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Veröffentlicht am 19.04.2026

Das war’s jetzt?

The House Witch 1
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Als der neue Koch, Finlay Ashowan, seine neue Stelle am Hof von König Norman antritt, hört der Herrscher von Daxaria direkt Beschwerden über den eigenwilligen Koch. Dieser entlässt als erste Amtshandlung ...

Als der neue Koch, Finlay Ashowan, seine neue Stelle am Hof von König Norman antritt, hört der Herrscher von Daxaria direkt Beschwerden über den eigenwilligen Koch. Dieser entlässt als erste Amtshandlung sämtliches Küchenpersonal und stößt mit seiner direkten Art vielen Bediensteten vor den Kopf. Doch sobald das erste Gericht aufgetischt wird, ist klar: Der Koch muss bleiben. Seine Gerichte schmecken nicht nur vorzüglich, sie helfen auch den vielen Menschen am Hof. Fin weiß genau, was die Menschen brauchen und findet sich langsam in seinem neuen Zuhause ein. Auch wird er immer beliebter und öffnet sich Stück für Stück. Allerdings kommt so auch sein größtes Geheimnis ans Licht, was ihn vor neue Herausforderungen stellt. Schließlich haben es Hexen, obwohl die Zeiten der Hexenverfolgung vorbei sind, es noch immer schwer. Doch all dies ist nichts verglichen mit den Herausforderungen, die ihm eine adelige Dame am Hof, in die er sich verliebt, bereitet. Und das, obwohl ein Krieg ansteht und seine klugen Ideen dringend benötigt werden.

Die Gestaltung des Covers hat direkt mein Interesse geweckt, da es eine wunderbare Gemütlichkeit ausstrahlt. Der Klappentext hat mich ebenfalls neugierig gemacht und ich war sehr gespannt auf den Auftakt der Cozy Fantasy-Reihe. Leider blieb das Buch jedoch weit hinter meinen Erwartungen zurück.

Zunächst hat es etwas gedauert, bis ich in die Geschichte abzutauchen konnte. Es wurden direkt viele Charaktere eingeführt, jedoch nur kurz erwähnt, sodass viele Figuren blass blieben. Außerdem war es für mich teilweise schwierig, mich nach 250 Seiten, wenn eine Figur wieder aufgegriffen wurde, daran zu erinnern, was in einem Nebensatz nochmal über sie gesagt wurde. Generell hätte ich mir von Anfang an ein Glossar und eine Karte gewünscht, da man sonst sehr leicht bei den Rängen, Königreichen und Figuren durcheinanderkommen kann. Da ich aber nie abschätzen konnte, ob ein Name zu einem späteren Zeitpunkt nochmal wichtig werden könnte und es einfach so viele waren, hatte ich zugegebenermaßen wenig Lust, mir ein eigenes Figurenregister anzufertigen.

Insgesamt plätschert die Handlung sehr viel einfach vor sich hin – manchmal ist es ein schmaler Grat von “cozy” zu “langatmig”. Immer wieder hatte ich den Eindruck, die Autorin wollte gerne noch ein paar Themen unbedingt ins Feld führen. Außerdem fehlte mir sehr oft ein roter Faden. Lange Zeit war nicht klar, in welche Richtung das Buch gehen sollte und auch nach Beendigung des Buches weiß ich noch immer nicht, an welche Altersgruppe sich das Werk richtet. Der Humor ist oft eher für Kinder bis maximal Jugendliche geeignet (beispielsweise, wenn sich über Namen lustig gemacht wird), andererseits ist der Protagonist dafür viel zu alt und viele Szenen hielte ich für junge Leser als eher unpassend. So haben mich beim Lesen die vielen Sauf-Kapitel irgendwann genervt. Schön war es hingegen, etwas über Fins Vergangenheit zu erfahren, was jedoch nur ganz selten in kurzen Rückblenden geschieht. Stattdessen doppeln sich Handlungen oftmals sehr (feiern, trinken, Kater, kochen, trinken), was meine Lesemotivation stark gehemmt hat – es fehlte einfach der rote Faden. Am besten haben mir die (leider viel zu kurzen und rar gesäten) Abschnitte aus Krakens Sicht gefallen, da der Kater die Welt, die um ihn kreist, natürlich ganz besonders wahrnimmt.

Und dann kommt das Ende, welches leider schwach ist. Nichts wird aufgelöst, zentrale Elemente (vom Klappentext) sind noch immer in weiter Ferne und kein Charakter hat sich wirklich entwickelt. Alle Konflikte und Themen werden komplett in die Folgebände verschoben, weswegen sich bei mir die Frage aufdrängte, wofür ich über 600 Seiten gelesen habe – der Inhalt hätte auch auf 300 Seiten Platz gehabt, ohne dass auf gemütliche Beschreibungen von Speis und Küche hätte verzichtet werden müssen. Auch wenn ich einzelne Figuren ins Herz geschlossen habe und mich die Entwicklung von ein paar Themen durchaus interessiert hätte, werde ich die nächsten Bände nicht lesen.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Anstrengend zu lesen

Hero
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Klappentext:

Sie ist Kellnerin, er ist Chefkoch. Früher waren sie befreundet, aber jetzt sind sie verliebt und leben zusammen in einem kleinen Appartement. Als er sie bittet, ihn zu heiraten, gerät Hero ...

Klappentext:

Sie ist Kellnerin, er ist Chefkoch. Früher waren sie befreundet, aber jetzt sind sie verliebt und leben zusammen in einem kleinen Appartement. Als er sie bittet, ihn zu heiraten, gerät Hero in Panik. Denn eines will sie auf keinen Fall sein: die Frau von. Daher nimmt sie sich sieben Tage Bedenkzeit, in denen sie sich schonungslos befragt: Wer ist sie, und was will sie?

Meine Meinung:

Ich bin mit dem Schreibstil nicht warm geworden. Das ganze Buch fühlt sich an wie ein Fiebertraum, in dem verschiedene Episoden in Heros Leben an einem vorbei hüpfen. Mich hat die Erzählung sehr an lieblose innere Monologe erinnert, die Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht zu schreiben gezwungen werden. Sie bauen Wiederholungen und kurze Sätze ein und schreiben seitenweise zu einem kleinen Thema und springen hin und her, weil man ja Gedankensprünge zwecks Authentizität einbauen muss. Insgesamt hat mir der rote Faden gefehlt und das meiste fand ich furchtbar belanglos. Dabei hat mich das Thema sehr angesprochen und ganz zu Beginn gab es auch anderthalb Seiten, die mir wirklich gut gefallen haben. Dort wird die Geschichte von Frauen in klassischen Erzählungen (als Meerjungfrau, Prinzessin und so weiter) zusammengefasst und aufgezeigt, wie schablonenhaft weibliche Figuren genutzt werden und wie traurig ihre Rollen als Nebenfiguren für Männer in derartigen Erzählungen eigentlich sind. Nach Lesen des Klappentextes hatte ich erwartet, dass eben solche Rollen und auch Spannungsverhältnisse im Roman verhandelt würden. Auch die Bezeichnung als Liebesgeschichte halte ich für irreführend.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass dem Buch eine gute Idee zugrunde liegt, leider das Potential jedoch nicht mal ansatzweise genutzt werden konnte. Die ganzen Gedankensprünge, etwa fünfzeilige Absätze und die wörtliche Rede, die meistens jedoch nicht als solche gekennzeichnet wird, haben meinen Lesefluss extrem gestört. Daher würde ich das Werk nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Konnte mich leider nicht überzeugen...

Das HOW NOT TO DIET Kochbuch
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In diesem Kochbuch stellt Dr. Michael Greger zu seinem Werk "How Not to Diet"-Buch passende Rezepte vor. Dabei sollen die über 100 Gerichte gesund und lecker sein sowie glücklich machen. Bei den pflanzenbasierten ...

In diesem Kochbuch stellt Dr. Michael Greger zu seinem Werk "How Not to Diet"-Buch passende Rezepte vor. Dabei sollen die über 100 Gerichte gesund und lecker sein sowie glücklich machen. Bei den pflanzenbasierten Gerichten soll man keine Kalorien zählen und auch nicht Hunger leiden müssen, dafür aber gesund abnehemen oder eben sein gesundes Gewicht halten. Da ich viel Gutes von den bisher erschienen Werken des Autors gehört habe, war ich auf dieses Kochbuch sehr neugierig.
Die Gestaltung des Buches ist sehr hochwertig: Zu fast jedem Rezept gibt es Fotografien, das Buch ist übersichtlich gestaltet und Tabellen unterstützen schnelles Erkennen richtiger Garzeiten, usw.
Zu Beginn des Buches findet sich ein sehr kurzer Abriss der Grundannahmen des Autors; für ein tiefgreifendes Verständnis ist natürlich das zuvor erschienene Buch unabdingbar. Nichtsdestotrotz erhält man einen guten Einblick in die Überlegungen, die hinter der vorgestellten Ernährungsweise stehen. Im Anschluss folgt der Rezeptteil, welcher in "Suppen", "Salate", "Pasta", "Gemüse-Hauptgerichte", "Bohnen", "Getreide", "Frühstück", "Obst", sowie "Grundrezepte" gegliedert ist.
Generell sind die Rezepte abwechslungsreich gestaltet. Beim ersten Überfliegen der Rezepte fielen mir bereits Zutaten auf, die sich normalerweise nicht in meiner Küche befinden. Nährhefe beispielsweise findet in den vorgestellten Rezepten sehr oft Verwendung und das gemahlene Mehl aus blauem Mais für die Süßkartoffelspalten (S.143) habe ich noch immer nirgendwo entdecken können. Was ebenso auffällt sind die Portionsgrößen. Dass Kalorienzählen überflüssig wird, wenn die Hauptmahlzeit für eine Person aus etwa einer viertel bis halben Süßkartoffel oder einer Hand voll Beeren besteht, liegt auf der Hand. Sättigen konnten mich etwa zwei bis drei Portionen, allerdings nicht langanhaltend. Glücklich - wie auf dem Klappentext versprochen wird - hat mich das Essen hingegen nicht gemacht. Zudem sollte die Zubereitungszeit nicht unterschätzt werden. Häufig stand sie für mich in keinem Verhältnis zu den am Ende entstandenen Gerichten. Der Verzicht auf Salz und Öl war für mich ungewohnt und auch nicht gänzlich schlüssig. Beide Zutaten zu reduzieren, leuchtet mir ein; ich bin jedoch davon überzeugt, dass es in einer ausgewogenen Ernährung auch Fette braucht.

Insgesamt ist das Buch also sehr schön gestaltet. Manche Rezepte waren ungewöhnlcih, aber angenehm gewürzt, weswegen ich beispielsweise in Zukunft Miso-Paste als Gewürz für unterschiedliche Gerichte beibehalten werde. Der Großteil der Rezepte konnte mich allerdings wenig bis gar nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Zu viel (unnötige) Gewalt und vom Rest zu wenig

Insel der Ratten
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Nach einer Pandemie zeigt sich, dass viel schlimmer als ein Virus die Angst der Menschen ist. Die Welt hat sich verändert und bestehende Probleme wurden noch schlimmer. Während Plünderungen und Gewalttaten ...

Nach einer Pandemie zeigt sich, dass viel schlimmer als ein Virus die Angst der Menschen ist. Die Welt hat sich verändert und bestehende Probleme wurden noch schlimmer. Während Plünderungen und Gewalttaten an die Tagesordnung rücken, versuchen die Reichen sich sichere Stützpunkte zu errichten. So auch Colin Lowe, der in weiser Voraussicht bereits vor Ausbruch der Pandemie die Insel der Ratten gekauft und gesichert hat. Scharfschützen bewachen ihn und seine Familie – mit Ausnahme seines Sohns Brad, der Anführer einer der großen Banden geworden ist. Auch Colins langjähriger Freund, Will, bleibt mit seiner Familie nicht von Brad verschont. Wills Frau wird mehrfach vergewaltigt und seine Tochter Amy entführt. Da Colin dies nicht wahrhaben möchte, beschließt Will selbst für Gerechtigkeit zu sorgen. Denn wie er, selbst Jurist, feststellen muss, ist die Justiz nicht in der Lage gegen den Sohn des Superreichen vorzugehen.

Das Buch hat etwa 200 Seiten – allerdings im Taschenbuchformat, woran auch der Pappdeckel nichts ändert. Es ist also gar nicht verwunderlich, dass das Buch nicht sonderlich in die Tiefe geht. Ebenso wenig überrascht es dann, ganz hinten im Buch zu entdecken, dass es sich eigentlich um eine Kurzgeschichte aus einem Sammelband von 2021 handelt. Nun wurde diese Erzählung also als eigenständiges Buch – mit entsprechendem Preis – veröffentlicht.

Ein Kritikpunkt sind für mich die für ein Buch zu wenig ausgearbeiteten Figuren. Will ließ sich für mich beispielsweise nicht richtig greifen: Glaubt er nun an die Justiz oder nicht? Ist er so gegen Selbstjustiz oder eben nicht? Außerdem bleibt er überraschend gefühlskalt und seine Äußerungen stehen für mich im Kontrast zu dem, was wir als Leser von seinen Gefühlen mitbekommen – insbesondere wenn es um Amy geht. Aber auch andere Figuren wie Wills Frau kaufe ich dem Autor nicht ab: Traumatisiert von der mehrfachen Vergewaltigung, aber nicht traumatisiert genug, um nach einem Gemetzel durch ihren Mann mit ihm zu schlafen. Oder wenn es um die Pandemie geht, die irgendwie schon, irgendwie aber auch nicht Auslöser der ganzen Situation ist: Würden die Gefangenen freigelassen werden, wenn sich die Krankheit zuerst in den Gefängnissen zeigt? Damit die Häftlinge sich nicht so schnell anstecken? Ernsthaft? Und oh Wunder, dann hat sich das Ganze ausgebreitet (S.18)? Zudem ist das Buch oft unnötig brutal. Generell machen mir solche Szenen eigentlich nicht viel aus, sofern sie in die Atmosphäre des Buchs eingebunden, nachvollziehbar dargestellt oder irgendwie später aufgearbeitet werden. Hier wirkten sie auf mich aber eher wie kleine Schocker, um doch ein bisschen Spannung auf die wenigen Seiten zu bekommen. Wie ein Jumpscare in einem schlechten Horrorfilm, damit man nicht einschläft.

Hin und wieder versucht Nesbø philosophische Ideen zu Schuld, Gerechtigkeit, Recht und Strafe einzustreuen. Hier muss ich aber sagen, dass diese Gedankengänge wenig ausgearbeitet wirken. Ich hatte immer wieder das Gefühl, es würde ein (kläglicher) Versuch unternommen, etwas im Stil von Ferdinand von Schirach zu schreiben, dessen Bücher (und auch Kurzgeschichten) ich sehr gerne gelesen habe. Es ist durchaus möglich, solche Themen auch auf etwa 200 Seiten zu behandeln. Jo Nesbø gelingt dies hier aber nicht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis finde ich absolut unangemessen. Für mich war dies der erste – und vorerst auch letzte – Nesbø.

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Veröffentlicht am 08.03.2019

Ein Unwohlfühlbuch

Hochsensibel - Was tun?
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Beworben wird dieses Buch als „das Standartwerk zur Hochsensibilität“ – dementsprechend gespannt war ich. Zu Beginn beschreibt die Autorin, sie habe alle möglichen Informationen zusammengetragen und zu ...

Beworben wird dieses Buch als „das Standartwerk zur Hochsensibilität“ – dementsprechend gespannt war ich. Zu Beginn beschreibt die Autorin, sie habe alle möglichen Informationen zusammengetragen und zu diesem Buch gebündelt, weswegen aus verschiedensten Bereichen und nicht immer wissenschaftlich fundiert, Informationen gegeben werden. Da Sylvia Harke selbst hochsensibel ist und sich laut Hinweis und Einleitung intensiv mit dieser Veranlagung auseinander gesetzt hat, soll der Leser dennoch nichts missen. Im Zentrum sollen zudem praktische Ratschläge stehen, die zu einem entspannteren Alltag und besserem Wohlbefinden verhelfen sollen.

Was mir zunächst sehr negativ auffiel, war der esoterische Bezug. Zwar haben sicherlich viele Hochsensible einen Draht zu solchen Bereichen, mir war dieses Thema aber viel (!!!) zu präsent. Immer wieder musste ich mich – was nicht allzu oft geschieht – überwinden um weiter zu lesen. Auch die (Kurz)-Geschichten/Traumreisen (z.B. S. 68, f. und 222-227), welche die, wie sie betont, ach so kreative Autorin selbst verfasst hat, löste bei mir eher peinliche Berührtheit als irgenswelche Erkenntnisse aus… Auch über kuriose Erlebnisse („Dies ist eine wahre Geschichte. Meine Geschichte.“ (S. 227)) wie der Begegnung mit einem alten, alkoholabhängigen Mann im Zug, nachdem sie eine Zeitreise gemacht hat (?), der sie bittet, ihn zu segnen, weil sie eine heilige Frau sei, woraufhin sie mit ihm betet und er in Tränen ausbricht und so weiter, wird berichtet. Ebenfalls beim Thema Partnerschaft wird primär auf Seelenpartner und die Verbindung mit dem Kosmos eingegangen, was für mein Empfinden überzogen ist und nicht authentisch wirkte. Einzig das Thema der Telepathie hatte für mich einen gewissen Reiz, aber eher aus dem Blickwinkel der Vorahnungen, wie sie ja auch in anderen Werken gerne angeführt und erklärt werden. Skurril bleibt es, wenn die Autorin schreibt: „Überlegen Sie mal! Welches Tier auf diesem Planeten strahlt die größte Lebensfreude aus? Welches Tier spielt völlig frei und unbeschwert? Bei den meisten Lesern stellen sich wahrscheinlich sogleich Bilder von springenden Delfinen ein. Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, warum Delfine und Wale solch große und differnzierte Gehirne haben? Sie ernähren sich ausschließlich von Fisch, Algen oder anderen Meerestieren und sind immer reichlich versorgt mit essenziellen Fettsäuren.“ (S. 146) Deswegen leitet Sylvia Harke hier die Empfehlung ab, vermehrt Algen zu essen, um Depressionen, Angst und Stress vorzubeugen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, für die Autorin sei das Werk eher ein Mittel zur Selbstdarstellung als eine Hilfestellung für den Leser. Die wenigen „Ratschläge“, die erteilt werden sind eher allseitsbekannte Plattitüden zum Führen eines glücklichen Lebens: Nicht zu viel Stress und die innere Mitte bitte nicht vergessen. Nun war dies zugegebenermaßen nicht mein erstes Buch zu dem Thema – dieses würde ich weder „Neueinsteigern“ noch mit der Thematik bereits vertrauteren Lesern empfehlen. Als Standartwerke würde ich vielmehr die Bücher von Elaine Aron empfehlen oder auch Eliane Reichardts „Hochsensibel – Wie Sie Ihre Stärken erkennen und Ihr wirkliches Potenzial entfalten“.

Insgesamt ein anstrengendes Buch, das so wirkt, als würde es primär der Selbstdarstellung der Autorin dienen. Für mich ein Unwohlfühlbuch…