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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2020

Geniales Grundgerüst und wundervolle Idee - als Dilogie hätte es evtl. ein wenig mehr in die Tiefe gehen können

Das Flüstern der Magie
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Das Flüstern der Magie hat mich am Anfang sehr bezaubert. Ich fand die Idee der magischen Archivarin Fallon in Edinburgh einfach großartig. Auch machte mich der Klappentext sehr neugierig, was es mit dem ...

Das Flüstern der Magie hat mich am Anfang sehr bezaubert. Ich fand die Idee der magischen Archivarin Fallon in Edinburgh einfach großartig. Auch machte mich der Klappentext sehr neugierig, was es mit dem Diebstahl von Reed auf sich hat. Dazu das traumhafte Cover und die Charakterillustrationen und ich war absolut gefangen und das Buch lag im Einkaufskorb.

Der Einführungsteil der Handlung hat mir auch noch sehr gut gefallen. Fallon als Charakter ist super interessant und eigensinnig. Sie macht was sie will, versorgt sich selbst und hat die moralischen Grenzen immer ein wenig ausgedehnt, um weiterhin auf eigenen Füßen stehen zu können. Auch die rebellische Ader in Bezug auf die magischen Gegenstände fand ich sehr sympathisch und authentisch. Wer würde denn bitte nicht ein magisches Tablett benutzen, das einem das Essen serviert? ;)

Auch Reed war zu Beginn sehr mysteriös und ein klein wenig düster. Er war sehr interessant und hatte auch sehr viel Potenzial. Man merkte schnell, dass ihn ein großes Geheimnis umgibt und Fallon es zwar merkt, sich aber dennoch zu ihm hingezogen fühlt.

Leider ging mir aber die Handlung und die Beschreibungen nicht ausreichend die Tiefe. Die magischen Gegenstände sorgten zwar immer dafür, dass Fallon etwas zu tun hatte und die Handlung voran schreitet, aber sie haben meiner Meinung nach eine viel zu kleine Rolle eingenommen. Und die meisten Gegenstände waren auch so harmlos, dass man sie den Menschen nicht hätte wegnehmen müssen. Hier habe ich das größte Potenzial der Geschichte gesehen, was nicht so richtig ausgeschöpft wurde.

Die Einsätze von Fallon gerieten leider schnell in den Hintergrund, da es später nur noch darum ging, die Tarotkarten ausfindig zu machen. Hier war mir der Twist mit Reed leider viel zu flach. Ich hatte hier ein riesiges Rätsel oder eine Art Geheimgesellschaft erwartet. Der Grund, warum Reed die Tarotkarten dann gestohlen hat, ist verhältnismäßig banal.

Fazit: Auch sonst konnte mich die Handlung leider nur wenig überraschen und mitreißen. Als Dilogie hätte die Geschichte vielleicht ein bisschen mehr Tiefgang bekommen und man hätte noch mehr in die magische Welt der Artefakte eintauchen können. Ein klarer Pluspunkt ist für mich aber die Aufmachung des Buches, der grundsätzliche Schreibstil und die authentische und symphytische Fallon.

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Veröffentlicht am 15.07.2020

wunderschön zu lesen, bildgewaltig und einfallsreich

Die Spiegelreisende
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Das unglaubliche Finale der Spiegelreisenden von Christelle Dabos, erschienen im Insel Verlag

**Achtung: der vierte und abschließende Teil einer Reihe**

Nach den ersten drei Bänden fragte man sich, wie ...

Das unglaubliche Finale der Spiegelreisenden von Christelle Dabos, erschienen im Insel Verlag

**Achtung: der vierte und abschließende Teil einer Reihe**

Nach den ersten drei Bänden fragte man sich, wie in nur einem Buch alles zusammengeführt und aufgelöst werden soll. Ich konnte den Abschluss dieser Reihe kaum erwarten und wurde schlussendlich nicht enttäuscht.

Auch wenn zwischendrin einiges verwirrend war, hat die Autorin hier doch ein befriedigendes Finale hingelegt. Die gesamte Reihe ist fantasievoll, unheimlich detailliert und einfallsreich beschrieben und die Handlung ist immer spannend,
wenn auch zwischendrin etwas verworren und langatmig.

Die Ereignisse überschlagen sich zeitweise - vor allem gegen Ende - und die Erklärungen waren für mich zum Teil auch etwas zu dürftig. Man hatte irgendwie lange das Gefühl, als Leser Informationen viel zu spät zu bekommen.

Die Welt der Archen bricht immer weiter auseinander und die Zerstörung der Archen kann nur gestoppt werden, wenn der Schuldige gefunden wird.

Ophelia und Thorn sind tolle und einnehmende Charakter, die als Team auf ihrer langen Reise wunderbar zusammengewachsen sind. Es hat Spaß gemacht,
sie zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Besonders Ophelia hat eine tolle Entwicklung vollzogen und sie ist über sich hinausgewachsen.
Aber nicht nur die Hauptprotagonisten waren vielschichtig und interessant. Auch viele Nebencharakter haben mir unheimlich gut gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd. Die Geschichte bleibt fast immer spannend, obwohl die Handlung eher mäßig voran schreitet und man objektiv vielleicht sogar sagen könnte, dass es arg in die Länge gezogen ist. Es lässt sich aber trotzdem super leicht lesen.

Fazit: Am Ende wird man aufgrund der Menge an Ereignissen beinahe erschlagen, weil sich ein eher ruhiger Rhythmus eingestellt hatte. Die Spannung bzw. die Ereignisse und Informationen hätten eventuell ein bisschen besser über das Buch verteilt werden können, aber dafür wird man regelrecht in ihre komplexe Welt gezogen. Ich fand die gesamte Reihe sehr bildgewaltig und wunderschön zu lesen.
Auch die Charaktere sind liebenswert und vielschichtig. Ich finde die Reihe hat einen guten und befriedigenden Abschluss gefunden, auch wenn ich diesen Teil eventuell als schwächsten bezeichnen würde.

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Veröffentlicht am 15.07.2020

Witziger Einstieg in eine Fantasyreihe

Dark Elements 1 - Steinerne Schwingen
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In Dark Elements dreht sich alles um die 17-jährige Layla, die als Halbwächterin und Halbdämonin bei den Wächtern aufgewachsen ist.

Die Wächter können sich in Gargoyles verwandeln und bekämpfen Dämonen. ...

In Dark Elements dreht sich alles um die 17-jährige Layla, die als Halbwächterin und Halbdämonin bei den Wächtern aufgewachsen ist.

Die Wächter können sich in Gargoyles verwandeln und bekämpfen Dämonen. Layla kann sich nicht wandeln, sie ist nicht übermäßig stark und die meiste Zeit kommt sie sich störend vor. Doch sie kann die Wächter wenigstens mit ihrer kleinen Gabe unterstützen, Dämonen zu markieren, damit diese sie schneller finden. Die Wächter erwarten von Layla, dass sie die dämonische Seite an sich ignoriert, aber sie merkt schnell, dass das nicht so einfach ist.

Layla hat mir zu Beginn der Geschichte als Hauptprotagonistin nicht so gut gefallen. Sie hat alles einfach akzeptiert, auch dass ihre angebliche Familie sie ihr Leben lang belogen hat und ihr das Gefühl gibt, sie wäre nichts wert. Sie hat nicht hinterfragt und sich nie zur Wehr gesetzt. Generell ist Layla sehr unsicher nicht gerade selbstbewusst. Aber nachdem sie Roth begegnet ist, wird sie immer schlagfertiger, sicherer und nach und nach fängt sie an Dinge zu hinterfragen. Sie wehrt sich zwar immer noch nicht so wirklich, aber ich sehe ein Entwicklung, von der ich hoffe, dass sie in den Folgebänden weiter voranschreiten wird.

Das Herzstück dieser Geschichte ist für mich Roth, der es mit seiner witzigen und schlagfertigen Art sofort geschafft hat, mich zum Lächeln zu bringen. Roth ist ein Dämon und geht recht ironisch damit um, dass er auf der bösen Seite steht. So hat er z. B. seine riesige, Dämonenverschlingende und furchteinflößende Schlange "Bambi" getauft. Er macht vor Layla aber keinen Heel daraus, dass er ein Dämon ist und die meiste Zeit lügt und egoistisch ist. Daher macht man sich ständig Gedanken, ob Layla ihm trauen kann.
Ich finde es toll, dass die Autorin so mit den Moralvorstellung und der traditionellen Sicht auf Gut und Böse spielt. Aber ich fand es doch ziemlich offensichtlich, wer auf welcher Seite steht und wem Layla trauen kann. Hier hätte man einen sehr viel größeren Überraschungsmoment und eine größere Wendung einbauen können, wenn man noch ein klein wenig mehr damit gespielt hätte.

Grundsätzlich mag ich den Schreibstil der Autorin, wenn ich in der passenden Stimmung bin. Sie schreibt locker und anspruchslos, weshalb sich ihre Bücher meistens so weg lesen lassen. Manchmal finde ich es schade, dass sie nicht mehr aus ihren Büchern macht. Vieles kommt einen schnell runtergeschrieben vor und ihre Wortwiederholungen gehen mir ehrlich gesagt schon seit der Lux-Reihe leicht auf die Nerven. Ich weiß aber natürlich nicht, ob das auch an der Lektorin liegt. Gegen das Wörtchen "Abermals" bin ich inzwischen allergisch ;).

Fazit: Trotz der Schwächen (durchschaubar und recht anspruchslos geschrieben), mag ich den Auftakt dieser Reihe aber sehr gern. Die Dialoge und die Situationen, in die sich Layla und Roth hineinmanövrieren (z. B. mit dem Zombie) sind einfach unheimlich witzig geschrieben. Die ganze Geschichte ist sehr humorvoll und unterhaltsam. Die Idee zum Buch und die Details der Geschichte gefallen mir ebenfalls, da sie nicht total abgedreht, aber sehr originell sind.

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Veröffentlicht am 07.02.2018

Bisher leider der schwächste und dünnste Teil

Magisterium
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Zunächst einmal muss ich die Reihe an sich loben. Ich mag die Geschichte rund um Call unheimlich gerne. Er ist ein nicht gerade typischer Protagonist, der über eine gesunde Prise Zynismus verfügt, die ...

Zunächst einmal muss ich die Reihe an sich loben. Ich mag die Geschichte rund um Call unheimlich gerne. Er ist ein nicht gerade typischer Protagonist, der über eine gesunde Prise Zynismus verfügt, die immer wieder Witz in die Geschichte bringt. Auch das Freundegespann, das dem aus Harry Potter sehr ähnlich ist, hat mir immer viel Freude bereitet, da ich die einzelnen Charaktere und die Konstellation sehr gelungen fand. Sie ergänzen sich sehr gut und seit dem Jasper dabei ist, gibt es eigentlich auch immer was zum Aufregen und Schmunzeln. Mordo ist mein absoluter Lieblingscharakter.

Besonders charmant fand ich immer die Atmosphäre des Magisteriums und die Prüfungen.

In diesem Teil landen wir bei Call im Gefängnis, was ein eher bedrückender Start in die sonst so magische Geschichte ist. Nach kurzer Zeit wird er auch schon aus dem Gefängnis und letztendlich auch aus dem Magisterium befreit, was ich zwar ganz gut fand, aber Rückblickend betrachtet, fehlte mir einfach diese Atmosphäre und der magische Charme, der in den Teilen zuvor so großartig war.

Erschwerend hinzu kommt, dass dieser Teil wirklich sehr kurz ist und die spannenden Stellen viel zu schnell und zu simple aufgelöst wurden.

Dann gibt es in diesem Band auch die ein oder andere Wendung, die mich einfach nur schockiert und bedrückt zurücklässt. Wer die Teile zuvor gelesen hat - wovon ich ausgehe - weiß, dass Aaron gestorben ist. Der beste Freund und Gegenwicht von Call. Ein Hauptcharakter und absolut liebenswert. Ich schätze, dass ich letztendlich einfach nicht darüber hinweg komme. Und am schlimmsten finde ich, dass die Autorinnen in diesem Band mit genau diesen Gefühlen und der Hoffnung spielen. Sie machen die ganze verzwickte Situation in meinen Augen nur noch schlimmer und die Hoffnung auf ein Happy End schwindet.

Da ich die Reihe aber sehr gerne mag, werde ich wohl auch die folgenden Teile lesen und die Hoffnung erst einmal nicht aufgeben. Ich kann die Bücher und besonders diesen Teil, allerdings keinem jüngeren und sensiblen Leser empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.07.2022

Ein süßes Buch über Bienen für unsere kleinen Entdecker

Glücksfisch: Weißt du, was die Tiere machen? Kleine Biene
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Die Gestaltung des Buches ist besonders für kleine Kinder und Babys sehr ansprechend. Klare Formen und kräftige Farben zeichnen die Illustrationen aus. Auf den dicken Seiten, die sehr stabil sind, lassen ...

Die Gestaltung des Buches ist besonders für kleine Kinder und Babys sehr ansprechend. Klare Formen und kräftige Farben zeichnen die Illustrationen aus. Auf den dicken Seiten, die sehr stabil sind, lassen sich allerlei süße Dinge entdecken.



Die Texte sind sehr, sehr allgemein und einfach gehalten und dienen wirklich eher der Unterhaltung. Einen Lerneffekt sollte man hier nicht erwarten. Wer also schlaue und wissbegierige Köpfe zuhause hat, dürfte sich auf das ein oder andere "aber warum" gefasst machen ;) auch hier würde ich das Buch also eher für die ganz kleinen empfehlen.



Besonders gut hat uns natürlich das Cover gefallen, da man hier an dem Rädchen drehen und die Biene damit zum Fliegen bringen kann. So lädt das Buch direkt zum Mitmachen und Miterleben ein. Sowas lieben wir sehr! Die folgenden Seiten sind dann etwas sporadisch gestaltet und ohne interaktive Elemente. Ein besonderes Highlight ist dann wieder die letzte Seite mit allerlei Klappen, zum Entdecken. Der Text regt die Kinder an, Bienen zu suchen, was ich toll finde. So werden die Mäuse zum Schluss nochmal richtig aktiv und haben ein Erfolgserlebnis, bevor sie das Buch schließen. Eine sehr süße Idee.


Das Buch ist eine tolle Einführung in das wichtige Thema Bienen und wie unsere Welt funktioniert. Für kleine Entdecker ein großer Spaß :)

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