Cover-Bild Grace
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29,90
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  • Verlag: Freies Geistesleben
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 550
  • Ersterscheinung: 13.10.2021
  • ISBN: 9783772530227
Paul Lynch

Grace

Eine Irland-Odyssee
Es begann damals 1845. Aber Grace, die einzigartige Heldin des Iren Paul Lynch, ist vollkommene Gegenwart in diesem bildreich-poetischen Roman, der mit ihren Sinnen und Gefühlen die grausame Wirklichkeit der großen Hungersnot erleben lässt. Grace, vierzehn, wird in Männerkleidern von zu Hause fortgeschickt, um irgendwo Arbeit, irgendwie Nahrung zu finden in einem Land, wo jeder danach sucht. Ihr zur Seite: der jüngere Bruder Colly. Seine muntere Stimme in ihrem Kopf. Und verschiedene andere merkwürdige Begleiter. Wer wird sie sein, wenn sie diese Wanderschaft durchsteht?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2021

Anstrengend zum Lesen aber gut

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Oktober 1845, Norden von Donegal

Gerade mal mit vierzehn Jahren, die Haare abgesäbelt und in übergroßer Männerkleidung gesteckt, schickt ihre Mutter Grace aus dem Haus weg, um Arbeit zu suchen und sich ...

Oktober 1845, Norden von Donegal

Gerade mal mit vierzehn Jahren, die Haare abgesäbelt und in übergroßer Männerkleidung gesteckt, schickt ihre Mutter Grace aus dem Haus weg, um Arbeit zu suchen und sich selbst zu ernähren. Denn durch Kartoffelfäule ausgelöste Missernten leidet ganz Irland unter große Hungersnot, sodass ihre Mutter Sarah ihre Kinder nicht mehr versorgen kann. Unbemerkt von ihrer Mutter schleicht ihrer kleiner Bruder Colly hinter Grace her und so gehen zwei Kinder auf dem entlang der Straßen, in den von Armut benebelten Städten Irlands rein. Und so werden Tage zu Wochen, Wochen zu Monaten. Grace, die sich als Junge ausliefert hat, entwickelt sich unter jeglichen Männer zu einer Jungen Frau, mit all den Gefühlen, die viele Gefahren mitbringen...

Mystisch, düster und bedrückend nimmt der Autor seine LeserIn nach damaligen, unter Hungersnot leidenden Irland mit und lässt sie teilweise ungeschönt die Armut mitzuerleben. Mit poesihaften Sprache, bildgewaltig und partiell irische Sagen und Märchen geschmückt erzählt er uns ein Stück aus der dunkle, traurige irische Geschichte. Allerdings ich hatte meine Probleme mit diesem Erzählstil, denn die ganzen historische Fakten, alten Liedern, Aberglauben, Geister und Wesen ect. waren, meiner Meinung nach, zu viel an der Zahl, sodass die Story unnötig in der Länge gezogen ist. Zum Teil habe ich nicht mal verstanden, was der Autor mir mit so vielen Legenden erzählen wollte. Dazu kommt seine gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, wo er Anführungszeichen bei wörtlicher Rede verzichtet hat. Weil hier auch Geister spucken, konnte ich bei einigen stellen nicht auseinander halten, ob Grace mit jemanden tatsächlich spricht oder mit sich selbst.

Eine intensive dennoch anstrengender Leseerlebnis, was viel Konzentration erfordert. Man braucht hier Zeit, Geduld und Willen. Keine leichte Kost, aber Lesenswert.

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Kein Pageturner, aber gut

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Okay, denkt sich Grace. Sie beruhigt sich wieder, lass sie toben. Sie, das ist ihre Mutter, die rasend vor Wut die Haare ihrer Tochter stutzt. Ja, an dem Tag beruhigte sie sich, aber diese Ruhe ist nicht ...

Okay, denkt sich Grace. Sie beruhigt sich wieder, lass sie toben. Sie, das ist ihre Mutter, die rasend vor Wut die Haare ihrer Tochter stutzt. Ja, an dem Tag beruhigte sie sich, aber diese Ruhe ist nicht dauerhaft. Mutter Sarah entfernt sich vom Haus und kommt erst Stunden später zurück. Im Arm hält sie einen dicken Hasen, den sie sofort in einen Topf legt und diesen über den Herd hängt. Die Kinder freuen sich auf das Mahl und nicht nur dem ältesten Sohn Colly läuft das Wasser im Mund zusammen. Doch, was ist das? Sarah bestimmt, dass nur Grace von dem Fleisch essen darf. Zunächst wehrt diese sich dagegen. Aber schon recht bald wird ihr bewusst, was ihre Mutter vor hat.

Es dauerte eine Weile, bis ich mich mit der Geschichte anfreunden konnte. Der Schreibstil ist anders, als der von deutschen Autoren. Recht steif und wenig anheimelnd. Und die Mischung aus Mystik und brutalen Erlebnisberichten war für mich gewöhnungsbedürftig. Was Grace erlebte und wie sie sich in einer harten Umgebung und zwischen Männern behauptete, das war eine emotionale Achterbahn. Dass ihr Bruder sie dabei aus der Welt des Geistes begleitete, nun ja, okay.

Irland ist halt ein Flecken Erde, der viel Natur und geheimnisvolle Erlebnisse zu bieten hat. Damals glaubten noch mehr Menschen an übernatürliche Kräfte, als heute. Ich bin der Ansicht, dieses kopfgesteuerte Denken ist dort bis heute nicht so verbreitet, wie in Deutschland. Die Hauptperson Grace schlägt sich jedenfalls tapfer und ihr helfen die „Geister“ bei ihrem Trip durch die Heimat. Das Ende gefiel mir nicht wirklich, da es einige Fragen gibt, die offen bleiben. Trotzdem gebe ich vier Sterne plus. Das liegt auch an dem ansprechenden Cover und der guten Übersetzung von Christa Schuenke.

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Veröffentlicht am 06.11.2021

Brillant dramatisch

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Inhaltsangabe
Im Irland des neunzehnten Jahrhunderts zwischen Hunger und Elend wächst die kleine Grace auf. Als sie gerade einmal vierzehn Jahre alt ist wird die Not so groß, dass ihre Mutter sie fortschickt ...

Inhaltsangabe
Im Irland des neunzehnten Jahrhunderts zwischen Hunger und Elend wächst die kleine Grace auf. Als sie gerade einmal vierzehn Jahre alt ist wird die Not so groß, dass ihre Mutter sie fortschickt auf der Suche nach Arbeit und in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mitten unter den anderen Bettlern und Arbeitssuchenden muss Grace sich ihren Weg suchen und zur Seite steht ihr bloß der kleine Bruder Colly, seine Stimme in ihrem Kopf, und einige andere skurrile Begleiter, die auf der Reise wechseln.
Rezension
Wow. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung wie genau ich dieses Buch beschreiben soll. Zunächst einmal ist es ganz anders, als alles was ich bisher gelesen habe und der Schreibstil ist nicht gerade angenehm, dafür aber sehr interessant und irgendwie passend zu dem Beschriebenen. Was sich auf jeden Fall sagen lässt ist, dass das Buch keine leichte Kost ist, sondern schonungslos von den Grausamkeiten durch die ein so junges Mädchen gehen muss und wie diese sie unglaublich schnell erwachsen werden lassen. Zwischendrin ist das Buch besonders durch den Schreibstil auch etwas schwer zu verstehen und ich musste einige Sätze mehrere Male lesen, doch nachdem ich das Buch einige Zeit sacken gelassen habe muss ich sagen, dass es wirklich brillant dramatisch geschrieben. Man bekommt nicht nur die Charaktere unglaublich nahe getragen, sondern lernt auch die Zeit in einer Intensität kennen, wie ich es selten erlebt habe. Auch das allgemeine Zeitalter in Verbindung mit England ist etwas, über das man sonst eher selten liest und über das ich daher vorher sehr wenig wusste. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich das Buch an manchen Stellen auch etwas anstrengend fand. Alles in allem gebe ich diesem Buch deshalb vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

Berührende Geschichte

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In dem Buch geht es um die 14-jährige Protagonistin Grace, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Irland lebte.
Dort herrschte zu dieser Zeit eine große Hungersnot und so veränderte sich auch Graces Leben von ...

In dem Buch geht es um die 14-jährige Protagonistin Grace, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Irland lebte.
Dort herrschte zu dieser Zeit eine große Hungersnot und so veränderte sich auch Graces Leben von einem zum nächsten Tag. Ihre Mutter kennt keinen anderen Ausweg und schickte sie als getarnter Junge weg.
Sie musste schnell lernen sich alleine durchzuschlagen. Mal als Viehtreiber, mal als Hofhelfer und auch beim Straßenbau packte sie mit an.
Dabei erlebt sie viel Schreckliches, denn jeder kämpfte ums nackte Überleben. So wird sie selbst gezwungen zu klauen und wurde auch bestohlen.
So wurde Herbst zu Winter, Winter zu Frühling, Frühling zu Sommer... und so entwickelte sich Grace immer mehr zu einer Frau. Immer mit neuen Gefahren im Rücken.

Im Buch liest man von einer schrecklich schwarzen Zeit, die sich durch Missernten in Irland zugetragen hat.
Durch den sehr bildlichen Schreibstil, kann man sich einen sehr guten Eindruck von der damaligen Zeit machen.
Die damaligen unterschiedlichen Verhältnisse, die Gleichgültigkeit der Reichen den Armen gegenüber, haben mich sehr zum Nachdenken angeregt.
Es ist keine leichte Lektüre, die man mal eben so liest. Es beschäftigt einen sehr, denn es nimmt einen emotional mit auf eine Reise durch Irland.
An den Schreibstil musste ich mich zunächst erstmal gewöhnen, denn ich hatte ein wenig Probleme in die Geschichte reinzukommen. Aber nach einer Weile ging es und so konnte ich das Buch nicht mehr aus die Hand legen.
Einerseits ist es gut, wenn ein Autor ausführlich schreibt, nur an manchen Stellen hätte man es nach meinem Geschmack kürzer halten können.

🔹Fazit🔹
Eine sehr emotionale Geschichte, die zum Nachdenken und auch Umdenken anregt. Durch den bildlichen Schreibstil, hat man das Gefühl dabei gewesen zu sein.
Eine schwere, bittere, aber auch fesselnde Lektüre.
Gerne vergebe ich dem historischen Roman 4 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.10.2021

Bedrückend und keine einfache Literatur

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Irland zur Zeit der Great Famine einer entsetzlichen Hungersnot. Das Mädchen Grace wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Zum einen um eigenes Geld zu verdienen und zum anderen um dem Stiefvater zu ...

Irland zur Zeit der Great Famine einer entsetzlichen Hungersnot. Das Mädchen Grace wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Zum einen um eigenes Geld zu verdienen und zum anderen um dem Stiefvater zu entgehen. Verzweifelt reiht Grace sich ein in das Heer der Bettler und Tagelöhner. Sie trifft den Tod, die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Hat Reisegefährten, trotzt Gefahren und ernährt sich von allem was sie findet. Ihr Schicksal, stellvertretend für Millionen von Iren hat mich sehr berührt. Das Buch ist mit großer Intensität geschrieben. Immer aus Sicht von Grace und das hat es für mich so schwer gemacht. Es gibt keinen Erzählteil, man ist allein mit ihr, ihren Erfahrungen. Realität, Aberglauben und Wahn mischen sich. Die Bilder, die sie sieht, sind sie wahr oder doch nur Ausgeburten ihres Geistes. Die Unterhaltungen mit ihrem Bruder, dem Teil ihrer Seele, die aufmüpfige und draufgängerisch ist, konnte ich zu Beginn gar nicht einordnen. Aber ein lesenswertes Buch, bei dem ich die ganze Zeit gehofft habe, dass auch für Grace das Schicksal gnädig ist und sie eine Heimat findet. Ob dem so ist, lest selbst.

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