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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2019

Weist ein paar Schwächen auf

Die Weimarer Republik
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In diesem Werk widmen sich SPIEGEL-Autoren und Historiker verschiedenen Facetten der Weimarer Republik, die einen möglichst umfassenden Eindruck der Weimarer Republik vermitteln sollen. So werden viele ...

In diesem Werk widmen sich SPIEGEL-Autoren und Historiker verschiedenen Facetten der Weimarer Republik, die einen möglichst umfassenden Eindruck der Weimarer Republik vermitteln sollen. So werden viele kleinere Themengebiete den Kapiteln zugeordnet. Aufgrund einer kurzen Kapitel- und Unterkapitelbeschreibung zu Beginn des Werkes, erhält man bereits vorm Lesen eine erstaunlich genaue Vorstellung von dem, was einen bei der Lektüre erwartet. Auf mich wirkte es zudem so, als solle die Möglichkeit geboten werden, das Buch nicht von vorne bis hinten durchzulesen, sondern die für einen persönlich interessantern Texte auszuwählen.Die einzelnen Artikel sind sehr kurz und verständlich verfasst, sodass das Lesen keine Mühe bereitet.Mir persönlich fehlte jedoch die wissenschaftliche Unterfütterung, sodass bei mir der Eindruck entstand, die Zielgruppe sei eine andere. Und tatsächlich verstärkte sich dieser Eindruck im Verlauf der Lektüre: Es scheint, als sei das Buch für Schülerinnen und Schüler konzipiert, die sich etwas mehr leicht zugängliche Informationen über die Weimarer Republik wünschen als im Unterricht geboten oder ein Referat planen und nach thematischer Inspiration suchen.Ein Manko ist jedoch unabstreitbar das Fehlen von Quellen und der damit einhergehende Mangel an Belegen, was auch aufgrund der Tatsache, das derartige Angaben wesentlich mehr weiterführende Literatur aufzeigen würden als es so zum Schluss des Buches geschieht, schade ist.

Veröffentlicht am 28.08.2017

Nicht jedes Projekt ein Highlight.

33 Projekte ohne Werkstatt
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In letzter Zeit hat sich der Trend, Möbel und Dekorationsartikel selber zu bauen weiter ausgebreitet. Allerdings lassen sich viele Anleitungen nur schwerlich umsetzen, da man selbst weder über besonderes ...

In letzter Zeit hat sich der Trend, Möbel und Dekorationsartikel selber zu bauen weiter ausgebreitet. Allerdings lassen sich viele Anleitungen nur schwerlich umsetzen, da man selbst weder über besonderes Spezialwerkzeug noch über große Räume, welche als Werkstatt dienen könnten, verfügt.
Mit diesem Buch soll es anders sein, da die 33 vorgestellten Projekte mit wenig Aufwand, auf kleinstem Raum und mit gewöhnlichen Materialien wie auch Werkzeugen umzusetzen seien.
Zu Beginn des 128 Seiten umfassenden Buches werden die benötigten Werkzeuge genaustens vorgestellt, wobei sowohl Standartwerkzeuge, die in keinem Haushalt fehlen, als auch etwas speziellere Werkzeuge, die man sich nicht zwangsläufig zuzulegen braucht, da man sie im Baumarkt ebenso leihen kann, in den Fokus gerückt werden . Von Pinseln und Holzbohrern über Zangen bis hin zu Elektrowerkzeugen ist hier eine ordentliche Bandbreite vertreten. Darüber hinaus widmet sich ein Unterkapitel den soliden und praktischen Arbeitsunterlagen. So können die eigenen vier Wände problemlos in eine Heimwerkstatt umfunktioniert werden.
Im Anschluss daran findet man die vorgestellten Projekte, gegliedert in die Kapitel „Für Einsteiger“, „Für Fortgeschrittene“ und „Für Experten“. Die ersten Projekte sollen demnach zum „Warmwerden“ dienen, sodass man sich Stück für Stück steigert und sich an immer größere Projekte wagen kann.
Die Projekte reichen von einem Messerblock, einem Beton-Leuchter, einer Flaschenschale, einem stummen Diener, einem zwei in eins Bild und Tisch bis hin zu einem Paletten-Sideboard. Zugegebenermaßen konnten mich die meisten Projekte – besonders bei den ersten beiden Kapiteln – nicht wirklich überzeugen. Bei ihnen fehlte mir ehrlich gesagt der Anreiz, sie nachzumachen. Der Trend, alles Mögliche aus Beton zu gießen beispielsweise, ist aber sowieso gänzlich an mir vorbeigezogen… Der wunderbar platzsparende Tisch hingegen hat mich sofort begeistert – einen solchen kannte ich bereits von Bildern, habe aber nie Anleitungen zum Selbermbauen finden können.
Äußerst gelungen ist, dass sämtliche Projekte sehr verständlich beschrieben und erklärt werden. Dank Schritt-für-Schritt-Anleitungen, zahlreichen Abbildungen (ca.250), übersichtlichen Materiallisten, Tipp-Texten sowie ansprechenden Einleitungen bleiben keine Fragen offen. Zudem wird hin und wieder erklärt, wie sich die vorgestellten Projekte individuell anpassen lassen, sodass die eigenen Stücke bestens in die eigene Wohnung passen.

Alles in allem ein sehr verständlich gehaltenes Buch mit zahlreichen Erklärungen und einer Vielzahl von Abbildungen, welches allerdings nicht ganz so viele beeindruckende Projekte umfasst.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 21.06.2026

Ganz okay

Mord in der Pension Möwennest
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Schwester Agnes begibt sich nach dreißig Jahren Klosterleben, wieder als Miss Nora Breen, nach Kent, um in der kleinen Küstenstadt Gore-on-Sea nach der ehemaligen Novizin Frieda Brogan zu suchen. Diese ...

Schwester Agnes begibt sich nach dreißig Jahren Klosterleben, wieder als Miss Nora Breen, nach Kent, um in der kleinen Küstenstadt Gore-on-Sea nach der ehemaligen Novizin Frieda Brogan zu suchen. Diese hatte ihr Versprechen, regelmäßig zu schreiben, vor etwa einem Monat gebrochen, weswegen Nora eine böse Ahnung hat. Sie kehrt also in der etwas runtergekommenen Pension Möwennest ein, in der auch Frieda gewohnt hatte. Undercover beginnt Nora mit ihren Ermittlungen und schon bald bestätigt sich ihr Eindruck, dass etwas Dunkles im Gange ist: Teddy Atkins, einer der sonderbaren Bewohner der Pension, wird tot aufgefunden und Nora kann den Bittermandelgeruch im Kaffee ausmachen. Da Inspector Rideout zunächst nichts von Ermittlungen wissen will und weil Frieda noch immer verschwunden ist, intensiviert Nora ihre Nachforschungen.

Die Charaktere sind schön gezeichnet - von der sondersamen, aber liebenswürdigen Dinah bis hin zur schroffen Irene. Auch das Setting im Jahr 1954 ist interessant und man begibt sich mit dem Buch gewissermaßen auf eine Zeitreise. Gerade Zeit und Ort haben für mich den Reiz des Krimis ausgemacht. Leider hatte ich von Anfang an einen Verdacht bezüglich der Lösung und, auch wenn die letztliche Begründung leicht anders war, hatte ich mit meiner verdächtigen Person recht. Für mich gab es im Verlauf auch keine weiteren Verdächtigen beim Lesen, was viel Spannung rausgenommen hat und mich am Ende etwas enttäuscht zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Kurzweilig und gut zu lesen!

Die drei ??? Kids, Bücherhelden 1. Klasse, Witze zum Lesenlernen
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Dieses Kinderbuch richtet sich an Lesende der ersten Klasse und soll mit Justus' Witzen für echte Quatschköpfe, Bobs lustigsten Tierwitzen und Peters lustigsten Schulwitzen für Spaß beim Lesen sorgen.
Das ...

Dieses Kinderbuch richtet sich an Lesende der ersten Klasse und soll mit Justus' Witzen für echte Quatschköpfe, Bobs lustigsten Tierwitzen und Peters lustigsten Schulwitzen für Spaß beim Lesen sorgen.
Das Konzept des Büchleins finde ich sehr schön. So ist die Gestaltung mit den Illustrationen rund um die Detektive gelungen. Wer nicht alle Charaktere der Reihe kennt, findet ganz zu Beginn Fotos der Figuren in Rocky Beach. Gerade die farbige Silbentrennung erleichtert das Lesen und durch die witzigen Situationen bleibt die Lesemotivation bei Kindern gut aufrecht. Schön ist, dass die Charaktere rund um die drei Fragezeichen auftauchen und kleine Fans so direkt ins Buch abtauchen können. Besonders sind uns die kurze Erzählung mit der Fliege (igitt :D) und "Zahlen bitte" in Erinnerung geblieben. Zwischendurch schließt sich an den Witz noch eine Frage dazu an, wie das Ganze gemeint war. Dies spielt in der Regel auf Teekesselchen an und hilft, auch mitzubekommen, ob das Gelesene verstanden wurde. Hinten finden sich die Lösungen, weswegen ich mir das Büchlein gut für Lautlese-Tandems vorstellen kann.
Allerdings finden sich auch viele unlustige Witze und einige, die schon zu meiner Kinderzeit alt waren. Das ist schade, weil die Detektive da sicherlich mehr Potential gehabt hätten.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Spannend, jedoch mit schwachem Ende

The Final Wife
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In einer kalten Herbstnacht werden die idyllischen Cotswolds zum Schauplatz eines rätselhaften Verbrechens. Von Beginn an scheint etwas nicht zu stimmen und Detective Rebecca Dance hat schnell das Gefühl, ...

In einer kalten Herbstnacht werden die idyllischen Cotswolds zum Schauplatz eines rätselhaften Verbrechens. Von Beginn an scheint etwas nicht zu stimmen und Detective Rebecca Dance hat schnell das Gefühl, dass mehr hinter dem Fall steckt. Wurde der erfolgreiche Schönheitschirurg Luke Whitney, der in dem wunderschönen Cottage aufgefunden wird, von seiner Frau Anna umgebracht? Zwar gesteht sie sofort, doch Details zum Tathergang kennt sie nicht. Noch nicht einmal, warum sie ihren Mann getötet hat, leuchtet (ihr) ein. Außerdem gibt der Tatort dem Ermittlerteam Rätsel auf. So beginnen die Nachforschungen, die nach und nach die düsteren Abgründe ans Licht zerren, die sich hinter der Fassade einer scheinbar perfekten Ehe auftun. Immer deutlicher wird, dass viele Frauen einen Grund gehabt hätten, Luke zu töten. Ob Detective Rebecca Dance den Fall mit ihrem ausgeprägten Gespür für Wahrheit und Lügen lösen kann?


Mich hat das Buch etwas unschlüssig zurückgelassen, da es viele Stärken, aber auch einige Schwächen aufweist. Wie es sich für einen Thriller gehört, ist das Werk sehr spannend geschrieben. Schon auf der ersten Seite wird man ins Geschehen geworfen und ist so ratlos wie die Ermittler selbst. Insbesondere durch die Perspektivwechsel konnte mich das Buch fesseln, da man selbst mit widersprüchlichen Erinnerungen und Aussagen konfrontiert wird und nicht weiß, wem man trauen kann. So habe ich beim Lesen viele Theorien aufgestellt, die ich jedoch alle für mich ausschließen konnte. Durch die Perspektivwechsel und Zeitsprünge musste ich manchmal etwas überlegen, bis ich das Gelesene (zeitlich) einordnen konnte. Sehr gefallen hat mir, wie man Stück für Stück die Abgründe, welche für das Werk zentral sind, kennenlernt und immer mehr begreift, was für ein Mensch Luke Whitney war. Die Ausarbeitung seines Charakters und der Beziehungen der Charaktere zueinander – mitsamt der Beziehungsdynamiken – fand ich gut umgesetzt und sehr spannend.

Weniger glaubwürdig war für mich jedoch – und das ist mein großer Kritikpunkt an dem Werk – die Auflösung des Falls. Ohne zu spoilern lässt sich hierzu nicht viel sagen, aber mich hat am Ende leider einiges gestört. Teils war die Lösung vorhersehbar, teils aber meiner Meinung nach so absurd, dass ich damit überhaupt nicht einverstanden war. Auch die Vorgehensweise der Polizei hat mich doch überrascht - und nicht unbedingt im positiven Sinne. Dadurch werden die Charaktere, die ich bis zur Auflösung des Falls noch für sehr gelungen hielt, unrealistisch. Abgesehen davon nahm mir im letzten Part des Werkes das Privatleben von Rebecca, mit der ich bis zuletzt nicht ganz warm geworden bin, zu viel Raum ein.

Insgesamt habe ich das Buch als äußerst spannend und die Zeitsprünge und Perspektivwechsel als sehr interessant wahrgenommen. Zudem hat mir die düstere Atmosphäre des Werkes gefallen und wie immer wieder Risse in der scheinbar perfekten Fassade deutlich wurden. Die Schicksale der Charaktere waren für mich hart, aber bis zur Auflösung sehr gut greifbar. Leider konnte mich das Ende des Werkes jedoch nicht abholen: Ein starker Einstieg, ein spannender Hauptteil und ein schwaches Ende.

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