Cover-Bild Chaos Walking - Der Roman zum Film

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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: cbt
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 11.01.2021
  • ISBN: 9783570313084
Patrick Ness

Chaos Walking - Der Roman zum Film

Petra Koob-Pawis (Übersetzer)

Exklusive Roman-Ausgabe zum Kino-Highlight

Todd Hewitt ist der letzte Junge seiner Heimatstadt. Und diese Stadt ist anders. In ihr gibt es keine Frauen. Nur Männer. Und jedermann hört die Gedanken aller anderen. Rund um die Uhr. Es gibt kein Privatleben. Es gibt keine Geheimnisse. Oder doch? Nur einen Monat vor dem Geburtstag, der auch ihn zum Mann machen wird, stolpert Todd unvermutet über einen Ort, an dem absolute Stille herrscht. Und dort trifft er ein Mädchen. Doch das ist unmöglich. Oder haben ihn alle ein Leben lang belogen? Todd kommt einem ungeheuerlichen Geheimnis auf die Spur. Und nun bleibt ihm nur eines: um sein Leben zu rennen …

Verfilmung durch Lionsgate (»Tribute von Panem«, »Divergent«) mit internationaler Starbesetzung: Daisy Ridley (»Star Wars«), Tom Holland (»Spiderman«), Nick Jonas (»Jumanji«), Mads Mikkelsen (»Hannibal«), David Oyelowo (»Selma«).

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2021

Der Stil konnte etwas milde stmmen

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Meinung
Chaos Walking war ein für mich sehr schwieriger Titel.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, aber obwohl ich mir diese und deren Umstände gut vorstellen konnte schaffte ich es keinen Bezug ...

Meinung
Chaos Walking war ein für mich sehr schwieriger Titel.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, aber obwohl ich mir diese und deren Umstände gut vorstellen konnte schaffte ich es keinen Bezug zu ihnen aufzubauen. Die Emotionen blieben auf der Strecke und es kamen eher nur die negativen Gefühle zum Ausdruck. Es gab den ein oder anderen Moment bei den ich ein Gefühl von Freude oder Wertschätzung erwartet hätte, aber dies blieb leider fern.

Der Stil des Autors ist bildlich und es wird hohen Wert auf das Umfeld des Geschehens und die Umstände gelegt. Zudem ist die Sprache gut gewählt und fügt sich gut in das Alter der Protagonisten ein. Ebenso war das Buch trotz der Schwächen angenehm zu lesen.

Die Handlung war für mich wie eine Höhle ohne Ende. Es kam gefühlt nie Spannung auf und auch, wenn die Seiten wie gefühlt im Flug vergangen sind fehlte mir das Gefühl von Nervenkitzel sehr. Es ist schwierig zu beschreiben, aber kennt ihr das Gefühl, wenn man sich auf etwas riesig freut und dann 1000 Päckchen auspacken muss, bis man da ran kommt? So erging es mir hier. Gegen Ende fühlte ich mich merklich wohl und auch der Schluss, welcher einen fiesen Cliffhänger bereit hielt konnte mich zufrieden stellen. Das drumherum wirkte allerdings auf mich eher schwach.

Fazit
Von der Rezension her könnte man meinen, dass es ein totaler Flop gewesen wäre, aber die Idee und auch der Schreibstil von Patrick Ness konnte mich doch ein wenig milde stimmen. Aus diesem Grund 3.5 von 5 Sternen ❤

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2021

Brutal, vulgäre Sprache, aber sehr spannendes Lesevergnügen

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Ich bin ehrlich gesagt nur zufällig auf das Buch gestoßen, als ich bei YouTube den Filmtrailer gesehen habe. Dadurch habe ich dann das Buch bei dem Verlag entdeckt und fand den Klappentext sehr interessant!

Das ...

Ich bin ehrlich gesagt nur zufällig auf das Buch gestoßen, als ich bei YouTube den Filmtrailer gesehen habe. Dadurch habe ich dann das Buch bei dem Verlag entdeckt und fand den Klappentext sehr interessant!

Das Cover ist jetzt nicht ganz so meins, da ich Gesichter auf Cover nicht mag, aber es ist ja andererseits auch das Buch zum Film, weshalb das Cover doch schon passt. Was ich besonders cool finde, ist, dass Tom Holland und Daisy Ridley die Protagonisten verkörpern!

Ich muss an dieser Stelle kurz anmerken, dass ich nicht sehr oft, schon eher sehr selten, Bücher von männlichen Autoren lese, da ich den Schreibstil meist gewöhnungsbedürftig finde. Aber in diesem Buch fand ich den Schreibstil tatsächlich sehr einfach zu lesen und ich bin sehr schnell durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil ist außerdem fesselnd, atmosphärisch und sehr vulgär. Das mag den einen oder anderen vielleicht stören, das hat es mich auch erst, aber es hat auf eine Art und Weise sehr gut zu der Geschichte und dem Protagonisten Todd gepasst, aus dessen Sicht auch die Geschichte erzählt wird. Die Kapitel haben eine gute Länge: nicht zu kurz und nicht zu lang.

Der Start in das Buch fiel mir nicht ganz so leicht, da ich erstmal mit dem Schreibstil klarkommen musste. Wie man schon aus dem Klappentext entnehmen kann, hören Männer gegenseitig ihre Gedanken. Das wurde gut in dem Schreibstil widergespiegelt, da der Autor hier immer wieder viele zusammenhanglose Wörter aus dem Kontext einbaut, wenn der Protagonist zum Beispiel auf einen anderen Mann trifft oder sogar auf ein Tier. Die Umsetzung von der Idee hat mir gut gefallen und ich fand es im ganzen Buch über sehr gelungen.  Zudem gibt es keinerlei Frauen in Prentistown, wo das ganze zu Anfang spielt. Trotz dem gibt es da dieses eine Mädchen, Viola,  auf das Todd trifft. Zusammen machen sie sich auf in ein Abenteuer. 

Das ganze Buch über konnte ich eigentlich nicht aufhören zu lesen, da mich die Geschichte richtig packen konnte. Man fiebert und kämpft zusammen mit Todd ums Überleben und nach und nach kommt man einer Wahrheit auf die Spur und erfährt immer nur Bruchteile. Dadurch wollte ich immer weiterlesen und erfahren, wie es weiter geht. Für mich waren die Story Elemente mal eine tolle Abwechslung, die zudem auch echt spannend gestaltet war. Allerdings wurde es an vielen Stellen sehr brutal, wenn es ums Kämpfen ging. Wer also schon keine Brutalität und vulgäre Sprache mag, sollte das Buch lieber wieder an die Seite legen.

Der Leser taucht in eine neue Welt ein, kann sie zusammen mit dem Protagonisten erkunden und erfährt viele Details, was Männer eigentlich denken, wenn sie meinen, niemand könnte seine Gedanken lesen. Es gibt viele Kämpfe, und leider auch viel rum Gerenne. Das ist leider mein Kritikpunkt an dem Buch, auch wenn es wahrscheinlich nicht zu vermeiden war bei der Story. Aber egal was passiert ist, irgendwie sind die Protagonisten immer von einem Ort zum anderen gerannt, um dann aufs neue verfolgt zu werden und die ganzen anderen Menschen zu verscheuchen, die dort Leben. Es gab immer den gleichen Ablauf von Geschehnissen, wodurch sich vieles wiederholt hat, ohne, dass es mal ein Ende gab. Das hat mir beim Lesen an einigen Stellen den Spaß geraubt.

Vor allem bis Todd mal die Wahrheit erfährt, dauert es auch fast bis zum Ende des Buches. Es kam immer was dazwischen, wenn er gerade die Wahrheit erfahren sollte. Das ist bestimmt zwei oder drei mal passiert, was mich etwas gestört hat. Das kam für mich leider gezwungen rüber, um das ganze noch in die Länge zu ziehen. Trotzdem wollte ich immer weiterlesen und das konnte mich nicht daran hindern, endlich die Wahrheit zu erfahren. Das dachte sich Todd wahrscheinlich auch ^^.

Insgesamt hat mir die Idee und Umsetzung, der Plot und der Schreibstil aber gut gefallen. Vor allem das Ende lässt einen ganz schön sprachlos zurück. Ich hätte am liebsten direkt weitergelesen!

Todd, der bald 13 wird und somit zum Mann, schlägt sich tapfer durch die Welt. Er schreckt vor fasst nichts zurück, außer einen Menschen zu töten. Genau das macht ihn zu einem eigentlich sympathischen Charakter, wenn er nicht immer plötzliche Wutausbrüche bekommen würde. Plötzlich schreit er los, schlägt mit Schimpfwörtern um sich, aber er kann auch nett und hilfsbereit sein. Das stellt er immer wieder unter Beweis, als er sich mit Viola auf ein Abenteuer begibt.

Viola, die am Anfang eher zurückhaltend und schüchtern ist, taut nach und nach in der Gegenwart von Todd auf. Sie ist ein sympathischer Charakter gewesen, der aber unter anderen Umständen auf diesem Planeten gelandet ist und somit auch eine andere Vergangenheit hat, die man nach und nacherfährt.

Zusammen stehen die beiden einiges durch und nehmen trotzdem alles irgendwie auf die leichte Schulter, als wäre das nichts für sie. Viola und Todd sind, davon abgesehen, aber ein tolles Team, das sich gegenseitig hilft und unterstützt. Ihre Freundschaft, die langsam entsteht, ist wirklich schön.

Die Bösen in dieser Geschichte, die Todd unbedingt auf ihre Seite ziehen wollen, sind gewiss sehr brutal und würden alles machen, um Todd in die Finger zu bekommen. Das hat einerseits mit dem Geheimnis zu tun, das Todd an seinem 13. Geburtstag erfahren würde und andererseits, warum es keine Frauen gibt. Den Bösen in der Geschichte hätte ich direkt am Anfang schon am liebsten das Buch gegen den Kopf geworfen, da sie mich echt zornig gemacht haben ^^. Trotzdem war es ein tolles Lesevergnügen zwischen den Bösen und den Unschuldigen.

Fazit:

Ein toller Jugendroman, der Sci-Fi inspiriert ist, und den Leser mit einer guten Umsetzung der Idee und einer spannenden Story fesseln kann. Der Schreibstil ist sehr vulgär und an einigen Stellen auch brutal, was vielleicht nicht jedermanns Sache ist, aber dadurch dem Leser eine zu dem Buch passende Atmosphäre gibt. Das Buch überzeugt mit seiner abwechslungsreichen Idee und den jungen Protagonisten. Viola und Todd schlagen sich tapfer durch und lassen sich nicht unterkriegen. Für mich ein tolles Team als Protagonisten. Das Buch kann ich auf jeden Fall denjenigen Lesern empfehlen, die nichts gegen Brutalität in Büchern haben und Sci-Fi inspirierte Geschichten mögen! 

4/5🌟

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2021

Eine neue Buchliebe

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"Alles auf diesem Planeten spricht zueinander. Einfach alles. Das ist es, was New World ausmacht: Informationen, immerzu, nie versiegend, ob du willst oder nicht." - Ben

In Todd Hewitts Heimatstadt ist ...

"Alles auf diesem Planeten spricht zueinander. Einfach alles. Das ist es, was New World ausmacht: Informationen, immerzu, nie versiegend, ob du willst oder nicht." - Ben

In Todd Hewitts Heimatstadt ist es laut. Ein Krankheitserreger forderte das Leben aller Frauen, doch die Männer hören seit dem ihre Gedanken. Alle Gedanken. Keine Geheimnisse. Oder? Kurz vor Todds Geburtstag, der ihn traditionell zum Mann machen sollte, entdeckt Todd einen Ort voller Stille und er entdeckt ein Mädchen. Er muss erfahren, dass es in einer Stadt voller Lärm und Gedanken doch Geheimnisse geben kann. Und er muss um sein Leben rennen...

Ich freu mich so sehr, eine so positive Rezension schreiben zu dürfen, gleichzeitig habe ich mich etwas darum gedrückt. Denn jetzt muss ich mich wieder mit dem Buch auseinander setzen und nur so viel: Ich hab's geliebt und es tat weh!

"Der Krieg ist ein Ungeheuer. Krieg ist ein Teufel. Wenn er erstmal sein Maul öffnet, dann frisst und frisst und frisst er immer weiter. Krieg macht aus ganz normalen Menschen Ungeheuer." - Ben

Zu Beginn fällt auf jeden Fall der Schreibstil auf. Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Todd geschrieben und spiegeln dabei seine Gedanken wieder. Dadurch sind die Sätze oftmals länger, wirken abgehakt oder wiederholen sich, je nach Todds Gefühlslage. Da ist etwas gewöhnungsbedürftig und vielleicht ist das nicht jedermanns Geschmack, aber mir gefällt das sehr gut! Dadurch kommen Todds Gefühle richtig gut zur Geltung und ich habe mich mit ihm gefreut und vor Allem mit ihm gezweifelt und gelitten.

Auch Todd selbst ist kein typischer Protagonist und anfangs sogar echt unsympathisch. Ich kann aber nur empfehlen ihm eine Chance zu geben. Denn Todd kennt nur seine "Männerstadt", nur das, was man ihm dort erzählt hat. Dass er manchmal so reagiert, wie er es tut, ist nicht immer verständlich oder zu entschuldigen, aber es ist begründet. Todd ist ein einfacher Junge mit Ängsten und Zweifeln und kein übermenschlicher Superheld, wie das in Dystopien auch häufiger mal der Fall ist. Todd wird übrigens von einem Hund namens Manchee begleitet und ich liebe dieses Fellknäul! So ein tolles und loyales Tier, das mein Herz für sich gewinnen konnte. <3

Die Handlung selbst ist dystopisch und spannend. Es gibt immer Geheimnisse, die man als Leser rausfinden möchte, und viele eigene Charaktere, die es kennen zu lernen gilt. Besonders der Aspekt mit dem Lärm ist neu und gut und konsequent umgesetzt. So hat das Buch mich sowohl gut unterhalten als auch das Herz rausgerissen. Ich würde ja gern behaupten, dass die Geschichte es auch wieder geflickt hat, aber das wäre eine Lüge. Ich habe bisher bei zwei Büchern weinen müssen, das letzte mal ist mehr als 2 Jahre her, aber Chaos Walking hat's geschafft. Und ich war fertig danach! :D

"Vielleicht ist es so, dass jeder irgendwann zu Fall kommt. Jeder von uns. Und das ist auch gar nicht die entscheidende Frage. Die Frage ist doch, ob wir danach wieder aufstehen." - Todd

Fazit

Ein wirklich intelligentes und ganz eigenes Buch, dass mich zu 1000% überzeugen kann und somit auf meine Liste der Lieblinge wandert! Wenn man sich Abschnitte einteilt, damit man mehr vom Buch hat, wenn man manchmal nicht weiterlesen kann, weil man so zerstört ist, dann sagt das alles!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2021

Eine wunderbare Geschichte!

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Diese Geschichte wurde bereits verfilmt und erscheint 2021! Ich bin schon wahnsinnig neugierig auf diesen, da mich das Buch bereits wirklich überzeugen konnte. Der Klappentext machte mich so neugierig ...

Diese Geschichte wurde bereits verfilmt und erscheint 2021! Ich bin schon wahnsinnig neugierig auf diesen, da mich das Buch bereits wirklich überzeugen konnte. Der Klappentext machte mich so neugierig und bereits die ersten Seiten zogen mich in ihren Bann. Die Vielfalt der Ideen war grandios und nie wurde mir langweilig beim Lesen. Wie ist es, in einer Welt ohne Frauen aufzuwachen und dann doch einer zu begegnen? Wie ist es, kein Privatleben oder Geheimnisse zu haben, wenn alle alles wissen? Wahnsinnig interessant, tiefgründigen, kritisch und unglaublich spannend!

Der Schreibstil war so flüssig und leicht, auch wenn es die Themen nicht immer waren und definitiv zum Nachdenken anregten. Doch muss ich sagen, dass ich mich absolut in den Stil verliebt habe und so wunderbar leicht durch die Seiten kam. Natürlich lag das auch an der unglaublich starken Spannung, die mich stets umgab!

Die Ereignisse waren so vielfältig und spannend. Jeder Moment war einzigartig und es spielte sich ein ganz eigener Film in meinem Kopf ab. Ich konnte mir eine Verfilmung dieses Buchs so gut vorstellen und freue mich schon jetzt wahnsinnig darauf, diesen zu schauen, sobald er erscheint. Denn hier wartet nicht nur eine unglaublich starke Geschichte darauf, gelesen zu werden, ein extrem starkes und gelungenes Setting wartet darauf, entdeckt zu werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2021

Chaos Walking konnte mich leider nicht wirklich begeistern.

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Worum es in der Geschichte geht:
Todd ist 13 und lebt in New World. Sein Heimatdorf – Prenntistown – wird ausschließlich von Männern bewohnt. Vor Jahren gab es einen Krieg und laut den Erzählungen wurde ...

Worum es in der Geschichte geht:
Todd ist 13 und lebt in New World. Sein Heimatdorf – Prenntistown – wird ausschließlich von Männern bewohnt. Vor Jahren gab es einen Krieg und laut den Erzählungen wurde ein Virus freigesetzt, der alle Frauen getötet und dafür gesorgt hat das alle Männer ihre Gedanken nicht für sich behalten können. Jeder hört die Gedanken von jedem, selbst die Tiere sind davon betroffen. Es herrscht ein ständiger „Lärm“. Todd steht vor seinem 14. Geburtstag an dem er, nach den Regeln von New World, zum Mann wird. Als er im Sumpf unterwegs ist macht er eine Entdeckung, die sein Leben komplett verändert und alles was er glaubte zu wissen fällt in sich zusammen. Der Grund dafür ist Viola, Viola ist ein Mädchen, und die sollte es doch eigentlich nicht mehr geben. Zurück im Dorf führt sein neues Wissen dazu, dass seine Zieh Väter ihn, ausgestattet mit ein bisschen Proviant und dem Tagebuch seiner Mutter, fort schicken, um ihn zu schützen. Jetzt ist er auf der Flucht und muss um sein Leben bangen, denn der Bürgermeister von Prenntistown ist hinter ihm her und verfolgt ganz eigene durchtriebene Pläne.

Zur Geschichte:
Die Geschichte ist in sechs Teile eingeteilt und wird aus Todds Sicht in der Ich-Form erzählt. Dabei spricht er auch immer wieder den Leser direkt an.
In den ersten Kapiteln lernt man Todd und seine Lebensumstände kennen. Erfährt vom Virus, das alle Frauen getötet hat und wie alle Männer seit dem gedanklich verbunden sind. Die Gedankengänge der anderen sind in einer anderen Schrift abgehoben.
Prenntistown wird von Bürgermeister Prenntis unter strenger Aufsicht geführt. Die 147 Männer werden dumm gehalten. Todd darf zum Beispiel nicht lesen lernen, auch alle Bücher sind verboten und wurden verbrannt.
Im weiteren Verlauf geht Patrick Ness auch auf die Nebencharaktere ein und verdeutlicht wie „laut“ es in der Stadt ist.
New World erschließt sich nach und nach und wird sehr fantasiereich und bildlich beschrieben.
Man begleitet Todd + Viola auf ihrer Flucht durch New World, erfährt Geheimnisse, lernt die unterschiedlichen Orte und die Sichtweisen ihre Menschen kennen. Die wahre Geschichte von Prenntistown und die eigentlichen Beweggründe des Bürgermeisters bleiben lange im Dunkel und werden erst fast gegen Ende der Geschichte aufgelöst.
Im Fokus stehen Todds Kampf mit sich selbst, die Ruhe die Viola ausstrahlt, fanatischer Glaube an eine von „Gott gewollte“ Gesellschaft und Geschlechtertrennung.
Es gibt einen kaum merklichen Spannungsbogen, der das Ende in einen Cliffhanger führt und für den zweiten Band alles offen lässt.

Die Charaktere:
Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir, äußerlich, auch vorstellen. Leider habe ich keinen Bezug zu ihnen gefunden oder konnte Sympathie für sie entwickeln.
Viola war, dadurch das man ihre Gedanken nicht hören konnte, sehr still und es gab auch im Laufe der Geschichte nicht viel über sie zu erfahren.
Todd war zwar ständig am denken, aber das bestand zu 80 Prozent aus Gejammer.
Zugute halten muss ich Patrick Ness das er aus einem 13/14 Jährigen keinen Superhelden gemacht hat.
Hauptsächlich waren die Charakter sehr negativ, voll Hass oder irgendwelchen fanatischen Plänen, das mag ich im allgemeinen nicht.

Schreibstil und Lesefluss:
Patrick Ness schreibt locker, anschaulich, flüssig und die Geschichte war, zum größten Teil, leicht zu lesen.
Er hat einen Sprachstil gewählt, der einem Jungen in Todds Alter entspricht, das hat mir gefallen.
Die Umgebung war sehr bildhaft beschrieben, leider wurde die Atmosphäre und die Gefühle nicht sonderlich gut transportiert. Bis zur Mitte lässt sich das Buch sehr flüssig lesen, danach wurde es für mich etwas mühselig, weil mir persönlich zu viele Gedankengänge ineinander laufen und es für mich zu verwirrend wurde.

Meine Meinung:
„Chaos Walking“ war leider nicht meine Geschichte. 3 Herzen vergebe ich, weil mir die Idee, der Planet und der lockere Schreibstil gefallen haben. Witzig fand ich auch das man die Gedankengänge von Todds Hund hören konnte. Den Anfang fand ich klasse und ich bin auch sehr schnell in der Geschichte drin gewesen, doch mit Fortschreiten der Seiten wurde es für mich immer zäher, weil einfach nichts passiert bis auf flüchten, laufen, kämpfen, Gedanken und Todds hadern und Gejammer. Einige der Szenen waren für mich auch völlig unglaubwürdig – und das obwohl ich besonders im Fantasybereich sehr tolerant bin. Aber wenn mal jemand von Krokodilen zerfetzt wird, dann ist der Tod. Punkt.
Für mich hat es sich einfach viel zu lange gezogen bis Patrick Ness mal auf den Punkt kommt und die Auflösung war dann auch ziemlich unspektakulär. Zu den Charakteren habe ich keinen Zugang gefunden. Zu gute halten muss ich dem Autor das er aus einem 13/14 Jährigen Jungen keinen Superhelden gemacht hat. Vielleicht hat diese Geschichte auch einen tieferen Sinn? Nur hat er sich mir nicht erschlossen. Geschlechtertrennung, Fanatismus und ein übertriebener Glaube bestimmen die Handlung und enden darin, dass es eigentlich wieder von vorn beginnt. Ein Teufelskreis :D
Wie immer ist meine Meinung absolut subjektiv und soll natürlich niemanden davon abhalten sie ein eigenes Bild zu machen :)

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