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Veröffentlicht am 29.06.2026

Begeisternde Kriminalgroteske

Hope Joanna
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Buchmeinung zu Horst Evers – »Hope Joanna«

»Hope Joanna« ist ein Kriminalroman von Horst Evers, der 2026 bei Rowohlt Berlin erschienen ist.

Zum Autor:
Horst Evers, geboren 1967 in der Nähe von Diepholz ...

Buchmeinung zu Horst Evers – »Hope Joanna«

»Hope Joanna« ist ein Kriminalroman von Horst Evers, der 2026 bei Rowohlt Berlin erschienen ist.

Zum Autor:
Horst Evers, geboren 1967 in der Nähe von Diepholz in Niedersachsen, studierte Germanistik und Publizistik in Berlin und jobbte als Taxifahrer und Eilzusteller bei der Post. Er erhielt unter anderem den Deutschen Kabarettpreis und den Deutschen Kleinkunstpreis. Horst Evers lebt mit seiner Familie in Berlin.

Zum Inhalt:
Kommissarin Hope Joanna Marlow findet sich ungewollt als Medienstar wieder und muss mit ihrem Team einen Fall lösen, der ihnen alles abverlangt.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist eine Kriminalgroteske, die mich von Anfang an begeistert hat. Auch der Kriminalinhalt hat seinen Reiz inklusive der politischen Aussage. Begeistert hat mich die Figur der Schattenhändlerin Seraphina, die so wunderbar schräg und doch so ernst ist. Überhaupt ist es ein Ideenfeuerwerk, das der Autor auf die Leser abfeuert. Hope Joanna Marlow als taffe Kommissarin und ungewollter Internetstar ist eine Marke für sich. Zecke Neuendorf, der nicht Andreas als Vornamen hat und nicht von allen pfleglich behandelt wird. Siri als Fachfrau für Kommunikation verstärkt das Team und hat ganz besondere Qualitäten. Die Fantasymesse mit den verkleideten Menschen hat etwas und die kostümierte Innensenatorin ist ganz wunderbar. Und dann die leider fiktionalen Fußballer von Union Berlin, denen man den Titel allemal gönnen würde. Ein Highlight sind die abgedrehten Kampfszenen und ihre sofortige Wiedergabe im Netz, die mich aber auch nachdenklich werden lassen. Es gibt noch viele andere Figuren, die wunderbar in diesen Kosmos passen. Richtig rund wird das Ganze durch den Mordfall, der bei allem Irrsinn trotzdem nachvollziehbar aufgeklärt wird. Mich hat diese Geschichte wunderbar unterhalten und einige entspannte Stunden beschert.

Fazit:
Dieser Titel ist ein spannender Kriminalroman mit vielen fantastischen Ideen, der mich bestens unterhalten hat. Deshalb bewerte ich ihn mit der Höchstwertung von fünf Sternen (100 Punkten) und gebe natürlich eine Leseempfehlung für alle Leser, für die es nicht bierernst sein muss.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Hat Alles, was einen tollen Thriller ausmacht

Nebelbeute
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Buchmeinung zu Benjamin Cors – »Nebelbeute«

»Nebelbeute« ist ein Kriminalroman von Benjamin Cors, der 2026 bei dtv erschienen ist. Dies ist der dritte Band aus der Reihe »Gruppe 4 ermittelt«.

Zum Autor:
Benjamin ...

Buchmeinung zu Benjamin Cors – »Nebelbeute«

»Nebelbeute« ist ein Kriminalroman von Benjamin Cors, der 2026 bei dtv erschienen ist. Dies ist der dritte Band aus der Reihe »Gruppe 4 ermittelt«.

Zum Autor:
Benjamin Cors ist politischer Fernsehjournalist und hat viele Jahre für die ›ARD Tagesschau‹, die ›ARD Tagesthemen‹ und den ›Weltspiegel‹ berichtet. Heute arbeitet er für den ›SWR‹. Er ist Deutsch-Franzose und hat die Sommer seiner Kindheit in der Normandie verbracht.

Zum Inhalt:
Mila Weiss fährt in ein abgelegenes Bergdorf, um einen alten Fall zum Abschluss zu bringen. Sie ist auf der Jagd oder ist sie die Beute? Als sie verschwindet ermittelt Gruppe 4 vor Ort.

Meine Meinung:
Dieser dritte Band der Reihe um die angeschlagenen Ermittler der Gruppe 4 hat mich begeistert. Natürlich mit reichlich Gewalt, dunkler Atmosphäre, eigenwilligen und sonderbaren Charakteren und Spannung bis zum Abwinken. Der Schreibstil ist intensiv und fesselnd mit einer Prise Humor. Die Handlung ist vielschichtig und steckt voller überraschender Wendungen. Mila Weiss ist vom Fall besessen und scheut kein Risiko, doch der Täter erwartet sie. Sie sieht sich anfangs als Jägerin, aber bald wird sie selbst auch zur Gejagten. Unter Führung von Jakob Krogh eilt das Team zur Hilfe.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und die Spannung steigt immer mehr. Nach ruhigen Passagen kommt der nächste Hammer und als Leser ist man hin und her gerissen. Ich litt mit den Opfern und respektierte den Täter für sein zielgerichtetes Vorgehen. Die Figuren sind durch die Bank mit vielen Grautönen gezeichnet und Vieles ist anders, als es auf den ersten Blick scheint. Die Ermittler sind hartnäckig und jedes Teammitglied ist auf seine Art sympathisch. Neben actiongeladenen Szenen gibt es solide Polizeiarbeit, die zu neuen Spuren und Ansätzen führt. Mich hat dieser Thriller begeistert und der Epilog passt dazu.

Fazit:
Dieser Thriller überzeugt mit Atmosphäre, Handlung, Figurenzeichnung und Hochspannung. Ich war schlicht begeistert. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Geschichte wird lebendig

1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd
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Buchmeinung zu David Petry – »1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd«

»1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd« ist ein Historischer Roman nach einer wahren Begebenheit von David Petry, die 2026 beim Verlag Nürnberger ...

Buchmeinung zu David Petry – »1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd«

»1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd« ist ein Historischer Roman nach einer wahren Begebenheit von David Petry, die 2026 beim Verlag Nürnberger Presse erschienen ist.

Zum Autor:
David Petry, geboren 1979, ist promovierter Historiker. Er liebt es, alte unerzählte Geschichten aus Archiven auszugraben und neu zu erzählen, insbesondere aus der Frühen Neuzeit. So wie die historische True Crime Story “1736. Chronik einer Kopfgeldjagd”, die zugleich sein erstes belletristisches Werk ist. David Petry arbeitet als Kommunikationsmanager und lebt in der Region Nürnberg.

Zum Inhalt:
Agnes und Andreas Roß haben als Meisterdiebe in Süddeutschland eine gewisse Berühmtheit erlangt. 1736 geraten sie in die Fänge der Strafjustiz und werden drastisch bestraft. Als ihnen die Flucht gelingt zieht Geheimrat Dr. Pistorius alle Register, um ihrer erneut habhaft zu werden und das Ansehen der Staatsmacht wieder herzustellen. Eine erbarmungslose Jagd beginnt.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich von Beginn an mitgenommen. Pistorius und Agnes Roß sind zwei intelligente Figuren, die sich einen verbissenen Kampf liefern. Jeder versucht die Absichten und die nächsten Schritte der Gegenseite zu erahnen und ihnen die Wirkung zu nehmen. Ohne Zweifel sind Agnes und Andreas Roß Mitglieder einer gewaltbereiten Diebesbande, die eine verschworene Gemeinschaft bilden. Gerade Agnes Roß verfügt über unerwartete Kenntnisse und Fähigkeiten, während ihr Mann ungehobelt und furchtlos wirkt. Trotzdem erscheinen sie mir sympathischer als ihr Gegenpart Dr. Pistorius, der rücksichtslos und zunehmend skrupellos die Menschenjagd organisiert.
Archivunterlagen liefern das Gerüst der Geschichte, die aber dennoch fiktiv bleibt. Man spürt die umfangreichen Recherchen des Autors und sein Wissen über die Zeit und das harte Leben der damaligen Menschen. In den einzelnen Szenen werden Figuren und Zeit lebendig. Auch die Atmosphäre stimmt. Immer wieder habe ich gedacht, dass es genauso passiert sein könnte. Ein besonderes Schmankerl ist eine zweite Variante, wie es denn zu Ende gegangen sein könnte.
Mich hat dieser Titel blendend unterhalten und einige vergnügliche Lesestunden bereitet. Was will man mehr?

Fazit:
Ein Historischer Roman, der mich in vielerlei Hinsicht begeistern konnte. Deshalb gebe ich dem Titel die Höchstwertung von fünf Sternen (100 Punkten). Selbstverständlich spreche ich auch eine klare Leseempfehlung für interessierte Leser aus.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Ein ungewöhnlicher Kriminalroman, aber irre gut

Giftiger Grund
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Buchmeinung zu Thomas Knüwer – »Giftiger Grund«

»Giftiger Grund« ist ein Kriminalroman von Thomas Knüwer, der 2026 bei Droemer erschienen ist.

Zum Autor:
Thomas Knüwer wurde 1983 im Münsterland geboren. ...

Buchmeinung zu Thomas Knüwer – »Giftiger Grund«

»Giftiger Grund« ist ein Kriminalroman von Thomas Knüwer, der 2026 bei Droemer erschienen ist.

Zum Autor:
Thomas Knüwer wurde 1983 im Münsterland geboren. Der studierte Grafik-Designer arbeitet in der Werbe- und Kommunikationsbranche und leitet eine Digitalagentur in Hamburg. Seine Kampagnen wurden vielfach national und internationale ausgezeichnet. Thomas Knüwers schriftstellerische Laufbahn begann im Selfpublishing, mit seinem Verlagsdebüt, »Das Haus in dem Gudelia stirbt« hat er den Deutschen Krimipreis 2024 und den Stuttgarter Krimipreis 2025 gewonnen..

Zum Inhalt:
Bei einer aufgegebenen Tankstelle treffen Charu, Joran und Edda aufeinander. Allen drei ist gemeinsam, dass sie große Probleme haben und auf der Suche nach einer besseren Zukunft sind. Ihre Probleme werden durch das Auftauchen von Marvin und Maik verschlimmert.

Meine Meinung:
In diesem Buch gibt es eigentlich keinen Ermittler, der ein Verbrechen aufklären soll, sondern nur drei Figuren, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Charu produziert Videos, die an Lost Places spielen, kommt damit aber nicht wirklich über die Runden. Sie wohnt bei ihrer Schwester. Deren Freund Maik ist für sie ein Unding. Joran saß wegen eines Überfalls sieben Jahre im Gefängnis und versucht einen Neuanfang. Dem steht sein alter Kumpan Marvin im Weg, der ihn für seine kriminellen Geschäfte rekrutieren will. Edda ist ein junges Mädchen, das auf der Tankstelle einen ruhigen Platz für einen kurzen Teil der Nacht gefunden hat. Die Figuren Charu, Edda und Joran sind mit Ecken und Kanten gezeichnet, wirken aber meist positiv sympathisch. Maik und Marvin verkörpern das Böse und greifen nach den drei Hauptfiguren. Charu, Edda und Joran hegen untereinander großes Misstrauen und können kaum Vertrauen aufbauen. Edda braucht aber ihre Hilfe und getrennt, aber irgendwie auch gemeinsam wollen Charu und Joran ihr helfen. Das zarte Pflänzchen Vertrauen nimmt immer wieder Schaden und doch bleiben Charu und Joran hartnäckig. Als ihnen die Dinge über den Kopf zu wachsen drohen, kommt es auf der Tankstelle zu einer Gewaltexplosion.
Mich hat die Geschichte von Beginn an mitgenommen und die kurzen Kapitel, die jeweils aus der Sicht einer der drei Hauptfiguren erzählt werden, sorgen für Tempo und Intensität. Mal steht eine einzelne Figur im Fokus und dann geht es zurück zur Tankstelle mit Szenen von zwei oder drei Figuren. Es ist eine düstere Geschichte über drei Menschen, denen nur gemeinsam ist, nicht aufzugeben und einen Weg zu finden. Ich fand die Handlung extrem spannend und habe mit den Figuren gelitten. Das Ende fand ich passend und überzeugend. Mich hat dieses Buch exzellent unterhalten.

Fazit:
Ein Kriminalroman ungewöhnlicher Prägung, der mich schlicht begeistert hat. Figurenzeichnung, Handlung, Schreibstil und Intensität machen diesen Titel zu einem Highlight des Jahres. Deshalb bewerte ich diesen Titel mit fünf von fünf Sternen (100 von 100 Punkten) und gebe eine klare Leseempfehlung. Es lohnt sich.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Düster, komplex und sehr spannend

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Buchmeinung zu Anna Schneider – »Ihr Grab in den Fluten«

»Ihr Grab in den Fluten« ist ein Kriminalroman von Anna Schneider, der 2026 bei Fischer erschienen ist. Dies ist der sechste Band der Grenzfall-Reihe ...

Buchmeinung zu Anna Schneider – »Ihr Grab in den Fluten«

»Ihr Grab in den Fluten« ist ein Kriminalroman von Anna Schneider, der 2026 bei Fischer erschienen ist. Dies ist der sechste Band der Grenzfall-Reihe um Oberkommissarin Alexa Jahn und Chefinspektor Bernhard Krammer.

Zum Autor:
Schon als Kind liebte Anna Schneider Geschichten und lauschte im Wirtshaus ihrer Großmutter den Erzählungen der Gäste. Für ihre Thriller lässt sie sich gern im Alltag inspirieren. So auch für die »Grenzfall«-Serie: Eine Zeitungsmeldung über einen vermissten Wanderer in Lenggries im Tölzer Land brachte sie auf die Idee.
Anna Schneider lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Zum Inhalt:
Der Karwendel wird von einer Flutkatastrophe heimgesucht. Zudem entdecken Helfer einen Ermordeten in einer Schlucht. Auf österreichischer Seite wird eine Gruppe junger Erwachsener vermisst. Jahn und Krammer ermitteln.

Meine Meinung:
Das Buchcover passt erneut sehr gut zu den Vorgängern und hat mir ausgezeichnet gefallen.
Diesmal liegt der Fokus neben den Ermittlungen auf den Belastungen der Einsatz- und Rettungskräfte bei einer Naturkatastrophe. Alexa Jahn und ihr Kollege Huber leiten das Organisationszentrum, nehmen eingehende Meldungen auf, müssen diese priorisieren und die Arbeit der Rettungskräfte koordinieren. Nahezu alle Beteiligten müssen dabei über ihre Belastungsgrenze gehen.
Wie gewohnt gibt es eine Reihe von Handlungssträngen, die parallel ablaufen. Meist wird die Geschichte aus der Sicht eines Ermittlers erzählt, aber auch Passagen aus Opfer- und Tätersicht oder anderer Beteiligter werden eingestreut. Ob ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Strängen besteht und welcher Art dieser ist, ist für Ermittler und Leser schwer zu erkennen. Während die Ereignisse in Österreich eher weniger spektakulär wirken, geht es in Deutschland sehr heftig zur Sache. Krammer, den Überprüfungen über die Grenze geführt haben, unterstützt Alexa Jahn bei ihrer Arbeit. Es gibt etliche überraschende Wendungen und die Spannung und das Grauen nimmt permanent zu. Gefallen hat mir insbesondere, dass nicht alle Stränge zu einem Fall gehören.
Jahn und Krammer sind mit Ecken und Kanten gezeichnet und ihr Leben hat bei ihnen merkliche Spuren hinterlassen. Huber und Szabo sind etwas weniger intensiv gestaltet, bleiben aber interessante Figuren. Die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Jahn und Krammer erlebt eine Annäherung und als Leser fallen mir die Ähnlichkeiten der Beiden auf. Sie entwickeln sich weiter und bringen neue Aspekte in die Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und hat mich jederzeit mitgenommen. Die Spannung steigt zum Ende hin und entlädt sich in einem fulminanten Showdown. Der Titel ist beste Krimiunterhaltung, auch wenn es extrem düster zugeht und die Handlung voller Gewalt steckt.

Fazit:
Dieser Kriminalroman überzeugt durch Spannung, Emotionen, Figurenzeichnung und eine komplexe Handlung. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und empfehle diesen Band wie die ganze Serie gerne weiter.

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