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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2018

Interessante Familiengeschichte

Alles Geld der Welt
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„Alles Geld der Welt“ ist nicht wirklich das Buch zum Film, wie es das Cover vermuten lässt. Tatsächlich handelt eigentlich nur ein Kapitel des ganzen Buches von der Entführung Jean Paul Getty III. Cover ...

„Alles Geld der Welt“ ist nicht wirklich das Buch zum Film, wie es das Cover vermuten lässt. Tatsächlich handelt eigentlich nur ein Kapitel des ganzen Buches von der Entführung Jean Paul Getty III. Cover und Klappentext führen etwas in die Irre.
Das bedeutet aber nicht, dass das Buch nicht lesenswert wäre. Die Familiengeschichte der Gettys wird von John Pearson sehr detailliert und spannend erzählt. Angefangen bei George Franklin Getty, der quasi aus dem Nichts den Grundstein für eines der größten Familienimperien der Welt gelegt hat, bis zu seinen Ururenkeln. Der Autor beleuchtet alle Tragödien, die die Familie heimgesucht haben und versucht sich an der Ursachenforschung. Man kann geteilter Meinung sein, ob das ganze Geld nun eine Bürde oder ein Segen war, vielleicht auch einfach beides.
Obwohl ich etwas anderes erwartet hatte, hat mich die Geschichte doch sehr gefesselt. Es gab viele überraschende Wendungen, mit denen man gar nicht gerechnet hätte. John Pearson hat sehr gut recherchiert und schreibt relativ wertungsfrei.
Trotz einiger Längen ist das Buch eine hochinteressante Biographie, die ich durchaus empfehlen kann.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Sehr emotionale Geschichte

Bright Side - Ein Moment für immer
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Kate Sedgwick wird von ihren Freunden nur Bright Side genannt, weil nichts ihre positive Einstellung trüben kann. Für sie ist das Glas immer halbvoll und nicht halbleer. Nun beginnt sie weit von ihrer ...

Kate Sedgwick wird von ihren Freunden nur Bright Side genannt, weil nichts ihre positive Einstellung trüben kann. Für sie ist das Glas immer halbvoll und nicht halbleer. Nun beginnt sie weit von ihrer sonnigen Heimat Kalifornien ein neues Leben. Am College in Grant, Minnesota, will sie Lehramt studieren, um Sonderpädagogin zu werden. Dafür musste sie sich zum ersten Mal von ihrem allerbesten Freund und Seelenverwandten Gus Hawthorne trennen, dem gleichzeitig eine Karriere als Rockstar zu Füßen liegt.
Mit ihrer sonnigen Art findet Kate schnell Freunde und lebt sich im Collegealltag ein. Und obwohl sie es nicht wollte, empfindet sie bald mehr als Freundschaft für den attraktiven Keller. Ihm geht es genauso, doch auch er verbirgt ein Geheimnis.
Zu Beginn des Buches fand ich Kate ziemlich Ich-bezogen. Doch im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr Details aus ihrem Leben und welchen Schicksalsschlägen sie bereits in jungen Jahren ausgesetzt war. Der erste Eindruck von ihr revidiert sich schnell, da sie quasi komplett uneigennützig lebt und ihr das Wohl der anderen am wichtigsten ist. Man kann sich immer besser in Kate hineinversetzen und versteht ihr Handeln.
Die Charaktere sind fast alle sehr sympathisch angelegt. Vor allem Kates Freunde schließt man schnell ins Herz. Sie sind allesamt einzigartig und besonders.
Was als College-Romanze beginnt, wechselt geht etwa ab der Hälfte des Buches in eine völlig andere Richtung. Damit rechnet man nach dem Buchbeschreibung überhaupt nicht. Ich hatte eine Art Love-Triangle zwischen Kate, Keller und Gus erwartet, aber das steht schnell nur noch im Hintergrund.
Man sollte zu diesem Buch eigentlich mindestens eine Packung Taschentücher mit verkaufen. Die braucht man auf jeden Fall. Die Geschichte ist sehr emotional und geht voll zu Herzen. Bright Side wird wahrscheinlich niemanden kalt lassen.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Sehr unterhaltsam

Planetenpolka
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„Planetenpolka“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe der Autorin Lotte Minck.
Im Mittelpunkt steht die junge Astrologin Stella Albrecht. Eine Kundin von ihr kommt ihr seltsam vor, da sie sich ständig ...

„Planetenpolka“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe der Autorin Lotte Minck.
Im Mittelpunkt steht die junge Astrologin Stella Albrecht. Eine Kundin von ihr kommt ihr seltsam vor, da sie sich ständig nach einer tödlichen Sternenkonstellation erkundigt. Als dann die reiche Erbtante der besagten Kundin plötzlich und überraschend verstirbt, wird Stella hellhörig. Doch der Versuch, ihren Verdacht bei Polizeikommissar Arno Tillikowski unterzubringen, scheitert. Also beginnt Stella gemeinsam mit ihrem Journalistenfreund Ben Glaeser selbst zu ermitteln.
Stella ist eine sehr sympathische Hauptfigur. Trotz ihrer Profession als Astrologin ist sie sehr natürlich und steht mit beiden Beinen im Leben. Ihre Oma übt den gleichen Beruf aus. Sie bietet ihren Kunden als Madam Pythia aber die ganz große Show.
Die Geschichte ist ein ganz toller Cosy-Krimi. Es gibt einige spannende Momente und man darf miträtseln, welcher der Erben seinem Glück nachgeholfen hat. Dazu gibt es aber auch jede Menge zu lachen. Die Dialoge zwischen Stella, Arno und Ben sind jedes Mal ein witziger Schlagabtausch, genau wie die Provokationen von Oma Maria gegenüber ihrer konservativen Tochter Felicitas.
Der Schreibstil und die lockere Sprache haben mir sehr gut gefallen. Da hat das Lesen richtig Spaß gemacht. Die Beschreibung der inneren Gedanken von Arno waren einfach klasse.
Ich bin gespannt wie es mit Stella weitergeht.

Veröffentlicht am 16.03.2018

Mann oder Hund?

Verliebt bis über beide Herzen
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„Verliebt bis über beide Herzen“ erzählt die Geschichte von Molly und Daniel, die beide felsenfest davon überzeugt sind, dass sie sich nie verlieben würden.
Der New Yorker Daniel ist ein erfolgreicher ...

„Verliebt bis über beide Herzen“ erzählt die Geschichte von Molly und Daniel, die beide felsenfest davon überzeugt sind, dass sie sich nie verlieben würden.
Der New Yorker Daniel ist ein erfolgreicher Scheidungsanwalt und Womanizer und immer auf der Suche nach der nächsten schönen Frau. Die Britin Molly hat nach einem üblen Beziehungsende in New York neu angefangen und ihr Herz gehört allein ihrem süßen Dalmatiner Valentine. Um die Aufmerksamkeit der hübschen Hundebesitzerin zu bekommen, leiht sich Daniel extra einen Hund aus. Doch Molly ist ein sehr hartnäckiger Fall und auch sein Leihhund Brutus tanzt nicht unbedingt nach Daniels Pfeife. Doch Daniel lässt sich nicht entmutigen, denn Niederlagen kennt er nicht.
Die Liebesgeschichte der beiden Liebesabstinenzler ist wirklich zauberhaft. Der Erzähl- und Schreibstil von Sarah Morgan liest sich sehr gut. Sowohl Molly als auch Daniel sind tolle Charaktere und es macht Spaß mit anzusehen, wie sich die beiden annähern und ihr Glück finden. Auch die Nebenfiguren sind nicht nur nettes Beiwerk, sondern spielen wichtige Rollen. Im Mittelpunkt stehen aber die zwei vierbeinigen Helden Valentine und Brutus, denen niemand die Show stehlen kann.
Die Geschichte ist unterhaltsam und gefühlvoll geschrieben. Das Lesen macht hier großen Spaß und ich freue mich auf den nächsten Teil, in dem es um die Schwestern von Daniel gehen wird.

Veröffentlicht am 15.03.2018

Ungewöhnliche Gabe

Körpersammler
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Der FBI-Ermittler Magnus Craig hat seit seiner Kindheit eine besondere Gabe. Er sieht den „Schein“ anderer Menschen und die Spuren, die sie mit ihrer Gegenwart hinterlassen. Das macht ihn zu einem wichtigen ...

Der FBI-Ermittler Magnus Craig hat seit seiner Kindheit eine besondere Gabe. Er sieht den „Schein“ anderer Menschen und die Spuren, die sie mit ihrer Gegenwart hinterlassen. Das macht ihn zu einem wichtigen Mitglied der Special Tracking Unit, die auf die Suche von verschwundenen Menschen oder Mördern spezialisiert ist.
Bei einem neuen Fall scheint wieder ein Serienmörder aktiv zu sein, der junge brünette Frauen entführt und ermordet. Craig ist seinem auffälligen „Schein“ auf der Spur, doch auch dem Mörder ist nicht verborgen geblieben, dass er gejagt wird. Aus den Ermittlungen wird schnell ein persönliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem Craig an seine Grenzen geführt wird.
Der Schreibstil ist relativ nüchtern und manchmal protokollartig. Das passt aber auch irgendwie zu den Ermittlungen der FBI-Spezialeinheit. Craig erzählt aus der Ich-Perspektive. Manchmal sind seine Gedankensprünge aber nicht ganz nachvollziehbar. Die Charaktere bleiben leider etwas blass, da auch die Schilderungen von Gefühlen oder persönlichen Erlebnissen eher nüchtern und steril wirken. Daher kann man keine richtige Bindung zu den Figuren aufbauen.
Man merkt beim Lesen, dass der Autor ein großes Fach- und Insiderwissen hat. Das zeigt sich an vielen Details und sorgt dafür, dass die Ermittlungen – abgesehen von der übernatürlichen Gabe - sehr realistisch wirken. Die Geschichte und die Jagd nach dem Täter sind durchaus spannend. Es gibt einige Stellen im Buch, die einem wirklich den Atem rauben.
Die Grundsteine für eine Fortsetzung sind gelegt. Hoffentlich gibt es dann mehr Tiefe für die Figuren.

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