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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2018

Nicht so gut wie erwartet

Das Schlaf-gut-Buch
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Häufig wird die Bedeutung von Schlaf unterschätzt – als passive Zeit abgestempelt sehen viele nicht die Notwendigkeit der gesunden – und durchaus aktiven – Nachtruhe. Dr. med. Strunz versucht in diesem ...

Häufig wird die Bedeutung von Schlaf unterschätzt – als passive Zeit abgestempelt sehen viele nicht die Notwendigkeit der gesunden – und durchaus aktiven – Nachtruhe. Dr. med. Strunz versucht in diesem Werk Hilfestellungen zu geben um optimal zu schlafen. Zu einem gesunden Schlaf gehören unter Anderem eine gute Ernährung und Bewegung, weswegen der Autor sich diesen beiden Themen mit besonderer Aufmerksamkeit widmet.

Gerade wenn es darum geht, wie wichtig es sei, sein Blut analysieren zu lassen um (vom Autor vertriebene) Nahrungsergänzungsmittel bestmöglich auszuwählen, war ich nicht sonderlich begeistert. Ich denke, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung keinen Mangel entstehen lassen sollte… Dass die von Dr. med. Strunz verfochtende No-Carb-Ernährung der Weg zu gesundem Schlaf ist, kann wohl sein, wäre für mich persönlich allerdings keine Option. Mir würden dadurch zu viele Genüsse wegfallen und die Male, welche ich eine solche Ernährungsweise ausprobiert habe, hielten offengestanden nicht sonderlich lange an. Ebenfalls schade finde ich, dass wohl häufig versucht wird, dass Werk der „breiten Masse“ zugänlich zu machen, weswegen gerne vereinfacht wird und die Erklärungen simpel gehalten werden. Zudem scheint der Autor bemüht, unterhaltsam zu schreiben – mich konnten Überschriften wie „Was wir mit Spinat gemeinsam haben“ allerdings nicht fesseln und begeistern. Der Balanceakt zwischen unterhaltsam und informativ ist meines Erachtens nicht bestmöglich geglückt. Des Weiteren zählt in meinen Augen vieles aus dem Werk zum Allgemeinwissen: Übergewicht, Fernsehen und Alkoholkonsum sind hinderlich, während Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Entspannung (beziwhungsweise Meditation) schlaffördernd.

Was mir allerdings sehr gut gefällt, sind die Übungen anz zum Ende des Buches – mitsamt eines sechswöchigen Plans. Auch konnte ich bei der Lektüre ein paar Denkanstöße erhalten und habe das ein oder andere lernen können. Durch kurze Abschnitte und Fallbeispiele bleibt das Buch gut lesbar.



Dies war mein erstes Stutz-Buch. Gänzlich begeistern konnte es mich zwar nicht, doch habe ich ein paar Hilfestellungen erhalten können.

Veröffentlicht am 05.12.2018

Enttäuschend

Best Body Plan
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Zugegebenermaßen war mir nicht von Anfang an bewusst, dass es sich bei der Autorin um eine Spielerfrau handelt. Auf dem Klappentext wurde sie als Profi-Sportlerin bezeichnet und das reichte mir. Rückblickend ...

Zugegebenermaßen war mir nicht von Anfang an bewusst, dass es sich bei der Autorin um eine Spielerfrau handelt. Auf dem Klappentext wurde sie als Profi-Sportlerin bezeichnet und das reichte mir. Rückblickend fügt es sich allerdings in ein für mich recht stimmiges Gesamtbild.

Das Buch beginnt ganz vorne – bei der Motivation. Warum sollte man sich einen gesunden Körper wünschen, welche Auswirkungen haben Sport und eine gesunde Ernährung und so weiter. Für mein Empfinden ist dieser Teil des Buches etwas lang geraten und ich gehe im Grunde davon aus, dass die meisten, die ein solches Buch zur Hand nehmen, bereits für sich entschieden haben, dass sie sich in diese Richtung verändern möchten – und warum. Danach folgen Tipps zum Abnehmen; beispielsweise, dass gemeinsames Trainieren motivieren kann. Im Anschluss daran wird sich dem Thema Ernährung gewidmet und verschiedene Inhaltsstoffe werden beleuchtet. Auch geht es um die sinnvolle Kombination verschiedener Lebensmittel anhand ihrer Nährwerte. Daraufhin folgt der Rezeptteil des Buches. Die meisten der vorgestellten Rezepte konnten mich nicht für sich gewinnen, ihre Zubereitung ist allerdings ansprechend beschrieben. Als nächstes findet man den Sportteil, der allerdings auch nicht sonderlich viele Überraschungen bereithält. Übungen wie Liegestütze, Ausfallschritte oder Planks gehören in meinen Augen zum allgemein bekannten Grundgerüst. Somit sind die Übungen durchaus effektiv und bewährt.

Die Aufmachung des Buches ist hochwertig. Mich störte allerdings die ständige Präsenz der Autorin – auf zahlreichen Fotos zwinkert sie, hält wahlweise ein Melonenstück oder einen Granatapfel in der Hand oder trinkt einen grünen Smoothie…

Insgesamt vermochte mich das Werk nicht zu überzeugen, weswegen ich 2,5 von 5 Sternen vergebe

Veröffentlicht am 14.06.2018

Konnte meine Erwatungen nicht erfüllen...

Tabu
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Als Sebastian von Eschburg noch ein Kind war, beging sein Vater Selbstmord. Von dem Moment als er seinen toten Vater auffand an, ist nichts mehr wie es war. Eschburg flüchtet sich zunehmend in die Kunst ...

Als Sebastian von Eschburg noch ein Kind war, beging sein Vater Selbstmord. Von dem Moment als er seinen toten Vater auffand an, ist nichts mehr wie es war. Eschburg flüchtet sich zunehmend in die Kunst - von einem Fotografen lernt er das Kunstwerk, er saugt geradzu alles Wissen auf, und macht sich selbstständig. In seinen Bildern versucht er, die Wirklichkeit abzubilden: Einsamkeit, die Jahre, die an Körpern nagen, Sex, Makel, Schönheit - unverblümt. Mit der Zeit macht sich der Künstler einen Ruf, seine Installationen schockieren und faszinieren gleichermaßen.
Doch dann wird er des Mordes an einer jungen Frau angeklagt. Alles wirkt bizzar, unzusammenhängend und undurchdringbar. Auch die Leiche der Frau ist spurlos verschwunden... Nichtsdestotrotz schreiten die Ermittlungen immer weiter voran und schon bald zeigen sich erste Anhaltspunkte.

Der Anfang der Erzählung vermochte mich sehr zu fesseln, da mir das Schicksal Sebastian von Eschburgs äußerst nahe ging. Schon alleine was er von seiner Mutter und deren neuen Freund erleiden musste, ist schlimm genug. Zudem haben mir die Beschreibungen seiner Tätigkeit als Anfänger im Bereich der Fotografie gefallen, da sein Herumexperimentieren mit verschiedenen Blenden, Belichtungszeiten und so weiter nicht nur ihn, sondern auch den Leser fasziniert. Allerdings war die Lösung des Falles sehr offensichtlich und für mich absolut keine Überraschung. Diese Vorhersehbarkeit sorgte auch dafür, dass mir Eschbach bereits recht schnell unsympathisch wurde und mein Mitgefühl schwand.

Insgesamt handelt es sich um ein interessantes Werk mit vielversprechendem Beginn, vorhersehbarem Ende und schönem Schreibstil. Da die Lösung des Falles allerdings wenig überzeugend war, vergebe ich 2,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 15.06.2026

Enttäuschend...

Die Mitternachtsreise
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Als Wilbur eines Tages einen Anruf von seiner großen Liebe Maggie, die er jedoch schon Jahrzehnte nicht mehr gesehen hat, erhält, wächst sein Bedürfnis, die Gefühle von damals aufleben zu lassen. Aber ...

Als Wilbur eines Tages einen Anruf von seiner großen Liebe Maggie, die er jedoch schon Jahrzehnte nicht mehr gesehen hat, erhält, wächst sein Bedürfnis, die Gefühle von damals aufleben zu lassen. Aber er ist nicht mehr derselbe, er ist alt und gebrechlich und schafft es noch gerade so, Maggies Abschiedsbrief vom Dachboden zu holen, bevor er stirbt. Doch ist mit seinem Tod noch lange nichts zu Ende, denn schon bald befindet er sich, wieder ganz jung, im Mitternachtszug. An der Seite des Geists von Agnes Bagdale, deren Buchladen er früher übernommen und dann zu einem großen Imperium aufgebaut hat, wandelt der Geist von Wilbur durch verschiedene Stationen seines Lebens. Allerdings darf er nur Zuschauer sein, weil ein Eingreifen des Geists fatale Folgen haben könnte. Und so sieht er die glücklichen, aber auch die vielen unglücklichen Momente seines Lebens. Als er begreift, was er hätte anders machen müssen, um sich und seiner Liebe treu zu bleiben, wittert er eine letzte Chance.

Ich habe mich sehr schwergetan, in die Erzählung abzutauchen. Zwischendurch sind schöne Sätze eingestreut, vieles wirkte auf mich aber sehr aufgebauscht und pseudo-philosophisch. Generell kamen bei mir die Emotionen des Buches nicht rüber und die Geschichte zog sich. Grundsätzlich hat mir die Idee des Mitternachtszuges sehr gefallen und es war auch ganz interessant, zu sehen, wie sich Wilbur verändert und verliert. Aber so wirklich packen konnte mich das nicht. Die Handlung beinhaltet keine großen Wendungen und auch das Ende war für mich nicht überraschend. Nun mag das auch gar nicht das Ziel des Buches gewesen sein; packen konnte es mich trotzdem nicht. Außerdem hatte ich das Gefühl, immer wieder ähnliche Situationen zu lesen, weil die Veränderung, die Wilbur durchläuft, offenbar an vielen Beispielen deutlich gemacht werden sollte.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Nicht mein Fall.

A Fairytale of Lies
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Ein paar Jahre ist es schon her, dass sich Emilia und Chris Thalberg getrennt haben. Schon damals war die Beziehung eine Achterbahnfahrt und hat der Medizinstudentin, die als Fotografin durchstarten wollte, ...

Ein paar Jahre ist es schon her, dass sich Emilia und Chris Thalberg getrennt haben. Schon damals war die Beziehung eine Achterbahnfahrt und hat der Medizinstudentin, die als Fotografin durchstarten wollte, nicht gut getan. Auf einmal tritt ihr Ex wieder in ihr Leben und ihr Verlangen nach ihm ist so stark wie früher. Emilia - mittlerweile erfolgreiche Fotografin und in einer neuen Beziehung - verfällt dem dunklen Nachtclubbesitzer erneut. Allerdings befördert sie nach und nach seine Geheimnisse ans Tageslicht. Und er muss sich entscheiden, ob er sein Netz aus Lügen weiterstrickt, sie beschützt, alles verliert. Bald schon sind mehr Figuren involviert und die Lage spitzt sich zu. Gibt es für die beiden Hoffnung oder nur Verderben?

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Emilia und Chris geschrieben, was beim Lesen dabei hilft, beide Perspektiven zumindest ansatzweise zu verstehen. So erfährt man beispielsweise, wie Chris zu dem Mann geworden ist, der er ist - aber auch, wie er Emilia über Jahre gestalkt hat. Mit beiden Figuren wurde ich im Verlauf des Buches nicht warm und vieles blieb für mich unverständlich. Insbesondere wenn es um die Anziehungskraft, die von Chris auszugehen scheint, geht, war ich raus. Außerdem werden in dem Buch viel zu viele Themen aufgegriffen: Essstörungen, Tod, Vergewaltigung, Drogen, Mafia und und und. Ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch einfach nicht mehr ernst nehmen. Ein paar Handlungsstränge waren ganz gut gelöst und mir hat gefallen, dass das Buch zwei alternative Enden bereithält. Durch manche Passagen habe ich mich gequält, während einzelne ganz spannend waren. Für mich war es das erste Dark-Romance Buch und mich konnte es nicht abholen.

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