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Veröffentlicht am 27.11.2018

humorvolle Lektüre für zwischendurch, um das Leben nicht immer so verbissen ernst zu nehmen

Man muss auch mal loslassen können
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Das Buch handelt von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Jede einzelne von ihnen gelangt an einen Punkt in ihrem Leben, an dem es ihrer Meinung nach nicht mehr schlimmer geht. ...

Das Buch handelt von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Jede einzelne von ihnen gelangt an einen Punkt in ihrem Leben, an dem es ihrer Meinung nach nicht mehr schlimmer geht. Todkrank, vom Verlobten betrogen und finanzieller Ruin. Das sind drei Einzelschicksale, die uns mit diesen Frauen begegnen. Jedes für sich ein Grund, um im Leben keinen Sinn mehr zu sehen und eine Agentur aufzusuchen, die einem bei seinem letzten Plan im Leben hilft. Sie kamen alleine zur Agentur, versuchten jedoch gemeinsam, sich das Leben zu nehmen. Wenn dabei nicht nur immer wieder etwas schief gehen würde. Lacher garantiert!

Der Schreibstil der Autorin ist sehr erfrischend, insbesondere, weil er auf jede Protagonisten abgestimmt ist und sich in er Wortwahl und Ausdrucksweise widerspiegelt. Das hat mir besonders gefallen und hat es mir auch beim Auseinanderhalten der Personen einfach gemacht. Der Humor in diesem Buch kommt auch nicht zu kurz und brachte mich an vielen Stellen zum Schmunzeln und Lachen. Wirklich gelungen!

Das Buch ist eine humorvolle Lektüre für zwischendurch, die zeigt, dass am tiefsten Punkt im Leben auch wieder aufwärts geht, wenn man die richtigen Leute an seiner hat und alles nicht zu verbissen ernst nimmt.

Veröffentlicht am 28.10.2018

Ein Krimi im Drogenmillieu, dessen Sprachstil leider viel kaputt gemacht hat

Dreckiger Schnee
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Inhalt:
Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester:
Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten ...

Inhalt:
Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester:
Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen, soll sie wiederfinden. Seine Suche auf den nächtlichen Straßen Manchesters führt ihn in einen Sumpf von Drogen und Gewalt: Offenbar setzt ein mächtiger Dealer minderjährige Mädchen, sogenannte 'Sirenen', als Drogen-Kuriere ein, und nicht nur eine von ihnen ist verschwunden. Aidan Waits dämmert, dass Isabelle mit voller Absicht untergetaucht ist, um ihr Leben zu retten. Und auch sein eigenes hängt am seidenen Faden.

Ein zwielichtiges Spiel in den Grauzonen des Gesetzes beginnt. Aidan Waits muss aufs Ganze gehen, um die Wahrheit herauszufinden, und stößt dabei auf ein Geflecht dunkler Machenschaften.

Meine Meinung:

Von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten mit der Sprache und den ganzen Begriffen aus dem Drogenmilieu klar zu kommen. Mir kamen viel zu viele Fragen auf, auf die ich mir zeitnah eine Antwort gewünscht hätte, um dem Buch besser folgen zu können. Hinzu kam, dass so viele Namen im Spiel waren, dass ich oft nicht wusste, wer jetzt wer ist und wer zu wem gehört. Die plötzlichen Gedanken- und Zeitsprünge haben es nicht besser gemacht.

Vom inhaltlichen Aspekt her, fand ich die Geschichte schon besser. Die erste Hälfte erschein mir etwas fad und ich wurde so gar nicht warm mit Aidan, dem Hauptprotagonisten, und konnte seinen Entscheidungen nicht folgen. In der zweiten Hälfte jedoch wurde es spannender. Erst da kam ich so langsam mit den Vernetzungen zurecht und Aidan hat endlich mal angefangen wie ein Polizist zu denken und zu ermitteln. Vorher war er eher wie ein Schluck Wasser in der Kurve, jederzeit kurz vorm Absturz.

Im letzten Drittel kommt dann die geballte Ladung an Auflösungen, die man erstmal zuordnen und verdauen muss. Dennoch bin ich am Ende des Buches mit Fragen zurückgelassen worden, die mir nicht schlüssig waren.

Mein Fazit:
Sprachstil 1 von 5 Sternen
Story 4,5 von 5 Sternen

Insgesamt leider nur 2,75 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 14.09.2018

Lotte und ein neues Leben in London.. zwischen Presse und dem Alltag

Lotte / Lotte in London
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Inhalt:


Charlotte und ihre Tochter ziehen nach London, zum Star und Geliebten Tom Donoghue, der sie schon sehnlichst erwartet. Dafür gibt Charlotte ihr Leben, ihren Job, ihre Freunde und ihre Wohnung ...

Inhalt:


Charlotte und ihre Tochter ziehen nach London, zum Star und Geliebten Tom Donoghue, der sie schon sehnlichst erwartet. Dafür gibt Charlotte ihr Leben, ihren Job, ihre Freunde und ihre Wohnung in Deutschland auf, um an der Seite ihres geliebten Toms zu sein. Doch das Leben in London entspricht so gar nicht ihren Erwartungen. Sie wird immer noch von der Presse verfolgt, das Haus, das Tom für sie gekauft hat, ist kleiner als sie dachte, ihr fällt die Decke auf den Kopf und Tom ist monatelang unterwegs wegen seiner Filmdrehs. So hat sich Lotte das nicht ausgemalt...

Meine Meinung:

!!ACHTUNG SPOILER!!!


Vorab: Ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen, aber laut Autorin, ist dies auch nicht unbedingt notwendig, um mit dem Inhalt des dritten Buches mitzukommen.
Direkt am Anfang wird man in die Situation von Charlotte hineingeworfen, wie sie den Überflug nach England angeht. Sie ist miesgrämig und von allen genervt, ganz besonders von der Presse. Denn sie hatte erwartet, dass sie mit dem Umzug auch die Presse in Deutschland hinter sich gelassen hatte. Man würde meinen, dass sie sich mittlerweile dran gewöhnt haben muss, wenn sie mit einem Star liiert ist, der sie wohl auch schon seit zwei Bänden begleitet. Doch sie lässt ihre Laune auch an Tom aus, der sie mit aller Freundlichkeit begrüßt und alles Erdenkliche tut, um sie bei Laune zu halten. Doch sie lässt alles abprallen. Und so verläuft es auch das ganze Buch lang: Charlotte hat an allem was zu meckern: Das Haus ist zu klein, die Paparazzi nerven, an allem sei Thomas schuld.. er wäre nie da, sie würde sich langweilen, ihre Tochter Regan wäre eingesperrt durch die Paparazzi. Sie versucht zwar eine Aufgabe für sich zu finden, indem sie einen Job in der Bibliothek annimmt, aber auch dies hat sie nicht mit Tom abgesprochen und aus einer trotzigen Laune heraus einfach so selbst in Angriff genommen. Als Tom mit ihr eine Lösung finden möchte, schaltet sie auf stur und nörgelt wieder nur an allem rum...

Mir fiel es wirklich schwer durch das Buch zu kommen. Denn es hat mich ungeheuerlich genervt, dass Lotte nur an allem zu meckern hatte. Die ersten 80% des Buches ist, meiner Meinung nach, auch nichts spannendes passiert. Über den Ort des Geschehens, nämlich London, hat man kaum etwas erfahren. Es hätte jeder beliebige Ort auf der Welt sein können. Da hätte ich mir ein wenig mehr Einbindung bzw. Verknüpfungen gewünscht.
Die letzten 20% haben die Spannung dann um ein Minimum erhöht.
Das was in den ersten 80% gezogen wurde, wurde in den letzten 20% viel zu schnell erzählt. Mir waren die Zusammenhänge, warum Regan dann doch auf die Schule gegangen ist, nicht so ganz klar. Außerdem: was hat Tom und Charlotte am Ende doch umgestimmt und wieder zueinander geführt? Die Therapie? Das ging mir dann doch alles zu schnell, was vorher so episch breit zum Niedergang geführt wurde.

Fazit:

Manchmal ist weniger mehr. Der Niedergang hätte etwas kürzer , dafür aber der Aufstieg und das vermeintliche Happy End ausführlicher gefasst werden könne. Auch ein bisschen Einsicht aus Charlottes Sicht wäre schön gewesen, anstatt immer draufzuhauen.
Mit hat das Buch deshalb leider nicht überzeugt, da ich durch die Antipathie wirklich zu kämpfen hatte das Buch zu beenden.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Kein Highlight, aber dennoch ganz gut

The House - Du warst nie wirklich sicher
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Inhalt
Als Jack und Syd den Zuschlag für das Haus kriegen, können sie ihr Glück kaum fassen. Denn es waren wirklich viele Bewerber bei der Besichtigung und haben mit Sicherheit ein viel höheres Gebot abgegeben. ...

Inhalt
Als Jack und Syd den Zuschlag für das Haus kriegen, können sie ihr Glück kaum fassen. Denn es waren wirklich viele Bewerber bei der Besichtigung und haben mit Sicherheit ein viel höheres Gebot abgegeben.
Doch jetzt sind sie die Eigentümer. Sie wollten es unbedingt haben, als Basis für ihre Liebe, ihre gemeinsame Zukunft. Jeder hat sein Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen und nun möchten sie das alles hinter sich lassen.
Nachdem Syd die kleine Elsie trifft, die das gleiche wie Syd als Kind zu erleben scheint, geschehen eigenartige Dinge. So lange, bis eine Leiche hinter dem Haus gefunden wird. Erst dann nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Meine Meinung

Als aller erstes muss ich den neuartigen Schreibstil loben! Das Buch ist wie eine Art Tagebuch von Syd und Jack geschrieben, wo sie auf das vorhergeschriebene teilweise eingehen, als wäre es ein Dialog. So habe ich es noch nie gelesen.
Die Charaktere sind schwierig. Man wird nicht richtig warm mit ihnen. Wahrscheinlich ist es auch so gewollt, um das Geschehen aus der Distanz betrachten und sich ein eigenes Urteil bilden zu können. Syd ist geprägt von ihrer Kindheit: Ein Monster als Vater und Drogenkonsum. Jack hingegen wurde von seinen Eltern nie ernst genommen und immer noch wie ihr kleiner Junge behandelt, dessen Liebe zu Syd sie nicht nachvollziehen können. Doch die Liebe zwischen Syd und Jack ist der Halt für beide, um das alles nicht an sich ranzulassen.

Zum Inhalt und der Handlung muss ich sagen, dass ich im ersten Drittel etwas genervt war. Dem Leser wurden immer nur kleine Andeutungen vor die Nase geworfen und das Thema dann abrupt wieder gewechselt. Danach hat es sich geändert und es kam etwas Spannung in die Handlung. Die hat sich bis zum Ende mal mehr, mal weniger gehalten. Und das Ende habe ich dann gar nicht erwartet! Z-O

Abschließend muss ich den Titel etwas kritisieren. Nach dem Klappentext und der Leseprobe erwartet man eine Horrorgeschichte über das Haus. Doch das täuscht. Das Haus stellt eher eine Schlüsselfunktion in der Story dar, die von einem Geschehen zum nächsten führt.

Fazit

Das Buch ist zwar kein Highlight, aber dennoch ganz gut. Auch wenn das Buch einen etwas irreführenden Klappentext hat und es keine Horrorgeschichte über ein Haus ist, ist sie dennoch gut. Das Ende kommt dann unerwartet.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Psychologie
  • Erzählstil
  • Spannung
Veröffentlicht am 06.09.2018

kurzweilig, aber unterhaltsam

Liebe ist so scheißkompliziert
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Inhalt:
Nele ist 1,90m und hat genau einen Freund in der Schule: ihren kiffenden Nachbar, Tom. Trotz ihrer Übergröße scheint sie in der Schule unsichtbar zu sein. Bis zu dem Zeitpunkt, als nach einer ...

Inhalt:
Nele ist 1,90m und hat genau einen Freund in der Schule: ihren kiffenden Nachbar, Tom. Trotz ihrer Übergröße scheint sie in der Schule unsichtbar zu sein. Bis zu dem Zeitpunkt, als nach einer Party ein Video von ihr im Internet kursiert, wo sie mit dem beliebtesten Jungen der Schule, Jerome, rummacht und oben ohne im Bett liegt.
Doch wer hat das Video gedreht? Eigentlich kann es nur Jerome selbst gewesen sein. Doch Nele ahnt, dass da mehr dahinter steckt, als sie bis jetzt weiß.

Meine Meinung:

Zu allererst muss ich den Schreibstil von Sabine Schoder loben! Das Buch liest sich wirklich flüssig und entlockte mir durch den lockeren und humorvollen - ja schon sarkastischen - Schreibstil so manches Schmunzeln und Lachen. Es hat die Story um einiges aufgewertet!

Die Protagonisten waren ausgearbeitet und hatten eine Geschichte zu erzählen. Ganz besonders Jerome. Ich hätte mir bei Nele, Lea und Tom jedoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, um sie noch besser zu verstehen. Denn ich konnte nicht jede Handlung bzw. Nicht-Handlung von ihnen nachvollziehen. Da waren mir einige Reaktionen etwas zu locker bzw. unglaubwürdig.

Die Story greift wichtige Themen wie Mobbing, Sexting, Drogen, Suizid und erste Liebe auf, die im Alter ab 14 Jahren Realität sind. Viele Jugendliche sprechen vielleicht nicht darüber, was wirklich zu schwerwiegenden Entscheidungen führen kann. Deshalb finde ich es wichtig, dass es Bücher, wie dieses gibt, die solche Probleme thematisieren.

Fazit:

Ein unglaublich witziger und mitreißender Schreibstil, der viele Lacher verspricht und die schweren Themen etwas auflockert.
Ausgearbeitete Protagonisten, die eine nicht allzu tiefgründige Story zu erzählen haben (bis auf Jerome).
Einen Stern Abzug gibt es, weil es mir am Ende dann doch alles etwas zu schnell ging und die schweren Themen ein wenig tiefgründiger hätten sein können. Ansonsten ist es ein wunderbares kurzweiliges Buch, das man gerne liest.