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Veröffentlicht am 28.10.2020

Idyllisches Setting trifft auf Geheimniskrämerei

Don't LOVE me
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❞𝐍𝐚, 𝐰𝐢𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐰𝐚𝐫 𝐝𝐞𝐢𝐧 𝐓𝐚𝐠 𝐚𝐮𝐟 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐤𝐚𝐥𝐚 𝐯𝐨𝐧 𝐂𝐨𝐥𝐚 𝐛𝐢𝐬 𝐖𝐡𝐢𝐬𝐤𝐞𝐲?❝ - S.49

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Kenzie muss ihr Design-Praktikum aufgrund eines Missgeschicks in den schottischen Highlands absolvieren. Anfangs ...

❞𝐍𝐚, 𝐰𝐢𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐥𝐞𝐜𝐡𝐭 𝐰𝐚𝐫 𝐝𝐞𝐢𝐧 𝐓𝐚𝐠 𝐚𝐮𝐟 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐒𝐤𝐚𝐥𝐚 𝐯𝐨𝐧 𝐂𝐨𝐥𝐚 𝐛𝐢𝐬 𝐖𝐡𝐢𝐬𝐤𝐞𝐲?❝ - S.49

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Kenzie muss ihr Design-Praktikum aufgrund eines Missgeschicks in den schottischen Highlands absolvieren. Anfangs gefällt ihr das so gar nicht, doch dann trifft sie auf Lyall Henderson, den Erben der Luxushotelkette und irgendwie ändert sich dann alles. Doch Lyall hat ein Geheimnis und damit dieses nicht ans Licht kommt, muss er sich an bestimmte Regeln halten. Obwohl er weiß das seine Zukunft davon abhängt, ist es ihm noch nie so schwer gefallen, sich an eine bestimmte Regel zu halten.

𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Mir hingegen ist es noch nie so einfach gefallen, Charaktere zu verachten, die nicht einmal real sind. Aber keine Sorge, ich spreche hier nicht von den Hauptprotagonisten Kenzie und Lyall, sondern vielmehr von seiner Familie. Aber kommen wir erst einmal zu Kenzie. Kenzie ist eigentlich ein toller Charakter, der auch sehr sympathisch rüber kommt. Dennoch war es ein Auf und Ab mit ihr: Am Anfang mochte ich sie, dann wiederum nicht, dann mochte ich sie wieder und am Ende irgendwie wieder nicht. Das liegt einerseits daran, dass sie so wundervoll mit den Personen umgeht, die ihr wichtig sind, andererseits hätte ich mir oftmals gewünscht, dass sie nicht jedem Gerücht glauben schenkt, sondern Lyall mal persönlich darauf anspricht. Allgemein hat mir die Kommunikation für die Problembewältigung seitens Kenzie gefehlt. Aber auch hier: Ich verstehe, warum sie Entscheidungen für Lyall fällt und kann das auch absolut nachvollziehen, aber gewisse Dinge kann man einfach nicht entscheiden, besonders wenn es um andere Menschen geht.

Lyall hingegen konnte ich direkt zu Beginn ins Herz schließen. Was natürlich nicht zuletzt an seiner Badboy-Aura liegt. Aber man merkt direkt, dass er nicht das Leben führt, dass er eigentlich leben möchte. Das liegt übrigens an der oben genannten Familie. Diese Verachtung zu schaffen ist übrigens eine ganz große Kunst, die dem Schreibstil von Lena Kiefer zuzuschreiben ist. Ich bin tatsächlich fast nur so durch die Seiten geflogen, weil es so unglaublich viel Spaß gemacht hat das Buch zu lesen. Aus diesem Grund wollte ich das Buch eigentlich auch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Handlung an sich hat mir auch sehr gut gefallen, da die Beziehung zwischen Lyall und Kenzie gar nicht so stark in den Vordergrund gerückt wird wie vermutet. Der Fokus lag vielmehr auf der Geheimniskrämerei rund um Lyall. Und obwohl ich schon zu Beginn eine Vermutung hatte, die sich auch bewahrheitet hat, konnte ich es gar nicht mehr abwarten, bis das Rätsel darum endlich aufgelöst wurde. Umso enttäuschter war ich dann wiederum von Kenzies Reaktion, denn auch hier hat die Kommunikation wieder einmal gefehlt. Denn egal was Lyall getan oder gesagt hat, er ist nicht für die Handlung andere verantwortlich! Dennoch bin ich gespannt, wie es zwischen den beiden weitergehen wird und natürlich wie das Drama rund um die Hendersons weiterentwickeln wird.

𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
„Don‘t LOVE me“ ist ein toller Auftakt der neuen Trilogie von Lena Kiefer, der mit idyllischem Setting, Geheimniskrämereien und mit, teilweise, angenehmen Charakteren das Leserherz zum schneller schlagen bringt.

→ 𝚎𝚛𝚜𝚌𝚑𝚒𝚎𝚗𝚎𝚗 𝚊𝚖 𝟷𝟸.𝟷𝟶.𝟸𝟶𝟸𝟶 𝚋𝚎𝚒 𝚌𝚋𝚓 𝙹𝚞𝚐𝚎𝚗𝚍𝚋𝚞̈𝚌𝚑𝚎𝚛; 𝟺𝟹𝟸 𝚂𝚎𝚒𝚝𝚎𝚗; 𝟷𝟸,𝟿𝟶€

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Mehr als nur ein gelungener Auftakt der neuen Urban-Fantasy Reihe von Kira Licht

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
3

❞𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐍𝐚𝐭𝐮𝐫𝐠𝐞𝐰𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐚𝐮𝐟𝐞𝐢𝐧𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐫𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧. [...] 𝐰𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐦𝐚̈𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠, 𝐮𝐦 𝐅𝐞𝐢𝐧𝐝𝐞 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐢𝐧. 𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐟𝐮̈𝐫 𝐠𝐞𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭, 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐚𝐧 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐠𝐞𝐥𝐧 𝐳𝐮 𝐫𝐞𝐢ß𝐞𝐧.❝ - S.349

𝙰𝚗𝚖𝚎𝚛𝚔𝚞𝚗𝚐: ...

❞𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐍𝐚𝐭𝐮𝐫𝐠𝐞𝐰𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐚𝐮𝐟𝐞𝐢𝐧𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐫𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧. [...] 𝐰𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐦𝐚̈𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠, 𝐮𝐦 𝐅𝐞𝐢𝐧𝐝𝐞 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐢𝐧. 𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐟𝐮̈𝐫 𝐠𝐞𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭, 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐚𝐧 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐠𝐞𝐥𝐧 𝐳𝐮 𝐫𝐞𝐢ß𝐞𝐧.❝ - S.349

𝙰𝚗𝚖𝚎𝚛𝚔𝚞𝚗𝚐:
„Kaleidra“ ist der Auftakt einer neuen Urban-Fantasy-Trilogie

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Die 17-jährige Emilia lebt in der ewigen Stadt Rom und wenn sie eins noch mehr liebt als außergewöhnliche Eissorten, dann sind es Rätsel in jeglicher Form. Bei einem Museumsbesuch sieht sie dann erstmalig das sagenumwobene Voynich-Manuskript, dass als eines der größten und nie entschlüsselten Geheimnisse der Menschheit gilt. Aber nicht mit Emilia, denn sie kann es sehr wohl lesen. Und als wäre das Ganze sowieso nicht schon verrückt genug, taucht auch noch ein attraktiver Typ auf, der sie in eine Welt voller magischer Reaktionen entführt. Doch schon bald beginnt die Zeit gegen sie zu arbeiten und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Ich hatte zu Beginn der Geschichte etwas ganz anderes erwartet aber dann kam diese herrlich erfrischende Thematik mit verschiedenen Elementen, Alchemisten und Logen, die etwas ganz Neues und anderes war, als alle Bücher die ich bislang lesen durfte. Man kann theoretisch sogar auf Emilias Spurensuche gehen, da alle vorkommenden Schauplätze wirklich existieren. Ja sogar das Voynich-Manuskript, dass bislang wirklich noch niemand entschlüsseln konnte. Kira hat eine Geschichte gezaubert, die die Ereignisse der menschlichen Geschichte mit ein wenig Magie aufpäppelt und ich bin ihr so unendlich dankbar dafür.

Emilia ist zu Beginn eigentlich genauso planlos wie der Leser selbst und deshalb kann man sich so gut in sie hineinversetzen. Man lernt sozusagen mit ihr die neue Welt kennen, in die sie einfach mal so reingeworfen wird. Sie ist zwar ein wenig überfordert, genauso wie ich, aber sie macht eine unglaublich tolle Entwicklung durch: sie freundet sich immer mehr mit ihren Fähigkeiten an und man bekommt das Gefühl, dass sie endlich angekommen ist. Ben hingegen ist ein etwas komplizierterer Charakter, den man nach und nach jedoch besser verstehen kann. Mit ihm ist es aber auch ein auf und ab gewesen: mal mochte ich ihn, dann wieder nicht, dann aber wieder schon. Aber ich kann euch beruhigen, Emilia und Ben werden am Ende einen festen Platz in eurem Buchherz haben! Aber auch die Nebencharaktere wie Larkin (#alleliebenlarkin), Oliver, Murphy und Annmary finden dort ihren Platz.

In jedem einzelnen geschrieben Wort von Kira liegt so viel Gefühl und jedes dieser Wörter transportiert einen Teil, der von Herzen kommt. Man könnte meinen, dass die Wörter direkt aus Kiras Herz auf das Papier geflossen sind. Mit jeder umgeblätterten Seite merkt man, wie viel Liebe und Leidenschaft eigentlich hinter diesem Buch steckt. Die Magie steckt besonders in den kleinen Details, die liebevoll und ausführlich von Kira ausgearbeitet wurden. Kira Licht streut immer neue Informationen in die Geschichte, die viel Raum für Spekulationen geben. Aus diesem Grund wird einem beim Lesen nie langweilig, denn es passieren so viele unvorhersehbare Handlungen, neue Wendungen und es lauert irgendwo immer eine neue Gefahr. Je mehr man liest, desto intensiver, spannender und informativer wird es. Man wird sogar geistig gefordert und dennoch kommt man immer besser in die Materie der Alchemisten und der Elemente rein. Nicht zu vergessen sind außerdem die schönen und gleichzeitig intensiven Szenen die einen WOW-Effekt garantieren.

𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
Es gibt Bücher, die liest man, weil der Klappentext interessant ist oder weil die Rezensionen gut sind und es gibt Bücher, die liest man, weil man sie nicht mehr aus de Hand legen kann, weil einem einfach alles an der Handlung einen fesselt. Man hat nicht das Gefühl, dass man diese Geschichte nur als Beobachter miterlebt, nein, man taucht in die Geschichte ein und erlebt Emilias Reise hautnah mit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 13.10.2020

Ein abschließender Teil, der mehr Potenzial hätte.

Beta Hearts
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❞𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐖𝐞𝐬𝐞𝐧. 𝐅𝐮̈𝐡𝐥𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐤𝐨̈𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐚𝐬, 𝐰𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐮𝐬𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭. 𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐡𝐞𝐢𝐭, 𝐝𝐢𝐞 𝐝𝐮 𝐚𝐧𝐬𝐭𝐫𝐞𝐛𝐬𝐭, 𝐢𝐬𝐭 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐨𝐩𝐭𝐢𝐦𝐚𝐥𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐢𝐠𝐞. 𝐍𝐢𝐞𝐦𝐚𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐝𝐚𝐬 𝐚𝐛𝐬𝐭𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧. ...

❞𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐝𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐖𝐞𝐬𝐞𝐧. 𝐅𝐮̈𝐡𝐥𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐤𝐨̈𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐚𝐬, 𝐰𝐚𝐬 𝐮𝐧𝐬 𝐚𝐮𝐬𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭. 𝐃𝐢𝐞 𝐌𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐡𝐞𝐢𝐭, 𝐝𝐢𝐞 𝐝𝐮 𝐚𝐧𝐬𝐭𝐫𝐞𝐛𝐬𝐭, 𝐢𝐬𝐭 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐨𝐩𝐭𝐢𝐦𝐚𝐥𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐢𝐠𝐞. 𝐍𝐢𝐞𝐦𝐚𝐧𝐝 𝐰𝐢𝐫𝐝 𝐝𝐚𝐬 𝐚𝐛𝐬𝐭𝐫𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧. 𝐀𝐛𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐋𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐢𝐬𝐭 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐛𝐞𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐓𝐨𝐝.❝ - S.184

𝙰𝚗𝚖𝚎𝚛𝚔𝚞𝚗𝚐:
„Beta Hearts“ ist der abschließende Teil einer Trilogie von Marie Grasshoff. Er sollte demnach nach „Neon Birds“ und „Cyber Trips“ gelesen werden.

→ Diese Rezension enthält Spoiler - lesen auf eigene Gefahr.

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Kami steht kurz davor die gesamte Menschheit zu infizieren und sie in hyperfunktionale Cyborgs zu verwandeln. Doch eine Entdeckung bereit Hoffnung im Kampf gegen die künstliche Intelligenz. Bevor es allerdings zum endgültigen Schlag kommen kann, spaltet sich die fünfköpfige Gruppe in zwei Lager. Doch wer wird am Ende als Sieger aus der Schlacht hervorgehen?

𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Der dritte Teil knüpft zum Glück direkt an den Cliffhanger aus Band zwei an, denn ehrlich gesagt, hätte ich es kein bisschen länger ausgehalten, ohne zu wissen wie es mit Okijen weitergeht. Allerdings ist die folgende Handlung dann doch relativ lange nur auf die Flucht im Zug bezogen, was meinen Lesefluss ein wenig ins Stocken gebracht hat. Das hat aber keinesfalls etwas mit dem Schreibstil zu tun, denn dieser ist leicht, relativ lebhaft und verständlich. Auch der Perspektivenwechsel ist immer leicht und begreiflich. Besonders schön fand ich allerdings die Fetzen aus der Vergangenheit, die aus Sicht von Okijen, Flover und Andra erzählt werden. Das hat mir persönlich die Charaktere einfach noch näher gebracht und einige Handlungsweisen konnte ich hiermit deutlich besser nachvollziehen.

Andra hat im dritten Teil einen sehr wichtigen Part und wurde deswegen auch mehr in der Vordergrund gerückt. Meiner Meinung nach, war das auch nicht zu viel des Guten oder so. Sie ist ein starker Charakter, der auch mal logisch nachdenkt und nicht mit dem Kopf durch die Wand geht. Sie hat gezeigt, dass man seinen Prinzipien treu bleiben soll. Schade fand ich hingegen, dass Okijen (mein heimlicher Liebling) so wenig Sendezeit hatte. Und als er diese hatte, hätte ich ihm am liebsten eine übergezogen. Mit einem Stuhl 😅. Aber irgendwie hat dieser Verrat auch zu ihm gepasst, weil er zu Beginn Andras Dorf ja ebenfalls nicht retten wollte.

Es gab aber auch viele Plot-Twist, die ich nicht habe kommen sehen, so auch die Sache mit Okijen. Aber auch die Handlungen der goldenen Drei waren sehr überraschend. Ich meine, es war klar, dass sie nicht einfach so an die Macht gekommen sind, aber das Ausmaß war dann doch überraschend für mich. Spannend war auch, dass man anhand der Radiointerviews mehr über Marshall, Liza und Alaska erfahren durfte. Allerdings waren es besonders die kleinen Dinge, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Damit meine ich zum Beispiel die Erwähnungen von Gerta.

Ich habe mich so unglaublich auf den finalen Schlag gefreut und ab der Hälfte des Buchs, konnte ich dieses auch nicht mehr aus der Hand legen. Aber das Ende kam schnell und genauso rasch wer der Kampf, auf den man seit Band 1 hinfiebert, auch schon vorbei. Das Ende ist so simpel und einfach, dass ich mich frage, warum da nicht schon im Vorfeld jemand draufgekommen ist. Aber die Lösung macht natürlich auch irgendwo Sinn. Und obwohl das Ende relativ offen gehalten wird, finde ich, dass es einfach der perfekte Abschluss für die Reihe ist. Dennoch wäre der weitere Verlauf bezüglich des Regierungssystems super spannend gewesen.

𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
Meine Erwartungen nach den beiden Vorgängern waren sehr hoch und dementsprechend hatte ich auch ein episches Finale vor Augen. Leider kam das Ende dann doch sehr plötzlich und war auch genauso schnell wieder vorbei. Dennoch möchte ich die „Neon Birds“-Reihe nicht mehr missen und bin froh, dass jeder Charakter sein persönliches Happy-End bekommen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2020

Eine Weihnachtsgeschichte zum Verlieben

Winterzauber in Mayfair
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❞ 𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐥𝐞𝐮𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐖𝐞𝐢𝐡𝐧𝐚𝐜𝐡𝐭𝐬𝐬𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞 ...❝ - S.509

Darum geht‘s:
Die junge Lehrerin Emily Parker hat ein schweres Jahr hinter sich. Zuerst wird sie von der Liebe enttäuscht, dann zieht auch noch ...

❞ 𝐖𝐢𝐫 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐥𝐞𝐮𝐜𝐡𝐭𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐖𝐞𝐢𝐡𝐧𝐚𝐜𝐡𝐭𝐬𝐬𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞 ...❝ - S.509

Darum geht‘s:
Die junge Lehrerin Emily Parker hat ein schweres Jahr hinter sich. Zuerst wird sie von der Liebe enttäuscht, dann zieht auch noch ihr Mitbewohner aus und jetzt darf die unmusikalische Emily auch noch ein Wintermusical mit ihrer Klasse auf die Beine stellen. Und als wäre das nicht schon genug, taucht auch noch der skandalumwitterte Popstar Ray Stone verkatert im Schulschuppen auf. Kann ihr Weihnachtsfest also doch noch gerettet werden?

Meine Meinung:
„Winterzauber in Mayfair“ beinhaltet für mich alle Zutaten, die eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte braucht: zwei liebenswürdige Charaktere, weihnachtliches Londoner Ambiente und ein kleines Weihnachtswunder.

Emily ist ein aufrichtiger und liebenswürdiger Charakter, der einem direkt ans Herz wächst. Sie hatte es nicht immer leicht und dennoch ist sie großherzig und einfach nur toll. Und obwohl ich wahrlich kein Fan von Käse bin, im Gegensatz zu Emily, kann ich mich super in sie hineinversetzen. Und das, obwohl aus der Erzählperspektive erzählt wird. Ray ist ein kleiner Grinch. Bei ihm läuft momentan ebenfalls einiges im Leben schief und das letzte was er jetzt noch braucht, ist Weihnachten in all seiner Pracht. Aber Ray kann man mit seiner hilfsbereiten, verständnisvollen und liebevollen Seiten ebenfalls nur lieb haben. Allgemein wachsen einem alle Charakter, auf die ein oder andere weiße, ans Herz. So auch Allan und Jonah aber auch ihre Grundschulklasse, die einem mit genialen und amüsanten Gesprächen fast durchgehend ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wobei, ich hatte wegen des ganzen Buches eigentlich ein Dauerlächeln im Gesicht.

Auch das Setting ist einfach nur magisch, zauberhaft und macht Lust auf Weihnachten. Wer schon mal während der Winterzeit in London war und im Winter Wonderland am Hyde Park die kitschige aber liebevolle Weihnachtswelt erleben durfte, der weiß, dass hier die Weihnachtsgefühle nur so hochkommen. Und genau das konnte Mandy Baggot auch mit ihren Beschreibungen erzielen. Sie schreibt einfach mit so viel Gefühl und gleichzeitig auch mit so viel Humor, dass man nicht anders kann, als sich alles bildlich vorzustellen. Und wenn ich nur an die umgeschrieben Weihnachtslieder denke, dann stiehlt sich automatisch ein Schmunzeln in mein Gesicht. Okay streicht das, wenn ich an die ganzen Geschichte mit ihren aufs uns abs denken, stiehlt sich ein Schmunzeln in mein Gesicht.

Die Geschichte schleicht sich mit allem drum und dran genauso sanft ins Herz wie rieselnde Schneeflocken. Sie zeigt, wie wichtig es ist, vorurteilsfrei anderen Menschen gegenüber zu sein und niemals aufzugeben, egal an welchem Tiefpunkt man angelangt ist.

Fazit:
Mandy Baggot hat mit „Winterzauber in Mayfair“ eine herzerwärmende, zauberhafte Weihnachtsgeschichte gezaubert, die aus wichtigen Botschaften, Freude und Vielfalt besteht. Ein kleines Weihnachtswunder ❄️!

→ erschienen am 21.09.2020 bei Goldmann

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2020

Mehr als nur berührend, mehr als nur schmerzhaft und mehr als nur zum Schmunzeln

Madly
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„Ich habe angefangen, mich nicht mehr hübsch zu finden ohne Make-up, ohne Filter, ohne dieses mehr und besser.“ (S.65)

Darum geht‘s:
June hat ein Geheimnis das nur wenige Menschen kennen, und dabei soll ...

„Ich habe angefangen, mich nicht mehr hübsch zu finden ohne Make-up, ohne Filter, ohne dieses mehr und besser.“ (S.65)

Darum geht‘s:
June hat ein Geheimnis das nur wenige Menschen kennen, und dabei soll es auch bleiben. Deshalb behält sie neue und fremde Menschen gerne auf Abstand. Was bislang ganz gut funktioniert hat, wird mit Mason zunichte gemacht. Denn dieser hat an June einen Narren gefressen und er ist definitiv kein Typ der einfach so kampflos aufgibt. Aber kann er diesen Kampf wirklich gewinnen oder ist er zum Scheitern verurteilt?

„Madly“ ist der zweite Band der In-Love-Trilogie von Ava Reed. Er kann aber auch als Einzelband gelesen werden.


Meine Meinung:
Fangen wir einfach mal mit dem Cover an. Das Cover ist ganz LYX-Verlag typisch schön schlicht gehalten und passt rein optisch perfekt zum ersten Teil.

Wenn man das Buch aufschlägt, springt einem direkt die Widmung ins Auge: „Du bist schön. Und zwar genau so, wie du bist. Nicht perfekt, sondern schön.“, und allein das berührt einen schon irgendwie. Ava Reed spricht ein absolut aktuelles Thema der jetzigen Generation an: Bodyshaming. Was auch früher schon absolut ein Thema war, wird durch Instagram auf eine neue Ebene gebracht. Man sieht kaum noch jemand ohne Filter im Gesicht, seien es nur aufgemalte Sommersprossen, die Entfernung von Pickelchen oder sogar eine Verschmälerung des Gesichts. Das Bild wird verzerrt und ein falsches Bild wird vermittelt.

Ich gebe zu, ich war zu Beginn ein wenig skeptisch, denn schwierigere Themen wie Krankheiten oder in diesem Fall „Bodyshaming“ sind oftmals schwer zu beschreiben. D.h., Die Umsetzung ist nicht immer wirklich gut gelungen. Umso mehr war ich überrascht wie hervorragend Ava das Thema umgesetzt hat, denn ich habe so oft mit June gelitten ohne jegliche persönliche Erfahrungen mit dem Thema zu haben.

Aber kommen wir endlich zu den zwei wichtigsten Personen in dieser Geschichte: Mason und June
Mason ist der Besitzer des wohl bekanntesten Clubs in der Gegend, dem MASON‘s, treibt gerne Sport bevorzugt auf dem Wasser, ist witzig, liebt es June zu necken und ist absolut kein Typ der leicht aufgibt wenn er etwas möchte. Also ein Typ zum Verlieben. June hingegen studiert Eventmanagement, ist chaotisch, laut, verrückt und stur.

Umso mehr hat mich Junes Monolog verwirrt, denn in Truly hat sie den Eindruck eines fröhlichen und immer gut gelaunten Menschen übermittelt. Allerdings ist sie hinter ihrer Maske vielmehr ein unsicheres und verletztes Mädchen, dass sich selbst als fehlerhaft sieht, weil ihr das seit frühester Kindheit eingeredet wird. Und das hat mich so wütend gemacht, denn sowas von einer nahestehenden Person gesagt zu bekommen, ist ein absolutes no-go! Dabei sollte sie sich in ihrem eigenen Körper wohlfühlen und alle aus ihrem Leben streichen, die das Gegenteil behaupten. Über solche Selbstzweifel zu lesen trifft einen mehr als gedacht, besonders da es sich ja eigentlich „nur“ um einen fiktiven Charakter handelt. Aber allein das zeigt, wie sehr Avas Schreibstil einen einnimmt und mitnimmt. Man fühlt und leidet seit der ersten Seite mit June und es bricht einem das Herz, wie das Mädchen hinter der Maske von sich spricht. Aber auch dem lieben Mason macht sie es nicht gerade leicht. Mason ist, wie schon erwähnt, kein Typ der eben so mal aufgibt. Seine Gesten um sie endlich zu einem Date zu überreden sind einfach herrlich anders, erfrischend und bringen einen zu 100% zum Lächeln. Genau das, was ich von Mason erwartet habe. Und ich gebe zu, einige Aktionen von ihm waren vorhersehbar und sind auch klischeehaft aber ich liebe es, wie er June damit aus der Reserve locken will. Allgemein bringt der Schlagabtausch zwischen sein beiden einen durchgehend zum Schmunzeln. Und das macht ein gutes Buch für mich aus: das ich mit dem Buch und den Charakteren mitfiebern und sie verstehen kann. Allerdings gab es auch ganz viele Momente, ich denen ich June am liebsten kräftig durchgeschüttelt hätte. In Bezug auf ihre Vergangenheit sind ihre Handlungen zwar irgendwie nachvollziehbar, denn im Endeffekt möchte sie sich nur selbst schützen aber ich habe so sehr mit Mason gelitten, weil er natürlich nicht versteht warum sie so handelt. „Mase findet das Bild schön, dass ich selbst von mir habe ... das ich male, weil ich mich selbst nicht lieben kann, wie ich bin“ (S.139). Sie fühlt sich zudem immer direkt von ihm angegriffen, obwohl er nur das Beste möchte. „Ich hoffe, irgendwann bin ich der Erste, den du fragst, wenn du Hilfe brauchst. Deine Wahl, nicht der letzte Ausweg“ (S.94). Dennoch find dich es toll, dass mal die Rollen vertauscht werden, d.h., dass die Protagonisten sich öfters mal daneben benimmt und nicht der männliche Part.

Das Setting ist sehr angenehm, wobei man das ohne das Vorwissen aus Truly vielleicht nicht ganz so bildhaft im Kopf hat. Masons Wohnung ist zum Beispiel ein Ort, den ich selbst gerne bewohnen würde aber auch im MASON‘s selbst, würde ich mehr als nur gerne mal einen Motto-Dienstag besuchen. Ein Setting zum Wohlfühlen!

Des Weiterem finde ich es schön, dass die Zitate/Sprüche zu Beginn der Kapitel, wie schon bei Truly, beibehalten wurden. Zudem trifft man alte Bekannte: Andie und Cooper. Es ist schön zu hören, dass sie mittlerweile mehr aus sich herauskommt und sogar Sarkasmus als auch Ironie beherrscht. Aber auch wichtige Männergespräche zwischen Cooper und Mason kommen nicht zu kurz, die ich in vielen Büchern vermisse.

Fazit:
Die Geschichte zwischen June und Mason ist etwas ganz zauberhaftes und berührendes. Ava Reed schafft es einem Mut zuzusprechen und hoffentlich wird es den ein oder anderen dazu animieren, sich in seinem Körper wohler zu fühlen und das Gerede oder die Blicke der anderen zu ignorieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere