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Veröffentlicht am 07.09.2020

Der Auftaktband schlägt ein wie ein Amulett der Stufe 6

Midnight Chronicles - Schattenblick
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❞𝐔𝐧𝐝 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐛𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐧𝐤 𝐑𝐨𝐱𝐲, 𝐒𝐡𝐚𝐰 𝐮𝐧𝐝 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐥𝐞𝐫𝐧𝐭: 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐛𝐥𝐨ß 𝐧𝐢𝐞𝐦𝐚𝐥𝐬 𝐚𝐮𝐟𝐳𝐮𝐠𝐞𝐛𝐞𝐧, 𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 𝐳𝐮 𝐤𝐚̈𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧, 𝐰𝐞𝐧𝐧 𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐭𝐰𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐥𝐥. ❝ (S. 403)


Inhalt:

𝐄𝐫 𝐡𝐚𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐕𝐞𝐫𝐠𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭. ...

❞𝐔𝐧𝐝 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚𝐬 𝐡𝐚𝐛𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐧𝐤 𝐑𝐨𝐱𝐲, 𝐒𝐡𝐚𝐰 𝐮𝐧𝐝 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐥𝐞𝐫𝐧𝐭: 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐛𝐥𝐨ß 𝐧𝐢𝐞𝐦𝐚𝐥𝐬 𝐚𝐮𝐟𝐳𝐮𝐠𝐞𝐛𝐞𝐧, 𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 𝐳𝐮 𝐤𝐚̈𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧, 𝐰𝐞𝐧𝐧 𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐭𝐰𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐢𝐥𝐥. ❝ (S. 403)


Inhalt:

𝐄𝐫 𝐡𝐚𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐕𝐞𝐫𝐠𝐚𝐧𝐠𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭. 𝐒𝐢𝐞 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐙𝐮𝐤𝐮𝐧𝐟𝐭.

Roxana Black versucht jeden Moment zu genießen, denn sie hat noch genau 449 Tage Zeit, um 449 entflohene Seelen zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy ist nämlich keine gewöhnliche 21-Jährige mit einer Schwäche für Triple Chocolate Cake, sondern eine Huntress mit aktuellem Wohnsitz in London. Und als wäre das schon nicht genug, muss sie sich auch noch um den Unbekannten Shaw kümmern, der nach ihrem Exorzismus keinerlei Erinnerungen mehr an sein vorheriges Leben hat. Wenig hilfreich ist auch sein gutes Aussehen, denn Roxy hat eigentlich keine Zeit für Verpflichtungen, die nicht gerade das Jagen von unnatürlichen Wesen beinhaltet. Eigentlich …

„Midnight Chronicles – Schattenblick“ ist der Auftaktband einer New-Adult-Fantasy Reihe, der beiden Bestseller Autorinnen Bianca Iosivoni und Laura Kneidl. Diese Reihe wird insgesamt sechs Teile beinhalten und am 24. August 2022 ihr Finale finden. Anzumerken ist außerdem, dass sich beide beim Schreiben abwechseln, d. h., Bianca Iosivoni schreibt den ersten, dritten und fünften Teil, während sich Laura Kneidl mit dem zweiten, vierten und sechsten Band beschäftigt.



Meine Meinung:

„Midnight Chronicles“ war gewiss nicht mein erster Roman von Bianca Iosivoni oder Laura Kneidl und wird auch sicher nicht der Letzte bleiben. Bianca Iosivoni hat mich schon früh mit „Soul Mates“ und zuletzt mit „feeling close to you“ begeistert. Ihr Schreibstil war mir also nicht unbekannt. Er ist vielmehr perfekt für die New-Adult-Generation: humorvoll, charmant und absolut mitreißend. Ein Buch, das man also nicht so schnell aus der Hand legen möchte.

Auch das Cover lädt gerade dazu ein, das Buch zumindest einmal in die Hand zu nehmen. Es ist ein typisches LYX-Verlag Cover: schlicht aber durch den goldenen Titel irgendwie auf seine ganz eigene Art und Weise magisch. Zudem hatte ich so sehr gehofft, dass der Titel hervorgehoben wird, sodass man mit den Fingern drüber streichen kann. Das ist für mich einfach immer ein kleines Highlight. Wunsch erfüllt, würde ich mal sagen. Ebenso waren aber auch die beigelegten illustrierten Charakterkarten ein absolutes Highlight, genauso wie die Illustration von Roxy uns Shaw im hinteren Teil des Buchs. Wer also auch eine haben möchte, muss schnell sein, denn diese sind nur in den ersten vier Auflagen, wenn ich mich nicht täusche, beigelegt.

Das erste Kapitel beginnt direkt mit dem Satz „ich liebte Essen.“ (S.9), und das war der Moment, in dem ich wusste, dass ich dieses Buch liebe werde. Man könnte sagen, dass es Liebe auf den ersten Satz war. Hierfür ist natürlich Roxana Black verantwortlich. Genau wie ich, lebt Roxy einfach nur in den Tag hinein, lässt vieles auf sich zukommen und genießt einfach den Moment. Des Weiteren ist sie ein absoluter Sportmuffel. Eben dies macht sie für mich deshalb so sympathisch. Zudem kann ich mich wirklich gut mit ihr identifizieren. Ihre direkte und sarkastische Art ist außerdem einfach nur brillant. Ich kann also guten Gewissens sagen, dass es endlich mal einen toughen weiblichen Hauptcharakter gibt, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Da sie eine toughe Protagonistin ist, möchte sie dementsprechend auch nicht wirklich Hilfe von anderen annehmen. Aber sie kann auch über ihren Schatten springen, um Hilfe anzunehmen. Und genau das zeigt, wie stark Roxy eigentlich ist.

Finn ist Roxys bester Freund und Hunter Kollege. Er hat diese herrlich sarkastische und ironische Art, die manche Leser vielleicht nerven wird, aber andererseits ist das eben eine willkommene Abwechslung zu geradlinigen Nebencharakteren, die man oftmals nach ein paar Tagen schon vergisst. Aber auch die anderen Nebencharaktere wie zum Beispiel Kevin (wie genial ist dieser Protagonist bitte?), Maxwell und Nala bleiben einem absolute im Gedächtnis hängen. Jeder Charakter ist auf seine Art was Besonderes. 𝐀𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐒𝐩𝐨𝐢𝐥𝐞𝐫: Kevin mit seinen Merch Klamotten, Maxwell mit seinen Großvater Vibes und Nala mit ihren Waffen.

Der geheimnisvolle Unbekannte beziehungsweise Shaw, wie er sich selbst nennt, ist ein absolutes Rätsel. Er kann sich nach seinem Exorzismus zwar an viele banale Sachen erinnern, aber an seine Vergangenheit hat er absolut keine Erinnerung. Allerdings ist er ein kleiner Charmeur, der den Leser ziemlich schnell um den kleinen Finger wickelt. Das Ganze beginnt schon mit seinem ersten Satz: „Hallo, Schönheit“ (S.35). Ein absoluter Pluspunkt ist außerdem seine Ablehnung gegenüber Krabbelviechern. Plus er kommt nicht wie ein klischeehafter männlicher New Adult Charakter rüber, der ein absoluter Bad-Boy ist. Allerdings ist und bleibt er ein Rätsel.

Die inneren Monologe von Shaw und Roxy waren mehr als nur unterhaltsam. Ich hatte fast durchgehend ein Schmunzeln im Gesicht. An dieser Stelle also ein großes Lob an den wirklich flüssigen und unterhaltsamen Schreibstil. Ebenso ist aber auch der Schlagabtausch zwischen den beiden einfach nur zum Niederknien. Ehrlich, ich habe selten so oft bei einem Buch geschmunzelt oder gar gelacht. Ebenso spürt man einfach die Chemie zwischen den beiden. Es sind außerdem kleine Details, die immer wieder vorkommen, die die Beziehung zwischen Roxy und Shaw so besonders machen. Nicht zu vergessen ist natürlich die gemeinsame Vorliebe: Schokolade und Fast Food. Das Thema rund um das Essen zieht sich eigentlich durch das gesamte Buch. Heißt, sie futtern sich von einem Fast Food Laden zum anderen und essen währenddessen Tripple Chocolate Cake als Dessert. Eins kann ich euch sagen, ich habe nicht nur so oft bei einem Buch lachen müssen, ich hatte auch noch nie nach einem Buch so Lust auf Fast Food und Schokolade! Aber auch die Ernsteren Handlungen zwischen den beiden gehen einem sehr nahe. Besonders wunderschön waren jedoch die Momente, in denen sie sich ohne Worte verstanden haben. Das Knistern zwischen den beiden war also deutlich spürbar.

Auch das Londoner Setting finde ich mehr als nur gut getroffen. London ist einfach eine Stadt, die sehr viel hergibt, sie ist magisch und düster, aber auch total romantisch und etwas für Wissensdurstige. Auch im Buch ist London einfach nur magisch, angefangen beim Ravenscourt Park und dem Russell Square bis hin zum Hunter-Quartier. Dadurch das es sich um reale Orte handelt, kann man sich diese zwar nicht mehr selber vorstellen, dennoch hat man dadurch ein klares Bild vor Augen. Das Hunter-Quartier und die verschiedenen Standorte haben mich ein bisschen an die Shadowhunters erinnert, allerdings mochte ich diese Reihe total, deswegen finde ich die Parallelen auch nicht schlimm. Interessant ist zudem der Ortswechsel und die dadurch einhergehende Kennenlernphase von anderen Huntern sowei ihren Standorten. Ich finde es super, dass sich Bianca nicht nur auf London fixiert hat, sondern auch einen Einblick in andere Einrichtungen gibt.

Der im Titel erwähnte Schattenblick wird im Buch auch direkt erklärt. Ebenso, dass es noch ein paar andere Blicke gibt. Das war ein Aspekt, den ich gar nicht habe kommen sehen. Das Thema rund um die verschiedenen Blicke ist aber sehr spannend. Leider wird im ersten Teil nicht wirklich erklärt, was es mit den verschiedenen Blicken auf sich hat, es wird lediglich genannt welche es gibt und was sie können. Da hätte ich mir persönlich einfach mehr Informationen gewünscht. Aber natürlich darf nicht vergessen werden, dass dies erst der Auftaktband einer sechsteiligen Reihe ist, dementsprechend kann und wird dies hoffentlich noch in den nächsten Teilen näher erläutert.

Kommen wir aber nun zu zwei kleinen Kritikpunkten:
Beim Lesen habe ich leider nicht das Gefühl bekommen, dass Roxy täglich auf die Jagd geht oder mehr als ein Wesen pro Tag zurückschickt. Deswegen finde ich es auch schwierig einzuschätzen, wie sie mit ihrer Jagd vorankommt. Zudem waren die Kämpfe immer ein wenig oberflächlich. Der Spannungsbogen ging immer relativ schnell nach oben, jedoch flachte dieser ebenso schnell wieder ab. Man war kaum in den Szenen drinnen und hat gerade angefangen mit den Charakteren mit zu fiebern, da war der Kampf auch schon beendet. In den Kampfszenen hätte deutlich mehr Potenzial gesteckt, um die Szenen noch spannender und gefühlsgeladener zu machen.

Als ich die letzte Seite geschlossen habe, habe ich dies mit einem glücklichen, aber auch einem traurigen Auge getan. Das Buch endet nämlich mit einer sanften Überleitung zu Warden und Cain, den Hauptcharakteren aus Band 2, und nicht mit einem absolut miesen Cliffhanger. Allerdings wird es sich im zweiten Band primär um Cain und Warden handeln, sodass der Leser vermutlich eher weniger davon mitbekommt, was nun mit Roxy und Shaw passiert beziehungsweise wie die Beziehung zwischen ihnen weitergehen wird. Denn Roxys und Shaws Geschichte geht erst im dritten Band wieder weiter. Dennoch ist und bleibt Shaws und Roxys Geschichte realistisch und aufrichtig und lädt in jedem Fall zum Schwärmen und Schmunzeln ein. Außerdem habe ich mich mehr als nur gefreut, dass kein künstliches Drama herangezogen wurde, um die Geschichte irgendwie aufzubauschen. Jedoch lässt einen das gesamte Buch am Ende mit vielen offenen Fragen alleine. Man kann sich hierdurch zwar viele Theorien im Kopf zusammen spinnen, aber ob diese sich im Endeffekt bewahrheiten, wird man hoffentlich noch in den Folgebänden sehen.

„Midnight Chronicles – Schattenblick“ ist vielleicht eher weniger etwas für diejenigen, die High-Fantasy-Geschichten lesen. Aber es ist auf jeden Fall etwas für Leute, die New-Adult-Geschichten lieben und vielleicht animiert es ja auch diejenigen, die sich langsam an das Fantasy Genre herantasten möchten.


Fazit:

„Midnight Chronicles – Schattenblick“ ist ein mehr als nur gelungener Auftakt einer New-Adult-Fantasy Geschichte. Das Buch überrascht mit vielen Szenen die man zwar erwartet, aber auch mit vielen, die man sich nie im Leben hätte träumen lassen. Zudem bringen die frechen Dialoge zwischen Roxy und Shaw einen fast durchgehend zum Schmunzeln. Manche Szenen waren mir persönlich zwar zu kurz, aber ich hoffe, dass sich dies in den Folgebänden noch ein wenig ändern wird. „Midnight Chronicles – Schattenblick“ lässt mich mit so vielen Fragen und Theorien im Kopf zurück und ich habe absolut keine Ahnung, wie ich diese bis Februar beziehungsweise August unbeantwortet lassen soll. Aber umso mehr bin ich natürlich auf die Folgebände gespannt. Abschließend lässt sich sagen, dass der Hype um „Midnight Chronicles – Schattenblick“ absolut gerechtfertigt war und ich jederzeit nochmals so lange auf Roxy, Shaw und den Rest der Rasselbande warten würde.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 26.10.2020

Mehr als nur ein gelungener Auftakt der neuen Urban-Fantasy Reihe von Kira Licht

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
6

❞𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐍𝐚𝐭𝐮𝐫𝐠𝐞𝐰𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐚𝐮𝐟𝐞𝐢𝐧𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐫𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧. [...] 𝐰𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐦𝐚̈𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠, 𝐮𝐦 𝐅𝐞𝐢𝐧𝐝𝐞 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐢𝐧. 𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐟𝐮̈𝐫 𝐠𝐞𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭, 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐚𝐧 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐠𝐞𝐥𝐧 𝐳𝐮 𝐫𝐞𝐢ß𝐞𝐧.❝ - S.349

𝙰𝚗𝚖𝚎𝚛𝚔𝚞𝚗𝚐: ...

❞𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐍𝐚𝐭𝐮𝐫𝐠𝐞𝐰𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐚𝐮𝐟𝐞𝐢𝐧𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐳𝐮𝐫𝐚𝐬𝐭𝐞𝐧. [...] 𝐰𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐦𝐚̈𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠, 𝐮𝐦 𝐅𝐞𝐢𝐧𝐝𝐞 𝐳𝐮 𝐬𝐞𝐢𝐧. 𝐖𝐢𝐫 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧 𝐝𝐚𝐟𝐮̈𝐫 𝐠𝐞𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭, 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐚𝐧 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐞𝐥𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐠𝐞𝐥𝐧 𝐳𝐮 𝐫𝐞𝐢ß𝐞𝐧.❝ - S.349

𝙰𝚗𝚖𝚎𝚛𝚔𝚞𝚗𝚐:
„Kaleidra“ ist der Auftakt einer neuen Urban-Fantasy-Trilogie

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Die 17-jährige Emilia lebt in der ewigen Stadt Rom und wenn sie eins noch mehr liebt als außergewöhnliche Eissorten, dann sind es Rätsel in jeglicher Form. Bei einem Museumsbesuch sieht sie dann erstmalig das sagenumwobene Voynich-Manuskript, dass als eines der größten und nie entschlüsselten Geheimnisse der Menschheit gilt. Aber nicht mit Emilia, denn sie kann es sehr wohl lesen. Und als wäre das Ganze sowieso nicht schon verrückt genug, taucht auch noch ein attraktiver Typ auf, der sie in eine Welt voller magischer Reaktionen entführt. Doch schon bald beginnt die Zeit gegen sie zu arbeiten und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Ich hatte zu Beginn der Geschichte etwas ganz anderes erwartet aber dann kam diese herrlich erfrischende Thematik mit verschiedenen Elementen, Alchemisten und Logen, die etwas ganz Neues und anderes war, als alle Bücher die ich bislang lesen durfte. Man kann theoretisch sogar auf Emilias Spurensuche gehen, da alle vorkommenden Schauplätze wirklich existieren. Ja sogar das Voynich-Manuskript, dass bislang wirklich noch niemand entschlüsseln konnte. Kira hat eine Geschichte gezaubert, die die Ereignisse der menschlichen Geschichte mit ein wenig Magie aufpäppelt und ich bin ihr so unendlich dankbar dafür.

Emilia ist zu Beginn eigentlich genauso planlos wie der Leser selbst und deshalb kann man sich so gut in sie hineinversetzen. Man lernt sozusagen mit ihr die neue Welt kennen, in die sie einfach mal so reingeworfen wird. Sie ist zwar ein wenig überfordert, genauso wie ich, aber sie macht eine unglaublich tolle Entwicklung durch: sie freundet sich immer mehr mit ihren Fähigkeiten an und man bekommt das Gefühl, dass sie endlich angekommen ist. Ben hingegen ist ein etwas komplizierterer Charakter, den man nach und nach jedoch besser verstehen kann. Mit ihm ist es aber auch ein auf und ab gewesen: mal mochte ich ihn, dann wieder nicht, dann aber wieder schon. Aber ich kann euch beruhigen, Emilia und Ben werden am Ende einen festen Platz in eurem Buchherz haben! Aber auch die Nebencharaktere wie Larkin (#alleliebenlarkin), Oliver, Murphy und Annmary finden dort ihren Platz.

In jedem einzelnen geschrieben Wort von Kira liegt so viel Gefühl und jedes dieser Wörter transportiert einen Teil, der von Herzen kommt. Man könnte meinen, dass die Wörter direkt aus Kiras Herz auf das Papier geflossen sind. Mit jeder umgeblätterten Seite merkt man, wie viel Liebe und Leidenschaft eigentlich hinter diesem Buch steckt. Die Magie steckt besonders in den kleinen Details, die liebevoll und ausführlich von Kira ausgearbeitet wurden. Kira Licht streut immer neue Informationen in die Geschichte, die viel Raum für Spekulationen geben. Aus diesem Grund wird einem beim Lesen nie langweilig, denn es passieren so viele unvorhersehbare Handlungen, neue Wendungen und es lauert irgendwo immer eine neue Gefahr. Je mehr man liest, desto intensiver, spannender und informativer wird es. Man wird sogar geistig gefordert und dennoch kommt man immer besser in die Materie der Alchemisten und der Elemente rein. Nicht zu vergessen sind außerdem die schönen und gleichzeitig intensiven Szenen die einen WOW-Effekt garantieren.

𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
Es gibt Bücher, die liest man, weil der Klappentext interessant ist oder weil die Rezensionen gut sind und es gibt Bücher, die liest man, weil man sie nicht mehr aus de Hand legen kann, weil einem einfach alles an der Handlung einen fesselt. Man hat nicht das Gefühl, dass man diese Geschichte nur als Beobachter miterlebt, nein, man taucht in die Geschichte ein und erlebt Emilias Reise hautnah mit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 02.06.2020

Aufgrund des Hypes zu hohe Erwartungen

Truly
1

Truly, truly, truly. Wie soll ich nur anfangen. Truly ist vermutlich das gehypteste Buch, dass ich je gelesen habe. Dementsprechend waren die Erwartungen natürlich hoch. Aber wollen wir erstmal auf die ...

Truly, truly, truly. Wie soll ich nur anfangen. Truly ist vermutlich das gehypteste Buch, dass ich je gelesen habe. Dementsprechend waren die Erwartungen natürlich hoch. Aber wollen wir erstmal auf die Erscheinung eingehen. Das Cover ist traumhaft schön und lädt einen sofort zum Lesen ein. Auch die kurzen Zitate zu Beginn eines Kapitels machen Lust auf mehr und sind ein schöner Einstieg. Aber wie sieht es mit den Charakteren aus? Andie: Tja, in Andie finde ich einiges von mir wieder - ich würde nämlich ebenfalls jederzeit einen Netflix Abend, einem in einer Bar vorziehen. Außerdem bin ich bei mir im Freundeskreis die Person, die immer alles bis ins kleinste Detail planen muss. Oh und ich finde die Idee einer Monk-Andie und PomPom-Andie klasse! Aber ich schätze das war’s dann wohl auch schon irgendwie. Sie macht aus so vielen Sachen ein riesen Thema. Und auch hier ist es wieder total klischeehaft, das sie lieber feige vor ihren Problemen wegrennt als diese anzusprechen. Oder das sie Sachen einfach so annimmt und ebenfalls nicht mit den Betroffenen darüber spricht. Ich könnte die Kreise bei sowas kriegen. Und Cooper? Ihn find ich cool. Er ist zwar ein schweigsamer Typ, der dank seiner Tattoos und seinem Motorrad inklusive Lederjacke eher wie ein Badboy rüber kommt, was er allerdings nicht ist. Ganz im Gegenteil. Er ist vielmehr ein cooler und aufmerksamer Typ. Ihm fallen in Bezug auf Andie zum Beispiel die kleinstem Kleinigkeiten auf. Auch die Nebencharaktere sind einfach nur toll beschrieben. An dieser Stelle: kann mich bitte jemand in diese Crew einschleusen? Diese Freundschaften sind einfach nur Goldwert! Die Handlung dagegen ist mein kleines Sorgenkind. Die Idee an sich find ich wirklich cool und ich liebe diese ganzen YA/NA Geschichten, allerdings war mir das ständige hin und her gegen Ende nur noch zu viel. Es ging mir regelrecht schon auf die Nerven. Die Handlung ist von Anfang bis kurz vor Ende super angenehm beschrieben und die Vergleiche sind auch einzigartig und bescheren ein schönes Kopfkino. Aber es passiert einfach nicht so viel. Die komplette Kennenlernphase wird irgendwie großzügig übersprungen. Ja sie finden sich vom ersten Moment an wahnsinnig attraktiv aber sonst? Ich hab bis dato keine Ahnung warum die Chemie bei den beiden stimmen soll. Was ist an Andie für Cooper so besonders? Oder andersrum? Keine Ahnung, ehrlich. Wie zu Beginn beschrieben, waren die Erwartungen wirklich hoch und ich glaub genau hier liegt das Problem. Mit „truly“ hat Ava Reed eine passable und angenehme Geschichte gezaubert. Allerdings habe ich in dem Genre einfach schon besseres lesen dürfen. Das liegt zum Beispiel daran, dass ich mir mehr Kapitel gewünscht hätte, in denen beide mehr miteinander kommunizieren. Dadurch wäre der Kennenlernprozess deutlich besser zu fassen gewesen. Vor allem am Ende wusste ich nicht mehr was ich genau bin der Handlung denken soll. Mein Kopf konnte sich zwischen „was passiert hier gerade?“ und „WTF, warum?“ nicht entscheiden.

Fazit: Gute Idee mit passabler Umsetzungen. Ist auf jeden Fall ausbaufähig

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2020

Aus anfänglicher Begeisterung wurde schlussendlich ein Jahreshighlight

Die Tiermagierin – Schattentanz
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Phantastische Tierwesen. Assassin’s Creed. Pokémon.
All diese Begrifflichkeiten und Geschichten hätte ich vermutlich niemals miteinander verbunden aber „die Tiermagierin“ hat mich vom Gegenteil überzeugt. ...

Phantastische Tierwesen. Assassin’s Creed. Pokémon.
All diese Begrifflichkeiten und Geschichten hätte ich vermutlich niemals miteinander verbunden aber „die Tiermagierin“ hat mich vom Gegenteil überzeugt.

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Leena ist eine Tiermagierin. Magische Tierwesen zu zähmen gehört zu ihrem Alltag. Noc hingegen ist ein Assassine. Bei ihm steht Töten an der Tagesordnung. Beide Welten haben so gar nichts miteinander zu tun und dennoch stehen sich Leena und Noc am Ende des Tages gegenüber und handeln einen Deal aus, unwissend, dass eine atemberaubende Reise aus Spaß, Gefahr und Liebe entsteht.

𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Ich bin baff und überrascht. Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir schon, dass es eine ganze coole Geschichte sein wird, aber dann hab ich begonnen, das Buch zu lesen und wurde von Seite zu Seite mehr fasziniert. Angefangen von den Karten bis hin zum Bestiarium. Und dann habe ich angefangen, die Protagonisten kennenzulernen und habe prompt mein Leserherz verschenkt. Leena, Noc, Oz, Kost und Calem scheinen so verschieden zu sein, ergänzen sich im Endeffekt aber einfach nur perfekt. Sie sind unterschiedlich, keine Frage, aber in jeden Einzelnen konnte ich mich so unfassbar leicht hineinversetzen. Das ist nicht nur den toll ausgearbeiteten Protagonisten zu verdanken, sondern vor allem Maxym M. Martineaus Schreibstil, der einfach nur mitreißend und detailreich ist, sodass sich im Nu Bilder im Kopf bilden. Aber auch die magischen Tierwesen ziehen einen einfach nur in ihren Bann. Es war einfach nur zauberhaft, sie vom Aussehen, aber auch von den Fähigkeiten kennenzulernen.

Mit jeder umgeblätterten Seite konnte ich das Buch noch weniger aus den Händen legen und ich habe gefühlt jede Emotion durchleben dürfen: von Hass zu Trauer, von Überraschung zu Freude, aber auch wieder zu Ärger und Herzchen in den Augen. Ehrlich, es gab keine einzige Sekunde, in der ich nicht mitgefiebert habe. Auch wenn mir persönlich eine Schlüsselszene zu kurz kam. Dennoch habe ich am Ende noch so viele Fragen, die mir bis mindestens März unbeantwortet bleiben. Aber dennoch weiß ich, dass ich am liebsten direkt wieder in Lendria eintauchen würde.

𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
Ich bin hin und weg von dem Mix aus Phantastische Tierwesen, Assassin’s Creed und Pokémon, denn die Details sind so fein und perfekt ausgearbeitet, dass man einfach nur fasziniert von der Handlung, den Protagonisten und den Tierwesen sein kann. Und schlussendlich kann ich nur sagen, dass ich auch unbedingt einen Poof möchte!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2020

Gesellschaftskritisch, realistisch und regt zum Nachdenken an

Aus schwarzem Wasser
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❞𝐃𝐮 𝐤𝐚𝐧𝐧𝐬𝐭 𝐧𝐢𝐞𝐦𝐚𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧, 𝐬𝐢𝐞 𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐞𝐧 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐫𝐢𝐧.❝ (𝐒.𝟏𝟎)

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Ungebremst rast Dr. Patricia Kohlbeck, Innenministerin, mit ihrer Tochter Maja in die Spree. Zunächst scheint es, als wären ...

❞𝐃𝐮 𝐤𝐚𝐧𝐧𝐬𝐭 𝐧𝐢𝐞𝐦𝐚𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐭𝐫𝐚𝐮𝐞𝐧, 𝐬𝐢𝐞 𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐞𝐧 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐫𝐢𝐧.❝ (𝐒.𝟏𝟎)

𝙳𝚊𝚛𝚞𝚖 𝚐𝚎𝚑𝚝‘𝚜:
Ungebremst rast Dr. Patricia Kohlbeck, Innenministerin, mit ihrer Tochter Maja in die Spree. Zunächst scheint es, als wären beide ertrunken, doch nur wenige Stunden später wacht Maja wieder in einem Leichensack auf. Wie ist das möglich und was ist eigentlich passiert?

𝙼𝚎𝚒𝚗𝚎 𝙼𝚎𝚒𝚗𝚞𝚗𝚐:
Diese Frage stellt sich nicht nur Maja, sondern auch der Leser. Vorweg möchte ich sagen, dass das Buch für mich kein reiner Thriller war, sondern vielmehr eine Mischung aus Science Fiction, Fantasy und einem soften Thriller.

Ich muss gestehen, dass ich am Anfang ein bisschen überfordert war, weil die Geschichte direkt mit dem Unfall beginnt und der Leser sozusagen direkt in die Geschehnisse hineingeworfen wird. Was an sich nicht schlecht ist, da man das Buch dadurch weniger aus der Hand legen möchte. Dennoch musste ich persönlich das erste Kapitel ein zweites Mal lesen, um der Handlung besser folgen zu können.

Die Handlung wechselt immer wieder zwischen den aktuellen Geschehnissen und denen von vor zwanzig Jahren. Zu Beginn sind diese Einschübe absolut notwendig, da man der Handlung sonst nicht folgen kann, jedoch werden diese mit der Zeit immer länger und wiederholen sich auch immer wieder. Aber eben diese Einschübe,haben der Geschichte einen roten Faden gegeben. Allerdings gab es Szenen, die für mich eher deplatziert waren und der Geschichte keinen wirklichen Mehrwert gegeben haben. Genauso war es leider auch mit den Kapiteln aus Sophies Sicht, der besten Freundin von Maja.

Dahingegen fand ich die Kapitel aus Majas und Efrails Sicht sehr gut und spannend, denn sie sind keinesfalls einfach gestrickt, sondern vielmehr ge­heim­nis­krä­me­risch, taff und verwirrend. Und im Gegensatz zu manch anderen, habe ich den Plot so nicht kommen sehen. Dementsprechend war ich am Ende auch gut schockiert von der Auflösung. Anne Freytag hat außerdem einen ganz tollen Schreibstil, der abwechslungsreich ist, aber gleichzeitig auch eine gute Spannung aufbaut.

𝙵𝚊𝚣𝚒𝚝:
Abschließend kann ich nur sagen, dass „Aus schwarzem Wasser“ sehr vielseitig ist. Es berichtet zum Beispiel über die Zerstörung des Planeten aufgrund von Egoismus. Es ist aber auch gesellschaftskritisch, realistisch und regt den Leser zum Nachdenken an.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere