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Veröffentlicht am 06.02.2018

Wow, einfach nur Wow!

Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)
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Inhalt:
Nach den turbulenten und tragischen Ereignissen des trimagischen Turniers und seit feststeht, dass der, dessen Name nicht genannt werden darf zurück ist, ist Harry mehr als beunruhigt und kann ...

Inhalt:
Nach den turbulenten und tragischen Ereignissen des trimagischen Turniers und seit feststeht, dass der, dessen Name nicht genannt werden darf zurück ist, ist Harry mehr als beunruhigt und kann es kaum mehr erwarten, endlich nach Hogwarts und zu seinen Freunden Ron und Hermine zurückzukehren. Seit Wochen hat er nichts mehr von ihnen gehört und auch die Zauberwelt, erscheint im angesichts der jüngsten Vorkommnisse zu ruhig. Jedoch muss Harry erst noch (wie gewohnt) die Sommerferien bei den Dursleys hinter sich bringen. Als es schließlich endlich so weit ist und Harry hinter die Schulmauern zurückkehren kann, die er so kläglich vermisst hat, treten jedoch einige Schwierigkeiten auf und ehe sich Harry versieht, steckt er erneut zusammen mit Hermine und Ron, bis zur Blitz-Narbe in einem großen Abenteuer - aber dieses ist noch dunkler und gefährlicher als je zuvor...

Meinung:
Wow, einfach nur WOW.
Stand jetzt bleibt "Harry Potter und der Feuerkelch" zwar mein Lieblingsband, aber trotz allem hat mich dieser Teil einfach umgehauen. Er spielt auf einer ganz anderen Ebene, als noch die Werke davor und nimmt eine wichtige Schlüsselrolle in der Gesamtgeschichte ein.

"Harry Potter und der Orden des Phoenix", ist im Vergleich um einiges komplexer, aber auch tiefer. Wir bekommen erstmals Einblicke in die Widerstandbewegung, den sog. Orden des Phoenix und in politische Machtkämpfe, womit die Kapitel des Buches schließlich auch vielschichtiger werden. Dieser fünfte Band der Reihe ist zudem um einiges dunkler, was nicht nur an Dolores Umbridge liegt (der ich, unter uns gesagt, nicht nur einmal den Hals umdrehen wollte), es ist vielmehr eine düstere Grundstimmung, die sich über jedes Kapitel legt und damit zusätzlich für Spannung sorgt.

Harry, Ron und Hermine verlieren in diesem Band deutlich ihre kindlichen Züge. Dies wurde zwar bereits im vierten Band leicht angedeutet, tritt hier jedoch meiner Meinung nach noch mehr zum Vorschein. So sammelt Harry erstmals Erfahrungen in Sachen Liebe und hat seine erste Verabredung mit Cho, auf die er schon in "Harry Potter und der Feuerkelch" ein Auge geworfen hatte. Zudem übernehmen die drei Teenager auch erstmals mehr Verantwortung, nicht zuletzt indem sie die DA gründen und damit Umbridge, aber auch dem Zaubereiministerium und seinen Verleumdungen den Kampf ansagen. Dabei verläuft die Entwicklung der drei Teenager nicht immer angenehm für den Leser. Besonders Harry ist zu Beginn der Geschichte mehr als anstrengend, so dass man nicht nur einmal stöhnend und genervt die Augen verdreht und sich fragt, warum er häufig wie eine kleine eingeschnappte Diva reagiert und davon ausgeht, dass sich die Welt nur um ihn dreht. Mit der Zeit legt sich dies jedoch einigermaßen, zudem gibt es noch so viel Magisches zu entdecken, dass man auch gerne mal ein Auge zudrückt und einfach über den pubertierenden Jungen hinweg sieht.

Fazit:
"Harry Potter und der Orden des Phoenix" hat seine Stärken und Schwächen, konnte jedoch obwohl oder gerade wegen der enormen Seitenzahl mein Herz erobern. Dieser fünfte Band um Harry, Ron und Hermine ist definitiv ein wichtiger Schlüsselband der Reihe, der erstmals das ein oder andere Puzzleteil an die richtige Stelle setzt. Zudem ist er um einiges komplexer, tiefer, düsterer und damit auch vielschichtiger, als noch seine Vorgänger und ermöglicht dem Leser so ganz neue Einblicke in die Materie.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Dieses Buch ist ein Versprechen und unterhaltsam bis zum Schluss

Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
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Inhalt:
Als Katy mit ihrer Mutter umzieht und das ausgerechnet in eine Kleinstadt, die aus gefühlt zwei Straßen besteht, ist sie nicht gerade begeistert. Nicht nur, dass ihr an den ersten Tagen das Internet ...

Inhalt:
Als Katy mit ihrer Mutter umzieht und das ausgerechnet in eine Kleinstadt, die aus gefühlt zwei Straßen besteht, ist sie nicht gerade begeistert. Nicht nur, dass ihr an den ersten Tagen das Internet und damit ihr geliebter Buchblog fehlt, zusätzlich trifft sie mit dem unfreundlichen, aber äußerst attraktiven Daemon aufeinander, der direkt nebenan wohnt und Katy mit seinen Sprüchen nicht nur einmal zur Weißglut treibt. Schnell kann sich das junge Mädchen jedoch mit seiner verrückten und herzlichen Schwester Dee anfreunden und so kommt es nicht nur einmal vor, dass sich die Wege von Katy und Daemon kreuzen. Dabei versucht Daemon seine neue Nachbarin mit allen nur möglichen Mitteln von sich fern zu halten, zu wichtig ist das Geheimnis, das er seit Jahren hütet...

Meinung:
Das Buch und besonders die Grundidee haben mir sehr gut gefallen, man könnte natürlich Parallelen zu anderen Werken ziehen, aber ehrlich gesagt fand ich gerade Daemon und Katy als Figuren einfach gelungen. Katy ist mutig, starrköpfig und nicht auf den Mund gefallen, was dieses Buch dann doch "anders" macht. Die Atmosphäre zwischen den beiden Charakteren war wirklich toll, deshalb kann ich es kaum erwarten, auch die anderen Teile der Reihe zu lesen und auch mal in Daemons Sicht einzutauchen. Sicherlich bedient das Werk einige Klischees, aber durchweg fühlte ich mich gut unterhalten - kurz: das Buch war genau das, was ich gerade gebraucht habe.

Zusätzlich machen die Dialoge zwischen Katy und Daemon einfach Spaß. Diese Hass-Liebe, die zwischen den beiden herrscht, erzeugt eine unglaubliche Sogkraft auf den Leser, was schließlich dazu führt, dass die Seiten im Nu verschlungen sind.
Dies war zwar mein erstes Buch von Jennifer L. Armentrout, jedoch bestimmt nicht mein Letztes. Ihr Schreibstil ist flüssig und mitreißend und weiß an der ein oder anderen Stelle gekonnt mit den Emotionen des Lesers zu spielen.

Zwar war das Ende keine sonderliche Überraschung, aber da ich sowieso nur Augen für das lustige und spannende Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten hatte, hat mich das nicht weiter gestört.

Letztlich empfand ich es nur als enttäuschend, dass ich zu dem Werk ordentlich gespoilert wurde, was mir dann teilweise doch etwas den Spaß genommen hat. Es ist schon schwierig, diesen ersten Band der Lux-Reihe zu bewerten, ohne zu viel zu verraten, das gebe ich zu. Genau aus diesem Grund höre ich an dieser Stelle auf und verbleibe mit den Worten: Lest dieses Buch, es lohnt sich!

Fazit:
"Obsidian - Schattendunkel" von Jennifer L. Armentrout, ist der erste Band der fünfteiligen Lux-Reihe rund um Daemon und Katy und trägt ein Versprechen in sich. Das Versprechen einer spannenden und emotionalen Geschichte, das Versprechen einer neuen Buchidee und letztlich das Versprechen ein paar toller Lesestunden. Sicherlich wird einen der Inhalt an der ein oder anderen Stelle an andere Werke des Genres erinnern - denn es gibt einige Parallelen - trotz allem ist es gerade diese eine neue Facette, welche die Autorin einfließen lässt und die Hass-Liebe, sowie die zynischen und lustigen Kommentare zwischen den beiden Hauptfiguren, die schließlich dafür sorgen, dass man dieses Buch innerhalb kürzester Zeit verschlingt.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Emery und Dylan funktionieren als Paar perfekt und sorgen für köstliche Unterhaltung - ein absolutes 5-Sterne-Wohlfühlbuch!

Der letzte erste Blick
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Inhalt:
Als Emery nach West Virginia zieht, um dort an der Universität zu studieren, will sie nur eines: Die Vergangenheit und all die Gefühle, die sie damit verbindet hinter sich lassen und den Blick ...

Inhalt:
Als Emery nach West Virginia zieht, um dort an der Universität zu studieren, will sie nur eines: Die Vergangenheit und all die Gefühle, die sie damit verbindet hinter sich lassen und den Blick in die Zukunft richten. Aus diesem Grund erträgt sie auch zähneknirschend, dass sie sich ihr Zimmer im Wohnheim mit einem Jungen namens Mason teilen muss, mit dem sie schon in den ersten Stunden nach ihrer Ankunft aneinander gerät. Doch damit nicht genug, neben der katastrophalen Wohnsituation, macht Dylan, der gutaussehende beste Freund von Mason, die Sache für Emery zunehmend schwieriger, denn in seiner Gegenwart wird Em warm ums Herz. Und obwohl Emery sich verbietet, Dylan näher an sich heran zu lassen, da er ein typischer Good-Boy ist - denn mit denen hat sie doch für immer abgeschlossen - fühlt sie sich mehr und mehr zu ihm hingezogen.

Meinung:
Bei "Der letzte erste Blick" handelt es sich um das erste Buch, das ich aus der Feder von Bianca Iosivoni gelesen habe. Lange habe ich es vor mir her geschoben, denn ich hatte eine Ahnung, was mich hinter den Seiten erwarten würde: Eine typische 0-8-15-Genregeschichte - und lange Zeit stand mir einfach nicht der Sinn danach. Letzte Woche jedoch, sollte sich dies ändern und so schlüpfte ich, mit großen Erwartungen auf eine tolle Liebesgeschichte, zwischen die Seiten.

Nun, was soll ich sagen? Sicherlich, hinter den Buchstaben hat sich eine ganz klassische Genregeschichte verborgen, genau wie es auch zu erwarten war, aber trotz allem konnte "Der letzte erste Blick" mein Herz erobern. Grund dafür waren die verschiedenen Figuren in diesem Roman, die sich perfekt ineinanderfügen und mit denen man die Geschichte rund um Emery und Dylan bloß zu gerne erlebt.
Allen voran natürlich Emrey und Dylan selbst. Da die Geschichte jeweils aus beiden Perspektiven erzählt wird, bekommt man als Leser ein sehr gutes Gefühl für ihre Charakter. Man entdeckt ihre Stärken, ihre Schwächen und Geheimnisse. Was mir besonders an Emery und Dylan gefallen hat: Ihre Figuren sind nicht so sehr mit Klischees behaftet, wie andere Buchfiguren des Genres. Emery ist eine sehr starke und taffe Protagonistin, die weiß was sie will und nicht auf den Mund gefallen ist. Hinter jeder Ecke sucht sie die Herausforderung und gerade diese findet sie dann schließlich in Dylan. Dylan hilft Emery sich zu öffnen, indem er sie immer wieder herausfordert und ihr Streiche spielt, die Emery ihm nur allzu gerne heimzahlt. Dabei ist Dylan kein Bad-Boy, sondern erstaunlich offen und ehrlich, was ihn als Protagonisten sehr authentisch macht. Zuzusehen, was der jeweils eine, für den anderen bedeutet, zuzusehen, wie sich die beiden die verrücktesten Streiche spielen und immer wieder antreiben, macht einfach Spaß und ist zuletzt an vielen Buchstellen auch einfach nur urkomisch. Es kommt demnach nicht selten vor, dass man sich schmunzelnd oder lachend bei den entsprechenden Szenen wiederfindet.

Aber nicht nur Emery und Dylan machen diese Geschichte so toll, es sind auch die vielen Nebenfiguren, die dem Werk seine ganz besondere Atmosphäre verleihen. Bianca Iosivoni erschafft rund um die Hauptfiguren einen sehr familiären Freundeskreis, bestehend aus Elle, Luke, Tate, Trevor, Mason usw. - um nur ein paar genannt zu haben. Jede dieser Figuren hat eine ganz eigene Farbe, und verleiht der Gesamtkomposition einen angenehmen Anstrich. Gerade aus diesem Grund macht es mich doppelt glücklich, dass die Folgebände sich mit Elle und Luke, sowie Tate und Trevor beschäftigten werden. Denn um ehrlich zu sein, nachdem ich die letzte Seite dieses Schmöker gelesen, das letzte Wort voller Verzweiflung aufgesaugt hatte, wollte ich einfach nicht, dass es vorbei ist, dass ich diese wunderbare, gemütliche, lustige und unterhaltsame Welt verlassen muss - wie gut also, dass zwischen mir und dem Abschied noch zwei weitere Werke stehen, auf die ich mich schon unglaublich freue.

Der zusätzlich angenehme Schreibstil der Autorin macht die Geschichte schließlich zu einem sehr kurzweiligen Leseabenteuer, das im Nu verschlungen ist. Einziges Manko: Das Ende des Romans kam letztlich doch etwas schnell und unerwartet, hier wäre eine genauere Aufschlüsselung schön gewesen.

Fazit:
"Der letzte erste Blick" von Bianca Iosivoni ist handlungstechnisch ein klassisches New-Adult-Buch, dies mindert jedoch in keinster Wiese das wunderbare Leseerlebnis, das sich hier auf knapp 450 Seiten versteckt. Dieses Erlebnis entsteht hauptsächlich durch die von Frau Iosivoni kreierten Figuren - allen voran durch die Protagonisten der Geschichte: Emerey und Dylan. Die beiden machen einfach Spaß und sorgen dafür, dass man sich als Leser (mehr als einmal) köstlich amüsiert. Doch nicht nur diese beiden, auch die ganze Clique um Em und Dylan herum, kann schnell das Leserherz gewinnen, weshalb ich nun umso gespannter auf die folgenden Geschichten bin und mich freue, dass ich diese gemütliche Buchwelt noch lange nicht verlassen muss. Der erste Band der Firsts-Reihe ist ein absolutes Wohlfühl-Buch und hat sich die 5-Sterne redlich verdient.

Veröffentlicht am 31.01.2018

Dieses Buch bricht einem das Herz!

Berühre mich. Nicht.
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Inhalt:
Als Sage mit all ihrem Hab und Gut nach Nevada ausreißt, um dort an der Uni zu studieren, hat sie nur ein Ziel: die Vergangenheit und damit ihn zu vergessen. So schwer es auch sein wird, Sage will ...

Inhalt:
Als Sage mit all ihrem Hab und Gut nach Nevada ausreißt, um dort an der Uni zu studieren, hat sie nur ein Ziel: die Vergangenheit und damit ihn zu vergessen. So schwer es auch sein wird, Sage will kämpfen, für ein Leben, für ihr Leben und eine neue Zukunft. Dafür nimmt sie auch in Kauf, dass sie mangels Geld ihren geliebten VW-Transporter erst einmal als Wohnung/Schlafplatz umfunktionieren muss. Mittels eines neuen Jobs, will sie ihre Lebensumstände jedoch auf lange Sicht verbessern und bewirbt sich somit in der Universitätsbibliothek, um dort im staubigen Keller Bücher zu katalogisieren. Was sie nicht weiß, dass sie Seite an Seite mit dem unverschämt gutaussehenden Luca arbeiten muss. Er steht für alles, wovor Sage geflohen ist, für alles, wovor sie sich so sehr fürchtet, jedoch ist er nicht der, für den ihn Sage anfangs hält und als sie schließlich einen Blick hinter seine Fassade erhascht, beginnt ihre Angst immer mehr zu bröckeln. Doch kann Sage mit Luca und damit ihrer Angst, ihrer Vergangenheit entkommen?

Meinung:
OMG! Ich habe ja schon gehört, dass das Ende fies sein soll, aber SO fies? Das ist richtig gemein, liebe Laura Kneidl! Das Buch hat mir auf den letzten Seiten wirklich das Herz gebrochen und das nicht nur in zwei, sondern gleich in tausend kleine Teile.

Dabei passiert es relativ selten, dass mich ein Buch so ratlos und aufgewühlt zurücklässt. Meine Gefühlswelt ist regelrecht durchgeschüttelt und auf den Kopf gestellt worden und das alles nur wegen einem einzigen Kapitel und zwei Worten: "Fortsetzung folgt".

Jedoch ist meine Emotionalität gar nicht so selbstverständlich, denn bis weit über die Hälfte der Geschichte wollte ich noch gar nicht so richtig im Inhalt versinken. Schuld daran war vor allem Sage. Wie sehr ich mich auch bemüht habe, ich konnte keinen Draht zu ihr als Figur finden und so blieb sie, obwohl ich ihre Gefühlswelt verstehen und somit ihre Handlungen nachvollziehen konnte, mir durchweg unsympathisch. Hätte ich mich also nicht in der zweiten Buchhälfte in Luca verliebt, weiß ich nicht, ob mich die letzten Seiten nicht doch in einem anderen Zustand zurückgelassen hätten. Und so, gerade wegen Luca, bin ich emotional schließlich immer tiefer zwischen den Seiten versunken und habe mich in der Geschichte verloren.

Denn sind wir einmal ehrlich: Luca ist der Inbegriff eines Traummannes. Klug, loyal, warmherzig, lustig, will Bibliothekar werden, LIEBT BÜCHER und zu allem Überfluss sieht er auch noch umwerfend gut aus - kurz: in ihn würde sich wohl jeder Bücherwurm verlieben. Trotz allem habe ich ihn erst nach über der Hälfte von "Berühre mich. Nicht" ins Herz geschlossen, da es einige Zeit braucht, bis man als Leser einen Blick hinter seine Fassade erhascht.
Aber auch die Nebenfiguren haben der Geschichte einfach gut getan und konnten bei mir einige Sympathiepunkte, die Sage verspielt hat, wiedergutmachen. Allen voran definitiv April. Alles an ihr strahlt Energie und Lebensfreude aus, sie ist eine Gute-Laune-Figur, der man als Leser immer wieder gerne begegnet und mit der man auch im richtigen Leben nur zu gern befreundet wäre. Deshalb hoffe ich sehr, dass die Nebenfiguren im zweiten Teil noch mehr herausgearbeitet und eventuell mit einer eigenen kleinen Geschichte ausgestattet werden. Denn hatte beispielsweise April zu Beginn der Geschichte noch eine größere Rolle, rückte sie im Verlauf immer mehr in den Hintergrund und verlor damit an Tiefe - was ich letztlich sehr schade fand.

Die Geschichte an sich entwickelt sich sehr langsam, was hier im Hinblick auf den Kontext jedoch kein Kritik-, sondern eher ein Pluspunkt ist. Sage ist ein sehr schüchterner und ängstlicher Charakter, weshalb eine Beschleunigung der Handlung der ganzen Geschichte die Authentizität geraubt hätte. Gerade durch die langsame Entwicklung, schafft es die Autorin hier eine sehr realistische und lebensnahe Geschichte auf die Beine zu stellen, die sich auch gerade deshalb von anderen Werken des Genres unterscheidet.
Der zusätzlich angenehme und sehr flüssige Schreibstil der Autorin macht zudem einfach Spaß und sorgt dafür, dass die Seiten bloß so daher fliegen.

Fazit:
Besonders mit den ersten ca. 60 % des Buches habe ich mich sehr schwer getan, was hauptsächlich an Sage lag. Ihre Lage und ihre Gefühle konnte ich zwar verstehen, aber irgendwie war sie mir trotzdem nicht ganz so sympathisch - bisher ist sie das auch leider noch nicht. Dafür konnte Luca mein Herz gewinnen Und jetzt sitze ich hier und schaue vollgeladen mit Emotionen auf diese beiden Worte: "Fortsetzung folgt" und weiß so gar nichts mit mir anzufangen. Hysterisch lachen oder bitter weinen? Ich glaube, ich muss mich erst mal sortieren, denn "Berühre mich. Nicht." hat mir mein Herz in tausend kleine Stücke gebrochen - es wird wohl einige Zeit brauchen, bis ich es wieder zusammengeflickt habe und für den zweiten und finalen Band der Reihe bereit bin. In diesem Sinne: Fortsetzung folgt.

Veröffentlicht am 30.01.2018

Ein Buch mit zahlreichen Schwächen - konnte mich leider nicht überzeugen

Timeless
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Allmählich hatte sie das Gefühl, als würden alle Zeitperioden zusammenfallen, wie die Schichten einer Torte. Unter ihr lagen frühere Zeitspannen, die sich immer wiederholten, und über ihr war die Zukunft. ...

Allmählich hatte sie das Gefühl, als würden alle Zeitperioden zusammenfallen, wie die Schichten einer Torte. Unter ihr lagen frühere Zeitspannen, die sich immer wiederholten, und über ihr war die Zukunft. Und aus unerfindlichen Gründen war sie auserwählt worden, zwischen den Zeilen zu wandern.
[S. 305.]

Erster Satz:
Michele stand allein in der Mitte eines Spiegelsaals.

Inhalt:
Michele führt ein glückliches und einfaches Leben mit ihrer Mum. Zusammen sind die Beiden ein unschlagbares Team, mehr als nur Mutter und Tochter, sondern auch Freundinnen. Doch dann kommt der Tag, welcher alles auf den Kopf stellt und die Welt von Michele auf immer verändert: Ihre Mutter stirbt, bei einem tragischen Autounfall. Da Michele keinen Kontakt zu ihrem Vater hat und damit nun eine Weise ist, wird sie zu ihren Großeltern geschickt, nach New York. Doch Michele sträubt sich davor, ihre Heimat zu verlassen, in ein großes Haus zu ziehen und ihre Großeltern kennenzulernen - denn ihre Mutter und deren Eltern, waren schon vor der Geburt von Michele, fürchterlich zerstritten.
Doch Michele bleibt keine Wahl und so zieht sie in das pompöse Heim ihrer Großmutter und ihres Großvaters, welche sehr vermögend und damit mit zu den einflussreichsten und bedeutungsvollsten Menschen des Stadt zählen. Ein großer Stammbaum, ein riesiges Anwesen und viele, verwinkelte Ecken - da sind Geheimnisse vorprogrammiert. Und tatsächlich: Michele wird in das wohl größte, bewegenste und romantischste Abenteuer ihres Lebens gezogen...

...einmal quer durch die Zeit und wieder zurück!

Idee/ Umsetzung:
Die Idee der Zeitreise in Büchern, ist spätestens seit Werken wie "Rubinrot" oder "Die Frau des Zeitreisenden", keine durchaus unverbrauchte Buchidee mehr. Trotzdem übt das Thema auf mich immer und immer wieder, eine gewisse Faszination aus. Das Talente und die Magie besteht lediglich darin, einer bekannten Idee, einen eigenen Schliff zu verpassen. Ich würde gerne sagen, dass Alexandra Monir dies in ihrem Werk gelungen ist. Leider kann ich dies aber nicht zu 100% bestätigen. Zwar verfolgt die Autorin gute Ansätze, welche durchaus einiges an Potential bieten, scheitert aber, meiner Ansicht nach, im kompletten Mittelteil der Lektüre. Dabei ist mir besonders ihr Schreibstil, im Zwischenteil, negativ aufgefallen. Ich will "Timeless" nicht als schlechtes Buch bezeichnen, denn dies ist es definitiv nicht. Es hat einige Höhen, aber leider auch genauso viele Tiefen und pendelt sich damit im mittleren Bereich ein. Was für das Buch spricht sind, wie bereits erwähnt, einige sehr gute Ideenansätze - man berührt einen alten Schlüssel und einen Geganstand aus vergangenen Zeiten und reist in die Vergangenheit. Was gegen das Buch spricht, zeigt sich im Folgenden. Aber trotz allem bin ich angefixt, mich erneut in ein Abenteuer mit Michele zu stürzen und schon alleine deshalb, hat dieses Werk eine Chance verdient.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist zum Lesen relativ angenehm. Einfach und mit einer gewissen Leichtigkeit, reiht sie die Buchstaben aneinander und erschafft so zwar kein Meisterwerk, aber einen guten Partner für die Reise durch ihren Wortsalat. Wirklich überzeugen konnte sie mich jedoch nur auf den ersten 50 Seiten und den letzten 50 Seiten, denn gerade an diesen Stellen, hat mich ihr Schreibstil auch wirklich berührt. Der ganze Mittelteil des Werkes ist teilweise unschlüssig und lückenhaft, was schließlich dazu führt, dass einige logische Entwicklungen, gerade zwischen den Figuren, auf der Strecke bleiben. So weist der Mittelteil einige Sprünge auf, die es dem Leser ungemein erschweren, einige Bindungen nachzuempfinden. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass Frau Monir mir mehr bietet: Mehr Gefühle, mehr Entwicklungen und damit auch mehr Verständnis für die Handlung. Denn ich weiß ganz genau, dass Frau Monir das Potential dazu hat. Dies hat sie mir, auf den ersten und letzten Seiten, deutlich bewiesen.

Charaktere:
Mein Gefühle für die Figuren waren, eben durch den Schreibstil der Autorin, etwas gestört. Zwar mochte ich Michele von der ersten Seite an sehr gerne, doch leider konnte sich dieses Gefühl während der Geschichte nicht weiter bestärken. Eben durch die vielen Sprünge in der Geschichte, erschien mir die Pprotagonistin sehr naiv.
Von jetzt auf gleich weiß sie, dass sie in der Zeit reisen kann und das alles Wirklichkeit ist, doch statt große Nachforschungen anzustellen, warum und wieso und überhaupt, stürzt sie sich lieber in eine Romanze mit einem Typen, in welchen sie sich schon auf den ersten Blick verliebt - und er sich natürlich auch in sie. Nennt mich langweilig oder altmodisch, aber ich finde es viel schöner, wenn sich die Beziehungen langsam und damit auch verständlich entwickeln. Vielleicht liegt es auch an meinem Alter, dass ich dieses "Ewige-Liebe-auf-den-ersten-Blick" - Gedönse nicht so ganz nachvollziehen kann und damit auch mag, aber wenn die Handlung so hetzt und sich die Dinge regelrecht überschlagen, spuckt mich das Buch förmlich aus seinem Abenteuer aus und schließt mich somit von einem richtigen Buchtrip aus. Schade, aber Tatsache. Die Figuren waren mir nicht gänzlich suspekt, konnten mein Herz aber auch nicht ganz einnehmen und normalerweise ist genau dies nötig, damit man auch Teil des Abenteuers werden kann.

Cover/ Innengestaltung:
Das Cover gefällt mir gut. Ich mag besonders die Farbgebung und auch wenn ich normalerweise Bilder bevorzuge, die kein Geschicht abbilden, einfach weil es die Fantasie blockiert, finde ich das Motiv bei Timeless ganz gut gelungen.
Die Innengestaltung ist sehr schlicht: Ausschließlich Zahlen, leitern die Kapitel ein.

Fazit:
Manche Bücher verschlingt der Leser mit Haut und Haaren und manche Bücher verschlingen den Leser. In "Timeless" verschlingt das Buch den Leser und spuckt ihn dann, nach den ersten ca. 50 Seiten, wieder grob und unsanft in die Realität zurück. Die Zeitreise-Geschichte von Frau Monir, hat durchaus viele Schwächen - besonders den lückenhaften, spunghaften Schreibstil, sowie nicht ganz überzeugende Charaktere -, aber trotzdem hat ihr Werk auch eine ganz große Stärke und dies ist eine relativ gute Idee, mit Potential. Wenn die Idee stimmt, dann legt man den Grundstein für weitere Werke. Die Autorin hat gezeigt, dass sie gut schreiben kann und auch wenn sie es nicht das ganze Werk hindurch durchgehalten hat, hat sie es trotzdem bewiesen. Genau dies ist der Knackpunkt, warum mich die Autorin trotzdem an der Angel hat, denn trotz vieler Kritikpunkte bin ich neugierig zurückgeblieben. Der Cliffhanger, am Ende des Werkes, ließ mich hungrig zurück und genau deshalb werde ich auch zur Fortsetzung des Buches greifen, und wenn das nicht für die Geschichte spricht, weiß ich auch nicht. Ich kann euch sagen, dass "Timeless" nicht perfekt ist und sich im guten Mittelfeld einpendelt, aber trotzdem ist es eine Reise wert.