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Veröffentlicht am 08.04.2026

Erneut ein gelungener Mix aus Fall und Privatleben

Ostseehölle
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Buchmeinung zu Eva Almstädt – »Ostseehölle«

»Ostseehölle« ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der einundzwanzigste Band um Kommissarin Pia Korittki.

Zum ...

Buchmeinung zu Eva Almstädt – »Ostseehölle«

»Ostseehölle« ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der einundzwanzigste Band um Kommissarin Pia Korittki.

Zum Autor:
Eva Almstädt, 1965 in Hamburg geboren und dort auch aufgewachsen, absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Seit 2001 ist sie freie Autorin. Die Autorin lebt in Hamburg.

Zum Inhalt:
Bei einer Führung in der Lübecker Marienkirche wird eine Leiche am Boden eines Turms entdeckt. Pia und ihr Team beginnen mit den Ermittlungen und müssen zur Aufklärung etliche Geheimnisse lösen.

Meine Meinung:
Kommissarin Pia Korittki von der Lübecker Mordkommission konnte mich auch diesmal überzeugen. Erneut wirkt der Fall realitätsnah. Neben bodenständiger Polizeiarbeit spielt auch das Privatleben eine beachtliche Rolle. Mir gefällt der ausgewogene Mix aus Fall und Privatleben. Pia hat Schwierigkeiten mit einer jungen Kollegin, leitet übergangsweise die Mordkommission und dann hält ihr langjähriger Freund Marten um ihre Hand an. Pia Korittki erscheint kompetent und sympathisch, ist aber unsicher, wie sie sich entscheiden soll. Die Ausgangslage wird ausführlich aus der Sicht mehrerer Figuren geschildert. Die Erzählung ist atmosphärisch und erzeugt den Eindruck, mittendrin zu sein. Auch wenn die Figuren meist nicht ausgeprägt gezeichnet sind entsteht ein klares Bild im Kopf des Lesers. Die Handlung entwickelt sich langsam, nimmt aber mehr und mehr Fahrt auf. Mit dem Tempo steigt auch die Spannung und findet ihren Höhepunkt in einem angemessenen Showdown.
Die Sprache ist einfach, aber konkret und direkt. Sie ist leicht verdaulich und passt zum Inhalt. Die Handlung ist komplexer als zu Beginn erwartet und wird durch einige überraschende Wendungen angereichert, die auch für zwischenzeitliche Spannungsspitzen sorgen. Die Figurenzeichnung könnte ausgeprägter sein, liefert aber einen guten Eindruck des jeweiligen Protagonisten. Fast alle Figuren haben mit mehr oder weniger großen Problemen zu kämpfen. Die Auflösung ist vollständig und nachvollziehbar und natürlich gerät Pia wieder in Gefahr. Die Atmosphäre ist von einem dunklen Grundton geprägt, der am Ende ein paar positive Veränderungen erfährt. Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten.

Fazit:
Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten und spannend wurde es auch noch. Ich mag den ruhigen und unaufgeregten, aber auch atmosphärischen Schreibstil. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger Kriminalromane aus.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 22.03.2026

Ein Schwergewicht unter den leicht wirkenden Krimis

Tote Vettern erben nicht
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Buchmeinung zu Vera Nentwich – »Tote Vettern erben nicht«

»Tote Vettern erben nicht« ist ein Kriminalroman von Vera Nentwich, der 2026 bei Vera Books erschienen ist. Dies ist der neunte Band um die Detektivin ...

Buchmeinung zu Vera Nentwich – »Tote Vettern erben nicht«

»Tote Vettern erben nicht« ist ein Kriminalroman von Vera Nentwich, der 2026 bei Vera Books erschienen ist. Dies ist der neunte Band um die Detektivin Biene Hagen, die am ländlichen Niederrhein ermittelt.

Zum Autor:
Vera Nentwich, geboren 1959, ist Entertainerin durch und durch und schreibt seit Jahren erfolgreich humorvolle Krimis und Romane.

Zum Inhalt:
Cousine Franziska bittet Sabine „Biene“ Hagen um Hilfe, weil ihr Bruder Paul, ein Finanzbeamter, verschwunden ist. Die beiden Frauen finden Paul tot im Müllcontainer und Biene hat einen neuen Fall.

Meine Meinung:
Meine erste Begegnung mit Sabine Hagen hat Spuren hinterlassen, denn ich mochte diese Figur von Anfang an. Mit ihrer herzlichen Art, ihrer Selbstständigkeit, ihren Herausforderungen und auch mit ihrer Oma Trudi hat sie mich überzeugt. Das „Ach, Kengk“ weckt Heimatgefühle und sorgt mit den deftigen Gerichten für Kindheitserinnerungen bei mir. Biene ist ganz sicher kein Superwoman, aber genau daraus erwachsen ihre Stärken. Sie ist hartnäckig, steckt voller Ideen und stellt sich den meisten ihrer Problemen, wenn da nicht die Beziehung mit Jochen wäre. Sie spricht mit vielen Menschen, zieht ihre manchmal voreiligen Schlüsse und macht sich an die Umsetzung ihres Plans. Unterstützung erhält sie von ihrem Chef Jago und natürlich von Jochen. Jago hat einen Hauch von Superman und kann mich immer wieder überraschen. Manche Szenen sind überzeichnet wie der Einschüchterungsversuch mittels LKW, aber Biene kann einstecken und dann wieder aufstehen. Oft vertraut sie auf ihr Gefühl und wirkt manchmal etwas naiv. Und doch stehen am Ende gelöste Fälle, ein kaputtes Auto und ein zufriedener Leser. Mich hat dieser leicht wirkende Krimi mit den typischen Zutaten eines Cozys sehr gut unterhalten und angenehme Lesestunden beschert.

Fazit:
Ein Cozy aus meiner Heimatregion, der mich mit Schreibstil und Figurenzeichnung voll und ganz überzeugen konnte. Deshalb bewerte ich diesen Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Gelungene Fortsetzung

Einsames Watt
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Buchmeinung zu Nina Ohlandt & Jan F. Wielpütz – »Einsames Watt«

»Einsames Watt« ist ein Kriminalroman von Nina Ohlandt & Jan F. Wielpütz, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist bereits der zwölfte ...

Buchmeinung zu Nina Ohlandt & Jan F. Wielpütz – »Einsames Watt«

»Einsames Watt« ist ein Kriminalroman von Nina Ohlandt & Jan F. Wielpütz, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist bereits der zwölfte Band um John Benthien und seine Kollegen.

Zum Autor:
Nina Ohlandt, ausgebildete Sprachlehrerin, arbeitete in vielen Berufen, bis sie zu ihrer wahren Berufung zurückfand: dem Krimischreiben. Ihre Nordsee-Krimireihe mit John Benthien als ermittelnden Kommissar war sensationell erfolgreich. Nina Ohlandt starb im Dezember 2020.
Die Krimireihe der 2020 verstorbenen Autorin Nina Ohlandt wird von Jan F. Wielpütz fortgesetzt, der als Verlagslektor Krimi- und Thrillerautoren betreute und - teils unter Pseudonym - mehrere Bücher veröffentlichte, die auf der SPIEGEL-Bestsellerliste standen.

Zum Inhalt:
Auf Amrum wird ein herrenloses Segelschiff angetrieben und Fischer ziehen die Leiche einer Frau aus der Nordsee. John Benthien fühlt sich an einen alten Fall mit ähnlichen Merkmalen erinnert. Im Zuge der damaligen Ermittlungen verschwand sein Mentor Litmanen spurlos.

Meine Meinung:
Ich kannte diese Serie bereits und meine Erwartungen wurden zu großen Teilen erfüllt. Thematisiert werden archäologischen Suchen und Schatzfunde im Wattenmeer. Neben den Kriminalfällen spielen auch Probleme im Privatleben der Ermittler eine umfangreiche Rolle. Die Figuren sind wie gewohnt mit Ecken und Kanten gezeichnet und bieten Raum für einige überraschende Wendungen. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich getrennt entwickeln und erst spät wird ihr Zusammenhang deutlich. Manche Aktionen der Ermittler sind grenzwertig und dürften in der Realität so kaum vorkommen, sind für mich aber akzeptabel und nachvollziehbar. Durch die verschiedenen Perspektiven werden die Eigenheiten der Figuren und auch ihre Gefühle deutlich. Die Krimispannung baut sich langsam auf und nimmt im Verlauf deutlich zu. Die Ermittlergruppe funktioniert als Team auf beeindruckende Weise, auch wenn nicht jeder Beteiligte in Bestform ist. Dadurch wirken die Figuren realistisch und sympathisch. Es bedarf vieler Ermittlungsschritte bis sich dank der Hartnäckigkeit der Ermittler ein vollständiges Bild abzeichnet. Am Ende stehen zwei vollständig und nachvollziehbar gelöste Fälle und auch die Vorgänge um das Verschwinden von Kommissar Litmanen werden geklärt. Mein Lesevergnügen war auch dank der atmosphärischen Schreibweise hoch und die gelungene Mischung aus Fall und privaten Themen konnte mich wieder überzeugen.

Fazit:
Auch wenn es sicherlich nicht der beste Roman der Serie ist, so konnten mich John Benthien und seine Kollegen gut unterhalten. Figurenzeichnung und Plot sind überdurchschnittlich und haben mich zum Fan der Serie gemacht. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Hat mich in den ruhigen Passagen beeindruckt

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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Buchmeinung zu Peter Dempf – »Teufelsreigen«

»Teufelsreigen« ist ein Historischer Roman von Peter Dempf, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der zweite Band der Reihe »Im Auftrag der Fugger«.

Zum ...

Buchmeinung zu Peter Dempf – »Teufelsreigen«

»Teufelsreigen« ist ein Historischer Roman von Peter Dempf, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der zweite Band der Reihe »Im Auftrag der Fugger«.

Zum Autor:
Peter Dempf, 1959 in Augsburg geboren, studierte Germanistik und Geschichte. Der mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnete Autor schreibt neben Romanen und Sachbüchern auch Theaterstücke, Drehbücher, Rundfunkbeiträge und Erzählungen. Bekannt aber wurde er durch seine Historischen Romane, die häufig in Augsburg angesiedelt sind, wo Peter Dempf lebt.

Zum Inhalt:
Überfälle auf Warenlieferungen und Anschläge auf Einrichtungen alarmieren im Jahr 1505 Jakob Fugger, der seine Boten Afra und Herwart mit der Klärung beauftragt. Der angehende Kaiser will Augsburg besuchen und Fugger will sich sein Wohlwollen sichern und hofft auf lukrative Geschäfte.

Meine Meinung:
Der Einstieg in diesen Titel ist mir leicht gefallen, denn es begang rasant mit dem Brand in der Handelsniederlassung der deutschen Kaufleute in Venedig. Die beiden Hauptfiguren Afra und Herwart sind sympathisch, wirken aber auch mehrfach recht naiv. Sie geraten immer wieder in tödliche Gefahr und meist rettet sie ihr großer Hund Fugger. Dieses Muster zieht sich durch weite Teile der Handlung, wirkt auf Dauer aber etwas eintönig. Der Schreibstil ist nüchtern und eindringlich zugleich. In vielen Details wird die umfassende Recherche des Autors deutlich. Beeindruckt haben mich die ruhigeren Passagen, wenn der Leser den Gedanken Jakob Fuggers in Gesprächen mit Maximilian, dessen Beratern und anderen Augsburger Kaufleuten folgen kann. Jakob Fugger zeigt sich als charismatische Persönlichkeit, die den wachsenden Einfluss der Kaufleute und Finanziers symbolisiert. Eine weitere interessante Figur in der undurchsichtige und skrupellose Spion Zeno, der für einige Aufregung sorgt.
Einige historische Persönlichkeiten haben den Weg ins Buch gefunden und wirken durchaus bereichernd. Im lesenswerten Nachwort erläutert der Autor, welche Ergänzungen er zu den historischen Fakten hinzugefügt hat. Ein Glossar rundet das Werk ab.
Die ruhigen Passagen haben mir weitaus besser gefallen (vier bis fünf Sterne) als die oft wiederkehrenden Szenen mit Mord und Totschlag (zwei bis drei Sterne). .

Fazit:
Ein Historischer Roman, der mich nur in den ruhigen Passagen fesseln konnte. Somit bewerte ich den Titel mit dreieinhalb Sternen, die ich diesmal zu vier von fünf Sternen aufrunde (70 von 100 Punkten). Für diesen Titel gebe ich eine bedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Angenehmer Schreibstil und abbauende Handlung

Mord à la Lavande
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Buchmeinung zu Robert de Paca – »Mord a la Lavande«

»Mord a la Lavande« ist ein Kriminalroman von Robert de Paca, der 2025 als Book on Demand erschienen ist.

Zum Autor:
Robert de Paca lebt seit rund ...

Buchmeinung zu Robert de Paca – »Mord a la Lavande«

»Mord a la Lavande« ist ein Kriminalroman von Robert de Paca, der 2025 als Book on Demand erschienen ist.

Zum Autor:
Robert de Paca lebt seit rund dreissig Jahren in Südfrankreich. Die ersten fünfzehn Jahre davon an der Côte d’Azur, wo er unter anderem ein Tourismusportal betreute und in Monaco eine Internetkochschule samt online-shop betrieb. Seit 2012 lebt er mit seinen beiden Kindern in der Provence, zwischen Aix und dem Luberon.

Zum Inhalt:
Vor den Augen des Krimiautors Maxim Marchal wird in Aix-en-Provence ein Journalist von einem Auto überfahren. Im Gegensatz zur Polizei vemutet Maxim ein Verbrechen und beginnt zu ermitteln. Unterstützung erhält er von einer Journalistin und einer Mitarbeiterin des Tourismusbüros.

Meine Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch ist mir durch den atmosphärischen Schreibstil leicht gefallen. Maxim Marchal wirkt sympathisch und geht die Dinge gelassen an. Er ist zudem hartnäckig und fantasievoll. Im Zuge der Ermittlungen erfährt der Leser einiges über den Lavendelanbau und die daraus entstehenden Produkte. Zwei sympathische Damen unterstützen den Krimiautor mit ihren Ideen und Kontakten. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, meist jedoch begleiten wir Maxim. Die Figurenzeichnung ist nicht sonderlich tief und ich hätte den Figuren ein paar Ecken und Kanten gewünscht. Die Spannung ist eher moderat, aber der angenehme Schreibstil hilft darüber hinweg. Dann gibt es aus meiner Sicht einen deutlichen Bruch in der Handlung durch den Bezug zu einem Jahre zurückliegenden Gewaltverbrechen, das aus dem Nichts kommt. Nun wird es zwar spannender, aber auch hektischer und weniger atmosphärisch. Am Ende steht ein vollständig und nachvollziehbar gelöster Fall, aber gut unterhalten fühlte ich mich nur in der ersten Hälfte.

Fazit:
Ein Krimi aus der Provence, der zu Beginn mit Atmosphäre und sympathischen Figuren punktet, aber im weiteren Verlauf den Faden zu verlieren scheint. Dank des guten Starts bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).

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