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Veröffentlicht am 03.02.2020

Faszination auf den zweiten Blick

Ukonnen
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Das ePub hatte ich unentgentlich für eine Leserunde zur Verfügung bekommen. Die Rezension entspricht meinen persönlichen Eindrücken.

Ich muss zugeben, als ich mir das Buch an einem Mittwoch Abend heruntergeladen ...

Das ePub hatte ich unentgentlich für eine Leserunde zur Verfügung bekommen. Die Rezension entspricht meinen persönlichen Eindrücken.

Ich muss zugeben, als ich mir das Buch an einem Mittwoch Abend heruntergeladen und es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte, freute ich mich auf eine gute Unterhaltung. Aber bereits nach einer halben Seite im Prolog musste ich das Buch wieder weglegen: ich konnte mich nicht darauf konzentrieren und las die Sätze immer wieder neu - und verstand nichts.

Also verschob ich die Leserunde auf das Wochenende und was soll ich sagen: am Samstag Nachmittag war mein Verstand bereit für dieses Buch. Wo ich vorher Schwierigkeiten hatte, las ich jetzt leicht und flüssig verständlichen Text und tauchte ein in die Fantasiewelt von Argenas und Miratien.

Die verschiedenen Charaktere sind eindringlich beschrieben. Der Autor erzählt, mit kleinen Erinnerungsfetzen, wie diese Personen zu dem geworden sind, was sie heute sind. Er benennt ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Er beschreibt, wie Personen, die unterschiedlicher nicht sein können, dennoch - oder gerade deswegen - in Freundschaft miteinander verbunden sind.

Nach einer mir persönlich etwas zu langatmigen Einführung der Hauptcharaktere schält sich langsam aber stetig wie bei einer Zwiebel Schicht für Schicht der Kern der Geschichte heraus: das Böse ist bereit, die Macht auf dieser Welt zu übernehmen und sie in eine grausame, dunkle Machtherrschaft zu verwandeln.

Mosaikstein für Mosaikstein finden sich die Protagonisten an einem dunklen Ort des Bösen für einen ersten Kampf zusammen. Es geht um ein Schwert: Ukonnen, die Donnerklinge, das Schwert der reinen Macht und Bewahrer der Seelen.

Und hier endet der erste Teil auch etwas abrupt zwar aber dennoch passend. Ich bin gespannt wie es weitergeht und möchte mir den nächste Band nicht entgehen lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2020

Praline ohne Füllung

Hamish Macbeth und der tote Witzbold
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Dies war das erste Buch der Autorin M.C. Beaton, das ich gelesen habe. Vom Klappentext her freute ich mich auf einen kurzweiligen Krimi mit typisch britischem, schwarzem Humor. Auch das Cover mit dem auf ...

Dies war das erste Buch der Autorin M.C. Beaton, das ich gelesen habe. Vom Klappentext her freute ich mich auf einen kurzweiligen Krimi mit typisch britischem, schwarzem Humor. Auch das Cover mit dem auf einer Wiese stehenden und genüsslich auf einem Messer kauenden Schaf versprach viel davon zu liefern. Doch jetzt nach dem Lesen empfinde ich das Buch wie eine Praline, die nur aus den Schalen der köstlichen Schokolade bestand während die sündig-süße Füllung leider vergessen wurde.

Zu empfehlen ist das Buch trotzdem allemal. Wer im Zug, Flugzeug oder auf dem Rücksitz im Auto drei bis vier Stunden totschlagen muss und lediglich unterhalten werden will, der macht mit einem Kauf dieses Buches sicher nichts falsch. Anfang und Ende sind stark, der Mittelteil schwächelt mangels Substanz ein wenig.

M.C. Beaton nimmt sich zu Beginn viel Zeit für die charakterliche Darstellung der einzelnen Familienmitglieder rund um den Witzbold. Im Laufe der weiteren Entwicklung fühlt man sich dann plötzlich in einen Kindergarten versetzt und zum Schluß rückt sich alles wieder ins rechte Licht der einzelnen Charaktere. Zu guter letzt bleibt ein Schmunzeln für Hamish Macbeth.

Die Sprache entspricht der Ausdrucksweise der Generationen, die noch nicht in dieses heutige, mit wahnsinnstempo verbreitete Social-Media-Sprech verfallen sind. Und das ist auch gut so, denn das Buch soll entspannen und entschleunigen, soll Gemütlichkeit aufzeigen und erzeugen - dazu muss eben auch der Sprachstil passen.

Wer die Autorin noch nicht kennt, sollte nicht mit diesem Band in der Hamish Macbeth-Reihe starten, um sie kennenzulernen, denn es ist der bisher schwächste und muss daher logischerweise zu einer Enttäuschung führen. Im Nachhinein hatte ich die Möglichkeit fünf der sechs Vorgängerbände der Reihe zu lesen und fühlte mich bei jedem einzelnen köstlich amüsiert und unterhalten, so wie es sein sollte. Eben wie beim Genuss einer köstlich-sündigen Praline.

  • Humor
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2019

Ein Dan Brown wie man ihn kennt, mit kleinen Abstrichen

Origin
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Das Schema ist bekannt und nicht mehr so überraschend. Dennoch, in nur drei Tagen habe ich das Buch durchgelesen, denn es war spannend bis fast zuletzt. Der letzte Twister war mir persönlich viel zu früh ...

Das Schema ist bekannt und nicht mehr so überraschend. Dennoch, in nur drei Tagen habe ich das Buch durchgelesen, denn es war spannend bis fast zuletzt. Der letzte Twister war mir persönlich viel zu früh vorhersehbar. Dennoch auf alle Fälle empfehlens- und lesenswert. Viel Vergnügen.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Raus aus dem Teufelskreis

Der Klügere denkt nach
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Erkennen, dass man zu den Introvertierten, ja zu den introvertierten HSP gehört, ist eine Sache. Wie man sich in der Welt von Marktschreiern zurecht findet und sich selbst auf leise Art in Szene setzen ...

Erkennen, dass man zu den Introvertierten, ja zu den introvertierten HSP gehört, ist eine Sache. Wie man sich in der Welt von Marktschreiern zurecht findet und sich selbst auf leise Art in Szene setzen kann, ist eine andere.

Was standen mir da zum Teil die alten Denkschemata und Verhaltensnotwendigkeiten im Weg. Und dabei ständig die Frage: "Warum muss ich mich wie ein extrovertierter Vielschwätzer benehmen, um in dieser Welt vorwärts zu kommen? mit der Antwort: "So will ich nicht sein, so will ich mich nicht verhalten". Aber was ich stattdessen tun könnte - da steckte ich in einem Teufelskreis fest.

Martin Wehrle gibt mir in diesem Buch andere Denkansätze und Werte bestimmter Verhaltensweisen mit. Die Übungen helfen bei der Umsetzung der ausgewählten Strategien. Für mich ist das Buch stimmig und die Tipps wertvoll. Davon wünsche ich mir mehr.

Veröffentlicht am 03.10.2019

Wohin geht unsere Reise?

Die Reise
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Marina Lostetters Buch "Die Reise" nimmt uns mit auf eine Jahrhunderte dauernde Reise durch das Weltall und zurück. Ein Konsortium der Erde wählt aus diversen Vorschlägen einige Forschungsaufträge aus ...

Marina Lostetters Buch "Die Reise" nimmt uns mit auf eine Jahrhunderte dauernde Reise durch das Weltall und zurück. Ein Konsortium der Erde wählt aus diversen Vorschlägen einige Forschungsaufträge aus und stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung. Doch wen soll man auf diese Reise mitnehmen? Wie kann diese lange Reise unbeschadet überstanden werden, die viele Generationen in Anspruch nehmen wird?

Vor dieser Problematik steht eine Erde, die weiter entwickelt, friedlicher und geeinter ist, als die unserer Zeit. Sie kann es sich leisten, Milliarden an Geldern freizustellen und das All zu erforschen. So werden die Teilnehmer dieser Expedition nicht aus den ursprünglichen Forschern und notwendigen Mitarbeitern bestehen, sondern aus Klonen derselben.

Wir erleben in diesem Buch, wie sich die Klongesellschaft über die Generationen hinweg weiterentwickelt. Oder vielleicht auch zurück entwickelt? Wir erleben, mit welchen gesellschaftlichen bzw. gruppendynamischen Problemen sie auf diesem engen Raum konfrontiert sind und wie sie daran scheitern oder wachsen. Wir erleben, wie einzelne Klone zum Guten oder zum Schlechten über sich selbst hinauswachsen, immer unterstützt von einer mitlernenden künstlichen Intelligenz.

Was werden sie vorfinden, wenn sie am Ziel ihrer Reise angekommen sind? Wie wird die Erde aussehen und sich deren Gesellschaft weiterentwickelt haben, wenn die Klone wieder zurückkommen?

Zum Buch selbst: Das Buch liest sich wie eine Reihe von zusammengehörigen Kurzgeschichten. Alle Geschichten sind spannend erzählt und nehmen den Leser direkt mit auf das Schiff. Erzählt wird immer aus der Perspektive einer einzelnen Person, deren Charakter verständlicherweise immer nur ein Momentum sein kann. Dabei geht für mich der rote Faden durch die einzelnen Episoden jedoch nie verloren.

Leider enthält das Buch viele Rechtschreibfehler und manchmal gerät das Lesen immer dann ins Stocken, wenn ein ähnliches, aber dennoch falsches Wort im Satz auftaucht, z.B. ein "wie" statt "wir" oder ein "ein" statt "in" usw. Das ist unschön und habe ich in dieser Häufung schon lange nicht mehr erlebt. Das Cover zum Buch finde ich passend zum Inhalt des Buches gestaltet.

Fazit: Wer Science Fiction liebt, darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen.