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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2019

Wunderschön, ergreifend, Taschentuchalarm

A Thousand Boy Kisses - Poppy und Rune für immer
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Ich hatte einen süße und harmlose Lovestory erwartet und hätte nie erwartet, dass es so eine Geschichte wird. Wer soll das denn auch ahnen, wenn Poppy doch "nur" 1000 Jungsküsse sammeln will?

Die Geschichte ...

Ich hatte einen süße und harmlose Lovestory erwartet und hätte nie erwartet, dass es so eine Geschichte wird. Wer soll das denn auch ahnen, wenn Poppy doch "nur" 1000 Jungsküsse sammeln will?

Die Geschichte von Poppy und Rune zu erzählen ohne zu spoilern ist extrem schwierig und deswegen werde ich hier nicht weiter auf die Handlung eingehen. Eins ist aber sicher, es ist eine Geschichte hinter der so viel mehr steckt, als man alleine vom Klappentext oder zu Beginn des Buches erwartet.
Es ist eine Geschichte über die eine wahre Liebe, Küsse, die das Herz fast zerspringen lassen und Momente, die selbst den Leser*innen den Atem rauben. Es ist keine Geschichte, die leicht dahinplätschert oder oberflächlich ist. Die Story ist unfassbar ergreifend und hat mich mehr als an einer Stelle zum nachdenken gebracht.

Bei mir laufen schon öfter mal Tränen, wenn ich lese, aber noch nie zuvor saß ich schluchzend und völlig sprachlos vor einem Buch und brauchte auch nach dem Ende einen Moment um wieder klar zu kommen.

Mich hat bei diesem Buch nicht nur die Geschichte der beiden Protagonisten berührt, sondern auch die Botschaft dahinter. Es ist lehrreich für jeden Einzelnen. Der Autorin ist hier wirklich ein ganz besonderes Buch gelungen. Für mich die schönste und zugleich traurigste Geschichte, die ich bisher gelesen habe.

Veröffentlicht am 16.07.2019

Gute Idee, aber schwache Umsetzung

Die Erlöserin
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Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Dies hat meine Meinung dazu nicht beeinflusst, aber mich davon abgehalten dieses Buch abzubrechen.

Die Geschichte wird in sehr kurzen Kapiteln aus ...

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Dies hat meine Meinung dazu nicht beeinflusst, aber mich davon abgehalten dieses Buch abzubrechen.

Die Geschichte wird in sehr kurzen Kapiteln aus der Sicht von Catherine (Die Erlöserin) sowie Jake, Natalie und deren Onkel erzählt.
Catherine betreibt im Darknet eine Agentur für Frauen, die ihrem Leben entfliehen wollen. Bei Jake und Natalie handelt es sich um die Kinder der Frau, bei der sie einen Fehler gemacht hat. Nun treffen ihre Leben wieder aufeinander. Für mich eine Idee, die viel Potenzial für einen guten Thriller hat.

Die extrem kurzen Kapitel und den ständigen Perspektivenwechsel fand ich beim lesen anstrengend und kam nie wirklich in einen Lesefluss rein. Zudem gibt es extrem viele Nebenstränge und Gedankeneinschübe aus dem Leben der Protagonisten, die auf mich etwas chaotisch wirken und mich immer wieder "raus gebracht" haben.

Während in dem Leben sämtlicher Protagonisten Chaos herrscht, plätschert der Hauptstrang mehr oder weniger vor sich her und es passiert wenig. Im letzten Viertel kommt zwar endlich Spannung auf, aber diese wird nicht gehalten und flacht bereits nach nur wenigen Seiten wieder ab. Zu dem Ende hatte ich meine Vermutung, die sich dann später auch bestätigt hat. Jedoch muss ich ehrlich zugeben, dass ich den Grund nicht in der Form vorhergesehen habe.

Obwohl mir der Tiefgang und die Spannung gefehlt hat, möchte ich der Autorin jedoch, dass sie in ihrem Buch auch sensible Themen anspricht. Aber allein das macht für mich keinen guten Thriller aus. Für mich wurde hier eindeutig Potenzial für einen guten Thriller verschwendet.

Veröffentlicht am 04.07.2019

Dieses Buch ist mehr als großartig

Wie die Stille unter Wasser
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Wir lernen Maggie May als junges, quirliges und lebensfrohes Mädchen kennen. Verschossen in den besten Freund ihres Stiefbruders und überzeugt ihn eines Tages zu heiraten, Tochter eines wundervollen Vaters ...

Wir lernen Maggie May als junges, quirliges und lebensfrohes Mädchen kennen. Verschossen in den besten Freund ihres Stiefbruders und überzeugt ihn eines Tages zu heiraten, Tochter eines wundervollen Vaters und einer liebevollen Stiefmutter und on top hat sie zwei neue Stiefgeschwister. Maggie May ist ein glückliches Kind, bis zu diesem Tag. Sie erlebt ein schreckliches Trauma und ab diesem Tag hat sie keine Stimme mehr. Maggie spricht nicht mehr, verlässt das Haus nie und leidet unter schlimmen Panikattacken.

Im Teeniealter kämpft Maggie nicht nur mit ihren Ängsten, sondern auch mit Anfeindungen ihrer Stiefschwester und der Verzweiflung ihrer Eltern. Doch sie hat ihren Anker, Brooks, der beste Freund ihres Stiefbruders. Brooks sieht Maggie, versteht sie und aus kindlicher Verliebtheit und Freundschaft wird die große Liebe zwischen Beiden.
Doch reicht Liebe aus oder ist es manchmal besser die Liebe gehen zu lassen?

Es war, wie bei allen Büchern der Autorin, sehr einfach in das Buch rein zu kommen und der Schreibstil ist gewohnt flüssig und mitreißend. Die Zeitsprünge (insgesamt geht das Buch über ca. 20 Jahre) sind überraschend gut gelungen und ich hatte nicht einen Moment das Gefühl etwas verpasst zu haben in dem Leben der Protagonisten.
Die Charaktere der Protagonisten haben mich begeistert. Alle haben ihre guten und schlechten Seiten, Hochs und Tiefs in ihrem Leben, entwickeln sich weiter, aber egal wie sie gehandelt oder sich entschieden haben, ich konnte jeden Einzelnen immer verstehen und habe mitgefühlt. Gefühle sind übrigens das Stichwort zu diesem Buch, ich habe beim Lesen Unmengen an Taschentüchern gebraucht. Es waren aber nicht nur die besonders schönen oder herzzerreißenden Momente in dem Buch. Dieses Buch bringt einen auch selbst zum nachdenken und hinterfragen.

Ich finde dieses Buch mehr als großartig und habe es geliebt. Es ist emotional, ohne kitschig zu sein und traurig, ohne zu dramatisiere - ein absolut großartig gelungener Balanceakt.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Überraschend gut - nichts für schwache Nerven

River of Violence
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Als Tochter eines Bandenanführers wächst Harley in einer Welt voll Gewalt, Kriminalität und Verlusten auf. Das Ziel ihres Vaters ist klar, Harley soll eines Tages sein Erbe übernehmen und genau dazu erzieht ...

Als Tochter eines Bandenanführers wächst Harley in einer Welt voll Gewalt, Kriminalität und Verlusten auf. Das Ziel ihres Vaters ist klar, Harley soll eines Tages sein Erbe übernehmen und genau dazu erzieht er sie. Seine zahlreichen Lektionen und ihre Erlebnisse machen sie zu einer Frau, die nicht nur gefährlich, sondern auch extrem klug ist. Sie ist bereit das Erbe anzutreten, auch wenn sie dafür alles in Schutt und Asche legen muss...

"River of Violence" gehört zu den Büchern, die ich völlig unterschätzt habe. Erwartet habe ich einen maximal soliden Thriller, der auch für jüngere Leser geeignet ist. Hier habe ich mich völlig geirrt!
In "River of Violence" wird nicht lange gefackelt, sondern es geht sofort zur Sache und das Buch beginnt mit dem Mord, den Harley als 8-jährige beobachtet. Der Schreibstil ist klar und unverblümt, die Autorin verschont keinen Charakter vor Gewalt und so war ich nie sicher, wen es als nächstes trifft.

Die Geschichte wird aus Sicht von Harley erzählt und wechselt immer zwischen Rückblicken und der Gegenwart. Mir hat diese Mischung extrem gut gefallen, weil ich so verstehen konnte, wie sie geworden ist, wie sie ist und wie ihre Welt ist. Die Story ist schnell, die Spannung durch die ganzen Ereignisse sehr gut aufgebaut und mich hat das Buch ab der 1. Seite gefesselt.

Harley ist für mich eine starke Protagonistin, die sich in dieser Männerwelt gut behauptet. Obwohl sie kriminell und gewaltbereit ist, hat sie Werte, die sie vertritt, steht für ihre Freunde ein und beschützt Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind in ihrem eigenen Frauenhaus. Sie war für mich ein interessanter Charakter. Das Wort sympathisch halte ich hier jedoch für völlig unangebracht.

"River of Violence" hat mich überzeugt und ist auf keinen Fall für Menschen mit schwachen Nerven geeignet.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Ein schöner Roman mit wenig Suchtpotenzial - schön für zwischendurch

Die Prinzessinnen von New York - Scandal
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Elizabeth und Diana Holland leben in der New Yorker Oberschicht des viktorianischen Zeitalters und haben offensichtlich ein Leben wie in einem Märchen, doch der Schein trügt gewaltig, denn eines haben ...

Elizabeth und Diana Holland leben in der New Yorker Oberschicht des viktorianischen Zeitalters und haben offensichtlich ein Leben wie in einem Märchen, doch der Schein trügt gewaltig, denn eines haben alle Protagonisten gemeinsam, sie verfolgen ausschließlich ihre eigenen Ziele und sind bereit Viel dafür zu tun, um diese durchzusetzen. Es ist eine Welt voller Lügen, Intrigen und Eifersucht in der die beiden Schwestern leben. Eine Welt der unerfüllten Liebe, verbotenen Beziehungen und einem Leben, dass durch die Mutter bestimmt wird.

Während Elizabeth stets darauf bedacht ist den Schein zu wahren und sich vorbildlich zu verhalten, fällt ihre Schwester Diana besonders durch ihre „wilde Art“ auf und gibt wenig auf die Regeln und gesellschaftlichen Zwänge der High Society. Obwohl ich die beiden Schwestern zwar mochte, irgendwie bin ich mit ihnen nicht so richtig warm geworden. Dafür ist es mir überhaupt nicht schwer gefallen, die intrigante Freundin Penelope und das Dienstmädchen Lina zu verabscheuen. Diese Beiden haben sich für mich zu wahren „Hasscharakteren“ entwickelt, aber waren auch diejenigen mit der meisten Kontur. Die anderen Charaktere, gerade die Männer, hatten für mich insgesamt zu wenig Kontur und waren schlichtweg langweilig.

Ich habe bei diesem Buch länger als üblich gebraucht um rein zu kommen und flüssig lesen zu können, da der Schreibstil an die damalige Zeit angepasst ist. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, war es für mich aber okay und ich konnte wie gewohnt lesen. Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte wechselnd aus der Sicht verschiedener Protagonisten erzählt wird, sich so nach und nach das Puzzle zusammengesetzt hat und man die Beziehung der Personen zueinander aus beiden Blickwinkeln kannte.
Das Buch ist ein historischer Roman, wobei ich vermute, dass hier nicht alle Fakten korrekt sind. Leser*innen die darauf Wert legen, könnten sich daran stören, mir war es aber völlig egal. Die Geschichte entwickelt sich relativ langsam und mir persönlich passiert gerade am Anfang zu wenig. Es ist dennoch nicht langweilig, aber es wäre noch Luft nach oben gewesen. Zwischendurch gibt es immer wieder einige Wendungen oder Hintergrundinfos, die mich mal mehr und mal weniger überrascht haben. Es hat aber auf jeden Fall meinen Geschmack getroffen, dass es nicht gradlinig und vorhersehbar war. Schade fand ich jedoch, dass ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, mir würden Informationen fehlen, um der Szene die Bedeutung geben zu können, die sie haben sollte (ich will hier nicht spoilern und verkneife mir daher hierzu die Details). Das Ende von dem Buch kommt relativ plötzlich, war mir eine Spur zu abgehackt und endet mit einem Cliffhanger, der Lust auf den nächsten Band der Reihe macht.
Wer, aufgrund des Kommentars am Anschluss des Klappentextes, Intrigen und Skandale nach Gossip Girl Art erwartet, liegt falsch und ich empfehle hier wirklich vorab die Leseprobe zu lesen. Es ist insgesamt ein schöner Roman und ich habe das Buch gerne gelesen. Suchtpotenzial hatte dieses Buch für mich jedoch nicht, da ich mit keinem der Protagonisten richtig warm geworden bin und es mir insgesamt an Emotionen und Tiefgang gefehlt hat.