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Veröffentlicht am 18.04.2026

Ein außergewöhnliches Ermittlerpaar

Tee, Tod und die versiegelte Tür
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Das Erscheinen des Halleyschen Kometen im Jahr 1910 sorgt in England für Unruhe. Der Viscount von World's End ist davon überzeugt, daß dies das Ende der Menschheit bedeutet. Deshalb hat er sich mit seiner ...

Das Erscheinen des Halleyschen Kometen im Jahr 1910 sorgt in England für Unruhe. Der Viscount von World's End ist davon überzeugt, daß dies das Ende der Menschheit bedeutet. Deshalb hat er sich mit seiner Familie und dem Personal in sein einsames Landhaus zurückgezogen. Er läßt alle Fenster und Türen versiegeln und sogar die Kamine werden verschlossen. Am nächsten Morgen wird der Viscount hinter der verschlossenen Tür seines Arbeitszimmers tot aufgefunden. Erschossen mit einer Armbrust. Der von sich sehr überzeugte Inspector von Scotland Yard verdächtigt sofort den neuen Diener Stephen Pike. Um nicht verhaftet zu werden, beginnt er den wahren Mörder zu suchen. Unerwartete Unterstützung bekommt er von der Tante des Viscounts, Miss Decima. Die alte Dame wird von der Familie und vom Personal gefürchtet. Doch für Stephen kommt ihre Hilfe wie gerufen. Die Zeit läuft ihnen davon, denn der Mörder ist mitten unter ihnen!

In dem Krimi "Tee, Tod und die versiegelte Tür" von Ross Montgomery findet ein mehr als außergewöhnliches Ermittlerpaar zueinander: Eine alte Dame im Rollstuhl und ihr nicht einmal 20jähriger Diener. Das verspricht herrlich kuriose Dialoge, zumal die alte Lady eine sehr spitze Zunge hat. Der Krimi spielt vor dem Hintergrund der Panik der Menschen beim Erscheinen des Halleyschen Kometen. Die Wendungen in dem Fall halten den mitratenden Leser ganz schön auf Trab. Immer wieder führt eine vielversprechende Spur in eine Sackgasse. Langweilig wird es hier nie. Mit gutem Humor kann die Geschichte ebenfalls punkten. Da ist der unfähige Inspector, der ganz unfreiwillig zur komischen Figur wird, dann die Familie des Opfers und nicht zuletzt Miss Decima mit ihrer direkten Art. Ich habe selten bei einem Krimi so gelacht. Hier hätte ich gern noch mehr Bände!

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Esoterik und Tod in Hohwacht

Fischkopp-Vendetta
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In Hohwacht ist viel los - es findet eine Esoterikmesse statt. Inse Oltmanns interessiert sich wahnsinnig dafür - und für ihren neuen Chef im Tourismusbüro. Dorfpolizist Oke Oltmanns hat damit eigentlich ...

In Hohwacht ist viel los - es findet eine Esoterikmesse statt. Inse Oltmanns interessiert sich wahnsinnig dafür - und für ihren neuen Chef im Tourismusbüro. Dorfpolizist Oke Oltmanns hat damit eigentlich schon genug Sorgen. Aber die aus Hamburg neu hinzugezogene Carmen Bachmann findet mit ihren zwei befreundeten Paaren auf dem gemeinsamen Hofgrundstück ein altes Fass mit Waffen und gefälschten Pässen. Kurz darauf liegt auch noch ein Toter am Behrensdorfer Leuchtturm. Oke hat nun alle Hände voll zu tun.

Mit "Fischkopp-Vendetta" hat Patricia Brandt ihren 5. Hohwacht-Krimi geschrieben. Und auch dieser ist wieder einfach toll! Dorfpolizist Oke Oltmanns hat diesmal sowohl dienstlich, als auch privat zu kämpfen. Nicht nur, daß Ehefrau Inse auf Abwege gerät, er hat es auch noch mit einem Toten und einem Fass mit Waffen und gefälschten Pässen zu tun. Dies ist beides richtig spannend. Oke und seine Inse sind mir nämlich so ans Herz gewachsen, da hofft man sehr, daß alles gut endet. Aber auch die restlichen Hohwachter sind einfach richtig sympathisch und von einer herzlichen Art. Sie sind richtig typisch norddeutsch, so daß ich sie fest in mein Leserherz geschlossen habe. Typisch norddeutsch sind hier zum Teil auch die Dialoge, die durch ihren Dialekt das regionale Gefühl hochhalten. Dazu noch die tollen Landschaftsbeschreibungen von Patricia Brandt und man wähnt sich im Urlaub! Dabei kommt die Spannung nicht zu kurz. Ist der Fall doch recht lange nicht durchschaubar, so daß der Rätselspaß lang anhält. Für mich war dieser Krimi wie ein Vorgeschmack auf meinen eigenen Ostseeurlaub, denn hier hatte ich wirklich alles. Spannung, eine herrlich bekannte Kulisse voller Erkennungswert und sympathische Norddeutsche. Mehr brauche ich gar nicht!

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Eine Geschichte wie aus dem echten Leben

Zwischen Abschied und Neubeginn
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Im Mai 1981 ist der Sommer in der Wesermarsch noch nicht angekommen. Die junge Hebamme Esther arbeitet mit ihrer erfahrenen Kollegin Luise in der Hebammenpraxis Storchennest in Eckwarden. Zur Zeit macht ...

Im Mai 1981 ist der Sommer in der Wesermarsch noch nicht angekommen. Die junge Hebamme Esther arbeitet mit ihrer erfahrenen Kollegin Luise in der Hebammenpraxis Storchennest in Eckwarden. Zur Zeit macht sie sich Sorgen um Luise, die ihr eine gute Freindin geworden ist. Die sonst so zuversichtliche und muntere Frau verzettelt sich immer öfter in düstere Gedanken und sieht überall Gefahren für die Mütter und ihre Babys, die sie betreut. Dazu kommen noch die werdenden Mütter, die Esther betreut. Auch da haben einige Probleme, die Esther natürlich bemerkt. Sie versucht neutral zu bleiben, was ihr manchmal sehr schwer fällt. Esthers Beziehung zu Stefan flackert wieder auf, doch als sich gerade alles zum Guten wendet, stiftet Birgit wieder Unfrieden. So sind viele Hürden zu überwinden, bis Esther einen Neubeginn wagen kann.

Mit dem zweiten Teil ihrer Hebammen-Saga hat Regine Kölpin wohl wieder den richtigen Nerv vieler Leserinnen getroffen. "Zwischen Abschied und Neubeginn" beschreibt das Jahr 1981 mit den Friedensdemonstrationen und dem Traum von einer gerechten Zukunft so echt, als wäre man dabei gewesen. Über die angestaubten Moralapostel dieser Zeit kann man heute nur noch schmunzeln, damals war das sicher nicht so einfach wegzulächeln. Wie immer beschreibt Regine Kölpin die Menschen so lebendig, daß man schnell mit ihnen vertraut wird. Dieses Buch ist eine Reise in die 1980er Jahre. Das ist eigentlich noch nicht so lange her und doch hat sich so viel verändert. Das wird einem beim Lesen erst richtig bewußt. Ich hoffe, man hört noch mehr von Esther und den Menschen in der Wesermarsch!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Wundervoller Ferienkrimi

Ein romantischer Tod
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Nahe des Wanderweges Sentiero Azzurro wird ein Wanderer tot aufgefunden. Er wurde während eines Picknickes von den Steinen einer jahrhundertealten Mauer erschlagen. Commissario Vito Grassi glaubt nicht ...

Nahe des Wanderweges Sentiero Azzurro wird ein Wanderer tot aufgefunden. Er wurde während eines Picknickes von den Steinen einer jahrhundertealten Mauer erschlagen. Commissario Vito Grassi glaubt nicht an einen Unfall. Der Tote, ein ehemaliger Polizist, war einem skrupellosen Geschäftsmann auf der Spur. Liegt hier das Mordmotiv?

"Ein romantischer Tod" von Andrea Bonetto ist ein richtig guter Ferienkrimi. Angesiedelt im wunderschönen Ligurien wird das Flair der Region sehr schön vermittelt. Landschaft und Charaktere werden sehr bildhaft beschrieben. Die Region wird hier lebendig, man erfährt von ihren Eigenheiten und ein wenig von ihrer Geschichte. Die Charaktere sind alle mit ihren speziellen Eigenarten versehen, haben Ecken und Kanten und sind richtige Unikate, die, so unterschiedlich sie sind, trotzdem perfekt zusammenpassen. Ihre Dialoge sorgen öfters für Lachtränen. Hier kommt etwas Humor ins Spiel. Man merkt hierbei jedoch, daß die kleinen Spitzfindigkeiten nie boshaft gemeint sind. Der Kriminalfall selbst wird auf ruhige Art gelöst. Action sucht man hier vergeblich, was mir sehr gut gefallen hat. Dieser Krimi ist perfekt zum Entspannen und Genießen!

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Absolut authentisch und sehr spannend

Bulle bleibt Bulle
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Gerd Sehling hat seiner Frau Dörte nach seinem letzten Fall, den er schon als Pensionär als Rauschgiftfahnder gelöst hat, eine Städtetour versprochen. Dörte hat kurzerhand Barcelona gebucht, sehr zu Gerds ...

Gerd Sehling hat seiner Frau Dörte nach seinem letzten Fall, den er schon als Pensionär als Rauschgiftfahnder gelöst hat, eine Städtetour versprochen. Dörte hat kurzerhand Barcelona gebucht, sehr zu Gerds Missfallen. Bereits am Flughafen kann er seine Spürnase nicht mehr zügeln, denn er trifft auf den Dealer Steven, der eigentlich in Haft sitzt, nun jedoch mit Frau und Kind ebenfalls nach Barcelona in den Urlaub fliegt. Zufällig wohnen alle fünf im gleichen Hotel. Für Gerd ist es vorbei mit der Erholung! Bei seinen Ermittlungen gerät er mitten in ein Netzwerk aus Dealern, Kurieren und Hintermännern, gerät selbst in Gefahr und er lernt, daß manchmal hinter einer Fassade ein ganz anderer menschlicher Kern steckt, als erwartet.

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