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Veröffentlicht am 31.07.2018

Eine Rezension aus Sicht eines Mensch-Wesens

Gork der Schreckliche
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Gork, der Nachkomme des berühmten Dr. Schrecklichs, hat es nicht leicht an der War Wings Akademie für Drachen. Und warum ist das so?
Weil sein Ranking im allgemeinem Vergleich bei Kuschelbär liegt, dass ...

Gork, der Nachkomme des berühmten Dr. Schrecklichs, hat es nicht leicht an der War Wings Akademie für Drachen. Und warum ist das so?
Weil sein Ranking im allgemeinem Vergleich bei Kuschelbär liegt, dass heißt sein Wille zur Macht nicht wirklich existent ist und darüber hinaus sind seine Hörner so winzig, dass man sie fast nicht sieht. Alle Chancen am letzten Tag der Akademie seine Königin zu krönen, stehen scheinbar schlecht und kann Gorks viel zu großes Herz ihm vielleicht helfen?

Meine Meinung:

Das Buch würde ich Genretechnisch als eine Mischung zwischen Fantasy, Scify und Humor einordnen. Es ist zu albern, um als richtigen Fantasybuch zu gelten.
Gabe Hudson hat einen sehr speziellen Schreibstil, der bestimmt nicht jedem gefällt. Gerade zu Anfang gibt es viele neue Wortbildungen, die einem als Leser verwirren können, ich wusste nicht immer gleich was gemeint ist. Was mich bei seinem Schreibstil mehr gestört hat, sind die ständigen Wiederholungen! Zwischendurch habe ich gedacht, wenn da noch einmal "mein schuppiger grüner Arsch" steht, fange ich anzuschreien. Das Buch ist zwar aus Gorks Sicht geschrieben, aber ich fand ihn auf Dauer zu pubertär, gerade weil er als nicht klassischer Drache präsentiert wird, hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht.
Trotz dieser Mankos konnte mich das Buch fesseln und ich wollte immer wissen wie es weitergeht.
Gork, Fribby, Dr. Schrecklich sind weiß Gott keine Stereotypen, was das Buch wiederum sehr interessant macht. Sie sind aus der Sicht von uns Mensch-Wesen extrem merkwürdig und ihr moralischer Kompass um 180 Grad verdreht.
Die Idee hinter dem Buch, ein Buch aus Sicht eines Drachens zu schreiben, war einer der großen Pluspunkte, da ich sehr zum nachdenken angeregt wurde. Für Drachen ist weinen ein Grund zu sterben, sich zu entschuldigen ist so ungefähr das unhöflichste was man machen kann, dagegen ist schrecklich sein angesehen und wird bewundert. Bei diesen komplett anderen Vorstellungen von Anstand, habe ich mich gefragt, woher kommen eigentlich unsere eigenen Vorstellungen von Moral und sind sie nicht eigentlich sehr willkürlich!?

Fazit:

Definitiv kein Buch für Kinder, obwohl das Cover sehr niedlich wirkt. Für Leser, die mal etwas ganz anderes Lesen wollen und vielleicht einen derberen Humor haben!

Veröffentlicht am 18.05.2018

Mäßiger Reihenauftakt

Vicious Love
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Emilia LeBlanc musste wegen ihm alles aufgeben und ihre Heimat und ihre Familie verlassen. Jahre später hat sie sich ein neues Leben in New York aufgebaut, als er auf einmal wieder auftaucht! Er ist Barron ...

Emilia LeBlanc musste wegen ihm alles aufgeben und ihre Heimat und ihre Familie verlassen. Jahre später hat sie sich ein neues Leben in New York aufgebaut, als er auf einmal wieder auftaucht! Er ist Barron Spencer, meist nur Vicious genannt, dessen Name wirklich Programm ist, wird ihr Leben mal wieder gehörig auf den Kopf stellen.

Meine Meinung:

Die Autorin schreibt sehr angenehm und ihr Stil ist sehr flüssig zu lesen. Auch die Zeitsprünge hat sie sehr gut in die Geschichte eingebaut und alles wird sehr stringent erzählt.
Die Geschichte armes Mädchen trifft reichen bösen Bad Boy ist nicht wirklich neu, aber ihre Umsetzung war ganz passabel. Die Autorin hatte einige Wendungen in petto.
Die Charaktere des Buches haben es mir leider sehr schwer gemacht. Am Anfang mochte ich Emilia und ihre Art noch sehr, ich konnte mich leicht mit ihr identifizieren. Leider hat sie im Verlaufe des Buches keine wirkliche Entwicklung durchgemacht und ich konnte ihre Handlungen vor allem im Bezug auf Vicious nicht nachvollziehen. Ich hätte mir von ihr mehr Charakter und Stärke gewünscht.
Nun kommt meine größte Schwierigkeit mit diesem Buch: Vicious. Ein Charakter der mir von der ersten bis zu letzten Seite unsympathisch und zu dem ich gar keine Verbindung aufbauen konnte. Im ersten Teil dachte ich mir noch, ok er ist ein Aˋˋˋˋ und wird sich verändern, leider blieb er eins. Daher konnte ich mich auch gar nicht für die Liebesgeschichte zwischen den beiden Erwärmen, da ich immer nur dachte -Emilia nimm jemand besseren-.
Auch Vicious schwierige Vergangenheit hat mich vollkommen kalt gelassen und ich konnte nicht einmal Mitleid mit ihm aufbringen
Alles in allem konnte ich keine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen, was mein ganzes Verhältnis zu dem Buch stark beeinträchtigt hat.
Fazit:
Ganz nett geschriebenes Buch, dem aber vor allem ein wirklich unsympathischer Protagonist dazwischen kommt!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Geschichte
Veröffentlicht am 23.08.2017

Jessie steht Kopf

Das unglaubliche Leben der Jessie Jefferson
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Jessie's Leben hat sich ganz schön verändert, sie lebt jetzt bei ihrem Rockstar Vater in der Stadt der Engel. Aber zum Glück hat sie dort auch schon eine ganze Menge Freunde gefunden, die ihr zu Seite ...

Jessie's Leben hat sich ganz schön verändert, sie lebt jetzt bei ihrem Rockstar Vater in der Stadt der Engel. Aber zum Glück hat sie dort auch schon eine ganze Menge Freunde gefunden, die ihr zu Seite stehen. Und dann ist da ja auch noch ihr heimlicher Freund Jack, mit dem sie auch eigentlich total glücklich ist, würde ihr nicht immer noch ihr Exfreund Tom im Kopf rum spuken.


Fazit:
Als dritter Teil einer Triologie kann man positiv anmerken, dass es keinen fürchterlichen Cliffhanger gibt und die wichtigsten Fragen beantwortet werden. Die meisten Charaktere sind sympathisch und handeln nach vollziehbar. Es gibt da 1, 2 Ausnahmen die man vielleicht zu flach gehalten hat, aber dies hat nicht wirklich gestört.
Man konnte der Geschichte folgen und es gab einige Stellen, wo man auch als Leserin sehr gerührt wurde und man ein paar Mal schlucken musste. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass dem Ganzen ein wirklich dramatischer Höhepunkt fehlt, es plätschert alles ein bisschen dahin und als Leserin habe ich noch einen "Oh je"-Moment erwartet.
Alles in allem ist es aber ein ganz nett geschriebener Teenie/Liebesroman und eignet sich gut für zwischendurch.

Veröffentlicht am 02.11.2021

Leider eher mau

Das Zeitalter der Drachen
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Ich hatte mich so auf das neue Buch von Jenny-Mai Nuyen gefreut und meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich abholen, obwohl der Klappentext so verheißungsvoll ...

Ich hatte mich so auf das neue Buch von Jenny-Mai Nuyen gefreut und meine Erwartungen waren dementsprechend hoch. Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich abholen, obwohl der Klappentext so verheißungsvoll war.

Meine Meinung:

Das Cover ist mir eine bisschen zu düster gehalten, fand ich aber nicht schlimm, da es ja eindeutig zum Titel passt. Auch die Grundidee des Buches hat mir sehr gefallen. Ich mag Drachen, Zwerge und Elfen sehr gerne in meinen Geschichten und kann nie genug von ihnen bekommen. Auch die Erklärungen wie die Drachen entstanden sind und warum fand ich schlüssig und spannend. Allgemein hat die Autorin einen angenehmen Schreibstil und die Kapitel konnte ich einfach so weg lesen. Das eigentliche Problem war aber, dass ich das Buch einfach nicht in die Hand nehmen und weiterlesen wollte. Es hat mich einfach nicht gereizt und ich habe für meine Verhältnisse eine halbe Ewigkeit gebraucht um es endlich zu beenden.

Mein größtes Problem mit dem Buch waren eindeutig die Perspektivenwechsel. Ich dachte die Geschichte würde sich vor allem um Nireka drehen und vielleicht ab und zu Einblicke in die Vergangenheit geben. Letztendlich aber ist man immer wieder von Nirekas Perspektive in die Vergangenheit gesprungen und dort wurde dann die komplette Geschichte von Aylen erzählt. Häufig war es auch nicht 1 Kapitel Nireka 1 Kapitel Aylen, sondern eher 1 Kapitel Nirkea und 3 Kapitel Aylen. Dadurch kam ich nie wirklich in die Geschichte rein und konnte mich auch nie wirklich für Nireka erwärmen, da ich immer das Gefühl hatte, dies wäre eher Aylens Geschichte als Nirekas. Ich glaube, die Autorin hätte sich für eine der beiden Geschichten entscheiden sollen und hauptsächlich diese erzählen sollen. Somit wurde für mich häufig auch Spannung weggenommen, da vieles bis ins kleinste Detail erklärt wurde und überhaupt keine Geheimnisse übrig blieben.

Eine andere Sache, die mich nicht ganz umgehauen hat, war die Liebesgeschichte im Buch. Mit dieser konnte ich einfach nichts anfangen, da ich sie von Anfang an nicht nachvollziehen konnte und mir wäre es lieber gewesen sie wäre ganz weggelassne worden.

Fazit:

Ich würde dem Buch allgemein 2,5 Sterne geben, die ich aber auf 3 aufrunden werde. Die Grundidee war eine gute, aber das Springen zwischen den Geschichten und Zeiten hat die Geschichte für mich spannungslos gemacht.

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Zu wenig Emotionen

Die letzte Tochter von Versailles
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Dieses Buch zu lesen hat mich einige Zeit und Mühe gekostet. Immer wenn ich es gerade gelesen habe hat es mich gut unterhalten. Aber ich hatte nie das Bedürfnis oder den Drang es in die Hand zu nehmen ...

Dieses Buch zu lesen hat mich einige Zeit und Mühe gekostet. Immer wenn ich es gerade gelesen habe hat es mich gut unterhalten. Aber ich hatte nie das Bedürfnis oder den Drang es in die Hand zu nehmen und musste mich immer wieder dazu zwingen.
Erst einmal möchte ich anmerken, dass der Klappentext im inneren des Buches massiv spoilert. Da erfährt man eigentlich schon die gesamten 500 Seiten, ich habe ihn erst nach der Hälfte des Buches gelesen (nur aus Neugier) und wurde dann trotzdem noch gespoilert...
Das Cover finde ich ein bisschen langweilig, da es aussieht wie jeder historische Roman, der um eine Frau geht. Immer ist es eine Frau von hinten. Dahingegen finde ich den Titel sehr ansprechen und passend zum Inhalt gewählt.
An sich mag ich Eva Stachniaks Schreibstil, ich habe vorher schon andere Bücher von ihr gelesen, aber bei diesem Buch hat mich die Distanziertheit zu einigen Figuren gestört. Der erste Teil des Buches wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und besonders die Perspektive von der vermeintlichen Protagonistin Véronique hat mir gar nicht gefallen. Die Autorin hat eigentlich nie die Gefühle von ihr beschrieben, sodass ich als Leserin nie wirklich mitfühlen konnte. Der Protagonistin sind viele schlimme und einschneidende Dinge passiert ohne dass sie je irgendeine Emotion gezeigt hat. Ich hatte immer das Gefühl, sie lässt sich das einfach alles gefallen und interessiert sich nicht wirklich für ihr Schicksal. Selbst als schreckliche oder traurige Sachen im Buch passiert sind, waren sie mir relativ egal, da ich mich nie wirklich mit den Figuren angefreundet habe. Auch im zweiten Teil blieb mir die Protagonistin und ihre Gefühle ein Rätsel und ich konnte mich einfach nicht für sie und ihr Schicksal erwärmen. In der Geschichte sind viele interessante historische Sachen passiert, neu leider hat die Autorin es nicht geschafft mich für sie zu begeistern. Eine Sache, die die Autorin aber gut gemacht hat waren die realistischen Beschreibungen der damaligen Zustände (der Gestank, die Hygiene usw.). Wirklich eine Zeit in der ich auf keinen Fall leben möchte.

Fazit:
Die Autorin hat sehr distanzierte und emotionslose Charaktere erschaffen, die mich leider gar nicht für sich einnehmen konnten. Letztendlich hat mich dieses Buch sehr enttäuscht und ich geben 2,5 Sterne.

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