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Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbar unterhaltsam!

In der ersten Reihe sieht man Meer
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Alexander Klein steckt mitten in den Vorbereitungen für den Familienurlaub: Schon morgen soll es auf nach Italien an die Adria gehen, was sich in der Familie durch immer hektischeres Suchen von Pässen ...

Alexander Klein steckt mitten in den Vorbereitungen für den Familienurlaub: Schon morgen soll es auf nach Italien an die Adria gehen, was sich in der Familie durch immer hektischeres Suchen von Pässen und Ähnlichem bemerkbar macht. Schließlich handelt es sich auch nicht nur um irgendeinen, sondern einen Nostalgie-Urlaub, der wirklich die ganze Familie zusammenschweißen soll.
Noch als seine Frau und ihre beiden pubertierenden Kinder zu Bett gehen, schließlich soll die Fahrt um fünf Uhr morgens beginnen, versucht Alex urlaubswichtige Vorbereitungen zu treffen – bis er schließlich mit einer Flasche Wein und dem Fotoalbum von seinem ersten Urlaub an der Adria auf dem Schoß auf dem Sofa sitz und … einschläft.
Als er plötzlich geweckt wird scheint irgendetwas verkehrt zu sein: Er wird von seiner Mutter geweckt und als dann auch noch seine Schwester Niki in einem schrillen Neonleggins-Aufzug, der ausschließlich in die 80er-Jahre-Hölle passt, in seinem Zimmer auftaucht, ist die Verwirrung bei Alex komplett. Auf die Stacheleien seiner Schwester etwas erwidern wollend setzt er an – und bringt nur noch ein Quiken heraus. Er scheint wohl doch mehr Wein getrunken zu haben, als ihm guttut.
Doch dann lässt ein Blick in den Spiegel keinen Zweifel daran, was genau hier so falsch läuft: Alex ist in seinem pickelig-pummeligen Teenagerkörper mit Oberlippenflaum gefangen. Auch das noch.
Welch ein Glück, dass es sich hier nur um einen Traum handelt…
Der vierzigjährige muss wohl über das Fotoalbum eingeschlafen sein, denn tatsächlich macht sich die Familie Klein gerade auf den Weg nach Italien an die Adria. Und zwar nicht irgendwie sondern mit drei Generationen und fünf Leuten in einem bis zum Bersten vollgepackten Ford Sierra. Auch wenn der Anblick seiner vor ein paar Jahren verstorbenen Großmutter schon ein leichter Schock ist, versucht Alex natürlich nicht vollkommen aufzufallen; auch wenn sein Gebrabbel von „Navi programmieren“ und Ähnlichem schon auf reichlich Unverständnis stößt. Eine Begebenheit, die noch für manches Missverständnis sorgen wird, wenn Euros plötzlich als eine brandneue Bonbonsorte ausgegeben werden müssen.
Jedenfalls sind die Torturen mit dem Ende der Fahrt noch längst nicht vorbei: Überall drohen Italiener Autos, Handtaschen und sonst noch alles, was nicht niet- und nagelfest ist, zu stehlen, arme Urlauber über den Tisch zu ziehen oder ihnen wenigstens mit merkwürdigem Essen den feinfühligen Magen zu verderben; zumindest aus der Sicht von Alex‘ Eltern und Großmutter…
Allerdings gibt es ohne Handy und Computer am Strand herzlich wenig zu tun, sodass sich der nicht genügend ernst genommene Alex seine Zeit am Kiosk der Berlusconi-Familie verbringt. Als einer der einzigen Deutschen Kunden in der gesamten Kiosk-Geschichte ist die Neugierde auf beiden Seiten groß. Auf Alex‘ Seite wächst sie jedenfalls noch mehr, als die schöne Maria auftaucht, die, wenn mehr Arbeit ansteht, aushilft. Da das aber nicht häufig der Fall ist, weil die Deutschen Besucher nur das deutsch anmutende Essen der Konkurrenz verspeisen, beschließt Alex seine Fähigkeiten aus der Berufswelt zu nutzen. Schon bald betreibt er mit dem auch jugendlichen Andrea Marktanalysen, um den Kiosk perfekt auf die Zielgruppe anzupassen. Irgendwie muss man es doch schaffen, mehr Kundschaft (und damit Maria) zum Kiosk zu locken.
Aber auch Niki ist völlig mit dem braun – oder besser rosa – Werden und Flirten beschäftigt.
Von da an schlittern die Kleins von einem in das nächste Abenteuer. Besonders für Alex, dem sein pubertierender Körper zu Zeiten des Oben-Ohne schwer zu schaffen macht, versprechen dies die aufregendsten Ferien zu werden. Wobei die Frage, ob er nicht vielleicht seine Vergangenheit tatsächlich ändert, noch zu klären wäre…

Es ist einfach herrlich in das „entartete Jahrzehnt“ abzutauchen und die Kleins bei ihrem Urlaubsabenteuer zu begleiten. In diesem Buch wird gekonnt mit Vorurteilen gespielt, ohne dass es zuviel und deswegen nervig oder ermüdend würde. Mich hat „In der ersten Reihe sieht man Meer“ sehr gut unterhalten, da der zweiwöchige Urlaub so humorvoll und mit etwas Selbst-Ironie und die Charaktere so genial beschrieben werden. ich konnte von der ersten Seite problemlos in die Geschichte abtauchen und mich an den „Teutonengrill“ versetzt fühlen.
Darüber hinaus ist die Geschichte wunderbar authentisch erzählt, und der flüssige Schreibstil trägt auch zum Lesevergnügen bei. Es kommt nicht soo häufig vor, dass mich das Lesen von als unterhaltsam angepriesenen Büchern wirklich zum Lachen bringt – dem für die Kluftinger-Krimis bekannten Autoren Duo Klüpfel/Kobr ist dies mit diesem Buch aber definitiv gelungen!
Auch sehr schön ist die Idee, dass jedes Kapitel nach einem 80er oder 90er Jahre Hit benannt und durch ein nostalgisches Urlaubsfoto der Autoren eingeleitet wird.

Von mir gibt es daher 5/5 eisgekühlte Sterne

Veröffentlicht am 15.09.2016

Fruchtig, saftig und sehr lecker: Der Superkuchen!

Superkuchen! 90 % Frucht - 10 % Teig
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Nachdem Mélanie Martin in der Bloggerszene auf Eryn et sa folle cuisine gestoßen war und den “unsichtbaren Kuchen”, der mehr Früchte oder Obst als Teig enthält, entdeckt hatte, wollte sie das Rezept unbedingt ...

Nachdem Mélanie Martin in der Bloggerszene auf Eryn et sa folle cuisine gestoßen war und den “unsichtbaren Kuchen”, der mehr Früchte oder Obst als Teig enthält, entdeckt hatte, wollte sie das Rezept unbedingt ausprobieren. Sie war von dem Kuchen, der sehr viel leichter ist als normaler, total begeister. Deswegen begann sie, mit süßen und auch herzhaften Variationen zu experimentieren. In diesem Buch stellt Mélanie Martin 30 Rezepte dieser Superkuchen mit 90% Frucht und nur 10% Teig vor.
Zu Beginn des Buches wird noch erklärt, worauf beim Backen zu achten ist. So liegt das Geheimnis gelungener Superkuchen beispielsweise (auch) in den dünnen Obst- oder Gemüsescheiben. Nach einleitenden Tipps und Hinweisen zu Backformen und Ähnlichem geht es dann mit süßen Klassikern los. Hier finden sich Rezepte wie “Apfel-Vanille” (S. 12) oder “Birne-Schokolade” (S. 16). Im nächsten Kapitel, “Exotisch und neu”, findet man ungewöhnliche aber stimmige Kreationen wie “Birne und Banane im Schokoladenteig” (S. 34) oder “Ananas mit Kokosmilch” (S. 38). In “Herzhaft” kann man sich über Leckereien wie “Kartoffel-Käse” (S. 54) oder “Topinambur mit Muskatnuss” (S. 66) freuen. Somit gibt es für jeden Geschmack das richtige Rezept – von süß bis herzhaft, von exotisch bis klassisch.
Die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend: Das Rezept erstreckt sich jeweils über eine Doppelseite, wobei die eine Hälfte aus einem schönen Farbfoto, das aufgrund der verschiedenen “Schichten” sehr lecker aussieht, und die andere Seite aus dem Rezept besteht. Dieses ist sehr übersichtlich gestaltet, sodass man sich direkt zurecht findet und alle wichtigen Informationen auf einen Blick erkennt. Außerdem sind, was mir sehr gefällt, die unter dem Titel stehenden Angaben zu Menge und Zubereitungszeit sehr zutreffend, weswegen man das Backen sehr gut planen kann. Die allermeisten Kuchen brauchen überhaupt nicht lange und sind, auch wegen der sehr verständlichen Schritt für Schritt-Anleitungen, sehr leicht zu backen. So kann sich wirklich jeder an die saftig-fruchtigen Zauberkuchen wagen. Und dass man eher weniger Zutaten benötigt ist in meinen Augen ein weiterer Pluspunkt.
Darüber hinaus helfen Tipp-Felder beim Verbessern oder Anpassen der Rezepte, was ich auch sehr schön finde.
Mein persönlicher Favorit ist ein herzhafter Kuchen: Der “Halloweenkuchen” von Seite 42. Von der Konsistenz her ist ein Zauberkuchen zunächst etwas ungewohnt, da man ja viel mehr Teig gewohnt ist und einen deswegen dieser Frucht- oder Gemüsekuchen mit seiner fruchtigen Weiche überrascht. Aber das macht weiter nichts, da der Geschmack und die saftige Konsistenz völlig überzeugen können.

Alles in allem bin ich mit diesem Buch sehr zufrieden: Die nicht ganz so teiglastigen Kuchen sind schön fruchtig und saftig – auch wenn die Bezeichnung “Kuchen” vielleicht für den ein oder anderen nicht so ganz zutreffend ist – und lassen sich darüber hinaus schnell und leicht zubereiten. Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet und durch die abwechslungsreichen Rezepte findet jeder etwas, das ihm gefällt.

Von mir gibt es daher 5/5 Sterne

Veröffentlicht am 15.09.2016

Sehr zu empfehlen!

Nach der Empörung
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Laut einer Studie der Freien Universität Berlin denken „mehr als 60% der Deutschen, dass in ihrem Heimatland keine echte Demokratie herrsche, da die Wirtschaft und nicht die WählerInnen das Sagen hätten“. ...

Laut einer Studie der Freien Universität Berlin denken „mehr als 60% der Deutschen, dass in ihrem Heimatland keine echte Demokratie herrsche, da die Wirtschaft und nicht die WählerInnen das Sagen hätten“. (S. 44) Doch wie soll man der Politikerverdrossenheit entgegenwirken, wie kann man mit eigenem Engagement in Themen wie Tier-, Umwelt- und Klimaschutz, Asylpolitik, Arbeitsrecht oder Gleichberechtigung etwas bewegen?
Auf 208 Seiten widmet sich der Aktivist und Autor Klaus Werner-Lobo dieser Thematik in vier Kapiteln. Dabei wird zuerst in dem wachrüttelnden Kapitel „Was kommt nach der Wut“ auf die Missstände in unserer Gesellschaft und die allgemein herrschende Stimmung in Bezug auf Politik und Politiker eingegangen. Von Korruption und Misswirtschaft über Umweltzerstörung, Kriege und Flüchtlingspolitik bis hin zu der Frage, ob Politiker und Partein in der Lage sind, solche gesellschaftlichen Probleme zu lösen in der Lage sind, ist hier eine große Bandbreite an Aspekten verteten.
In dem darauf folgenden Kapitel „Was tun?“ werden zahlreiche Möglichkeiten aufgezeigt, wie man selbst aktiv werden und somit etwas bewegen kann. Dazu wird unter anderem darauf eingegangen, wie man sich organisiert oder welche Aktionsmethoden (z.B. Boykotte, Kulturveranstaltungen, Demonstrationen oder ziviler Ungehorsam) es gibt, welche Gefahren sie bergen, wann sie überhaupt in Betracht zu ziehen sind und so weiter. Dabei wird auf auch Aktionen verwiesen die bereits etwas bewirken konnten, was dem Leser Mut zu handeln vermittelt.
Im nächsten kurzen Kapitel „Demokratie neu gestalten“ werden Alternativen für eine Demokratie wie sie zur Zeit praktiziert wird gegeben und zur Entmachtung der Herrschenden und Ermächtigung der Zivilbevölkerung aufgerufen.
Schließlich befasst sich das letzte Kapitel mit erfolgreichen Initiativen und Aktionen verschiedener Tätigkeitsbereiche. Diese werden sehr anschaulich, übersichtlich und verständlich vorgestellt, wobei auch auf Aktionsraum, Träger, Gegner, Ziele, Aktionsmethoden, Erfolge, die Frage wie man sich dort einbringen kann und ähnliche Initiativen eingegangen. So erhält man einen guten Überblick und kann sich darüber hinaus noch weiter informieren, was mir sehr gefällt.

Mir gefällt das Buch aufgrund der sachlichen Schreibweise sehr, auch die vielen Studien und anderen Belege zeigen, dass sich der Autor intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Auch ist das Buch sehr verständlich und macht Mut, endlich aktiv zu werden.

Deswegen kann ich dieses Buch jedem, der etwas verändern möchte sehr ans Herz legen und vergebe 5/5 Sterne

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine zauberhafte Geschichte!

Wolfsgarten
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Als der Leiter des Kinderheimes in der Straße des Friedens, Herr Sörendorf, Karl und Achim um Hilfe bittet, da ihre ehemalige Heimmutter Maria, nachdem sie beim Staubwischen etwas in vergilbte Zeitung ...

Als der Leiter des Kinderheimes in der Straße des Friedens, Herr Sörendorf, Karl und Achim um Hilfe bittet, da ihre ehemalige Heimmutter Maria, nachdem sie beim Staubwischen etwas in vergilbte Zeitung Gewickeltes entdeckt hat, seit Tagen in ihrem Bett liegt, ihren Blick starr an die Decke geheftet ohne etwas um sie herum wahrzunehmen, willigen die beiden Jungen sofort ein. Schließlich war Maria stets freundlich und hatte noch kurz zuvor von Achim und Karl gesprochen. Kurz nach ihrer Ankunft entdecken sie eine Hagebutte mit roten Tupfen, welche Maria fest umklammert hielt. In einem mysteriösen Brief, der offensichtlich von ihr geschrieben worden ist, lesen die Freunde von eben solchen Hagebutten wie sie gerade eine gefunden haben, die Wünsche zu erfüllen in der Lage sind.
Sofort ist den Dreizehnjährigen klar, wofür sie die Hagebutte verwenden müssen: Marias Wunsch soll in Erfüllung gehen, denn von einem solchen hatte etwas in dem Brief gestanden. Auch wenn dieser Wunsch gefährlich zu sein scheint, pflanzen Achim und Karl im verwilderten Garten auf der anderen Seite der Straße die Rose.
Und tatsächlich – auch wenn keiner von ihnen daran geglaubt hätte – finden sie sich plötzlich in einer anderen Welt wieder. Einer Welt, die sie nicht mehr verlassen können, in der die Kinder des Heims immerzu laufen und arbeiten müssen, Hohe Herren ihren Besuch ankündigen, der verwilderte Garten hinter der Mauer einen schwarzen und einen weißen Schatten und bedrohliche Wölfe mit Mondscheinspiegelaugen beherbergt – und Karl und Achim um ihr Leben kämpfen müssen…

Antonia Michaelis schafft es wieder einmal den Leser mit ihrer wunderbar poetischen und bildhaften Sprache in eine andere Welt zu entführen, die voller Bedrohungen, Geheimnisse und Abenteuer ist. Auch die Charaktere sind sehr schön gezeichnet: Der bücherliebende Achim und der starke, das Meer liebende Karl, die beide ihre Adoptiveltern so sehnlichst vermissen. Oder die Heimkinder die in einem dauernden Zwiespalt leben müssen.
Darüber hinaus ist auch der von der Autorin beschriebene Ort sehr ansprechend: Ein verwilderter Garten mit einem alten und verlassenem Herrenhaus, durch eine Mauer von der Umwelt abgegrenzt.
Außerdem ist das Buch sehr spannend geschrieben und so tritt in jedem Kapitel eine Wendung auf. Dabei ist das Buch auch keineswegs vorhersehbar – bis auf bei einem „Rätsel“ tappte ich bis zur Auflösung völlig im Dunkeln.

Für mich ist „Wolfsgarten“ ein wunderbares Buch voller Symbolkraft, Freundschaft und Abenteuer, welches ich sehr weiterempfehlen kann!

Von mir gibt es daher 5/5 mondscheinspiegelaugengelbe Sterne

Veröffentlicht am 15.09.2016

Abwechslungsreich und toll gestaltet!!!

einfach vegan - eiweißreich genießen
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Der gelernte Koch Roland Rauter ist seit Jahren überzeugter Veganer und der Verfasser der „einfach vegan“-Buchreihe. In diesem Teil stellt er eiweißreiche Rezepte vor.
Das Buch ist, nach ein paar sehr ...

Der gelernte Koch Roland Rauter ist seit Jahren überzeugter Veganer und der Verfasser der „einfach vegan“-Buchreihe. In diesem Teil stellt er eiweißreiche Rezepte vor.
Das Buch ist, nach ein paar sehr informativen Kapiteln zu Eiweiß (-quellen) und Ähnlichem in die Themen „Frühstück“, „Abendbrot“, „Vorspeisen“, „Hauptspeisen“ und „Nachspeisen“ gegliedert. Im Vorwort erklärt der Autor, wie es zu diesem Buch kam und dass bei ihm die Lebensmittel im Vordergrund stehen, sodass er sich um eine schonende, schnelle und einfache Art der Zubereitung bemüht, bei der die Qualität der Produkte erhalten bleibt und verschiedene Geschmacksrichtungen kombiniert werden ohne dabei derart ausgefallene Kreationen zu erschaffen, die keiner mehr nachkochen kann und möchte. Anschließend werden Bedeutung und Bedarf von Proteinen sowie ihr Vorkommen in bestimmten nichttierischen Lebensmitteln aufgezeigt. Nach ein paar Basisrezepten folgen dann die Frühstücksrezepte. Hier ist von Riegeln über Porridge, Smoothies und Aufstrichen bis hin zu Brot alles vertreten. Genauso abwechslungsreich geht es auch in den folgenden Kapiteln weiter. Ich war von der Vielfalt an Rezepten sehr überrascht und angetan. Ob süß oder herzhaft, aufwendig oder leicht, warm oder kalt – für jeden Geschmack und jede Tagesform lässt sich in diesem Buch finden.
Auch die Gestaltung hat mir sehr zugesagt, was auch an den vielen Farbfotos liegt, die einem im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Ein Rezept umfasst mindestens eine, manchmal auch zwei oder drei, Seiten, sodass genug Platz für ansprechende Fotos und Anleitungen zur Verfügung steht. Dabei wird nicht nur auf die Zubereitung, sondern häufig auch auf besonders schönes Anrichten eingegangen, was mir sehr gefällt. Auch sind die Rezeptseiten sehr ordentlich und übersichtlich gestaltet, weswegen man den einzelnen Schritten problemlos folgen kann. Was mir darüber hinaus auch gefällt sind die TIPP-Felder, die nicht nur Vorschläge zu Variationen der Gerichte, sondern auch Informationen zu Zutaten (wie Inhalts- und Nährstoffe oder Geschmack) oder zum Ursprung des Gerichtes enthalten. Die angegebenen Zubereitungsdauern stimmen bei den von mir ausprobierten Rezepten ungefähr überein.
Die Rezepte sind so wunderbar abwechslungsreich, dass man sich nur schwer entscheiden kann, welches man zuerst ausprobieren sollte. Meine bisherigen Favoriten sind die Kartoffelbratwürste (S. 153) und die Pancakes mit Amaranth (S. 51).


Da das Buch so schön gestaltet, die Rezepte so abwechslungsreich, lecker und verständlich erklärt sind, kann ich dieses Buch sehr weiterempfehlen.

Von mir gibt es daher 5/5 Sterne