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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2018

Spannender Auftakt

Das Vermächtnis des Künstlers
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Dr. George Mallory ist eigentlich Psychologe, aber er hat sich im Laufe der Jahre auf das Gebiet der Parapsychologie spezialisiert. Seine Nachforschungen oder Aufträge stellen sich zu 99% als ganz normale ...

Dr. George Mallory ist eigentlich Psychologe, aber er hat sich im Laufe der Jahre auf das Gebiet der Parapsychologie spezialisiert. Seine Nachforschungen oder Aufträge stellen sich zu 99% als ganz normale physikalische Phänomene oder Einbildungen und Projizierungen der Betroffenen heraus. Aber nun scheint ein Fall für das übrige 1 % dabei zu sein. Ein venezianisches Museum benötigt seine Hilfe. Die sehr speziellen Werke des verschollenen Künstlers Bragolin sollen für die Tode vieler Menschen verantwortlich sein. Auf jedem der Bilder ist ein weinendes Kind zu sehen. Nach kurzer Zeit sind die Besitzer vom Unglück verfolgt und finden einen grausamen Tod.
Mallory ist noch misstrauisch, doch auch er kann sich dem Mysterium der Bilder nicht entziehen. Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Josephine soll er die beiden letzten verschollenen Bilder aufspüren, um die Sammlung zu komplettieren. Doch dadurch verfolgt der Fluch der Bilder auch ihn und Josephine.
Das Vermächtnis des Künstlers ist der erste Teil einer Trilogie. Die Thematik ist durchaus spannend vom Autor umgesetzt. Die Figur des George Mallory fand ich sympathisch, auch wenn es teilweise widersprüchlich ist, wie ein so erfahrener und abgeklärter Typ total naiv in manche Fallen tappt. Mit Josephine bin ich nicht ganz auf einer Wellenlänge, da sie sie zunächst cool und professionell wirkt und dann komplett ins hysterische abgleitet. Die Geschichte an sich war wirklich gruselig und spannend, trotz einiger Längen.
Das einzige, was mich gestört hat, war, dass das Ende hier komplett offen bleibt. Die Story wirkt wie abgeschnitten und so gut wie keine Frage wird mit dem ersten Teil beantwortet. Die Beweggründe für Georges Berufswahl und das Kindheitstrauma von Josephine werden immer nur angedeutet und bringen nicht wirklich Licht ins Dunkel. Wahrscheinlich sollte man die Trilogie gleich komplett lesen, um nicht enttäuscht zu werden.

Veröffentlicht am 30.04.2026

Gefährliches Geheimnis

Ein Duke für Josephine
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„Ein Duke für Josephine“ von Manila Klafack ist eine nette Regency Romance für zwischendurch.
Dank der Spielsucht ihres Vaters gehört Lady Josephine Ashford mittlerweile zum verarmten Teil des Adels und ...

„Ein Duke für Josephine“ von Manila Klafack ist eine nette Regency Romance für zwischendurch.
Dank der Spielsucht ihres Vaters gehört Lady Josephine Ashford mittlerweile zum verarmten Teil des Adels und die schwere Krankheit ihrer Mutter belastet die Familie zusätzlich. Josephine macht sich keine Illusionen, denn sie weiß, der einzige Ausweg wäre eine lukrative Heirat, egal mit wem. Als sie jedoch auf einem Ball Prinzessin Sophia begegnet, wird ihr langweiliges Leben deutlich abwechslungsreicher. Zwischen Josephine und Sophie entwickelt sich schnell eine ungewöhnlich enge Freundschaft, bei der Josephine versehentlich über ein brisantes Geheimnis der Prinzessin stolpert, welches die gesamte Monarchie gefährden könnte. Josephine will Sophie unbedingt helfen, aber dabei gerät sie selbst in gefährliche Intrigen. Welche Rolle dabei der charmante Duke of Hatherleigh spielt, muss sich noch herausstellen.

Für Regency Romance bin ich immer zu begeistern, denn Bridgerton ist mein Guilty Pleasure. Bei diesem Buch von Manila Klafack ist aber noch deutlich Luft nach oben, wenn man es an dem erfolgreichen Vorbild messen möchte.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus der Perspektive von Josephine erzählt. Das funktioniert in diesem Fall auch sehr gut, denn ihre Gedanken, Gefühle und Entscheidungen stehen klar im Fokus.
Josephine ist eine Mischung aus reif und naiv, denn sie musste aufgrund ihrer familiären Situation schnell erwachsen werden, aber sie ist auch sehr impulsiv und denkt Sachen nicht zu Ende.
Mir fiel einfach die Vorstellung schwer, dass sich eine Prinzessin und ihr königlicher Berater derart tiefgreifend auf die Ideen einer fremden jungen Frau einlassen. Bestimmte Regeln, wie Anstandsdamen, scheinen für Josephine ebenfalls nicht zu gelten. Viele Handlungsfäden werden nur oberflächlich angesprochen und verlaufen dann einfach im Nichts. Und letztendlich hätte es zwischen Josephine und Edmund deutlich stärker knistern können, auch ohne spicy Szenen.
Die Grundidee fand ich aber gut, auch wenn es der Umsetzung leicht an Glaubwürdigkeit mangelte.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gute drei Sterne!

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Nette Sports Romance

A League for Love
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„A League for Love“ von Katie Cotugno ist eine leichte Sports Romance, in der ein weltberühmter Popstar und ein Sportler am Ende seiner Karriere sich der gegenseitigen Anziehung nicht entziehen können. ...

„A League for Love“ von Katie Cotugno ist eine leichte Sports Romance, in der ein weltberühmter Popstar und ein Sportler am Ende seiner Karriere sich der gegenseitigen Anziehung nicht entziehen können.
Lacey Logan ist weltbekannt und hat Follower und Fans im dreistelligen Millionenbereich. Sie kann keinen Schritt unbeobachtet tun, aber sie hat sich an das Leben im Rampenlicht gewöhnt. Für alles andere liebt sie die Musik zu sehr und so schützt sie jedes bisschen Privatsphäre, was ihr noch bleibt. Die medienwirksame Trennung von ihrem letzten Freund ist da natürlich kontraproduktiv, vor allem, da er sie betrogen hat und seine Affäre nun schwanger ist. Als Lacey zufällig auf den bekannten Baseballspieler Jimmy Hodges trifft, sprühen trotz aller Gegensätze sofort die Funken. Aber eigentlich dürften sich weder Jimmy noch Lacey momentan von ihrem Job ablenken lassen, doch das ist leichter gesagt, als getan.

Man müsste schon in einer Höhle und er absoluten Einöde gelebt haben, um die reale Inspiration, die Katie Cotugno hier sicher hatte, zu ignorieren. Daher hat das Ganze vielleicht eher einen Hauch von Fan-Fiktion, was man mögen sollte.
Der Schreibstil liest sich grundsätzlich leicht und flüssig, aber die Erzählperspektiven waren jetzt nicht unbedingt mein Favorit. Dadurch, dass die gesamte Story in der dritten Person erzählt wird und es keine direkte Perspektive der beiden Hauptcharaktere gibt, fehlte mir irgendwie die Verbindung zu den Figuren und ihren Emotionen. Alles plätschert so dahin und ist durchaus nett, aber es konnte mich nicht wirklich berühren oder mitreißen. Die ernsteren Aspekte oder Probleme wurden leider nur oberflächlich angerissen und der gewisse Funke fehlte.
Lacey ist ein Megastar, Jimmy ist Sportler und ebenfalls ein Star, aber weitaus unbekannter und mit viel weniger fanatischen Fans. Es prallen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander, für die es im Fokus der sensationshungrigen Öffentlichkeit umso schwerer ist, irgendwie zueinander zu finden.
Man spürt durchaus die Chemie zwischen den beiden, die sich jedoch mehr in ihren eigenen Gedanken verrennen, als offen miteinander zu kommunizieren. Nette Lovestory für zwischendurch.

Mein Fazit:
Ich mag die direkte Perspektive lieber und daher hier nur drei Sternchen!

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Viele Geheimnisse

All I Want
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„All I Want“ von Nicole Fisher ist eine New Adult Romantic Suspense, zu der es bereits vier Vorgängerbände gibt. Man kommt aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos klar.
Nach dem Tod ihres Vaters hat das ...

„All I Want“ von Nicole Fisher ist eine New Adult Romantic Suspense, zu der es bereits vier Vorgängerbände gibt. Man kommt aber auch ohne Vorkenntnisse problemlos klar.
Nach dem Tod ihres Vaters hat das Nomadenleben der 21-jährigen Jade endlich ein Ende, denn nun muss sie sich nicht mehr vor den Gesetzhütern verstecken. Weit entfernt vom Rest ihrer Familie will Jade einen Neuanfang wagen und schreibt sich deshalb an einem College am anderen Ende des Landes ein. Leider scheint sie jedoch ihre Vergangenheit nicht ganz abschütteln zu können, denn nur wenige Wochen nach Studienbeginn bekommt Jade plötzlich anonyme Nachrichten, die sie und ihre Familie bedrohen. Ausgerechnet Nick, der angebetete King des Colleges, mit dem Jade seit dem ersten Tag ständig aneinandergeraten ist, wird plötzlich zu ihrem größten Halt. Er scheint ganz anders zu sein, als Jade immer dachte, aber manchmal trügt auch der Schein.

Ich habe nicht alle der Vorgängerteile gelesen, aber wie gesagt, man benötigt keine Vorkenntnisse, um der Handlung zu folgen. Der Schreibstil von Nicole Fisher liest sich leicht und flüssig und der Einstieg fällt nicht schwer. Für mich persönlich war gerade der Einstieg das Beste am ganzen Buch, denn der Enemy-Part und die explosiven Schlagabtausche zwischen ihr und Nick sind wirklich mitreißend und unterhaltsam.
Danach schenkt die Dynamik von null auf hundert um und Jade wechselt von Misstrauen und Abneigung in einer Millisekunde zu absolutem Oversharing, für welches mir komplett die Grundlage und Entwicklung fehlte. Ich konnte hier irgendwie nicht nachvollziehen, warum plötzlich aus dem Nichts eine so enge Beziehung entstehen konnte und Jade gegenüber einem gestern noch Fremden all ihre Familiengeheimnisse ausplaudert. Das passt gar nicht zu ihrem Charakter und ihrer Vergangenheit.
Der Funke zwischen Jade und Nick ist bei mir so gar nicht übergesprungen, da vor allem bei Nick die Motive durchaus fraglich sind. Fast alle Aktionen von Jade oder Nick haben bei mir einen WTF-Moment ausgelöst, denn sie sind größtenteils völlig absurd und unsinnig. Der Mini-Cliffhanger reiht sich da ein und löst noch nicht mal mehr ein Kopfschütteln aus.
Da mir die ersten beiden Teile der Reihe sehr gut gefallen haben und ich auch die Grundidee mochte, hoffe ich einfach, dass die Fortsetzung besser wird.

Mein Fazit:
Ich vergebe insgesamt drei Sternchen!

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Magische Kristalle

Kingdom of crystal Hearts
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„Kingdom of crystal Hearts“ von Sina Brings dreht sich um magische Edelsteine und eine Attentäterin, die sich in ihr Zielobjekt verliebt.
Im Königreich Brillant herrscht eine strenge Zweiklassengesellschaft, ...

„Kingdom of crystal Hearts“ von Sina Brings dreht sich um magische Edelsteine und eine Attentäterin, die sich in ihr Zielobjekt verliebt.
Im Königreich Brillant herrscht eine strenge Zweiklassengesellschaft, in der der Adel dank seiner Edelsteinmagie in purem Luxus lebt und der Rest der Bevölkerung in den Edelsteinminen oder als Diener schuften muss. Elodie gehört zum armen Teil des Volkes und seitdem auch noch ihre Schwester in den Minen verschwunden ist, hat sie nichts mehr zu verlieren. Die Rebellen bieten ihr endlich eine Chance, an der Veränderung mitzuwirken. Aber irgendwie geht beim geplanten Anschlag alles schief und plötzlich gehört Elodie unter einer falschen Identität zum engsten Kreis der grausamen Königin. Hier soll sie warten, bis sich eine neue Möglichkeit ergibt, die Königin und ihren Nachfolger, den stummen Prinz Rafe, zu töten. Doch dann schleichen sich bei Elodie erste Zweifel am Plan ein.

Ich mag die Grundidee und vor allem der mitreißende Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Elodie wirkt dort stark und entschlossen, auch wenn sie zu impulsiven Entscheidungen neigt, die sie ganz offensichtlich in Schwierigkeiten bringen.
Der Schreibstil von Sina Brings liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus Elodies Perspektive erzählt. Ich denke, das war auch mein Hauptproblem, wenn es um die Slow Burn Romance zwischen Elodie und Rafe ging. Es tut mir leid, aber ich konnte es einfach nicht fühlen. Bei mir ist hier null der Funke übergesprungen, und ich weiß, auch wenn Rafe nicht sprechen kann, hätte es vielleicht mehr Möglichkeiten der stillen Kommunikation geben können. Zumindest wäre ab und zu ein Kapitel aus seiner Sichtweise hilfreich gewesen.
Nach dem starken Anfangsteil zieht sich die Mitte etwas in die Länge. Der Schluss oder die Geschichten der einzelnen Charaktere werden hingegen in Sekundenschnelle und ohne weitere Erklärungen aufgelöst. Einige Entwicklungen haben für mich überhaupt keinen Sinn gemacht, weil dazu auch die Tiefe und viele Hintergrundinformationen gefehlt haben.

Mein Fazit:
Das Potenzial ist definitiv vorhanden und wäre es nach dem spannenden und emotionalen Anfangsteil so weitergegangen, hätte ich klare fünf Sternchen verteilt. So werden es diesmal nur drei Sternchen und ich freue mich trotzdem auf weitere Bücher der Autorin!

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