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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2017

The Fox

Eine von uns
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Im Sommer 1984 geschahen in einigen englischen Dörfern mysteriöse Dinge. Jemand drang in die Häuser ein, Dinge standen an einem anderen Ort oder es wurden Tierbauten in den Zimmer aufgefunden. Der Täter ...

Im Sommer 1984 geschahen in einigen englischen Dörfern mysteriöse Dinge. Jemand drang in die Häuser ein, Dinge standen an einem anderen Ort oder es wurden Tierbauten in den Zimmer aufgefunden. Der Täter wurde "Der Fuchs" genannt. Da niemand auch nur im Ansatz eine Ahnung hatte, was er wollte, bewaffneten sich die Einwohner und mißtrauten sich gegenseitig - denn es hätte jeder von ihnen sein können.... 

Nach dieser wahren Begebenheit wurde dieser Roman erschaffen. Harriet Cummings schafft es vortrefflich, die mysteriöse Stimmung mit ihren Worten einzufangen. Gerade in diesen kleinen Dörfern hat solch eine Geschichte nahrhaften Boden und die Bewohner reagieren sehr direkt. Dies wird hier sehr deutlich gemacht. Überhaupt die Einwohner - sie werden hier sehr gut beschrieben. Jeder hat seinen eigenen speziellen Charakter mit Ecken und Kanten, genau wie im richtigen Leben. Die Autorin beschreibt sehr deutlich, wie die Menschen miteinander umgehen und zu was sie in solch einer Situation fähig sind. Direkt als spannend würde ich das Buch nicht bezeichnen, jedoch ist es trotzdem sehr unterhaltsam und es lohnt sich, es zu lesen. Das Buch lebt eigentlich durch den sehr schönen Schreibstil der Autorin und des Geheimnisses um den Fuchs. 

Veröffentlicht am 21.02.2026

Nicht mein Humor

Betreutes Morden
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Die Serienmörderin Carol Quinn wird nach 35 Jahren Gefängnisaufenthalt entlassen. Sie will nun ihre Freiheit in der Seniorenresidenz Sheldon Oaks genießen. Als nach kurzer Zeit dort ein Mord geschieht, ...

Die Serienmörderin Carol Quinn wird nach 35 Jahren Gefängnisaufenthalt entlassen. Sie will nun ihre Freiheit in der Seniorenresidenz Sheldon Oaks genießen. Als nach kurzer Zeit dort ein Mord geschieht, ist natürlich Carol die Hauptverdächtige. Also beschließt sie, eigene Ermittlungen anzustellen, um ihre Unschuld zu beweisen. Schließlich weiß keiner besser als sie, wie ein Mörder tickt. Sie staunt nicht schlecht, als sich einige ihrer Mitbewohner als ehemalige Ermittler-Profis zu erkennen geben. Sie bilden ein unschlagbares Team, vor dem sich der Mörder in Acht nehmen sollte.

Ich mag wirklich den britischen Humor, der die Krimis aus England so besonders macht, aber mit dem Buch "Betreutes Morden" hat der Autor Fergus Craig etwas übers Ziel hinaus geschossen. Allein die Tatsache, daß sich eine Serienmörderin nach 35 Jahren im Gefängnis in eine Luxus-Seniorenresidenz einmieten kann, läßt die Geschichte etwas unglaubwürdig erscheinen. Mit dem Stil der Erzählung konnte ich mich nur schwer anfreunden. Alles wirkte krampfhaft bemüht, humorvoll zu sein. Auch zu der Hauptperson Carol bekam ich keinen Bezug. Alles zusammen war sehr unbefriedigend.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Zum Schluß wird es skurril

Die Besucher
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Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein altes, einsam gelegenes und renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Eines Abends, als Eve allein im Haus ist, klingelt es und ein Mann mit seiner Frau und den ...

Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein altes, einsam gelegenes und renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Eines Abends, als Eve allein im Haus ist, klingelt es und ein Mann mit seiner Frau und den drei Kindern steht vor der Tür und bittet darum, daß sie sich im Haus umsehen dürfen. Er hätte in seiner Kindheit dort gewohnt. Nach einigem zögern gibt Eve der Bitte nach. Sie ahnt nicht, was sie damit herauf beschwört!

"Die Besucher" von Marcus Kliewer hat mich zunächst begeistert. Die Handlung rund um die aufdringliche Familie ist durchaus spannend. Man fragt sich genau wie Eve, wann sie endlich wieder gehen. Die Spannung wird jedoch leider immer wieder durch Einschübe von Dokumenten unterbrochen, die bei mir Langeweile erzeugten. Auch die Charaktere blieben mir fremd. Eve war mir zu naiv, die Familie zu aufdringlich und dreist und Charlie war kaum anwesend. Spannende Details flackern immer wieder auf, wenn sich im Haus etwas unnatürlich verändert. Dies ist gruselig, ebenso wie die ständigen Geräusche und der Mann im alten Haus. Bei ihm hat mich gestört, daß seine Erscheinung nie aufgeklärt wurde. Dies ist auch nicht die einzige Frage, die offen blieb, was mich am Ende gestört hat. Überhaupt fand ich das Ende sehr skurril und nicht zufriedenstellend. Es blieben zu viele Fragen offen. Mich hätte da noch so einiges interessiert. Insgesamt kann man das Buch gut lesen, wenn man sich nicht daran stört, daß zum Schluß noch viele Fragezeichen übrig bleiben.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Nicht so spannend wie gedacht

Tiefe Schuld
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Liam Noone, ein wohlhabender Geschäftsmann, stürzt von der Klippe vor seinem Haus und stirbt. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Sein Sohn Sam ist jedoch davon überzeugt, daß es ein Mord war. Gemeinsam ...

Liam Noone, ein wohlhabender Geschäftsmann, stürzt von der Klippe vor seinem Haus und stirbt. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Sein Sohn Sam ist jedoch davon überzeugt, daß es ein Mord war. Gemeinsam mit seiner Halbschwester Nora will er herausfinden, was wirklich geschah. Sie forschen in der Vergangenheit ihres Vaters und entdecken ein Geheimnis, welches Liams Leben stark beeinflusst hat. Doch finden sie darin auch den Mörder?

Laura Dave konnte mich mit "Tiefe Schuld" nicht vollends überzeugen. So gut, wie sich der Klappentext anhörte, so wenig Spannung kam hier auf. Ich will nicht sagen, daß es gar keine Spannung gab, jedoch fesselt das Buch nicht. Natürlich möchte man wissen, was passiert ist, ob es sich um Mord handelt. Laura Dave schwenkt sehr oft in die Vergangenheit zurück. Diese Kapitel sind dann leider auch eher langatmig und haben meinen Lesefluss stark gestört. Die Ermittlungen von Sam und Nora sind dagegen interessant, laufen jedoch leider auch nicht vor Spannung über. Die Auflösung jedoch hat mich sehr überrascht und war schlüssig erklärt. Die Charaktere Sam und Nora waren sympathisch und es war interessant zu verfolgen, wie Nora ihre Meinung im Laufe der Handlung änderte. Zunächst war ihr alles eigentlich egal, doch dann fing sie plötzlich Feuer und war genau wie Sam der Meinung, daß es sich nicht um einen Unfall handeln konnte. Vom Schreibstil her hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn es ist leicht, locker und gut verständlich geschrieben. Kurzerhand gesagt ist "Tiefe Schuld" ein gut lesbares Buch, aber kein Pageturner.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Hat mir leider nicht gut gefallen

Die an den Tod nicht glauben
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Berlin 1910: Perditas Vater arbeitet als Helfer in der Gerichtsmedizin. Weil Perdita ohne Mutter aufwächst, nimmt er sie schon als Kind mit zu seiner Arbeitsstelle. Seitdem steht für sie fest, daß sie ...

Berlin 1910: Perditas Vater arbeitet als Helfer in der Gerichtsmedizin. Weil Perdita ohne Mutter aufwächst, nimmt er sie schon als Kind mit zu seiner Arbeitsstelle. Seitdem steht für sie fest, daß sie Gerichtsmedizinerin werden will. Schon als junge Studentin arbeitet sie als Assistentin bei Obduktionen. Als die Leiche einer jungen Frau aus der Spree gezogen wird, wird der Tod schnell als Selbstmord abgetan. Die junge Mutter war arm und alleinstehend. Da fragt keiner nach. Perdita kommen aber Zweifel und sie untersucht den Fall im Alleingang weiter. Dabei trifft sie immer wieder auf den zwielichtigen Bestatter Charon Czerny. Obwohl Perdita überzeugt ist, daß er in den Fall verwickelt ist, arbeitet sie mit ihm zusammen, denn ihr Leben ist auch in Gefahr.

Cleo Sternberg eröffnet mit dem Roman "Die an den Tod nicht glauben" ihre Serie um eine junge Frau, die in der Kaiserzeit in Berlin den außergewöhnlichen Wunsch hat, Gerichtsmedizinerin zu werden. Die verschnörkelte Schreibweise und die gezierte Sprache in diesem Roman erfordern ein hohes Maß an Konzentration beim Lesen. Das Buch liest sich deshalb nicht so einfach weg. Man hat es hier nicht mit Personen aus der besseren Gesellschaft zu tun, sondern begegnet Menschen, die in Armut leben müssen oder einfach in den Tag hinein leben. Einige von ihnen umgibt etwas geheimnisvolles. Man bekehren Charakter nicht zu fassen und weiß nicht, ob sie zu den Guten oder den Bösen gehören. Mit dieser Ungewissheit wird der Leser in den zweiten Teil geschickt. Ich finde, jedes Buch hat eine Chance verdient. Hier mußte ich allerdings eine Menge Geduld aufbringen, um es bis zum Ende zu lesen.

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