschluss, den sie verdient hat.
Bis zum Schluss fieberte ich mit Lormak, Krax und Avi mit, ob sie es noch schaffen werden, den Mann aufzuhalten, der für die Dämonenplage verantwortlich ist. Zudem mochte ich es wie einzelne Geheimnisse aufgelöst werden, die seit Band 1 die Reihe begleiten. Stück für Stück bekommt Lormak sein Gedächtnis zurück, aber die Rückblenden verraten meistens nur so viel, wie es gerade in der aktuellen Situation notwendig ist. Am Ende, als Lormak wieder alle Erinnerungen besitzt, fragt es sich, ob er sie wirklich zurückhaben wollte, denn sie offenbaren Fürchterliches und er braucht erst seine Zeit, um alles zu verarbeiten. Jedoch ist er nicht der Einzige, der unter den Erinnerungen an seine Vergangenheit leidet. Auch Xurodas bekommt seine Erinnerungen zurück, aber kommt weit weniger gut damit klar und zerbricht in der Folge daran. Ich fand gerade diesen Konflikt sehr gut dargestellt und es zeigt wieder einmal, wie stark Lormak eigentlich ist.
Denn er leidet nicht nur wegen den Erinnerungen an seine Vergangenheit, sondern muss auch mit ansehen, wie die Frau, die er liebt, sich immer mehr von ihm zurückzieht, da er ihr nicht guttut. Das Dämonische in ihm würde das Göttliche in ihr angreifen und unweigerlich zerstören, sodass er nur aus der Ferne für ihren Schutz sorgen kann und ertragen, wie sie mit einem anderen Mann glücklich wird. Gerade auf diesen Seiten musste ich sehr mit Lormak mitleiden, denn ich wünsche mir seit dem zweiten Band nur das Beste für ihn, eben weil er still und leise sein Schicksal erträgt und sich nie darüber beschwert.
Ebenso erfährt man auch, was mit Iridon geschehen ist und wie er dazu gekommen ist, seine Rache doch noch ausleben zu können. Mittlerweile hat sich Iridon vollkommen seinem Wahn hingegeben und kann nicht mehr klar die Realität von seiner Vorstellung unterscheiden. Allerdings fand ich es genial, wie der ganze Konflikt aufgelöst wird, denn wie so oft sollte man sehr genau darauf achten, welche Stimme in Gedanken zu einem spricht. In den wenigsten Fällen ist es auch wirklich eine Gottheit.
Deswegen bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich sehr begeistert von der Reihe „die Eherne Garde“ war und ich den Abschluss als sehr gelungen empfand. Auf jeden Fall kann ich sie jedem uneingeschränkt empfehlen, der eine düstere Geschichte rund um einen Halb-Dämonen sucht, der die Welt vor einer Dämonenplage retten muss und dabei nicht ganz unschuldig an dessen eintreten ist.

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Veröffentlicht am 22.08.2021

Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen.

Halloween in Nebelwald
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Nachdem sich letztes Jahr an Halloween in Unterwald beunruhigende Vorkommnisse ereignet haben, scheint nun die 2 km entfernte kleine Gemeinde Nebelwald von diesem Fluch betroffen zu sein. Doch noch ahnen ...

Nachdem sich letztes Jahr an Halloween in Unterwald beunruhigende Vorkommnisse ereignet haben, scheint nun die 2 km entfernte kleine Gemeinde Nebelwald von diesem Fluch betroffen zu sein. Doch noch ahnen die Bewohner nichts von ihrem Schicksal. Die BBZ-Schülerin Michelle plant ganz normal mit ihren Freunden zu einer Halloween-Party in einem alten Fabrikgebäude außerhalb der Stadt zu gehen. Unterdessen plant der Besitzer eines Waldstücks Stephan nicht weit davon entfernt einen Jagdausflug zu machen und der Parkbesitzer Frank möchte zum letzten Mal den Baufortschritt seines Vergnügungsparkes in diesem Wald begutachten. Als jedoch grüner Nebel plötzlich aufzieht, kann sich dem niemand mehr entziehen..
Schon mit Spannung habe ich die erste Novelle „Halloween im Unterwald“ gelesen, sodass ich es kaum abwarten konnte, bis „Halloween im Nebelwald“ endlich erscheint. Und obwohl mir schon die erste Novelle ziemlich gut gefallen hat, konnte dieses Buch noch mal eine Schippe drauflegen. Dieses Mal wirkt das Buch direkt viel düsterer und bedrohlicher als „Halloween im Unterwald“. Im ersten Buch stand der Teenie-Horror noch klar im Fokus, wohingegen „Halloween im Nebelwald“ nun so wirkt, als ob die Reihe erwachsen wird. Dies hat mir ziemlich gut gefallen, denn es hat mich direkt an so manchen guten Horror-Film erinnert.
Zudem fand ich es auch schön, dass am Anfang noch mal ein Bezug zu Band 1 hergestellt wird. Zwar muss man den ersten Band nicht kennen, um Band 2 zu lesen, aber für Menschen, die den ersten Band schon gelesen habe, ist es ein schönes Wiedersehen mit altbekannten Charakteren.
Danach erlebt man das Buch aus drei verschiedenen Perspektiven. Nämlich aus der Sicht der BBZ-Schülerin Michelle, dem Waldbesitzer Stephan und dem Vergnügungsparkbesitzer Frank. Alle drei haben ein Anliegen, warum sie sich an Halloween ausgerechnet in diesem Wald aufhalten. Allerdings haben nicht alle die besten Absichten für diesen Wald. Dieses Buch zeigt auf eindrückliche Weise, was passiert, wenn die Natur die Möglichkeit bekommt zurückzuschlagen. Sogar so eindrücklich, dass ich mich unweigerlich fragen musste, wie es mit meinem ökologischen Fußabdruck aussieht und ob mir ähnliche Dinge wie den dreien passieren würden.
Dabei geht es sogar etwas „blutiger“ als noch in Halloween in Unterwald zu und ist demnach nichts mehr für zartbesaitete Naturen. Es ist eben eine gänzlich andere Form von Horror geworden, der in eine ständige Bedrohung für die Protagonisten umschlägt.
Demnach kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der auch schon Halloween im Unterwald gelesen hat und einfach nicht genug von dieser Reihe bekommt, aber auch Neueinsteigern ist diese Reihe wärmstens zu empfehlen, wenn sie gerne Bücher im Horror-Genre lesen.

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Veröffentlicht am 20.08.2021

Du bekommst im Leben, wozu du den Mut hast zu fragen.

Noora und das Licht
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Noora lebt mit ihrer Großmutter am Rande eines kleinen Dorfes in ewiger Dunkelheit. Denn vor langer Zeit wurden der Mond und die Sonne vom Himmel gestohlen, da die Götter die Menschen bestrafen wollten. ...

Noora lebt mit ihrer Großmutter am Rande eines kleinen Dorfes in ewiger Dunkelheit. Denn vor langer Zeit wurden der Mond und die Sonne vom Himmel gestohlen, da die Götter die Menschen bestrafen wollten. Nur eine kleine Brücke aus Licht mitten im Dorf versorgt die Menschen mit dem Notwendigen, damit sie überleben können. Niemand traut sich auf diese besagte Brücke, denn sie ist der direkte Weg ins Reich der Götter. Nur Noora ist davon gänzlich unbeeindruckt, denn sie braucht die bunten Glasscherben, die sich auf der Brücke befinden, um die Stoffe ihrer Großmutter, die die Weberin des Dorfes ist, zu färben. Doch eines Tages bleibt ihre Tat von den Göttern nicht ungesehen..

Dieses Buch ist ein sehr besonderes Buch. Neben der Geschichte von Noora, die dem fehlenden Licht auf den Grund geht und ihre Geschichten dem Dorf erzählt, gibt es seitenweise wunderschöne Illustrationen, die die Geschichte vorantreiben. Auch ohne den Text zu lesen, macht es einfach Spaß, die Illustrationen anzuschauen und auch auf diesem Weg die Geschichte zu verfolgen. Man merkt dem Buch einfach an, mit wieviel Herzblut es geschrieben wurde.

Zudem ist Noora einfach ein toller Charakter. Obwohl das Dorf und die Menschen darin von Dunkelheit und Ödnis umgeben sind, lässt sich Noora davon nicht unterkriegen, sondern sie bleibt weiterhin positiv, erzählt ihre Geschichten und geht unbeeindruckt ihrem Tagewerk nach. Sie ist sogar so mutig, dass sie sich den Göttern entgegenstellt, indem sie sich auf die Brücke aus Licht begibt. Einige Dorfbewohner mochten diese Tat als dumm empfinden und hatten Angst vor dem Zorn der Götter und den Konsequenzen, die es nach sich zieht, aber ohne den Mut von Noora hätte sich auch nie etwas geändert.

Spätestens ab diesem Punkt lernt man zwei weitere tolle Charakter kennen: den Mondwächter und die Sonnenwächterin. Durch Nooras mutige Tat beginnen auch die beiden Wächter zu hinterfragen, warum die Götter den Menschen den Mond und die Sonne genommen haben, und es entstehen interessante Diskussionen zwischen den beiden. Ich mochte diese Art von Erzählung und habe die Geschichte mit Spannung weiterverfolgt, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit den Dorfbewohnern weitergehen wird und ob Noora doch noch bestraft wird.

Diese Geschichte muss einfach selbst erlebt werden, um ihren ganzen Zauber zu verstehen und zu sehen. Denn es ist eine Geschichte, die einen schnell in ihren Bann zieht und noch lange danach nicht wirklich loslässt.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der ein zauberhaftes Märchen mit wundervollen Illustrationen lesen und dazwischen einfach mal die Seele baumeln lassen möchte.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Es ist nicht wichtig, wer du bist, sondern was sie denken, wer du bist.

Das Spiel der Ketzerin
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Die Grafentochter Alida von Erkenwald lebt mit ihrem Vater, dem Grafen von Burg Erkenwald im Rheinland des 13. Jahrhunderts. Als dieser jedoch beim Kaiser in Ungnade fällt, überschreibt der Kaiser den ...

Die Grafentochter Alida von Erkenwald lebt mit ihrem Vater, dem Grafen von Burg Erkenwald im Rheinland des 13. Jahrhunderts. Als dieser jedoch beim Kaiser in Ungnade fällt, überschreibt der Kaiser den gesamten Besitz des Grafen dem Deutschen Orden, um dort eine Kommende einzurichten. Alida ist von diesen Neuigkeiten erschüttert und wird wenig später Opfer eines Mordanschlags, dem sie nur knapp entgehen kann, denn auch Alida ist dem Deutschen Orden ein Dorn im Auge. Ihr bleibt keine andere Möglichkeit, als von Burg Erkenwald zu fliehen und fortan als die Jüdin Sara bat Salomon zu leben.

Ich mochte die Geschichte der Grafentochter Alida von Erkenwald sehr gerne. Obwohl das Schicksal ihr übel mitspielt und sie ohne Besitz und Titel auf der Straße landet, beschwert sie sich zu keinem Zeitpunkt, sondern versucht alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ihren Vater doch noch von seiner Schuld zu befreien. So macht sie sich auf die Reise nach Coellen, um dort einen Freund ihres Vaters, den Juden Salomon ben Isaak aufzusuchen. Dieser hilft ihr gerne und sie verbirgt ihre wahre Identität unter dem Namen Sara bat Salomon und gibt sich als Tochter von Salomon aus.

Doch Salomon hat auch selbst eine Tochter Mirjam, die Alida hilft, wenigstens den Anschein zu erwecken, als sei sie die Tochter eines jüdischen Kaufmanns. Denn das Judentum hat einige Besonderheiten, die es zu beachten gibt und die Alida am Anfang noch schwer fallen zu akzeptieren wie z.B. das Frauen der Zugang zu einer Synagoge nicht gestattet ist. Doch mit der Zeit lernt Alida sich einzufügen und ich fand die aufkeimende Freundschaft der beiden Frauen sehr schön zu lesen.

Allerdings ist es gar nicht so einfach für Alida, Salomon und Mirjam nach Worms zu gelangen, um eine Audienz beim Kaiser zu erhalten, denn sie werden von Richard von Thurau einem Ritter des Deutschen Ordens aufgegriffen, der sie wieder nach Erkenwald eskortieren will. Obwohl mir Richard von Thurau am Anfang sehr unsympathisch vorkam mit seinem blinden Gehorsam gegenüber der Obrigkeit, ohne selbst seinen Verstand zu benutzen, entwickelte er sich zu einem meiner liebsten Charaktere dieses Buches. Gerade in der Verbindung mit Alida blüht dieser Charakter richtig auf und die Wortgefechte zwischen den beiden sind einfach nur köstlich.

Dagegen gehört Konrad von Westerburg zu einem der fiesesten Antagonisten, die ich je in einem Buch gelesen habe. Er wird von Rache getrieben und geht freudig über Leichen, um seine Ziele zu erreichen. Dass er damit viele Menschen ins Unglück stürzt und Lügen und Betrügen muss, macht ihm absolut nichts aus. Gerade am Anfang hat mich dieser Charakter sehr auf die Palme gebracht, denn niemand scheint ihm Einhalt zu gebieten und seinen Wahn aufzuhalten.

Darüber hinaus fand ich es auch sehr interessant, mehr über das Judentum und seine Gebräuche zu lernen und mein absolutes Highlight war, dass die Geschichte stellenweise in Worms gespielt hat. Da ich selbst in dieser Stadt wohne, habe ich einige Orte wiedererkannt, was ich sehr schön fand.

Demnach kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der einen spannenden historischen Roman lesen möchte, über eine Grafentochter, die ihre Identität aufgibt, um ihren Vater zu retten.

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Veröffentlicht am 28.07.2021

Man kann die Wahrheit nicht finden. Man kann nur aufhören, sie zu übersehen.

Imperator
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Eine Welt bricht für Anna zusammen, als ihre Mutter in Rom ermordet wird und ausgerechnet ihr Vater für den Mord an ihrer Mutter für schuldig befunden wird. Während ihr Vater seine Strafe im Gefängnis ...

Eine Welt bricht für Anna zusammen, als ihre Mutter in Rom ermordet wird und ausgerechnet ihr Vater für den Mord an ihrer Mutter für schuldig befunden wird. Während ihr Vater seine Strafe im Gefängnis in Wandsworth absitzt, bleibt Anna nur noch die Möglichkeit beim Bruder ihres Vaters in Rom unterzukommen. Doch der Mord an ihrer Mutter lässt sie nicht los, da sie sich nicht vorstellen kann, dass ihr Vater zu einer solchen Tat fähig ist. In Rom angekommen schließt sie sich den Fotografen-Kollegen ihres Onkels an, um die Wahrheit aufzudecken, wer hinter dem Mord an ihrer Mutter steckt. Doch sie hätte nie für möglich gehalten, welche Geheimnisse sie bei ihrer Recherche aufdecken wird..

Ich habe mich im Vorfeld schon sehr auf dieses Buch gefreut, als ich erfahren habe, dass es auf einer bekannten Hörspielreihe basiert und nun da ich am Ende des Buches angekommen bin, kann ich auch sagen, dass meine Erwartungen nicht enttäuscht wurden. Ich fand es spannend, Anna auf ihren Ermittlungen quer durch Rom zu begleiten und dabei immer tiefer in die Machtstrukturen der Reichen in Rom mit hineingezogen zu werden.

Vor allem die Zusammenarbeit zwischen Anna und Stefano hat mir sehr gut gefallen. Zwar können sich die beiden am Anfang alles andere als ausstehen, aber wachsen schon bald zusammen, als sie merken, dass ihre Ziele sich nicht großartig voneinander unterscheiden. Während Stefano den Klassenkampf vor Augen hat und die Entmachtung der Reichen, die unter der Führung von Benito Mussolini stehen, vorantreiben möchte, finden sie mit der Zeit heraus, dass Annas Mutter auch eine tragende Rolle in dem Ganzen gespielt hat, und raufen sich in der Folge zusammen.

Darüber hinaus wird die Geschichte auch aus der Perspektive einer dritten Person erzählt: Gennaro Palladino. Ein Detektiv, der von Stefanos Stiefmutter engagiert wird, um den Mord an einem befreundeten Künstler aufzudecken. Allerdings hat Gennaro gänzlich andere Motive diesen Auftrag anzunehmen, weswegen ich diesen Charakter am spannendsten empfand, da er von Anfang an ein doppeltes Spiel treibt und die Auflösung wirklich gut erzählt wurde.

Generell empfand ich diese Geschichte als erfrischend anders, da das Setting auch sehr ungewöhnlich war. Eine Mordermittlung im Rom der 60er-Jahre mit vielen übernatürlichen Vorkommnissen und einer interessanten psychologischen Betrachtung römischer Imperatoren, ist einfach mal etwas anderes. Natürlich muss man diese Mischung auch erst mal mögen. Mir hat sie auf jeden Fall Lust gemacht, auch mal in das Hörspiel zu hören.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine spannende Geschichte über ein Mädchen lesen möchte, dass den Mord an seiner Mutter aufklären will und dabei auf ein viel größeres Geheimnis stößt in einem Setting, das erfrischend anders ist.

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