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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2019

Ein Dan Brown wie man ihn kennt, mit kleinen Abstrichen

Origin
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Das Schema ist bekannt und nicht mehr so überraschend. Dennoch, in nur drei Tagen habe ich das Buch durchgelesen, denn es war spannend bis fast zuletzt. Der letzte Twister war mir persönlich viel zu früh ...

Das Schema ist bekannt und nicht mehr so überraschend. Dennoch, in nur drei Tagen habe ich das Buch durchgelesen, denn es war spannend bis fast zuletzt. Der letzte Twister war mir persönlich viel zu früh vorhersehbar. Dennoch auf alle Fälle empfehlens- und lesenswert. Viel Vergnügen.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Raus aus dem Teufelskreis

Der Klügere denkt nach
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Erkennen, dass man zu den Introvertierten, ja zu den introvertierten HSP gehört, ist eine Sache. Wie man sich in der Welt von Marktschreiern zurecht findet und sich selbst auf leise Art in Szene setzen ...

Erkennen, dass man zu den Introvertierten, ja zu den introvertierten HSP gehört, ist eine Sache. Wie man sich in der Welt von Marktschreiern zurecht findet und sich selbst auf leise Art in Szene setzen kann, ist eine andere.

Was standen mir da zum Teil die alten Denkschemata und Verhaltensnotwendigkeiten im Weg. Und dabei ständig die Frage: "Warum muss ich mich wie ein extrovertierter Vielschwätzer benehmen, um in dieser Welt vorwärts zu kommen? mit der Antwort: "So will ich nicht sein, so will ich mich nicht verhalten". Aber was ich stattdessen tun könnte - da steckte ich in einem Teufelskreis fest.

Martin Wehrle gibt mir in diesem Buch andere Denkansätze und Werte bestimmter Verhaltensweisen mit. Die Übungen helfen bei der Umsetzung der ausgewählten Strategien. Für mich ist das Buch stimmig und die Tipps wertvoll. Davon wünsche ich mir mehr.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Wohin geht unsere Reise?

Die Reise
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Marina Lostetters Buch "Die Reise" nimmt uns mit auf eine Jahrhunderte dauernde Reise durch das Weltall und zurück. Ein Konsortium der Erde wählt aus diversen Vorschlägen einige Forschungsaufträge aus ...

Marina Lostetters Buch "Die Reise" nimmt uns mit auf eine Jahrhunderte dauernde Reise durch das Weltall und zurück. Ein Konsortium der Erde wählt aus diversen Vorschlägen einige Forschungsaufträge aus und stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung. Doch wen soll man auf diese Reise mitnehmen? Wie kann diese lange Reise unbeschadet überstanden werden, die viele Generationen in Anspruch nehmen wird?

Vor dieser Problematik steht eine Erde, die weiter entwickelt, friedlicher und geeinter ist, als die unserer Zeit. Sie kann es sich leisten, Milliarden an Geldern freizustellen und das All zu erforschen. So werden die Teilnehmer dieser Expedition nicht aus den ursprünglichen Forschern und notwendigen Mitarbeitern bestehen, sondern aus Klonen derselben.

Wir erleben in diesem Buch, wie sich die Klongesellschaft über die Generationen hinweg weiterentwickelt. Oder vielleicht auch zurück entwickelt? Wir erleben, mit welchen gesellschaftlichen bzw. gruppendynamischen Problemen sie auf diesem engen Raum konfrontiert sind und wie sie daran scheitern oder wachsen. Wir erleben, wie einzelne Klone zum Guten oder zum Schlechten über sich selbst hinauswachsen, immer unterstützt von einer mitlernenden künstlichen Intelligenz.

Was werden sie vorfinden, wenn sie am Ziel ihrer Reise angekommen sind? Wie wird die Erde aussehen und sich deren Gesellschaft weiterentwickelt haben, wenn die Klone wieder zurückkommen?

Zum Buch selbst: Das Buch liest sich wie eine Reihe von zusammengehörigen Kurzgeschichten. Alle Geschichten sind spannend erzählt und nehmen den Leser direkt mit auf das Schiff. Erzählt wird immer aus der Perspektive einer einzelnen Person, deren Charakter verständlicherweise immer nur ein Momentum sein kann. Dabei geht für mich der rote Faden durch die einzelnen Episoden jedoch nie verloren.

Leider enthält das Buch viele Rechtschreibfehler und manchmal gerät das Lesen immer dann ins Stocken, wenn ein ähnliches, aber dennoch falsches Wort im Satz auftaucht, z.B. ein "wie" statt "wir" oder ein "ein" statt "in" usw. Das ist unschön und habe ich in dieser Häufung schon lange nicht mehr erlebt. Das Cover zum Buch finde ich passend zum Inhalt des Buches gestaltet.

Fazit: Wer Science Fiction liebt, darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Gutes Jugendbuch

Renegades - Geheimnisvoller Feind
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Renegades-Geheimnisvoller Feind ist der zweite Band der Autorin in der Renegades-Serie über genmanipulierte/genmutierte Wunderkinder. Stellenweise erinnerte mich das Buch beim Lesen an die Fernsehserie ...

Renegades-Geheimnisvoller Feind ist der zweite Band der Autorin in der Renegades-Serie über genmanipulierte/genmutierte Wunderkinder. Stellenweise erinnerte mich das Buch beim Lesen an die Fernsehserie Mutant X von 2001-2003 sowie natürlich an die X-Men-Reihe. DC und Marvel Universe standen beide hierbei sicherlich Pate.

So geht es auf über 500 Seiten nun also darum, dass Nova den Helm Ihres Onkels Ace wiederbeschaffen soll. Dafür soll sie Adrians Gefühle für sie ausnutzen, während sie sich gleichzeitig davor fürchtet, dabei ihren eigenen Gefühlen für Adrian zu erliegen. Unerfahrenheit und Geheimnisse trennen die beiden daher vorerst weiterhin. Dass es das zweite Buch einer Reihe ist, merkt man der Geschichte stellenweise leider an. Zwischen den Actionszenen gibt es viele - teilweise auch zu langatmige - Szenen der Ruhe, die der Gedanken- und Gefühlswelt von Adrian und Nova gewidmet sind. Die kleinen Rückblenden zu den Geschehnissen aus Band 1 helfen nicht immer dabei, die Geschichte zwischen den beiden zu verstehen.

Auf der nächsthöheren Ebene geht es in dem Buch jedoch um die Frage nach Gut und Böse und der Moral daraus. Renegades oder Anarchisten: wer ist gut und wer ist böse? Ist die Welt so einfach in schwarz und weiß einzuteilen oder gibt es noch viele Grautöne dazwischen? Mit Macht kommt auch große Verantwortung einher. Wenn jemand die Macht hat, etwas zu tun, soll er es dann auch tun? Wann verlässt jemand den schmalen Grat und wechselt von gut zu böse? Wer bestimmt, was gut ist und was böse? Wann meint man es gut - tut aber nicht gut? Welche Risiken werden eingegangen und welche langfristigen Konsequenzen ergeben sich daraus? Wie lange brauchen Anarchisten und Renegades noch, um zu erkennen, dass sie eigentlich dasselbe wollen und sich zusammenschließen und ein funktionierendes System/eine funktionierende Gesellschaft erarbeiten sollten, bei dem machthungrige Egos keine Rolle spielen ?

Fazit:
Der übergeordnete Handlungsrahmen bezieht sich immer auf alle drei Bände (der dritte Band soll im Januar 2020 erscheinen) und es fehlt ein wenig der Rahmen für Band zwei, um ihn wirklich losgelöst von den beiden anderen lesen zu können. Daher wirkt er stellenweise langatmig und langweilig. Dies wiederum schadet der Geschichte und der dahinter steckenden Moral. Mich persönlich hat das Ende von Band 2 etwas enttäuscht und dies wiederum hat mir ein wenig die Lust genommen, mir auch den Folgeband zuzulegen, um zu erfahren wie es in Gatlon City sowie Adrian und Nova weitergeht bzw. ob es ein Happy Ending geben wird. Aber ich bin auch eine sehr kritische Erwachsene.

Veröffentlicht am 02.10.2019

Thriller mit Showdown

Der siebte Schrei
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Der siebte Schrei hat alle Anzeichen eines klassischen Thrillers. Fast schon klischeehaft reihen sich hier die Ereignisse in einem mitreißenden Tempo aneinander bis hin zum Showdown und den Nachwirkungen. ...

Der siebte Schrei hat alle Anzeichen eines klassischen Thrillers. Fast schon klischeehaft reihen sich hier die Ereignisse in einem mitreißenden Tempo aneinander bis hin zum Showdown und den Nachwirkungen.

Was also ist so neu an dem Buch, dass man es unbedingt gelesen haben muss? Für mich persönlich nicht wirklich viel. Für andere ist es vielleicht der Aspekt, dass drei von vier Hauptfiguren mit einer Art Handikap klar kommen müssen.

So ist das Opfer in dieser Geschichte ein zehnjähriger Junge, der nicht nur ein traumatisches Erlebnis verarbeiten muss, sondern durch einer Missbildung seiner Stimmlippen (Synechie) auch stumm ist, in seinem Fall bis zur Aphonie, also dem völligen Stimmverlust, was im weiteren Verlauf des Buches noch an Bedeutung für den Fall gewinnt.

Der Special Agent leidet – wie es der Zufall so will – unter einer PTBS, einer posttraumatischen Belastungsstörung, hervorgerufen durch einen Einsatz, bei dem er angeschossen wurde und infolge dessen sein Partner durch seine Kugel starb.

Und zu guter Letzt ist der Mörder ein Synästhetiker, der Töne mit Farben verbindet, was an sich ja kein Handikap wäre, würde er sich nur nicht gerade deshalb – aus einer rein zufällig gemachten Erfahrung heraus - einbilden, durch Folter (und daran anschließendem Mord) zu einer Kreativität Zugang zu erhalten, die ihm sonst versagt bleibt.

Die einzige Frau in dieser Viererkonstellation hat sich der Therapie traumatischer Erlebnisse verschrieben und lebt und arbeitet auf einer Pferdefarm.

Der siebte Schrei ist ein guter, solider Thriller, dessen Titel eine Spannung verspricht, die das Buch auch einhält. Die Sprache ist einfach und verständlich gehalten bzw. erklärt Fachbegriffe dort, wo es nötig ist. Durch den Wechsel der Blickwinkel – mal aus Sicht des Agenten, dann aus Sicht des Jungen und auch aus Sicht des Mörders – erhält der Leser verschiedene Einblicke in die Gedankenwelt der Hauptfiguren. Wer Thriller mag und gute Unterhaltung sucht, wird dieses Buch lieben.