Little Miss Sunshine
Where I Owned My Voice„Where I Owned My Voice“ von Julia Niederstraßer ist der zweite Band ihrer Museum of Broken Hearts Reihe, bei dem es diesmal um die Direktorin selbst geht.
Seit Toni vom Museum of Broken Hearts erfahren ...
„Where I Owned My Voice“ von Julia Niederstraßer ist der zweite Band ihrer Museum of Broken Hearts Reihe, bei dem es diesmal um die Direktorin selbst geht.
Seit Toni vom Museum of Broken Hearts erfahren hat, war sie von der Idee fasziniert. Ihre Eltern haben ihr eine eigene Niederlassung in Kiel ermöglicht und nun ist Toni die stolze Inhaberin des Museums. Sie sprüht vor Ideen und arbeitet pausenlos, vor allem, da die Night of Wishes zum ersten Jahrestag ansteht. Gegen ihren Willen bekommt Toni jedoch von ihren Eltern einen professionellen Eventmanager an die Seite gestellt, bei dem es sich ausgerechnet um den arroganten und unausstehlichen Kerl vom letzten Speed Dating handelt. Vince macht aus seiner Abneigung gegen Toni kein Geheimnis und ihr Arbeitsverhältnis als unterkühlt zu beschreiben, wäre ein krasse Untertreibung. Wenn da nicht auch das widerwillige Knistern wäre, was beide vor ziemliche Herausforderungen stellt.
Es geht wieder nach Kiel ins Museum of Broken Hearts und meine klaren Highlights in dieser Reihe sind das gelungene Setting, denn ich mag Kiel, und die immer wieder sehr berührenden Ausstellungsstücke des Museums, die einen teilweise zu Tränen rühren. Erneut greift Julia Niederstraßer auch Themen auf, die oft lieber verschwiegen oder unauffällig abgehandelt werden, aber das macht ihre Bücher aus.
Toni war schon im ersten Teil eine meiner Lieblingscharaktere und ich war neugierig auf ihre eigene Geschichte. Hinter ihrer strahlenden Fassade der Little Miss Sunshine verbergen sich einige versteckte Probleme und Konflikte, die Toni lieber unterdrückt, damit alle anderen glücklich sind. Dass sie das auf Dauer kaputt machen wird, ist abzusehen.
Vince ist eher ein Einzelgänger und hält andere Menschen auf Distanz. Durch seine Vergangenheit ist er vorsichtig geworden und seine unnahbare Fassade ist fast undurchdringlich. People-Pleaserin trifft Misanthrop und beide müssen an sich arbeiten, um nicht an ihren Gefühlen zu zerbrechen.
Für mich waren es in diesem Buch fast zu viele Baustellen, die hier angerissen wurden. Dadurch bleibt einiges nur oberflächlich, was sicher nicht beabsichtigt war. Die Lovestory von Toni und Vince konnte mich deutlich besser überzeugen als Juna und Link, aber ich habe mich trotzdem über das Wiedersehen mit den bereits bekannten Charakteren gefreut.
Mein Fazit:
Schöne Fortsetzung und ich gebe gern eine Leseempfehlung!