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Veröffentlicht am 03.07.2018

Hörbuch-Rezension

Dream Maker - Sehnsucht
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Das Hörbuch enthält die ungekürzte Lesung mit Sven Macht (er spricht den Hauptdarsteller) und Alicia Hofer (sie spricht erst ab Track 59 nur wenig Text in der Rolle der Skylar Page).
Im Mittelpunkt steht ...

Das Hörbuch enthält die ungekürzte Lesung mit Sven Macht (er spricht den Hauptdarsteller) und Alicia Hofer (sie spricht erst ab Track 59 nur wenig Text in der Rolle der Skylar Page).
Im Mittelpunkt steht die Company International Guy, die seit 5 Jahren im Geschäft ist.
Parker Ellis, Erzähler des Romans, ist der Chef und der Dreammaker, Bo ist der Lovemaker, Royce der Moneymaker. Den 3 geht es nur um Frauen, Geld, Macht.
Zu beginn erfährt man viel von Parkers Jugend und Beginn, bis er sein Geschäft aufbaut.
Die drei Männer sind im Prinzip gewiefte Berater auf hohen Niveau, manchmal sind sie fast männliche Edelhuren. Zusätzlich bringen sie ihre Klientinnen, alles Frauen in Machtpositionen, auf Vordermann. Ich empfinde das als unrealistisch. Bo und Royce spielen kaum eine Rolle, Parker steht durchgehend im Mittelpunkt.

Ihre neueste Kundin ist die reiche Sophie in Paris. Sie soll als Geschäftsführerin besser aufgebaut werden.
Parker ist von ihr sofort total aufgegeilt und beginnt bald eine Beziehung mit ihr.

Wie Sophie charakterisiert wird, verwundert mich. Sie wirkt einfach nicht glaubhaft.

Die nächste Kundin wird eine bekannte Schauspielerin in der Krise. Hier wird es intensiver und auch langsam besser.
Die späteren wenigen Szenen, die aus der Perspektive von Skylar “Birdy” Page geschildert sind, gefallen mir besser als die mit Parker. (Mich wundert aber die Unausgewogenheit der Sprecher).
Wobei die paar Passagen mit Wendy, der Assistentin der International Guy, auch ganz amüsant sind.

Schließlich kommt die nächste Kundin in Kopenhagen, eine Prinzessin. Stöhn!

Ich gehöre nicht unbedingt zu der Zielgruppe des Romans, aber dennoch kann ich neutral sagen, dass das Buch wirklich primitiv geschrieben ist. Mich irritiert auch die Selbstgerechtigkeit des Machos Parkers. Dann ist das Buch auch zu lang, die dünne Story trägt diese Länge nicht.

Der Roman ist sehr amerikanisch, wird vermutlich sehr erfolgreich und zeigt damit letztlich den kulturellen Niedergang der USA.

Veröffentlicht am 24.06.2018

zerfasert

Fake
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Von Anfang an besticht James Rayburn durch sein Talent, äußerst lebendige Szenen zu schreiben und Spannung aufzubauen.

Seit 4 Jahren schon ist Catherine Finch, die amerikanische Ärztin, in Syrien von ...

Von Anfang an besticht James Rayburn durch sein Talent, äußerst lebendige Szenen zu schreiben und Spannung aufzubauen.

Seit 4 Jahren schon ist Catherine Finch, die amerikanische Ärztin, in Syrien von der IS gefangen. Ein schreckliches Schicksal! Jetzt steht die Chance an, freigelassen zu werden.
Aber dann wird sie bei einem Drohnenangriff getötet. Aber stimmt das wirklich? Als Leser fragt man sich bei einem so raffinierten Politthriller natürlich, was ist Sein, was Schein?
Der Autor lässt es sich auch nicht nehmen, die Schwächen seiner Figuren zu zeigen, z.B. Catherines Ehemann Richard nutzt die Entführung aus, um sich zu bereichern.

Tragende Rollen spielen weitere Figuren, wie z.B. der Ex-CIA Pete Town und seine Frau Ann, dann noch Kip Littlefield, Dudley Morse etc.
Mich störte es ein wenig, das es so viele Figuren gab, die meisten aber durchschnittlich und eindimensional wirkten. Dennoch sind sie wohl nicht so unrealistisch.

Es ist ein harter, moderner Politthriller, der darunter leidet, dass er mit der Zeit in der Handlung zu sehr zerfasert und nicht vorankommt. Als Leser fühlt man sich schließlich frustriert und auch enttäuscht.
Mir persönlich hat auch das Ende nicht gefallen und ich habe die Erkenntnisse, dass mir so reißerische, moderne Thriller zu unmenschlich sind.

Veröffentlicht am 20.04.2018

fade

Das Meer löscht alle Spuren
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Der Roman ist sicher nicht schlecht, aber er bleibt doch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das liegt zum einen daran, dass die geweckte Erwartung, dass es um einen iranischen Flüchtling geht, nicht ...

Der Roman ist sicher nicht schlecht, aber er bleibt doch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das liegt zum einen daran, dass die geweckte Erwartung, dass es um einen iranischen Flüchtling geht, nicht erfüllt wird. Aber auch an der relativ schwachen Hauptfigur, der Journalistin Nora Sand, die dann doch zu offensichtlich an das große Vorbild Annika Bengtzon von Liza Marklund angelehnt ist. Doch mit der kann Nora Sand nicht mithalten, sie ist nicht so tough, dafür gefühlvoller.
Leider ist “Das Meer löscht alle Spuren” schon Teil 2 einer Reihe, ohne dass der Leser das so ohne weiteres erkennen konnte. Wie Nora mit Andreas zusammengekommen ist, erfährt man nicht, aber eine große Lovestory spüre ich hier nicht. Eher laue Gefühle und Beziehungsfrust!

Der Roman ist relativ fade geschrieben, mit schwachen Dialogen und sprachlich limitiert.
Der Kriminalfall ist zu konstruiert und kann nicht faszinieren.
Ich kann das Buch nicht empfehlen!

Veröffentlicht am 21.02.2018

konnte mich nicht begeistern

The Bartender
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The Bartender vom Autoren-Duo Piper Rayne ist ein Liebesroman, der sehr auf das körperlich setzt. Gefühlsmäßig bleibt es sehr auf der Oberfläche.
Der Roman ist offenbar der Beginn einer Reihe von Romanen ...

The Bartender vom Autoren-Duo Piper Rayne ist ein Liebesroman, der sehr auf das körperlich setzt. Gefühlsmäßig bleibt es sehr auf der Oberfläche.
Der Roman ist offenbar der Beginn einer Reihe von Romanen um die drei Freundinnen Whitney, Thalia und Lennon in San Francisco. Dieser Schauplatz war der Hauptgrund, warum ich den Roman lesen wollte, obwohl ich eigentlich nicht zur Zielgruppe gehöre. Leider machen die Autorinnen zu wenig aus der Lokation, die Handlung könnte im Prinzip überall ablaufen. Schade, da wurde eine Chance verschenkt. Zum Vergleich: Samantha Young hat mit ihrem Edinburgh Love Stories den Schauplatz einen höheren Stellenwert eingeräumt.
Eigentlich lässt sich Piper Rayne mehr mit Autoren wie Samantha Beck vergleichen.
Whitney ist die Icherzählerin. Sie ist erst vor kurzen in die Stadt zurückgekehrt und lässt sich mit dem angeblichen Barmann Cole ein. Klar, dass es zwischen den beiden sofort zündet. Eigentlich wollte ich die explizit beschriebenen Szenen zwischen den beiden überspringen. Das kürzt den ohnehin nicht langen Roman doch glatt um ein Drittel.

Der Roman konnte mich nicht begeistern. Die Dialoge wirken aufgesetzt, immer auch ein wenig zu laut. Es mangelt an Zwischentönen, die gerade in Liebesromanen so wichtig sind. Die Handlung ist hauchdünn und oberflächlich, die Figuren oberflächlich und der Ton zwischen ihnen banal.

Veröffentlicht am 14.10.2020

Niveaulos

Der Erste von uns
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„Der erste von uns“ ist ein Roman, der eigentlich über einen Verlust gehen sollte, der dann doch nicht erkennbar ist.
Man ist fassungslos über ein so unfassbar schwaches Buch. Auf jeder Seite Sätze zum ...

„Der erste von uns“ ist ein Roman, der eigentlich über einen Verlust gehen sollte, der dann doch nicht erkennbar ist.
Man ist fassungslos über ein so unfassbar schwaches Buch. Auf jeder Seite Sätze zum Fremdschämen.

„Und was?“ bellte Rolf…

„Trotzdem frage ich mich manchmal“ plapperte Rolf drauflos…

„Armin seufzte langanhaltend“

„Ich muss mal pinkeln“

„Es platzte aus ihm heraus wie Eiter aus einem Pickel“

„Ich verstehe nicht ganz“ piepste Gundula kläglich.

usw.

So ein niedriges Niveau kannte ich bisher nicht! Man ist beim Lesen peinlich berührt.
Was ist das für ein Verlag, der so etwas veröffentlicht?

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