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Veröffentlicht am 15.01.2020

Bella Ciao

Bella Ciao
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Das Lied „Bella Ciao“ lief vor einiger Zeit als „Sommerhit“ im Radio rauf und runter und insbesondere über die deutsche Version von DJ Ötzi hat mein Mann sich furchtbar aufgeregt und die Frage gestellt ...

Das Lied „Bella Ciao“ lief vor einiger Zeit als „Sommerhit“ im Radio rauf und runter und insbesondere über die deutsche Version von DJ Ötzi hat mein Mann sich furchtbar aufgeregt und die Frage gestellt „Weiß der eigentlich, um was es in dem Lied geht!?“. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass mir das nicht so bewusst war und als ich im letzten Sommer bei einer Comic-Ausstellung eine Graphic Novel von Maurizio A.C. Quarello zu dem Lied entdeckt habe, wusste ich schon, was ich meinem Mann zu Weihnachten schenke

Aber auch mich hat das Ganze interessiert und so habe ich natürlich einen Blick in das Buch geworfen.

Der Autor widmet das Buch seinen Großeltern Maria und Maurizio und die im Buch beschriebene Episode hat sich laut Epilog zu den historischen Hintergründen wohl so auf dem Bauernhof der Großeltern zugetragen.

Das Buch kommt völlig ohne Worte aus, aber die in sechs Kapiteln erzählte Geschichte benötigt diese auch nicht wirklich. Die Illustrationen sind schnörkellos und eher in gedeckten bzw. dunklen Farben gehalten, was aber nichts an ihrer Eindrücklichkeit ändert.

Über die Partisanenkämpfe im 2. Weltkrieg habe ich – da bin ich ehrlich – noch nicht allzu viel gelesen oder mich mit dem Thema auseinander gesetzt. „Bella Ciao“ zeigt den Kampf, den Mut und das Risiko dieser Menschen, die für die Freiheit ihrer Heimat gekämpft haben und damit nicht weniger Mut als die Soldaten auf den offiziellen Schlachtfeldern gezeigt haben. Gleichzeitig zeigt die Graphic Novel aber auch eine „menschliche“ Seite der Geschichte und ruft uns ins Gedächtnis, dass es nie ganz eindeutig „die Guten“ und „die Bösen“ gegeben hat und auch nie geben wird.

Von mir bekommt diese "wortlose" Graphic Novel, die gar keine Worte braucht, um mich zu berühren, 5 Bewertungssterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Verhext

Verhext (Die Chronik des Eisernen Druiden 2)
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Der erste Band der „Chronik des Eisernen Druiden“ von Kevin Hearne, den ich als Hörbuch gehört habe, hat mich begeistert zurückgelassen und so war es keine Frage, dass der 2. Teil „Verhext“ gleich als ...

Der erste Band der „Chronik des Eisernen Druiden“ von Kevin Hearne, den ich als Hörbuch gehört habe, hat mich begeistert zurückgelassen und so war es keine Frage, dass der 2. Teil „Verhext“ gleich als nächstes Hörbuch geladen wird.

Meine Rezension bezieht sich auf den ungekürzten Hörbuch-Download von Audible.

Nach den zuletzt kräftezehrenden Ereignissen will sich Atticus eigentlich nur ausruhen und sich danach seinen Freunden, seinem Laden, seiner neuen Schülerin und seinem Hund Oberon widmen, aber sein neuer Ruf als „Göttertöter“ lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Er kann sich vor lauter Anfragen gar nicht retten.

Dann tauchen Geschöpfe des Weingottes Bacchus in der Stadt auf und sorgen für mächtig Wirbel, von den Höllenkreaturen, die immer wieder Atticus Weg kreuzen und einem neuen Hexenclan, der ihm nach dem Leben trachtet ganz zu schweigen.

Der 2. Band der Reihe legt ein höheres Erzähltempo als noch der erste Teil vor, aber da ich diesen unmittelbar zuvor gehört hatte, habe ich mich begeistert in die Geschichte fallen lassen.

Atticus muss an scheinbar mehreren Fronten zugleich kämpfen. Mir hat es gefallen, dass es ein Wiedersehen mit Figuren wie der indischen Hexe Laksha und dem polnischen Hexenzirkel um Malina aus dem ersten Teil gibt. Auch die Anwälte und Freunde von Atticus – der Werwolf Gunnar und der Vampir Leif - sowie die Witwe haben ihre Auftritte und hatte diese Charaktere alle bereits im ersten Buch ins Herz geschlossen und so macht das Wiedersehen einfach Freude.

Aber es sind auch einige Verluste, die den Druiden persönlich betreffen zu verschmerzen und so bietet „Verhext“ wie schon der vorherige Teil eine unterhaltsame Mischung aus Humor, Spannung und Action mit jeder Menge „mystischem Getier“

4 Bewertungssterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Gehetzt

Gehetzt (Die Chronik des Eisernen Druiden 1)
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Auf die Reihe „Die Chronik des Eisernen Druiden“ von Kevin Hearne habe ich schon länger ein Auge geworfen, aber zum Lesen bin ich bisher noch nicht gekommen. Vor einem Jahr habe ich dann einem meiner jüngeren ...

Auf die Reihe „Die Chronik des Eisernen Druiden“ von Kevin Hearne habe ich schon länger ein Auge geworfen, aber zum Lesen bin ich bisher noch nicht gekommen. Vor einem Jahr habe ich dann einem meiner jüngeren Brüder die Reihe empfohlen und nachdem sich mein Bruder mittlerweile mit dem 3. Teil der Reihe vergnügt, ist es auch für mich Zeit geworden.

Da ich momentan irgendwie nicht so den Nerv zum Lesen habe, fiel meine Wahl auf die Hörbuchfassung der Reihe, die in ungekürzter Lesung vorliegt, was mir immer sehr wichtig ist

Meine Rezension bezieht sich auf den ungekürzten Hörbuchdownload von Audible.

Der Ire Atticus hat sich in Arizona, im Südwesten der USA häuslich eingerichtet. Hier betreibt er einen okkulten Buchladen, verkauft Kräutertees und verbringt seine Freizeit gerne mit seinem Wolfshund Oberon.

Keiner weiß, dass sich hinter der jugendlichen Fassade von Atticus ein über zweitausend Jahre alter Druide, noch dazu der letzte Überlebende seiner Art, verbirgt.

Atticus befindet sich im Besitz eines magischen Schwertes, namens Fragarach und auf dieses Schwert hat es eine keltische Gottheit abgesehen, die seit Jahrhunderten auf der Suche nach dem Druiden ist und immer wieder Feen oder andere Späher aussendet, um die mächtige Waffe zu erobern.

Bisher konnte sich Atticus verbergen und allen Angriffen erwehren, aber nun scheint es – wenn man nach der Prophezeiung einer keltischen Todesbotin geht - für ihn eng zu werden…

Ich bin ein großer Fan von Mythologien und Sagen aus aller Welt und so begeistert es mich mit in welcher Fülle an verschiedenen Götterwelten ich in „Gehetzt“ konfrontiert werde.

Der Autor spielt kreativ und gekonnt mit den diversen Gottheiten, Mythen und Sagen – die mir mal mehr, mal weniger bekannt sind und bindet diese modern und erfrischend frech in die Geschichte des Druiden Atticus ein.

Atticus hat sich trotz seines Alters eine wunderbar erfrischende Art bewahrt, kann auswendig Shakespeare zitieren, führt herrliche Wortgefechte mit seinem Wolfshund und seinen Anwälten, die sich als Vampir und Werwolf durchs Leben schlagen und ist sympathisch verschroben und paranoid, was seine Umgebung angeht. Ich musste oft und viel lachen, besonders die staubtrockenen Randkommentare von Oberon und sein einfacher „Hundeblick“ auf komplizierte Angelegenheiten haben mich amüsiert.

Der Sprecher Stefan Kaminski macht seinen Job wunderbar und verleiht allen Figuren einen ganz individuellen Charakter – so macht Hörbuch hören Spaß!

Von mir gibt es 4 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2020

Weihnachten am Siljansee

Weihnachten am Siljansee
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In meinem Wichtel-Adventskalender durfte ich mich u.a. über das Buch „Weihnachten am Siljansee“ von Linnea Holmström freuen. Mit seinem winterlich-weihnachtlichen Inhalt war das Buch für mich das perfekte ...

In meinem Wichtel-Adventskalender durfte ich mich u.a. über das Buch „Weihnachten am Siljansee“ von Linnea Holmström freuen. Mit seinem winterlich-weihnachtlichen Inhalt war das Buch für mich das perfekte Lesefutter für die ruhigen Tage zwischen den Feiertagen.

Es war mein erstes Buch der Autorin.

Inger steckt ihr ganzes Herzblut in das Kinderheim „Villa Pusteblume“, dass sie gemeinsam mit ihrer Schwester Malena führt. Die beiden Schwestern sind selbst in dem Kinderheim aufgewachsen und haben das Ganze von ihrem Vater übernommen.

Das Haus, in dem das Kinderheim untergebracht ist, gehört Augusta, einer älteren Dame aus dem Dorf. Als diese stirbt fällt das Erbe komplett an ihren Neffen Per Holmquist und der nüchterne Geschäftsmann aus Stockholm scheint sich nicht wirklich für das Schicksal der Villa Pusteblume zu interessieren.

So drücken Geldsorgen und eine ungewisse Zukunft Inger nieder und selbst die bevorstehende Weihnachtszeit kann sie nicht aufheitern.

Ich habe „Weihnachten am Siljansee“ gern gelesen. Es ist eine nette Geschichte – perfekt für kuschlige Nachmittage auf dem Sofa, während draußen der kalte Wind pfeift.

Die Autorin beschreibt das winterliche bzw. vorweihnachtliche Schweden bildhaft und so sieht man beim Lesen die Bilder direkt vor sich.

Man spürt beim Lesen, wie sehr der Protagonistin Inger das Kinderheim und alle seine Bewohner am Herzen liegen. Die dort lebenden Kinder werden lebendig beschrieben und man schließt alle Figuren schnell ins Herz.

Die Streiche der Kinder – allen voran von Jesper – haben mich beim Lesen oft schmunzeln lassen.

Per ist mir als Protagonist leider ziemlich fern geblieben, auch wenn man merkt, dass er unter der kalten Fassade ein netter Kerl ist. Die Romanze zwischen ihm und Inger kommt für mein persönliches Gefühl nicht so wirklich zum Tragen, was ich schade finde und ich konnte den beiden gefühlsmäßig nicht so folgen, wie ich es eigentlich gern getan hätte.

Alles in allem habe ich die Geschichte zwar gern gelesen, sie bleibt mir auch zugleich auch etwas zu sehr an der Oberfläche und schöpft ihr vorhandenes Potenzial nur bedingt aus. 3 Bewertungssterne gibt es von mir dafür.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

Wild Games - In einer heißen Nacht

Wild Games - In einer heißen Nacht
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Mit „Wild Games – In einer heißen Nacht“ startet die „Wild Games“-Reihe von Jessica Clare.

Ich habe von der Autorin bereits die „Perfect Passion“-Reihe als Hörbuch gehört.

Abby arbeitet als Journalistin ...

Mit „Wild Games – In einer heißen Nacht“ startet die „Wild Games“-Reihe von Jessica Clare.

Ich habe von der Autorin bereits die „Perfect Passion“-Reihe als Hörbuch gehört.

Abby arbeitet als Journalistin und hat sich auf Buchrezensionen spezialisiert. Ihre Chefin offeriert ihr ein verführerisches Angebot: Sie soll sich undercover an einer Realityshow beteiligen, Hinter den Kulissen-Berichte schreiben und nach der Ausstrahlung der Sendung winkt ihr sogar ein Vertrag für ein eigenes Buch. So wirklich viel Lust hat Abby dazu eigentlich nicht, aber die Zwischentöne ihrer Chefin – mach mit oder such dir einen neuen Job – sind deutlich und so willigt sie ein.

Zusammen mit den anderen Kandidaten geht es auf eine „einsame“ Insel und hier warten neben der – nach Abbys Meinung – viel zu knappen Badebekleidung jede Menge Wettbewerbe und eine große Portion „Überlebenstraining“ auf die Teilnehmer.

Anfangs müssen sich die Kandidaten zu Zweierteams zusammen finden und Abby ist wenig begeistert, dass sie mit dem attraktiven aber auch arrogant wirkenden Dean ein Team bilden muss.

Nach und nach mischen sich ganz andere Gefühle in die Zickereien zwischen den Beiden und die Luft beginnt zu prickeln, aber da ist ja auch immer eine Kamera dabei…

Die Geschichten von Jessica Clare lassen sich grundsätzlich gut lesen und sind kurzweilig geschrieben. Extremen Tiefgang darf man weder von den Protagonisten noch von der Handlung erwarten. So ist auch bei „In einer heißen Nacht“ von den ersten Zeilen an klar, wo die Reise hingeht und große Überraschungen bleiben auf dem Weg dahin aus.

Ich fand das Setting mit der Realityshow spannend und hätte gerne noch mehr darüber lesen können. Die Autorin lässt durchaus auch die ein oder andere kritische Randbemerkung zu dieser Art von Showformat fallen, aber es bleibt alles doch verhältnismäßig oberflächlich und ich finde, dass man da wirklich mehr daraus hätte machen können.

Die Figuren sind sympathisch gestaltet und der Fokus liegt ganz auf dem Miteinander der beiden Protagonisten. Das erotische Prickeln nimmt seinen Platz in der Handlung ein, ist ansprechend beschrieben und dominiert die Geschichte nicht.

Eine kurzweilige Geschichte für zwischendurch, die durchaus noch Luft nach oben gehabt hätte und von mir 3 Bewertungssterne bekommt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere