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Veröffentlicht am 01.10.2019

Schönes Setting, mir persönlich haben allerdings ein wenig die Funken gefehlt :/

One of a kind - Emma & Jake
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Seit 28 Jahren lebt Emma nun schon in ein und derselben Stadt und das in ein und demselben Haus. Einst war es ein Haus, in dem sie mit ihrer ganzen Familie zusammenlebte, nach und nach zogen die einzelnen ...

Seit 28 Jahren lebt Emma nun schon in ein und derselben Stadt und das in ein und demselben Haus. Einst war es ein Haus, in dem sie mit ihrer ganzen Familie zusammenlebte, nach und nach zogen die einzelnen Mitglieder weg und schlussendlich verstarb ihr Vater, den sie bis zum Schluss pflegte. Nun ist Emma, die Letzte, die noch in dem großen Haus lebt, … doch die Einsamkeit ist ihr geringstes Problem. Ein großes Haus verursacht nun einmal einige Kosten, auch wenn nur eine Person übrig ist, um sie zu tragen. Was die ganze Sache deutlich erschwert, ist, dass Emma durch die Pflege ihres Vaters nicht auf ein College gehen konnte, wodurch sie nun Schwierigkeiten hat einen dauerhaften Job zu bekommen. Dementsprechend hat sie kein geregeltes Einkommen, auf welches sie zurückgreifen könnte.

Natürlich bleibt es nicht nur bei dem einen Schlamassel. Zu allem Überfluss zieht auch noch Emmas Exfreund Jake zurück nach Maywood. Jake hat Emma vor 12 Jahren sitzen lassen, um mit einer anderen Frau die Stadt hinter sich zu lassen. Emma ist vollkommen überfordert mit der Situation und versucht zunächst ihre Probleme einfach zu ignorieren … doch wie wir sicher aller wissen lassen sich Probleme zuweilen nur sehr ungern ignorieren, sodass Emma sich schlussendlich zu extremen Schritten gezwungen sieht. Sie entscheidet sich ihr ehemaliges Familienheim in eine Pension zu verwandeln … und da kommt ihr Jake, der gegenwärtig keine dauerhafte Bleibe in Maywood hat, gerade recht!

Doch kann man nach 12 Jahren friedlich mit seinem Ex unter einem Dach leben? Schnell ist Emma nicht nur damit konfrontiert, sondern auch mit der Tatsache, dass sie noch immer Gefühle für Jake hegt. Doch kann sie ihm glauben, dass er sich verändert hat? Und wenn ja, können sie dieses Mal tatsächlich eine gemeinsame Zukunft aufbauen?

Charaktere:

Beginnen wir zunächst einmal mit Emma. Sie ist sehr warmherzig, familienorientiert, strukturiert und treu. Emma kam mir wie eine Art moderne Version einer 80er Jahre Hausfrau vor. Sie liebt es zu kochen und backen. Nimmt an jeder örtlichen Veranstaltung teil und leitet sogar einen Buchclub, der ansonsten nur aus älteren Damen besteht. Loyalität ist Emma sowohl gegenüber ihrer Familie, als auch Freunden sehr wichtig. Was auch einer der Gründe sein dürfte, weswegen sie ihre Zukunftspläne auf Eis gelegt hat, um ihren Vater pflegen zu können. Sie hofft immer noch den Traum ihres Vaters wahrmachen zu können und das Haus irgendwann einmal wieder mit einer großen Familie zu füllen. Selbst als 16-Jährige wollte sie schon für immer in Maywood bleiben, was sich später als Hauptgrund für Jakes Flucht herausstellt. Neben Emmas vielen guten Eigenschaften, gab es allerdings auch das ein oder anderes, dass mich etwas an ihr gestört hat. Ich finde es persönlich ein bisschen übertrieben, nach zwölf Jahren immer noch einen so starken Groll zu hegen. Natürlich ist es sehr schmerzhaft, von seinem Freund verlassen zu werden. Vor allem, ohne den Grund dafür zu erfahren. Doch Emma und Jake waren gerade einmal seit einem Jahr zusammen und Emma war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt. Wäre sie Jake gegenüber kühl und ein bisschen abweisend gewesen, hätte ich das vollkommen nachvollziehen können. Aber zu Beginn des Buchs, als sie das erste Mal auf ihn getroffen ist, war sie fast hysterisch … und auch noch bei vielen weiteren Aufeinandertreffen, war sie meiner Meinung nach zu wütend, für jemanden, der den anderen seit zwölf Jahren nicht mehr gesehen hat und seit dem um einiges gereift ein müsste. Leider ist die Protagonistin meiner Meinung nach an manchen Stellen einfach ein wenig zu naiv geraten.

Während Jake zunächst als Feind der gesamten Stadt dargestellt wird, muss ich sagen, dass ich ihn gar nicht mal so unsympathisch fand. Natürlich war es falsch, Emma einfach so zurückzulassen und mit einer anderen Frau die Stadt zu verlassen. Und das auch nur hauptsächlich aus seiner Angst heraus, dass er für immer in der Stadt bleiben müsse, sollte er mit Emma zusammenbleiben. Aber mal von dieser irrationalen Angst, die man durch ein Gespräch aus der Welt hätte schaffen können, abgesehen, war er eigentlich nie ein schlechter Kerl. Er war beispielsweise zwölf Jahre mit derselben Frau verheiratet und wäre es wahrscheinlich immer noch, hätte sie ihn nicht betrogen. Glücklicherweise merkt auch Emma im Laufe des Buchs, dass Jake vielleicht gar kein so schlechter Mensch ist, wie sie die letzten Jahre dachte. Und wenn selbst Emmas überkritische Freundin, die niemanden mehr hasst als Jake, ihm schließlich hilft, dann muss in ihm wohl wirklich mehr stecken, als man zunächst glauben mag.

Neben den Protagonisten besticht Maywood außerdem mit seinen zahlreichen liebenswerten, wenn auch manchmal sehr eigenen, Kleinstadtbewohnern. Ich mag es persönlich sehr gerne, wenn der Leser auch die Familie, Freunde und Bekannte der Protagonisten kennenlernen und ihre Interaktion mitverfolgen darf. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass dies so umfangreich in „One of a Kind“ umgesetzt wurde.

Ihr könnt euch also wirklich darauf freuen, eine Vielzahl von Charakteren kennenlernen zu dürfen. :)

Schreibstil/Spannungsbogen:

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Vor allem, wie die Atmosphäre beschrieben wurde und auch das Feeling, dass Maywood noch ein bisschen altmodischer ist, kam sehr gut rüber und hat ein richtiges Wohlfühlgefühl ausgelöst. Was die Spannung angeht, muss ich allerdings leider sagen, dass ich es ein wenig schwach fand. Zunächst stand zu Beginn des Buchs vor allem im Fokus, dass Jake wieder in Maywood ist und Emma finanzielle Probleme hat. Es war noch recht interessant zu lesen, wie Emma damit fertig wird (oder eben auch nicht), auch wenn ich ihre anfängliche Haltung gegenüber Jake etwas überdramatisiert empfand. Im Anschluss drehte es sich allerdings lange nur noch um die Frage, wie Emma ihre Geldschulden tilgen könne.

Was ich durchaus gerne mochte, war, dass Emma und Jake zunächst sich ein wenig angefreundet haben, bevor eine mögliche Beziehung thematisiert wurde. Allerdings muss ich gestehen, dass für einen Liebesroman, mir zu wenig Liebe und Annäherung in dem Buch enthalten war. Es gab zwar ein paar sehr süße Momente zwischen den beiden … aber, wenn man bedenkt, wie negativ Emma zunächst Jake gegenüberstand, dann ging mir das doch zu schnell und zu einfach. Mir hat einfach so das Kribbeln und knistern zwischen den beiden gefehlt. Es gab eigentlich nur drei große Momente zwischen den beiden.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, „One of a kind“ hat eine sehr schön beschriebenes Kleinstadt-setting und besticht des Weiteren mit seinen vielen interessanten Einwohnern und dem allgemeinen Wohlfühlgefühl, welches das Buch vermittelt. Für mich persönlich hätte allerdings die Beziehung der Protagonisten noch mehr im Fokus stehen sollen. Durch diesen Faktor und dadurch, dass ich die Protagonistin teilweise ein bisschen überdramatisch dargestellt empfand, konnte ich dem Buch leider nur drei Sterne geben. Nichtsdestotrotz gefällt mir der Schreibstil der Autorin sehr gut. Das Nachwort von „One of a Kind“ lässt auf eine baldige Fortsetzung hoffen und das Buch selbst hat bereits Andeutungen gemacht, um welche Charaktere es sich drehen dürfte.

Von daher freue ich mich darauf, hoffentlich bald Maywood einen erneuten Besuch abstatten zu dürfen ♥

Veröffentlicht am 07.09.2019

Einfach relatable - eine humorvolle, ehrliche Geschichte wie Dating heutzutage ist

Romeo und Julius
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Normalerweise beginne ich meine Rezensionen mit einer Zusammenfassung der Handlung. Bei Romeo und Julius möchte ich in diesem Fall darauf verzichten, da es kein Roman im herkömmlichen Sinne ist. In Romeo ...

Normalerweise beginne ich meine Rezensionen mit einer Zusammenfassung der Handlung. Bei Romeo und Julius möchte ich in diesem Fall darauf verzichten, da es kein Roman im herkömmlichen Sinne ist. In Romeo und Julius erzählt der Autor Julius Kraft sozusagen autobiografisch über seine Erfahrungen mit Datingapps wie Tinder und Co. Anhand von 25 Dates beschriebt Julius sowohl geistreich als auch voller Humor, wie Dating heutzutage häufig abläuft. Jeder der Datingapps mal eine Chance gegeben hat, wird sich sicherlich an der ein oder anderen Stelle wiedererkennen können.

Wer kennt es nicht? Man schreibt mit jemanden, vereinbart ein erstes Treffen … es läuft gut und man macht sich Hoffnungen, dass es diesmal klappen könnte. Man versucht sich seine rosarote Blase aufrechtzuerhalten, ignoriert die ganzen kleinen Anzeichen die einen eigentlich schon Warnung genug sein sollten. Bis man schließlich doch damit konfrontiert wird, dass man alleine in das Ganze investiert hat. Im Endeffekt ist man wieder am Anfang … nur mit ein paar mehr Unsicherheiten als so schon. Mit jedem weiteren gescheiterten Versuch fragt man sich, ob man doch für immer alleine bleiben wird. Ob es nicht doch leichter wäre einfach Gilmore Girls und Grey’s Anatomy zu schauen und aufzugeben seinen eigenen McDreamy zu finden. Alleine ist es ja irgendwie doch auch ganz okay …, oder nicht?

Wenn ich Romeo und Julius in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es „relatable (nachvollziehbar)“, weil ich mich an vielen Stellen einfach wiedererkannt habe. Man malt sich so oft das schlimmste Szenario aus und am Ende war es doch alles gar nicht so schlimm und das Leben geht ja doch weiter. Und tatsächlich ist wie so oft die Moral von der Geschichte: Erst wenn man aufhört zu suchen klappt es dann mit der Liebe.

Gut gefallen hat mir außerdem der Schreibstil von Romeo und Julius. Der Leser bekam das Gefühl mit einem guten Freund zu sprechen und seinen Geschichten selbst zu lauschen. Was mein Herz persönlich höher hat schlagen lassen, waren die vielen Serienreferenzen. Als großer Gilmore Girls und Grey’s Anatomy Fan hat mir jede Erwähnung der Serien ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Genauso geliebt habe ich Julius Freunde, die ihm mit Rat und Tat zur Seite standen. Am liebsten hätte ich mich ganz und gar selbst der Freundesgruppe angeschlossen.

Positiv hat mich des Weiteren überrascht, dass der Autor uns einen sehr privaten Einblick ermöglicht. Wir bleiben nicht nur in der Gegenwart, in der wir relativ humorvolle Dating Erfahrung erzählt bekommen. Nein, wir bekommen ebenfalls einen Einblick in seine nicht ganz so leichte Kinder- und Jugendzeit. Ich fand sehr beeindruckend, dass Julius so offen und ehrlich über diese Erfahrungen geschrieben hat, was für mich ihn und das Buch noch viel sympathischer gemacht haben.

Deswegen an dieser Stelle ein großes Danke an Julius Kraft, dass er so ein tolles, ehrliches und auch humorvolles Buch geschrieben und mit uns geteilt hat. ♥

Ich kann das Buch wirklich empfehlen, wenn ihr Lust auf etwas leichtes, humorvolles aber auch gleichzeitig ehrliches und tiefgründiges wollt.
Ihr solltet es euch unbedingt mal anschauen. ?

Veröffentlicht am 25.08.2019

Endlich mal New Adult mit viel Tiefgang! ♥

Falling Fast
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Falling Fast beginnt damit, dass die schüchterne Hailee DeLuca einen Roadtrip über den Sommer macht. Ihr Ziel: Mutiger werden. All die Dinge nachholen, die sie sich bisher nicht getraut hat. Ungeplant ...

Falling Fast beginnt damit, dass die schüchterne Hailee DeLuca einen Roadtrip über den Sommer macht. Ihr Ziel: Mutiger werden. All die Dinge nachholen, die sie sich bisher nicht getraut hat. Ungeplant landet sie schließlich in dem kleinen Ort Fairwood und das genau am Todestag ihres ehemals besten Freundes Jesper, welcher aus Fairwood stammte. Jesper und Hailee hatten sich Online kennengelernt. Verbunden durch ihre Liebe zum Schreiben haben die beiden schnell eine enge Freundschaft aufgebaut. Doch erst jetzt als Hailee in Fairwood landet und Jespers Eltern aufsucht, erfährt sie, dass er schon seit seiner Kindheit mit der Krankheit zu kämpfen hat, die ihn schließlich auch umbrachte. Doch Hailee ist nicht die Einzige, die das Örtchen an diesem Wochenende besucht. Viele von Jespers ehemaligen Klassenkameraden treffen sich, um seinen Todestag zu begehen. Unter ihnen ist auch Chase. Jespers ehemals bester Freund, mit dem sich Jesper kurz vor seinem Tod zerstritten hatte und von dem er Hailee wenig Gutes zu Berichten hatte. Doch Hailee findet erst heraus wer Chase ist als sie bereits gegenseitig das Interesse am anderen geweckt haben. Dennoch ist sie sehr bemüht Chase auf Abstand zu halten. Vor allem als sich herausstellt, dass Hailees Auto einen Motorschaden hat und sie einige Wochen in Fairwood bleiben muss, wird ihr Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt. Denn Chase ist durchaus sehr bemüht ihr näherzukommen.

Meiner Meinung nach ist Hailee ein sehr beeindruckender Charakter. Obwohl sie von Natur aus sehr schüchtern und vorsichtig ist, wächst sie in diesem Sommer immer wieder über sich hinaus. Zwar gibt es einige Momente, in denen sie sich eher dazu zwingt, etwas zu tun, weil sie meint sie müsse es jetzt durchziehen. Doch genauso oft wächst sie auch über sich hinaus, ohne vorher darüber nachgedacht zu haben. Sie ist dementsprechend um einiges mutiger und spontaner als sie es sich selbst zutraut. Nicht nur mir, sondern auch Chase ist dieser Charakterzug im Laufe des Buchs öfter aufgefallen. Des Weiteren scheint Hailee ein wirklich guter Mensch zu sein. Dies wird bei ihrem Umgang mit anderen schnell deutlich. Auch ihr gutes Herz ist Chase natürlich nicht entgangen, es ist vermutlich sogar der Hauptgrund dafür, das er beginnt Gefühle zu entwickeln, mit denen er niemals gerechnet hätte.

Auch Chase ist meiner Meinung nach ein guter und lieber Mensch. Er ist da allerdings einer anderen Meinung. Aufgrund einiger seiner vergangenen Entscheidungen verurteilt er sich noch immer. Dazu gehört beispielsweise der Streit mit Jesper, den sie nicht mehr aus der Welt schaffen konnten. Er scheint sehr selbstreflektiert zu sein, sich deshalb allerdings auch nicht leicht zu verzeihen. Dabei ist es vollkommen normal als Teenager bzw. junger Erwachsener auch mal nicht die besten Entscheidungen zu treffen. Spätestens jetzt als Erwachsener ist Chase ein wirklich toller Kerl geworden. Also kein Wunder, dass Hailee es nicht leicht hat sich von ihm fernzuhalten. Zumal er es ihr auch nicht gerade leichter macht. Worauf ich sehr gespannt bin, ist wie es mit Chase und seiner Familie in der Fortsetzung weiter gehen wird. Alle männlichen Mitglieder seiner Familie studieren Architektur und steigen schließlich ins Familienunternehmen ein. Doch dafür hat Chase keinerlei Leidenschaft … er traut sich allerdings nicht dies seiner Familie zu erzählen und sie damit zu enttäuschen.
Zumal sein großer Bruder schon genug Probleme bereitet …

In Fairwood gibt es natürlich noch viele andere großartige Charaktere, die man gerne kennenlernt. Dazu zählen unter anderem die ehemaligen Klassenkameraden von Chase und Jesper. Aber auch kleinere Charaktere wie die meist schlechtgelaunte, aber sehr fürsorgliche Cafébesitzerin oder Jespers Eltern runden das Leseerlebnis erst vollkommen ab.

Falling Fast ist wunderschön geschrieben. Es gibt sehr viele Stellen die so bezaubernd und detailliert beschrieben sind, dass man sich vorkommt, als befinde man sich selbst in Fairwood und nimmt alle Gerüche und Geräusche selbst auf. Persönlich hat mir an dem Buch sehr gut gefallen, dass es so viele Geheimnisse zu entdecken gab! Meist sind Young/New Adult Bücher doch nicht ganz so tiefgründig. Versteht mich nicht falsch, ich liebe dieses Genre und das eben, weil es so eine leichte Lektüre ist. Dennoch hat mich bei Falling Fast begeistert, dass es mal ein New Adult Buch ist, in dem es auch um ernstere Themen geht und sich wirklich mit einem Problem langfristig auseinandergesetzt wird. Großartig fand ich außerdem, dass es nicht nur um Hailee und Chase ging, sondern wir auch viel über die Nebencharaktere und deren Geschichte lernen durften. Auch das Jesper so präsent war und wir mit Hailee zusammen seine Vergangenheit ergründen durften hat mich sehr positiv überrascht.
Der sogenannte ‚Spannungsbogen‘ wie er gerne genannt wird, war hier eher eine lineare Spannungsfunktion. Die Spannung ist im Verlauf des Buchs immer weiter gestiegen bis es sich schließlich zu einem miesen, fiesen Cliffhanger zugespitzt hatte!

Ich kann Falling Fast wirklich nur empfehlen, vor allem wenn ihr Lust auf ein New Adult Buch mit mehr Tiefgang habt.
Kleiner Disclaimer an dieser Stelle: die Handlung ist nicht komplett undurchsichtig. Es gibt einiges, was man durchaus vorhersehen kann.
Für mich persönlich ist das kein negatives Argument bzw. keine Kritik, da ich nicht erwarte, dass ein Buch aus diesem Genre mich vollkommen überrumpelt. Ich möchte es nur erwähnt haben, sollte jemand von euch darauf Wert legen, dass die Wendungen wirklich unvorhersehbar sind. Dies ist allerdings nur meine persönliche Einschätzung, ich habe auch schon gelesen, dass es Leser gab, die nicht damit gerechnet haben, worauf das Buch im Endeffekt hinauslief. Also testet doch einfach euren eigenen Sherlock, wenn ihr Interesse an dem Buch habt ;)

Veröffentlicht am 17.08.2019

Eine süße und unheimlich romantische Geschichte ♥

Perfectly Broken
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Brooklyns Welt ist ein Scherbenhaufen.
Vor fast genau einem Jahr ist ihr, bis dahin, recht perfektes Leben vom einem zum anderen Moment in Tausend Teile zerbrochen. Die große Liebe ihres Lebens ist bei ...

Brooklyns Welt ist ein Scherbenhaufen.
Vor fast genau einem Jahr ist ihr, bis dahin, recht perfektes Leben vom einem zum anderen Moment in Tausend Teile zerbrochen. Die große Liebe ihres Lebens ist bei einem Autounfall verstorben und das genau an ihrem Geburtstag. Der Tag, welcher in wenigen Wochen wiederkehrt.
Seit fast einem Jahr ist sie nun eingesperrt, in der Stadt, in dem Haus, das einst ihnen beiden gehörte. Sie entschließt sich, dass es an der Zeit für eine Veränderung ist. Von heute auf morgen zieht sie von Manchester in das kleine, verschlafene Nest Bedford. Ihre Mutter beschafft ihr einen Job im hiesigen Café, welches der Tochter einer Bekannten gehört. Molly bietet Brookly an, dass sie erst einmal bei ihr unterkommen kann … doch Brooke weiß, dass sie auf lange Sicht etwas Eigenes braucht und macht sich deshalb direkt auf die Suche nach einer Wohnung. Schnell ist eine gefunden, doch der Hacken ist, dass ihr Schlafzimmer durch eine verschlossene Tür mit dem Schlafzimmer des Nachbarn verbunden wäre. Brooklyn ist zunächst unschlüssig, ob sie die Wohnung wirklich nehmen soll, … doch schlussendlich entscheidet sie sich doch dafür. Die Tür ist ja schließlich verschlossen, nicht wahr?

Schnell stellt sich allerdings heraus, dass weniger die Tür, als die dünnen Wände das Problem sein könnte. Es dauert nicht lange bis ihr Nachbar, Chase, mitbekommt, dass es ihr nicht allzu gutzugehen scheint. Kurzerhand beschließt er sie aufzumuntern, indem er ihr ein Stück auf dem Piano vorspielt. Er weiß jedoch nicht, dass er ihr mit genau diesem Stück ihr Herz noch ein bisschen mehr bricht … und was er schon gar nicht weiß, ist das er es in Kürze heilen wird, bevor er es erneut in Millionen Einzelteile zerschmettert. Doch wird er es schaffen Brookes Herz schlussendlich doch für immer wieder zusammenzusetzen?

Wie macht man weiter, wenn man die Liebe seines Lebens verloren hat? Wie erlaubt man sich wieder zu leben, zu lieben, wenn es dem anderen nicht mehr möglich ist? Genau das versucht Brooklyn herauszufinden. Sie versucht weiterzumachen, ein neues Leben zu beginnen … doch gleichzeitig zerfrisst sie jeder Schritt nach vorne innerlich. Sie will sich nicht wirklich gestatten nach vorne zu schauen, wenn Thomas es nicht mit ihr zusammen kann. Es muss furchtbar sein sich schuldig zu fühlen, sobald man auch nur ein klein wenig Glück verspürt. Brooklyn hat mein vollstes Mitgefühl und verdient meiner Meinung nach definitiv wieder glücklich zu werden. Sie ist ein wirklich lieber Mensch, sie versucht mit alledem allein klarzukommen und niemanden zu belasten. Auch, wenn sich sicherlich viele gerne um sie kümmern und ihr helfen würden.

Auch Chase ist ein wirklich unheimlich lieber Mensch. Obwohl er Brooklyn weder richtig kennt, noch ihr je persönlich begegnet ist versucht er alles in seiner Macht Stehende, um ihre Trauer zu vertreiben. Es dauert nicht lange, bis er alles für sie tun würde bzw. um sie glücklich zu erleben. Allerdings ist sie wiederum sehr bemüht ihn auf Abstand zu halten. Dabei wünscht sich Chase nichts mehr als, dass Brooke im sagt warum es ihr so schlecht geht, sodass er ihr den Kummer nehmen kann. Doch wird Brooke das zulassen? Wird sie sich selbst erlauben loszulassen und sich neu zu verlieben?
Und wenn ja wird diese Liebe auch Chase Geheimnis trotzen können?

Wie in vielen Büchern bin ich auch bei Perfectly Broken ganz verliebt in Brooklyns und Chases Beste Freunde! Brooklyn lernt Molly zu Beginn des Buchs kennen. Molly gehört das Café, in welchem Brooklyns Mutter ihr einen Job verschafft hat. Schnell werden die beiden jungen Frauen Freundinnen und auch der Leser lernt Molly und ihren Humor schnell zu lieben. Chases Freund Troy hingegen ist eine Nummer für sich. Er lässt keine Chance aus gegen Chases anfängliche Freundin zu sticheln. Und auch über Chases Interesse zu Brooklyn, welche Chase lange nicht zu Gesicht bekommt, macht sich Troy mehr als einmal lustig. Doch nachdem sich Troy und Brooke später kennenlernen schließen sich auch die beiden gegenseitig ins Herz. Und nicht nur das … bei Mollys und Troys Aufeinandertreffen fliegen direkt die Funken. Ich wäre nicht traurig darüber, wenn uns die Autorin auch über die beiden ein Buch schreiben würde. ?

Der Schreibstil von Perfectly Broken hat mir sehr gut gefallen. Es war wirklich angenehm, leicht und flüssig zu lesen. Ich hatte mich zunächst etwas über die Länge gewundert, 246 Seiten sind ja doch nicht allzu viel. Doch es hat sich als vollkommen ausreichend herausgestellt. Die Handlung war nicht unangenehm überstürzt, sondern hatte ein angemessenes Tempo. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Autorin geschafft hat eine, für mich, sehr unerwartete Wendung einzubauen. Obwohl bereits mehrfach vorher auf Chases Vergangenheit angespielt wurde, hätte ich niemals mit einer solchen Wendung gerechnet! Der Spannungsbogen kann sich also durchaus sehen lassen! Während es zunächst als eine süße, romantische Liebesgeschichte beginnt, spitzt es sich im weiteren Verlauf deutlich zu, sodass man schnell das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Man möchte einfach unbedingt herausfinden wie es mit Chase und Brooke weitergeht.

Ich kann Perfectly Broken wirklich nur jeden ans Herz legen! Ich habe mich total in dieses Buch (und Chase ?) verliebt. Solltet ihr allerdings sehr viel Wert auf Realismus in solchen Geschichten legen, dann würde ich euch vielleicht nahe legen nochmal darüber nachzudenken dieses Buch zu lesen, da es schon recht unrealistisch ist wie die beiden zueinander finden.
Mich stört das allerdings keineswegs. Ich fand es toll eine süße, sehr romantische Geschichte zu lesen, die einem das Gefühl gibt, dass es das Schicksal gibt und manche Menschen einfach einander finden müssen ♥

Veröffentlicht am 15.08.2019

Mein Muss für jeden Fan von wunderschönen und etwas traurigen Liebesromanen ♥

Mein Jahr mit Dir
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Ella ist eine starke, unabhängige junge Frau. Obwohl sie aus Amerika stammt, war schon immer ihr größtes Ziel irgendwann einmal nach Oxford zu gehen. Und nun hat sie es auch erreicht, sie hat eines der ...

Ella ist eine starke, unabhängige junge Frau. Obwohl sie aus Amerika stammt, war schon immer ihr größtes Ziel irgendwann einmal nach Oxford zu gehen. Und nun hat sie es auch erreicht, sie hat eines der heißbegehrten Rhodes-Stipendien ergattert. Doch nicht nur das! Gerade als sie den Flughafen erreicht und einchecken möchte bekommt sie einen Anruf. Sie bekommt das Angebot das Bildungsprogramm für den Wahlkampf einer Präsidentschaftskandidatin zu gestalten. Ella kann ihr Glück kaum fassen, der einzige Wermutstropfen ist, dass sie dazu in Amerika bleiben soll. Doch schnell hat sie Gavin überredet, dass sie das alles auch von Oxford aus schaffen kann. Er stellt allerdings die Bedingung, dass Ella jeder Zeit erreichbar sein muss und nach ihrem akademischen Jahr zurück nach Amerika kommen soll, um fest für sie zu arbeiten, sollte Janet Wilkes tatsächlich Präsidentin werden. Ella stimmt sofort zu. Ihr Plan war so oder so nach diesem Jahr zurückzukehren. Doch das ist so eine Sache mit den Plänen, egal wie lange und ausführlich man plant … am Ende kommt es doch meist ganz anders, als man denkt.

Kurz nach ihrer Ankunft in England schlägt auch direkt der gute, alte Jetlag zu. Trotzdem macht sie sich ausgehungert auf den Weg zum berühmt berüchtigten „Imbiss zum fröhlichen Fisch“. Auf dem Weg dorthin wird sie jedoch fast von einem unaufmerksamen Autofahrer über den Haufen gefahren. Dementsprechend gelaunt kommt sie beim Imbiss zum fröhlichen Fisch an …, als sie dort schließlich auch noch wortwörtlich mit dem besagten Autofahrer zusammenstößt, platzt Ella der Kragen. Sie sagt ihm also gehörig die Meinung und macht sich schlechtgelaunt auf den Rückweg zu ihrer Unterkunft.
Noch schlimmer kann es ja kaum in Oxford losgehen, nicht wahr?
Weit gefehlt – der Kerl aus dem Imbiss stellt sich direkt am nächsten Tag als Ellas Literaturdozent heraus. Sie ist sich ziemlich sicher, dass sie ihn nie im Leben mögen wird. Doch gibt es, da vielleicht noch einiges mehr über Jamie zu erfahren was diese Meinung umwerfen könnte?

Wie bereits erwähnt ist die Protagonistin sehr stark, eigenständig und auch zielstrebig. Sie hat es geschafft ihren Kindheitstraum von Oxford wahr werden zu lassen und das durch ein Stipendium, welches sehr schwer zu ergattern ist. Und als wäre diese Leistung nicht bereits beeindruckend genug wird sie, ohne Bewerbung, bei einer Präsidentschaftskandidatin eingestellt! Zu Beginn des Buchs lernen wir zunächst auch nur diese strebsame, etwas unverfängliche Seite an ihr kennen. Doch im Laufe der Geschichte dürfen wir Ella auch viel verletzlicher kennenlernen. Wir erfahren mehr über ihre Vergangenheit und wie sie diese beeinflusst und geformt hat. Auch, wenn Ella es wahrscheinlich als Letzte erwartet hätte nach und nach beginnt sie sich doch der Liebe zu öffnen. Dieses Character Development hat mir wirklich gut gefallen!

Jamie wirkt zunächst wie ein ziemlicher Mistkerl, er fährt Ella fast über den Haufen, entschuldigt sich beim darauffolgenden Aufeinandertreffen nicht einmal und als Ella für eine Sprechstunde zu ihm geht, trifft sie eine Kommilitonin in seinem Büro an. Doch es dauert nicht lange, bis der Leser merkt, dass das erste Treffen der Beiden nicht ganz Jamies typischen Naturell entspricht. Später im Buch erfahren wir sogar weshalb Jamie sich damals so ungebührlich benommen hatte. Natürlich möchte ich an dieser Stelle nichts vorwegnehmen. Lasst euch einfach selbst von diesem charmanten Engländer verzaubern ?

Und nicht nur die Protagonisten, auch Ellas Freunde haben schnell einen Platz in meinem Herzen gefunden und sorgen für eine Menge Lesespaß. Diese drei bringen einfach so viel Farbe und Humor in das Buch, ich denke, ihr werdet sie schnell genauso lieben lernen wie ich!

Mein Jahr mit Dir beginnt zunächst recht ‚herkömmlich‘. Ella und Jamie gehen zunächst eine lockere ‚Beziehung‘ ein. Dafür gibt es zwei Prämissen:

1. Gefühle sind nicht gewünscht
2. Beide müssen immer ehrlich zum Anderen sein

Und wie es eben so ist, geht diese Abmachung natürlich vollkommen nach hinten los! Relative schnell wird Ella klar, dass Jamie eben nicht ehrlich zu ihr ist. Doch aus ganz anderen Gründen als sie zunächst annimmt.

Mein Jahr mit dir hat schnell an so viel mehr Tiefe und unerwarteten Wendungen zugenommen, dass ich es kaum mehr aus der Hand legen wollte. Es gab so viele wunderschöne, humorvolle und todtraurige Stellen, dass ich jeden der Liebesromane mag dieses ans Herz legen möchte. Vor allem, wenn ihr auch gerne beim Lesen mal feuchte Augen habt. Persönlich hat mir das Ende wirklich unheimlich gut gefallen. Es war für mich sehr überraschend, doch dadurch umso schöner! ♥