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Veröffentlicht am 05.10.2020

Mehr als nur berührend, mehr als nur schmerzhaft und mehr als nur zum Schmunzeln

Madly
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„Ich habe angefangen, mich nicht mehr hübsch zu finden ohne Make-up, ohne Filter, ohne dieses mehr und besser.“ (S.65)

Darum geht‘s:
June hat ein Geheimnis das nur wenige Menschen kennen, und dabei soll ...

„Ich habe angefangen, mich nicht mehr hübsch zu finden ohne Make-up, ohne Filter, ohne dieses mehr und besser.“ (S.65)

Darum geht‘s:
June hat ein Geheimnis das nur wenige Menschen kennen, und dabei soll es auch bleiben. Deshalb behält sie neue und fremde Menschen gerne auf Abstand. Was bislang ganz gut funktioniert hat, wird mit Mason zunichte gemacht. Denn dieser hat an June einen Narren gefressen und er ist definitiv kein Typ der einfach so kampflos aufgibt. Aber kann er diesen Kampf wirklich gewinnen oder ist er zum Scheitern verurteilt?

„Madly“ ist der zweite Band der In-Love-Trilogie von Ava Reed. Er kann aber auch als Einzelband gelesen werden.


Meine Meinung:
Fangen wir einfach mal mit dem Cover an. Das Cover ist ganz LYX-Verlag typisch schön schlicht gehalten und passt rein optisch perfekt zum ersten Teil.

Wenn man das Buch aufschlägt, springt einem direkt die Widmung ins Auge: „Du bist schön. Und zwar genau so, wie du bist. Nicht perfekt, sondern schön.“, und allein das berührt einen schon irgendwie. Ava Reed spricht ein absolut aktuelles Thema der jetzigen Generation an: Bodyshaming. Was auch früher schon absolut ein Thema war, wird durch Instagram auf eine neue Ebene gebracht. Man sieht kaum noch jemand ohne Filter im Gesicht, seien es nur aufgemalte Sommersprossen, die Entfernung von Pickelchen oder sogar eine Verschmälerung des Gesichts. Das Bild wird verzerrt und ein falsches Bild wird vermittelt.

Ich gebe zu, ich war zu Beginn ein wenig skeptisch, denn schwierigere Themen wie Krankheiten oder in diesem Fall „Bodyshaming“ sind oftmals schwer zu beschreiben. D.h., Die Umsetzung ist nicht immer wirklich gut gelungen. Umso mehr war ich überrascht wie hervorragend Ava das Thema umgesetzt hat, denn ich habe so oft mit June gelitten ohne jegliche persönliche Erfahrungen mit dem Thema zu haben.

Aber kommen wir endlich zu den zwei wichtigsten Personen in dieser Geschichte: Mason und June
Mason ist der Besitzer des wohl bekanntesten Clubs in der Gegend, dem MASON‘s, treibt gerne Sport bevorzugt auf dem Wasser, ist witzig, liebt es June zu necken und ist absolut kein Typ der leicht aufgibt wenn er etwas möchte. Also ein Typ zum Verlieben. June hingegen studiert Eventmanagement, ist chaotisch, laut, verrückt und stur.

Umso mehr hat mich Junes Monolog verwirrt, denn in Truly hat sie den Eindruck eines fröhlichen und immer gut gelaunten Menschen übermittelt. Allerdings ist sie hinter ihrer Maske vielmehr ein unsicheres und verletztes Mädchen, dass sich selbst als fehlerhaft sieht, weil ihr das seit frühester Kindheit eingeredet wird. Und das hat mich so wütend gemacht, denn sowas von einer nahestehenden Person gesagt zu bekommen, ist ein absolutes no-go! Dabei sollte sie sich in ihrem eigenen Körper wohlfühlen und alle aus ihrem Leben streichen, die das Gegenteil behaupten. Über solche Selbstzweifel zu lesen trifft einen mehr als gedacht, besonders da es sich ja eigentlich „nur“ um einen fiktiven Charakter handelt. Aber allein das zeigt, wie sehr Avas Schreibstil einen einnimmt und mitnimmt. Man fühlt und leidet seit der ersten Seite mit June und es bricht einem das Herz, wie das Mädchen hinter der Maske von sich spricht. Aber auch dem lieben Mason macht sie es nicht gerade leicht. Mason ist, wie schon erwähnt, kein Typ der eben so mal aufgibt. Seine Gesten um sie endlich zu einem Date zu überreden sind einfach herrlich anders, erfrischend und bringen einen zu 100% zum Lächeln. Genau das, was ich von Mason erwartet habe. Und ich gebe zu, einige Aktionen von ihm waren vorhersehbar und sind auch klischeehaft aber ich liebe es, wie er June damit aus der Reserve locken will. Allgemein bringt der Schlagabtausch zwischen sein beiden einen durchgehend zum Schmunzeln. Und das macht ein gutes Buch für mich aus: das ich mit dem Buch und den Charakteren mitfiebern und sie verstehen kann. Allerdings gab es auch ganz viele Momente, ich denen ich June am liebsten kräftig durchgeschüttelt hätte. In Bezug auf ihre Vergangenheit sind ihre Handlungen zwar irgendwie nachvollziehbar, denn im Endeffekt möchte sie sich nur selbst schützen aber ich habe so sehr mit Mason gelitten, weil er natürlich nicht versteht warum sie so handelt. „Mase findet das Bild schön, dass ich selbst von mir habe ... das ich male, weil ich mich selbst nicht lieben kann, wie ich bin“ (S.139). Sie fühlt sich zudem immer direkt von ihm angegriffen, obwohl er nur das Beste möchte. „Ich hoffe, irgendwann bin ich der Erste, den du fragst, wenn du Hilfe brauchst. Deine Wahl, nicht der letzte Ausweg“ (S.94). Dennoch find dich es toll, dass mal die Rollen vertauscht werden, d.h., dass die Protagonisten sich öfters mal daneben benimmt und nicht der männliche Part.

Das Setting ist sehr angenehm, wobei man das ohne das Vorwissen aus Truly vielleicht nicht ganz so bildhaft im Kopf hat. Masons Wohnung ist zum Beispiel ein Ort, den ich selbst gerne bewohnen würde aber auch im MASON‘s selbst, würde ich mehr als nur gerne mal einen Motto-Dienstag besuchen. Ein Setting zum Wohlfühlen!

Des Weiterem finde ich es schön, dass die Zitate/Sprüche zu Beginn der Kapitel, wie schon bei Truly, beibehalten wurden. Zudem trifft man alte Bekannte: Andie und Cooper. Es ist schön zu hören, dass sie mittlerweile mehr aus sich herauskommt und sogar Sarkasmus als auch Ironie beherrscht. Aber auch wichtige Männergespräche zwischen Cooper und Mason kommen nicht zu kurz, die ich in vielen Büchern vermisse.

Fazit:
Die Geschichte zwischen June und Mason ist etwas ganz zauberhaftes und berührendes. Ava Reed schafft es einem Mut zuzusprechen und hoffentlich wird es den ein oder anderen dazu animieren, sich in seinem Körper wohler zu fühlen und das Gerede oder die Blicke der anderen zu ignorieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

„The Heart wants, what it wants.“

When We Fall
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❞ »𝐖𝐨 𝐡𝐚𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐝𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐭?« - »𝐕𝐞𝐫𝐦𝐮𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐫𝐠𝐞𝐧𝐝𝐰𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐁𝐮𝐜𝐡𝐬𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐯𝐞𝐫𝐠𝐫𝐚𝐛𝐞𝐧.« ❝ (S.229)

Darum geht es:

Nach dem dramatischen Ende zwischen Ella und Jae-Yong ...

❞ »𝐖𝐨 𝐡𝐚𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐝𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭𝐞𝐧 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐜𝐤𝐭?« - »𝐕𝐞𝐫𝐦𝐮𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐫𝐠𝐞𝐧𝐝𝐰𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐁𝐮𝐜𝐡𝐬𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐯𝐞𝐫𝐠𝐫𝐚𝐛𝐞𝐧.« ❝ (S.229)

Darum geht es:

Nach dem dramatischen Ende zwischen Ella und Jae-Yong setzt der zweite Band genau an dieser Stelle an: dem Auftauchen des gemeinsamen Fotos. Doch die beiden dürfen nicht zusammen sein, denn Jae-yong ist und bleibt ein bekannter Weltstar, während Ella eine einfache Studentin aus Chicago ist. Und obwohl beide wissen, dass eine Trennung das einzig richtige ist, spricht das Herz eine andere Sprache. Denn seien wir mal ehrlich, wann hat der Kopf jemals eine gute Herzenssache entschieden?


Meine Meinung:

Um diese Rezension zu verfassen habe ich mich extra in eine weiche Decke eingekuschelt und eine Kerze angezündet, um die Wohlfühlatmosphäre für euch zu schaffen, die ich während des ganzen Buches verspüren dürfte. Deswegen wünsche ich euch gemütliche Minuten mit dieser Rezension.

Lange habe ich auf dieses Buch mit dem wunderschönen pastellpink-lilafarbene Cover hingefiebert. Und dann konnte ich es am Erscheinungstag endlich in den Händen halten und wieder in die Welt von Ella und Jae-yong eintauchen. Diese Welt hat mich nach dem Cliffhanger zunächst wieder emotional heilen können, bloß um mich im Endeffekt wieder zu zerstören.

Ella und Jae-yong sind nicht bloß irgendwelche Buchcharaktere. Ganz und gar nicht. Sie wachsen einem von jeder umgeblätterten Seite noch mehr ans Herz. Dabei ist es lediglich ihre Art und Weise, wie sie mit bestimmten Situation und miteinander umgehen. Anne schafft es einfach, dass man sich so unfassbar gut in die Charaktere hineinversetzen kann und von Anfang an mit ihnen mitfiebert. Ihr Schreibstil ist, wie auch schon im ersten Band, vom ersten Satz mitreißend, emotional und einfach nur schön. Sie wählt ihre Worte mit so viel bedacht, dass ich nicht hinterherkam meine Lieblingszitate herauszuschreiben. Das Buch konnte ich dementsprechend auch gar nicht erst aus der Hand legen.

Ich hatte zu Beginn ein bisschen Bammel um Ella und wie sie mit der gesamten Situation umgeht, da sie ja doch eher ein zartes und sanftes Wesen ist, aber wie sie versucht ihr Leben wieder ganz normal auf die Kette zu kriegen ist einfach faszinierend. Kein bisschen realitätsfern sondern schön logisch und nachvollziehbar. Aber dann drängt sich eben wieder das richtige Leben, mit all seinen Schattenseiten in den Vordergrund. Und man fühlt mit Ella, dass da einfach was wichtiges fehlt. Jae-yong ist ein schöner Charakter. Nicht das plumpe schön bezögen auf das Aussehen, sonder schön im Sinne von herzlich, liebevoll und gutmütig. Er hat seine Ecken und Kanten, die ihn herrlich realistisch machen. Sein Umgang mit Ella, also der Zuspruch, die Babyschritte und die Ermutigungen sind etwas, das ihn zu einem einzigartigen und schönen Charakter macht. Aber nicht nur die beidem Hauptprotagonisten haben sich in mein Herz geschlichen. Liv, Mel,Erin und ja, sogar Jae-yongs Bandmitglieder haben ebenfalls einen Platz in meinem Herzen, denn sie sind nicht minder liebevoll beschrieben. Freundschaft und Harmonie wird hier großgeschrieben.

Es ist schwierig die richtigen Worte zu finden um wirklich das zu beschreiben, was man fühlt. Und umso schwieriger ist es, mit diesem absolut bösen Cliffhanger bis Dezember warten zu müssen.

Liebe Anne, ich weiß nicht wo die letzten Seiten geblieben sind, so schnell hab ich noch kein Buch zu Ende gelesen, aber ich bin dir so unglaublich dankbar. Dankbar für diese Reihe, dankbar für mein Wohlfühlbuch und dankbar für ein absolutes Herzensbuch.


Fazit:

Anne Pätzold hat schon mit „When we Dream“ einen kleinen Rückzugsort für mich geschaffen, der sich mit „When we Fall“ nur vergrößert hat. Die „NXT“-Reihe ist vieles. Eine Geschichte zum Verlieben. Eine Geschichte zum Wohlfühlen. Ein absolutes Herzensbuch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2020

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Oder?

Silver Crown - Forbidden Royals
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❞Jedes kleine Mädchen träumt davon, in einem Schloss zu leben❝ (S.228) oder etwa nicht?

Inhalt:

Es war einmal ein Mädchen namens Emilia Lennox, die nichts ahnend während eines Besuchs in einer Collegebar ...

❞Jedes kleine Mädchen träumt davon, in einem Schloss zu leben❝ (S.228) oder etwa nicht?

Inhalt:

Es war einmal ein Mädchen namens Emilia Lennox, die nichts ahnend während eines Besuchs in einer Collegebar erfährt, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird. Der König von Caerleon ist nämlich tot. Das heißt, aus Herzog Linus wird plötzlich König Linus. Und naja, Emilia als seine rechtmäßige Tochter, plötzlich zur Kronprinzessin. Wobei eigentlich keiner so genau weiß, dass er eine leibliche Tochter hat und nicht nur Stiefkinder. Und als wäre das Chaos nicht schon groß genug, wird sie dann auch noch entführt und ein Typ landet mit seinem Gesicht voran zwischen ihren Knien. Tja, wie heißt es so schön? „Und wenn sie nicht gestoben sind, dann leben sie noch heute.“, oder?

Hierbei handelt es sich übrigens um den ersten Teil einer dreiteiligen Reihe - der Forbidden-Reihe. Achtung: die Teile können 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 unabhängig voneinander gelesen werden.

Meinung:

𝐄𝐦𝐢𝐥𝐢𝐚 𝐋𝐞𝐧𝐧𝐨𝐱, oder doch eher Lancaster, ist kein typischer und klischeehafter Buchcharakter. Sie ist zwar eine Musterstudentin im Fach Medizin, aber gleichzeitig auch ein kleiner Elefant im Porzellanladen. Aber auch scharfsinnig, schlagfertig und spitzzüngig. Zudem färbt sie sich häufiger die Haare als ich meine Unterwäsche (okay Spaß, aber ihr wisst worauf ich hinaus möchte). Der Fokus soll nämlich auf ihren Haaren liegen und nicht auf dem Gesicht. Man schenkt der Haarfarbe also mehr Aufmerksamkeit als dem Rest von ihr. Außerdem neigt sie zu einem Hauch von schwarzen Humor, was sie umso mehr sympathisch macht. Ihr, merkt schon, sie ist kein wandelndes Klischee sondern ein einzigartiges Mädchen.

𝐂𝐚𝐫𝐭𝐞𝐫 𝐓𝐡𝐨𝐫𝐧𝐞 hingegen ist so ziemlich das genaue Gegenteil. Egal wo er ist, er fällt auf. Was zuletzt vermutlich auch seinem Adelstitel zu verdanken ist. Er ist einfach herrlich ehrlich, der ohne groß darüber nachzudenken, darauf los quatscht. Aber manchmal möchte man ihn auch einfach wegschubsen, ihn aber gleichzeitig auch an sich ziehen. Vielleicht ist das auch der Grund warum die beiden so gut zueinander passen. Nun, wäre da nicht die kleine Sache mit den Stiefgeschwistern. Und dennoch kommen sie sich näher, und lassen einen nahezu jedesmal verträumt aufseufzen.

❞ »Ich bin im Moment keine gute Gesellschaft, Carter.«

»Das ist mir egal. Ich bin niemals eine gute Gesellschaft. Aber wir alle brauchen manchmal jemanden. Jemanden zum Anlehnen.« ❝ (S.219). Hach, diese Anziehung der beiden ist so unfassbar gut greifbar, dass man am liebsten in das Buch springen würde, um das knistern zwischen den beiden noch mehr zu genießen.

Emilias Märchen ist allerdings nicht nur von netten Charakteren wie Carter und Chloe geprägt sondern auch von einer bösen Stiefmutter, die sich alles selbst unter den Nagel reißen will. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es dann auch noch diese eine, eigentlich tolle Person, die einen unverzeihlichen Verrat begeht. ❞Nach dem heutigen Tag denkt die ganze Welt, dass ich eine Adlige bin. Aber ich bin keine Prinzessin. Ich bin eine Schachfigur.❝ (S.215). Das Märchen von Emilia nimmt einen vom ersten Gedankengang mit und erobert das Herz im Sturm.

Ihr seht schon, Julie Johnson schafft es, den Leser von Anfang an mit überraschenden Ereignissen zu packen und bis zum Ende nicht mehr loszulassen. Ihr Schreibstil macht schon zu Beginn Lust auf mehr. Julies Schreibstil ist nämlich bildhaft, angenehm, lebhaft und absolut fesselnd. Ich selbst habe das Buch innerhalb weniger Stunden nur so inhaliert. Die Seiten fliegen einfach nur so umher. Ich meine, allein das Vorwort müsste so ziemlich jeden zum Schmunzeln bringen und dementsprechend auch zum Kauf überreden. Außerdem ist das Cover, typisch LYX eben, einfach nur perfekt getroffen. Dieses Dezente macht einfach so viel mehr her als ein buntes Wirrwarr. Ein Pluspunkt ist zudem der Stammbaum direkt zu Beginn: eine Verwechslung oder Verwirrung ist also so ziemlich ausgeschlossen.

So ihr „verdorbenen Seelen“, wer royale Geschichten mit höfischen Intrigen, dunklen Geheimnissen und politischen Schachzügen genauso sehr liebt wie ich, ist hier genau richtig!


Fazit:

„Silver Crown“ ist kein klassisches Märchen mit rundum glücklichen Charakteren, vielmehr ein Märchen, dass die Guten aber auch die Schattenseiten des Lebens aufgreift. Und somit ein einzigartiges und düsteres Märchen aus Verrat, Intrigen und Leidenschaft schafft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2020

Mehr. Mehr Schmerz, mehr Liebe, einfach mehr.

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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❞𝐈𝐜𝐡 𝐥𝐚̈𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭𝐞. 𝐄𝐫 𝐥𝐚̈𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭𝐞 𝐳𝐮𝐫𝐮̈𝐜𝐤 𝐮𝐧𝐝 𝐬𝐚𝐠𝐭𝐞: 𝐌𝐞𝐡𝐫 𝐝𝐚𝐯𝐨𝐧, 𝐄𝐥𝐥𝐢𝐞.❝ (S.55)

Bittersüß, schmerzhaft und leidenschaftlich - Ladies and Gentlemen, das ist „Wie die Ruhe vor dem Sturm“.

𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭: Eleanour ...

❞𝐈𝐜𝐡 𝐥𝐚̈𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭𝐞. 𝐄𝐫 𝐥𝐚̈𝐜𝐡𝐞𝐥𝐭𝐞 𝐳𝐮𝐫𝐮̈𝐜𝐤 𝐮𝐧𝐝 𝐬𝐚𝐠𝐭𝐞: 𝐌𝐞𝐡𝐫 𝐝𝐚𝐯𝐨𝐧, 𝐄𝐥𝐥𝐢𝐞.❝ (S.55)

Bittersüß, schmerzhaft und leidenschaftlich - Ladies and Gentlemen, das ist „Wie die Ruhe vor dem Sturm“.

𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭: Eleanour Gable und Greyson East waren in ihrer Jugend der gegenseitige Lichtblick in einem düsteren Alltag. Doch wie es wohl immer kommt, trennten sich ihre Wege während dem College. 16 Jahre später steht Ellie, während eines Bewerbungsgesprächs, Grey gegenüber, doch Grey ist schon lange nicht mehr Ellies Grey. Aus einem liebevollen Junge ist ein eiskalter, einsamer Mann geworden. Doch was hat den Mann der mit den sturmgrauen Augen bloß so sehr verändert?

𝐄𝐥𝐞𝐚𝐧𝐨𝐫 ist ein Charakter zum Lieb haben und zum ganz fest in den Arm nehmen. Sie vergöttert ihre Libellenstrickjacke über alles und gibt einem das Gefühl, dass man ebenfalls unbedingt eine Libellenstrickjacke im Schrank hängen haben muss. Sie ist ein absoluter Bücherwurm mit großer Schwäche für Harry Potter. Ihre Gedanken spiegeln dies direkt wieder und konnten mich immer wieder zum Schmunzeln bringen: „Er war bloß ein Muggel, der sich wie ein Muggel verhielt. Muggel wussten es eben nicht besser. Manchmal verhielten sie sich wie Idioten.“ (S.26). Grey ist ihr Lichtblick, ihr Rettungsanker, derjenige, der sie vor dem ertrinken rettet.
𝐆𝐫𝐞𝐲𝐬𝐨𝐧 ist ein absoluter Kung-Fu Filmliebhaber, der Ellie im Jahr 2003 wahrnimmt, wie kein anderer. Ellie ist das was er in seinem düsterem Alltag braucht: ein Lichtblick auf Sonnenschein. Im ersten Teil ist er gefühlvoll, süß und emphatisch während er im zweiten Teil das genaue Gegenteil davon ist.
Der Einstieg in die Geschichte spiegelt absolut die Ruhe vor dem Sturm wieder. Man wird total sanft in die Geschichte hineingezogen und das gibt einem Zeit, die Charakter kennenzulernen und sich mit ihnen zu identifizieren. Der zweite Teil knüpft im Jahr 2019 an - mit einer 32-jährigen Nanny Ellie und einem 33-jährigen Wittwer Greyson. Zunächst war ich ein wenig skeptisch, da Nanny Geschichten einfach zu vorhersehbar sind, aber mit der unschönen Wahrheit bezüglich Trauer und Schmerz, die mehr als nur authentisch geschildert wird, konnte mich B.C. Cherry vollends doch komplett überzeugen. Ebenso ihr Schreibstil: gefühlvoll, bittersüß und leidenschaftlich. Man merkt kaum, dass sich die Bilder im Kopf ganz automatisch bilden. „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ bringt jedoch keineswegs nur negative Gefühle mit sich, sondern durchaus auch harmonische und humorvolle Momente, die manchmal nicht nur für Grey ein Lichtblick sind, sondern auch für den Leser. Greys Töchter Karla und Lorelai sind ebenfalls kleine Lichtblicke, die das Herz im Sturm erobern.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: ich hab selten ein Buch gelesen, dessen Titel und Inhalt wie Arsch auf Eimer gepasst hat. „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ nimmt einen auf eine Reise voller Gefühle mit, die einen berühren und sich tief in einem festsetzen. Wer also eine Geschichte mit mehr Gefühl, mehr tollen Dialogen, mehr witzigen Monologen einfach mit mehr lesen möchte, der ist hier genau richtig.

❞𝐌𝐞𝐡𝐫. 𝐌𝐞𝐡𝐫 𝐅𝐫𝐞𝐮𝐧𝐝𝐞, 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐋𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧 , 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐋𝐚̈𝐜𝐡𝐞𝐥𝐧. 𝐌𝐞𝐡𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐢𝐡𝐦, 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐦𝐢𝐫, 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐮𝐧𝐬.❝ (S.435)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.08.2020

Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage

Cinder & Ella
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❞𝐃𝐚𝐬 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦 𝐦𝐢𝐭 𝐌𝐚̈𝐫𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭, 𝐝𝐚𝐬𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐦𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐭𝐫𝐚𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐜𝐤𝐬𝐚𝐥𝐬𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠 𝐛𝐞𝐠𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧.❝ S.7

„Cinder & Ella“ ist vermutlich die schönste moderne Märchenadaption, die ich bislang lesen durfte. ...

❞𝐃𝐚𝐬 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦 𝐦𝐢𝐭 𝐌𝐚̈𝐫𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭, 𝐝𝐚𝐬𝐬 𝐝𝐢𝐞 𝐦𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐭𝐫𝐚𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐢𝐜𝐤𝐬𝐚𝐥𝐬𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠 𝐛𝐞𝐠𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧.❝ S.7

„Cinder & Ella“ ist vermutlich die schönste moderne Märchenadaption, die ich bislang lesen durfte. Nicht nur der Titel lässt auf etwas magisches hoffen, sondern auch der Inhalt: der Hollywoodstar schlecht hin möchte nämlich nur eins - das Mädchen, dass nach einem Unfall sowohl an körperlichen als auch an physischen Folgen leidet.
Ella ist ein wirklich starker Charakter, der es nicht nur mit unerwünschten Familienmitgliedern aufnehmen muss sondern auch mit körperlichen und seelischen Spuren. Und als ob das mich schon genügen würde, wird sie in der Schule gehänselt und körperlich angegriffen. Ellas Schicksalsschlag hat mich wirklich öfters zu glasigen Augen gerührt. Aber allein der Fakt, dass sie ein absoluter Bücherwurm ist, macht sie einfach nur sympathisch. Ebenso ist es einfach nur bewundernswert, wie sie sich aus einem Tief hoch kämpft. Cinder, der Junge den Ella vor ihrem Unfall über ihrem Blog kennengelernt hat, wird nach und nach zu ihrem besten Freund und Fels in der Brandung. Nach ihrem Unfall und Umzug nach LA wird somit aus einer reinen Internetbekanntschaft auf einmal Realität, denn das Hollywoodsternchen lebt selbstverständlich in LA. Die Entwicklung zwischen Cinder und Ella ist einfach nur schön mitzulesen. Besonders toll find ich jedoch die Message, die hinter dem Buch steckt. Aus Ellas anfänglichem Selbsthass entwickelt sich nämlich langsam Selbstakzeptanz und schlussendlich auch Selbstliebe. Kelly Oram hat es wirklich geschafft, mich mit ihrem Schreibstil zu verzaubern und deutlich öfters mal nach YA zu greifen.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: „Cinder & Ella“ bringt eine Achterbahn der Gefühle mit sich: Frust, Fassungslosigkeit, Trauer, Herzchen in den Augen und verzücktes Aufseufzen. Also alles was ein gutes Buch braucht. Abschließend kann ich diese Kurzrezension nur mit folgenden Worten beenden: 𝐔𝐧𝐝 𝐬𝐢𝐞 𝐥𝐞𝐛𝐭𝐞𝐧 𝐠𝐥𝐮̈𝐜𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐛𝐢𝐬 𝐚𝐧𝐬 𝐄𝐧𝐝𝐞 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐫 𝐓𝐚𝐠𝐞.

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