Erneut ein gelungener Mix aus Fall und Privatleben
OstseehölleBuchmeinung zu Eva Almstädt – »Ostseehölle«
»Ostseehölle« ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der einundzwanzigste Band um Kommissarin Pia Korittki.
Zum ...
Buchmeinung zu Eva Almstädt – »Ostseehölle«
»Ostseehölle« ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der einundzwanzigste Band um Kommissarin Pia Korittki.
Zum Autor:
Eva Almstädt, 1965 in Hamburg geboren und dort auch aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Seit 2001 ist sie freie Autorin. Die Autorin lebt in Hamburg.
Zum Inhalt:
Bei einer Führung in der Lübecker Marienkirche wird eine Leiche am Boden eines Turms entdeckt. Pia und ihr Team beginnen mit den Ermittlungen und müssen zur Aufklärung etliche Geheimnisse lösen.
Meine Meinung:
Kommissarin Pia Korittki von der Lübecker Mordkommission konnte mich auch diesmal überzeugen. Erneut wirkt der Fall realitätsnah. Neben bodenständiger Polizeiarbeit spielt auch das Privatleben eine beachtliche Rolle. Mir gefällt der ausgewogene Mix aus Fall und Privatleben. Pia hat Schwierigkeiten mit einer jungen Kollegin, leitet übergangsweise die Mordkommission und dann hält ihr langjähriger Freund Marten um ihre Hand an. Pia Korittki erscheint kompetent und sympathisch, ist aber unsicher, wie sie sich entscheiden soll. Die Ausgangslage wird ausführlich aus der Sicht mehrerer Figuren geschildert. Die Erzählung ist atmosphärisch und erzeugt den Eindruck, mittendrin zu sein. Auch wenn die Figuren meist nicht ausgeprägt gezeichnet sind entsteht ein klares Bild im Kopf des Lesers. Die Handlung entwickelt sich langsam, nimmt aber mehr und mehr Fahrt auf. Mit dem Tempo steigt auch die Spannung und findet ihren Höhepunkt in einem angemessenen Showdown.
Die Sprache ist einfach, aber konkret und direkt. Sie ist leicht verdaulich und passt zum Inhalt. Die Handlung ist komplexer als zu Beginn erwartet und wird durch einige überraschende Wendungen angereichert, die auch für zwischenzeitliche Spannungsspitzen sorgen. Die Figurenzeichnung könnte ausgeprägter sein, liefert aber einen guten Eindruck des jeweiligen Protagonisten. Fast alle Figuren haben mit mehr oder weniger großen Problemen zu kämpfen. Die Auflösung ist vollständig und nachvollziehbar und natürlich gerät Pia wieder in Gefahr. Die Atmosphäre ist von einem dunklen Grundton geprägt, der am Ende ein paar positive Veränderungen erfährt. Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten.
Fazit:
Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten und spannend wurde es auch noch. Ich mag den ruhigen und unaufgeregten, aber auch atmosphärischen Schreibstil. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger Kriminalromane aus.