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Veröffentlicht am 28.10.2018

Ein Krimi im Drogenmillieu, dessen Sprachstil leider viel kaputt gemacht hat

Dreckiger Schnee
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Inhalt:
Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester:
Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten ...

Inhalt:
Der erste Fall für Detective Aidan Waits in Manchester:
Isabelle Rossiter, die Tochter eines einflussreichen Politikers, ist von zu Hause ausgerissen. Detective Aidan Waits, bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen, soll sie wiederfinden. Seine Suche auf den nächtlichen Straßen Manchesters führt ihn in einen Sumpf von Drogen und Gewalt: Offenbar setzt ein mächtiger Dealer minderjährige Mädchen, sogenannte 'Sirenen', als Drogen-Kuriere ein, und nicht nur eine von ihnen ist verschwunden. Aidan Waits dämmert, dass Isabelle mit voller Absicht untergetaucht ist, um ihr Leben zu retten. Und auch sein eigenes hängt am seidenen Faden.

Ein zwielichtiges Spiel in den Grauzonen des Gesetzes beginnt. Aidan Waits muss aufs Ganze gehen, um die Wahrheit herauszufinden, und stößt dabei auf ein Geflecht dunkler Machenschaften.

Meine Meinung:

Von Anfang an hatte ich Schwierigkeiten mit der Sprache und den ganzen Begriffen aus dem Drogenmilieu klar zu kommen. Mir kamen viel zu viele Fragen auf, auf die ich mir zeitnah eine Antwort gewünscht hätte, um dem Buch besser folgen zu können. Hinzu kam, dass so viele Namen im Spiel waren, dass ich oft nicht wusste, wer jetzt wer ist und wer zu wem gehört. Die plötzlichen Gedanken- und Zeitsprünge haben es nicht besser gemacht.

Vom inhaltlichen Aspekt her, fand ich die Geschichte schon besser. Die erste Hälfte erschein mir etwas fad und ich wurde so gar nicht warm mit Aidan, dem Hauptprotagonisten, und konnte seinen Entscheidungen nicht folgen. In der zweiten Hälfte jedoch wurde es spannender. Erst da kam ich so langsam mit den Vernetzungen zurecht und Aidan hat endlich mal angefangen wie ein Polizist zu denken und zu ermitteln. Vorher war er eher wie ein Schluck Wasser in der Kurve, jederzeit kurz vorm Absturz.

Im letzten Drittel kommt dann die geballte Ladung an Auflösungen, die man erstmal zuordnen und verdauen muss. Dennoch bin ich am Ende des Buches mit Fragen zurückgelassen worden, die mir nicht schlüssig waren.

Mein Fazit:
Sprachstil 1 von 5 Sternen
Story 4,5 von 5 Sternen

Insgesamt leider nur 2,75 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 26.04.2018

Manchmal muss man es bei dem zweiten Teil belassen..

Mein Herz in zwei Welten
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Inhalt:

„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“ Das waren die Worte von Will an sie, nachdem er von ihr gegangen war. Und nun traut ...

Inhalt:

„Trag deine Ringelstrumpfhosen mit Stolz. Führe ein unerschrockenes Leben. Fordere dich heraus. Lebe einfach.“ Das waren die Worte von Will an sie, nachdem er von ihr gegangen war. Und nun traut Lou sich endlich und nimmt den Job in New York an, den Nathan ihr vermittelt hat. New York ist nicht zu vergleichen mit London. Lou versucht sich in dem neuen Land einzuordnen und zu sich selbst zu finden, zu dem, was Louisa Clark wirklich will. Ungeachtet der Bedürfnisse der anderen, ist sie mithilfe von NY auf dem Weg zu sich selbst. Mit Hürden und unerwarteten Schicksalsschlägen, lässt sie sich nicht unterkriegen und kämpft weiter. Erreicht sie am Ende das, was sie will? Und welche Rolle wird Will in diesem dritten Band noch für sie spielen?

Meine Meinung:

SPOILER

In Band 1 und Band 2 hat Jojo Moyes ihr Feingefühl für schwierige Themen gezeigt und mit viel Raffinesse und einem flüssigem Schreibstil eine so wunderbare und durchdachte Handlung gezaubert, dass der Leser nicht anders konnte, als die Bücher zu verschlingen. Und obwohl ich bis jetzt alles Bücher von Jojo Moyes geliebt habe, lässt der dritte Teil, meiner Meinung nach, leider zu wünschen übrig.
Ich finde die Handlung nicht spannend, es ist eher ein hin und her und eher monoton als dramatisch. Man plänkelt von einer Situation zur anderen und ab und zu wieder zurück zu den Bekannten Protagonisten in London. Es findet nur kurz eine Überschneidung mit den beiden Welten statt, als Sam auf Josh trifft. Das wars dann aber auch schon. Dadurch, dass so viele neue Charaktere eingeführt werden, bleiben sie für mich nur oberflächlich angeschnitten und man erfährt immer nur ein bisschen über jeden. Ein wenig von Agnes, ein wenig von Mr. Gopnik, ein wenig von Ashok, ein wenig von Josh, ein wenig mehr von Mrs. DeWitt (aber auch nicht sonderlich viel außer ihrer Karriere bei der Modezeitschrift und ihrem Sohn). Das Ende ist ebenfalls ab einem gewissen Punkt vorhersehbar, ohne dass noch Zweifel daran bestehen.
Die schönste Stelle an diesem Buch war, als Treena an Weihnachten Eddie mit zu ihren Eltern gebracht hat und die Reaktion ihres Vaters darauf. Bei dem Rest musste ich mich wirklich zusammenreißen, um das Buch nicht wieder wegzulegen. Schade.

Fazit:
Frau Moyes hätte es bei dem zweiten Buch belassen sollen. Denn die ersten beiden Teile haben sich super ergänzt und hatten noch etwas zu erzählen. Der dritte Teil weckte das Gefühl, dass man zwanghaft versuchte eine Geschichte aus den Fingern zu saugen, der Fortsetzung willen. Es gab keine großen Höhepunkte, sondern eher eine Erzählung über Lou's Leben in New York. Leider mit wenigen spannenden Momenten.
Da die Erwartungen an das dritte Buch hoch waren, enttäuscht es umso mehr, dass es nicht annähernd an die ersten beiden Bücher herankam. Sehr sehr schade!

Veröffentlicht am 13.02.2021

Solide Grundidee mit viel Luft nach oben

Schwarzer Jasmin
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Der Klappentext des Buches hatte mich begeistert, da ich selbst als Sozialarbeiterin mit Flüchtlingen tätig bin. Deshalb habe ich mir erhofft, mich an einigen Stellen wiederfinden zu können und ...

Der Klappentext des Buches hatte mich begeistert, da ich selbst als Sozialarbeiterin mit Flüchtlingen tätig bin. Deshalb habe ich mir erhofft, mich an einigen Stellen wiederfinden zu können und etwas aus dieser Story für mein Berufsfeld mitnehmen zu kennen.

Ich habe das Buch bei der Hälfte leider abgebrochen, da ich mich mit der Story zurückgelassen gefühlt habe. Der Schreibstil ist gut, jedoch der Aufbau und der Zusammenhang der einzelnen Geschichten ist mir zu lange zu weit auseinander. Es ist eine Erzählung von vielen kleinen Schicksalen, die am Ende wahrscheinlich zusammenlaufen, wo mir die Schnittpunkte zwischendurch gefehlt haben.

Die verschiedenen Charaktere sind in der Idee gut, aber mMn nicht tief genug ausgearbeitet, sodass sie nur oberflächlich angerissen werden. Hier fehlte mir mehr Lebensgeschichte und -erfahrungen, die erzählt werden.

Der von mir gelesene Teil beschreibt eine gute Idee, ist für mich jedoch nicht ausreichend ausgearbeitet, um das Buch zu Ende zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2018

Eine Liebesgeschichte mit schöner Grundidee und viel Vorhersehbarem

Für immer auf den ersten Blick
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!!ACHTUNG SPOILER!!

Inhalt:

Anna besitzt eine Gabe, die sie mit 7 Jahren das erste Mal wahrnahm. Sie kann nämlich sehen, welche Menschen für einander bestimmt sind. Weil sie selbst an die Liebe glaubte, ...

!!ACHTUNG SPOILER!!



Inhalt:



Anna besitzt eine Gabe, die sie mit 7 Jahren das erste Mal wahrnahm. Sie kann nämlich sehen, welche Menschen für einander bestimmt sind. Weil sie selbst an die Liebe glaubte, machte sie aus ihrer Gabe einen Beruf und gründete eine Partnervermittlungsagentur, in der sie ihren Klienten hilft den oder die Richtige zu finden.
Sie selbst ist nach 5 Jahren Beziehung Single. Bei der Adventsfeier ihrer Eltern begegnet sie jedoch einem alten Freund, zu dem der Kontakt mit 14 Jahren abgebrochen ist. Und so lebt die Freundschaft wieder auf ...

Meinung:



Der Schreibstil ist flüssig, locker und einfach zu folgen. Es lässt sich somit gut lesen.
Ich bin zwar gut in die Handlung reingekommen, doch leider konnte mich die Erzählung nicht wirklich mitreißen. Die anfängliche Begeisterung, wo über Annas Gabe geschrieben und erzählt wird, wie sie diese von ihrem Großvater geerbt hat, wurde im weiteren Verlauf leider immer geringer.
Es waren mir persönlich zu viele Nebenhandlungen, die der Handlung keinen Abbruch getan hätten, wenn man sie weggelassen hätte. So z.B. der Auftritt von Gregor oder die Fahrt zu Rita und Elisabeth nach dem Streit mit Benjo. Anna hätte auch von selbst drauf kommen können, dass ihr Handy aus war. Außerdem sind die meisten Handlungen vorhersehbar und schnell abgehandelt, was der Spannung nicht zugute kommt.
Im Mittelteil hat mir somit einfach der durchgehende rote Faden gefehlt. Annas Gabe hätte in dem Punkt mehr Aufmerksamkeit bekommen müssen, so bleibt die Gabe Nebensache und wird in einigen Szenen nur Mittel zum Zweck. Schade.
Denn die Idee ist wirklich wunderschön und der Klappentext weckt viele Erwartungen, die in der Umsetzung leider nicht so gut gelungen sind.


Das Ende hat die Spannung wieder minimal angehoben, nachdem Anna bei der alten Dame untergekommen ist und sie ihr von ihrer eigenen Gabe erzählt hat. Diese Stelle war meine Lieblingsstelle im Buch.


Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde gelesen.

Veröffentlicht am 14.09.2018

Lotte und ein neues Leben in London.. zwischen Presse und dem Alltag

Lotte / Lotte in London
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Inhalt:


Charlotte und ihre Tochter ziehen nach London, zum Star und Geliebten Tom Donoghue, der sie schon sehnlichst erwartet. Dafür gibt Charlotte ihr Leben, ihren Job, ihre Freunde und ihre Wohnung ...

Inhalt:


Charlotte und ihre Tochter ziehen nach London, zum Star und Geliebten Tom Donoghue, der sie schon sehnlichst erwartet. Dafür gibt Charlotte ihr Leben, ihren Job, ihre Freunde und ihre Wohnung in Deutschland auf, um an der Seite ihres geliebten Toms zu sein. Doch das Leben in London entspricht so gar nicht ihren Erwartungen. Sie wird immer noch von der Presse verfolgt, das Haus, das Tom für sie gekauft hat, ist kleiner als sie dachte, ihr fällt die Decke auf den Kopf und Tom ist monatelang unterwegs wegen seiner Filmdrehs. So hat sich Lotte das nicht ausgemalt...

Meine Meinung:

!!ACHTUNG SPOILER!!!


Vorab: Ich habe die vorherigen Bände nicht gelesen, aber laut Autorin, ist dies auch nicht unbedingt notwendig, um mit dem Inhalt des dritten Buches mitzukommen.
Direkt am Anfang wird man in die Situation von Charlotte hineingeworfen, wie sie den Überflug nach England angeht. Sie ist miesgrämig und von allen genervt, ganz besonders von der Presse. Denn sie hatte erwartet, dass sie mit dem Umzug auch die Presse in Deutschland hinter sich gelassen hatte. Man würde meinen, dass sie sich mittlerweile dran gewöhnt haben muss, wenn sie mit einem Star liiert ist, der sie wohl auch schon seit zwei Bänden begleitet. Doch sie lässt ihre Laune auch an Tom aus, der sie mit aller Freundlichkeit begrüßt und alles Erdenkliche tut, um sie bei Laune zu halten. Doch sie lässt alles abprallen. Und so verläuft es auch das ganze Buch lang: Charlotte hat an allem was zu meckern: Das Haus ist zu klein, die Paparazzi nerven, an allem sei Thomas schuld.. er wäre nie da, sie würde sich langweilen, ihre Tochter Regan wäre eingesperrt durch die Paparazzi. Sie versucht zwar eine Aufgabe für sich zu finden, indem sie einen Job in der Bibliothek annimmt, aber auch dies hat sie nicht mit Tom abgesprochen und aus einer trotzigen Laune heraus einfach so selbst in Angriff genommen. Als Tom mit ihr eine Lösung finden möchte, schaltet sie auf stur und nörgelt wieder nur an allem rum...

Mir fiel es wirklich schwer durch das Buch zu kommen. Denn es hat mich ungeheuerlich genervt, dass Lotte nur an allem zu meckern hatte. Die ersten 80% des Buches ist, meiner Meinung nach, auch nichts spannendes passiert. Über den Ort des Geschehens, nämlich London, hat man kaum etwas erfahren. Es hätte jeder beliebige Ort auf der Welt sein können. Da hätte ich mir ein wenig mehr Einbindung bzw. Verknüpfungen gewünscht.
Die letzten 20% haben die Spannung dann um ein Minimum erhöht.
Das was in den ersten 80% gezogen wurde, wurde in den letzten 20% viel zu schnell erzählt. Mir waren die Zusammenhänge, warum Regan dann doch auf die Schule gegangen ist, nicht so ganz klar. Außerdem: was hat Tom und Charlotte am Ende doch umgestimmt und wieder zueinander geführt? Die Therapie? Das ging mir dann doch alles zu schnell, was vorher so episch breit zum Niedergang geführt wurde.

Fazit:

Manchmal ist weniger mehr. Der Niedergang hätte etwas kürzer , dafür aber der Aufstieg und das vermeintliche Happy End ausführlicher gefasst werden könne. Auch ein bisschen Einsicht aus Charlottes Sicht wäre schön gewesen, anstatt immer draufzuhauen.
Mit hat das Buch deshalb leider nicht überzeugt, da ich durch die Antipathie wirklich zu kämpfen hatte das Buch zu beenden.