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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2019

Da wäre mehr drin gewesen

Vox
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Da wäre mehr drin gewesen.

Bei einem Leserundenbuch finde ich das immer besonders schade. Aber leider ist VOX auf ganzer Linie nur ein unausgegorenes Buch, dem der letzte Schliff und die richtige Spannung ...

Da wäre mehr drin gewesen.

Bei einem Leserundenbuch finde ich das immer besonders schade. Aber leider ist VOX auf ganzer Linie nur ein unausgegorenes Buch, dem der letzte Schliff und die richtige Spannung gefehlt hat.

Gefallen hat mir:

- das klare und aussagekräftige Cover,

- der Schreibstil, der sich flüssig liest,

- die Idee, das Männer mal wieder versuchen könnten, die Frauen zu unterdrücken (auch wenn es nicht neu ist, klingt es realistisch),

- zwei oder drei der Nebendarsteller waren richtig gut


Nicht gefallen hat mir:

- dass die Idee ganz prinzipiell nicht ausgearbeitet ist (also weder, wie das Ganze sich so schnell in diese frauenfeindliche Situation entwickeln konnte, warum niemand sich wirklich aufgelehnt hat, warum die Welt nur zusieht, wie das System dann im Showdown gestürzt werden kann,

- dass die Hauptdarsteller entweder blass oder unglaubwürdig rüberkamen und ihre Handlungen viel zu wenig erklärt und unterfüttert wurden (bis auf Jean, die aber weder eine richtige Heldin noch besonders sympathisch ist, finde ich)

- dass ich im letzten Viertel den Eindruck hatte, die Autorin habe keine Zeit und Lust mehr gehabt zu beschreiben und zu erklären, wodurch einiges unklar bliebt oder Szenen nicht richtig verständlich waren,

- dass der Showdown kein Showdown war, sondern langweilig, gehetzt und ohne Höhepunkte,

- dass mir nicht klar ist, wie der Regierungssturz wirklich zu stande kam,

- dass ein Hauptdarsteller starb und man das mehr in einem Nebensatz erfahren hat


Fazit: Da wäre viel mehr drin gewesen.

Veröffentlicht am 21.03.2018

etwas wirr

Zu nah
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Seit langem mal ein Buch, welches mich mit der Leseprobe angesprochen hat, welches aber dann leider nicht gehalten hat, was es mir versprochen hat. Dies lag an zwei Dingen. Zum einem ist der Plot ziemlich ...

Seit langem mal ein Buch, welches mich mit der Leseprobe angesprochen hat, welches aber dann leider nicht gehalten hat, was es mir versprochen hat. Dies lag an zwei Dingen. Zum einem ist der Plot ziemlich unausgegoren. Die Heldin ist selbst erst vor kurzem Opfer einer Straftat geworden und beginnt gerade wieder ihren Job. Das ist nicht neu und irgendwie konnte ich der Hauptdarstellerin nicht so recht abnehmen, dass sie Schwierigkeiten und ein Trauma hat. Erst mal im Fall drinnen spürt man nichts mehr davon. Die Zusammenhänge, die sie alle ermittelt, sind teilweise hanebüchen oder total überraschend, also nicht logisch aufgebaut. Außerdem wird vieles einfach nur erklärt, aber nicht in die Handlung eingebaut. Dadurch wirkt alles etwas abgehakt und unspektakulär.

Am Ende gehört stellt sich heraus, dass ihr Täter mit dem Fall auch zu tun hatte. Das war des guten für mich einfach zu viel.

Ich habe mich durchgequält und kann das Buch nicht wirklich empfehlen.

Veröffentlicht am 05.07.2021

nicht meins

Die Morgenröte – Sie nehmen dir dein Leben
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Mich hatte „die Morgenröte“ interessiert, weil sie hochaktuelle Themen versprach. Meinungsmanipulation im Internet und den Medien, das Hochputschen einer Partei und eines Vorsitzenden für die nächsten ...

Mich hatte „die Morgenröte“ interessiert, weil sie hochaktuelle Themen versprach. Meinungsmanipulation im Internet und den Medien, das Hochputschen einer Partei und eines Vorsitzenden für die nächsten Wahlen. Trump auf europäischen Niveau, so hatte ich mir das ganze vorgestellt. Auf gewisse Weise war es wohl auch so angelegt. Leider konnte mich der Roman überhaupt nicht überzeugen und ich habe das Ende dann nur noch quer gelesen.

Und woran hats gelegen. Es war das ganze Paket, dass nicht nach meinem Geschmack war. Sehr schnell war mir klar, dass die Sprache gar nicht meines ist. So ohne Raffinesse und ähnlich laut und plakativ wie die neue Partei, um die es ging. Auch der fehlte alles, was ich von einer erfolgreichen Partei erwarte. Selbst Trump hätte ohne die alten und guten republikanischen Strukturen nicht gewinnen können. Der Plot ist vorhersehbar und zum Ende hin flaut der Spannungsbogen merklich ab. Und kein Darsteller war für mich überzeugend genug, dass ich ihn mir im realen Leben vorstellen konnte.

Veröffentlicht am 01.12.2017

nicht mein Fall

Crimson Lake
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„Crimson Lake“ ist mein erstes Buch von Candice Fox gewesen. Das Cover ist sehr vielversprechend und ein Eyecatcher.
Sowohl Ted Conkaffey als auch Amanda Pharell sind Außenseiter der Gesellschaft geworden, ...

„Crimson Lake“ ist mein erstes Buch von Candice Fox gewesen. Das Cover ist sehr vielversprechend und ein Eyecatcher.
Sowohl Ted Conkaffey als auch Amanda Pharell sind Außenseiter der Gesellschaft geworden, weil sie vor Gericht gestanden haben. Er wurde zwar freigesprochen, konnte aber den Makel des Verdachts nie mehr ausradieren. Sie ist eine verurteilte Mörderin und fürchtet die Vorurteile ihrer Mitmenschen. Zusammen eröffnen sie eine Detektei. Während ein verzwickter Fall eigentlich ihre Aufmerksamkeit fordern würde, sind beide damit beschäftigt auch ihre privaten Fälle zu lösen.

Ziemlich schnell war mir klar, dass das Buch nichts für mich ist. Das lag vor allem an der Art, wie die Autorin ihren Plot aufbaut. Dies wirkt alles so typisch amerikanisch-laut und so überzogen, dass es für mich teilweise wie eine Slapstick-Komödie wirkte. Eine, bei der ich allerdings nicht lachen konnte. Weder das Verhalten der Ermittler noch dass der „Bösewichte“ war logisch oder auch nur realistisch. Außerdem hatte ich den Eindruck, am Ende wäre das Buch einfach abgeschnitten, um in einer geplanten Fortsetzung die vom Leser dringend erwarteten Lösungen zu liefern.

Schade. Ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen.

Veröffentlicht am 20.08.2017

enttäuschend

Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt
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Dieses Buch hat mich wahnsinnig interessiert, ob seiner äußerlichen Qualitäten. Zum einen ist dass das schöne Cover und zum anderen der vielversprechende Klappentext. Also habe ich es mir gekauft und freudig ...

Dieses Buch hat mich wahnsinnig interessiert, ob seiner äußerlichen Qualitäten. Zum einen ist dass das schöne Cover und zum anderen der vielversprechende Klappentext. Also habe ich es mir gekauft und freudig losgelegt.

Aber wo, bitte, ist die Romantik, von der hier geschwärmt wird. Und das bisschen Philosophie, dass hier so lautstark angepriesen wird, ist schwer zu finden und doch eher Hausfrauengeplapper. Verrückt ist hier vor allem der Hauptdarsteller. Ob er das nur wird, weil er so lange alleine im Weltraum rumsegelt oder doch eher, weil die Eifersucht ihm im Nacken sitzt, sei mal dahingestellt. Der Erzählstil ist abschweifend und langatmig und ergeht sich in Ergüssen über die Vergangenheit der Tschechischen Republik, der Vergangenheit des Hauptakteurs und über allerlei Dinge, die eigentlich gar nichts mit der Handlung zu tun haben.

Apropo Handlung. Die ist frei von Spannung und Aktion und ich fühlte mich bald ähnlich wie der Raumfahrer im luftleeren Raum, dem Wahnsinn nahe. Am Ende habe ich nur noch quergelesen. Schade.