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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 19.08.2025
  • ISBN: 9783446284173
Percival Everett

Dr. No

Roman
Nikolaus Stingl (Übersetzer)

Nach dem Welterfolg von »James« der neue Roman von Pulitzer-Preisträger Percival Everett – ein satirischer Seitenhieb auf die USA und ihre seltsamen Milliardäre

Ein brillantes Kabinettstück mit Schurken à la James Bond: Dr. No ist ein renommierter Professor für Mathematik an der Brown University, Experte für das Nichts. Das macht ihn zum perfekten Berater für den Schwarzen Milliardär John Sill. Dieser will einen in Fort Knox bewahrten Schuhkarton knacken, in dem sich angeblich »nichts« befindet. Denn wer das Nichts kontrolliert, soll die Weltherrschaft an sich reißen können – und Sill sinnt wegen der jahrhundertelangen Ungerechtigkeit der Weißen auf Rache. Percival Everett hat einen hinreißenden Spionageroman und einen satirischen Seitenhieb auf Ethnie und Macht in den USA geschrieben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2025

Wenn man nichts loslässt - ein Mathematiker-Krimi

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Darum geht es
Um nichts. Wala Kitu ist Mathematiker und beschäftigt sich mit dem Nichts. Der Millionär John Sill spielt nicht nur den Schurken, den Bösewicht a la Dr. No, sondern er ist es auch. Und schurkenmäßig ...

Darum geht es
Um nichts. Wala Kitu ist Mathematiker und beschäftigt sich mit dem Nichts. Der Millionär John Sill spielt nicht nur den Schurken, den Bösewicht a la Dr. No, sondern er ist es auch. Und schurkenmäßig will er als Nächstes in Fort Knox eindringen, wo das Gold der USA lagert (wobei Gerüchte sagen, dass es da nicht liegt). Aber Sill will nicht das Gold, sondern das Nichts, das dort ebenfalls lagern soll.
Um damit umzugehen, engagiert er Kitu, der ihn in den kommenden Wochen begleiten muss.

Mein Eindruck
Gerade am Anfang wirft Kitu bzw. der Autor Percival Everett mit mathematischen Philosophien und Mathematikern nur so um sich. Wer dies nicht versteht, weil ihm der mathematische Hintergrund fehlt, sollte stoisch weiterlesen, sie erhöhen nur den Reiz der Geschichte für die Wissenden. Ansonsten liest sich diese Schurkengeschichte kurzweilig und unterhaltsam. Der Schurke ist böse, wie ein James Bond Schurke zu sein hat. Der introvertierte Mathematiker taut langsam auf und sorgt sich um die Folgen, was denn passiert, wenn man das Nichts auf die Menschen anwendet.
Wortspiele oder besser gesagt: Missverständnisse gibt es zuhauf, Tote auch.

Fazit
Eine mathematische Fachsimpelei über die Frage, was nichts ist. Gepaart mit einer Schurkengeschichte, geschrieben in einer herrlich pfiffigen Art, die mich immer wieder schmunzeln lässt. Mir hat es sehr gefallen.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Skurrile Persiflage

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In dem Buch geht es um einen Mathematikprofessor, der mehr aus Versehen zum Gangster wird. Er soll einem der Regierung bekannten Verbrecher, John Sill, beim Diebstahl von Nichts behilflich sein. Er möchte ...

In dem Buch geht es um einen Mathematikprofessor, der mehr aus Versehen zum Gangster wird. Er soll einem der Regierung bekannten Verbrecher, John Sill, beim Diebstahl von Nichts behilflich sein. Er möchte aber eigentlich gar nicht mitmachen, um anderen Menschen nicht zu schaden. Dann wird auch noch seine Kollegin, auch eine hochbegabte Mathematikprofessorin, mit hinein gezogen. Sie wird von Sill unter Drogen gesetzt und so in ihrem Willen gebrochen. Das kann sich der Professor nicht weiter anschauen und versucht nun, gegen den Schurken und auch einen geheimen Regierungsdienst anzukämpfen.

Die Geschichte ist voller Metaphern und der Autor geht in ungeahnte philosophische Tiefe und ist trotzdem noch sehr lustig dabei! Das Buch ist sprachlich sehr stark und macht auch durch die geistigen Herausforderungen, vor die der Autor den Leser mit seinen Gedanken über Nichts und Sein stellt, wirklich sehr viel Spaß!

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Außergewöhnliche Geschichte mit viel Gesellschaftskritik

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In der Geschichte geht es um Mathematikprofessor Wala Kitu. Er ist Experte für das Nichts. Eines Tages begegnet er dem schwarzen Milliardär John Sill, der ihn als Berater braucht. Er möchte nämlich einen ...

In der Geschichte geht es um Mathematikprofessor Wala Kitu. Er ist Experte für das Nichts. Eines Tages begegnet er dem schwarzen Milliardär John Sill, der ihn als Berater braucht. Er möchte nämlich einen in Fort Knox aufbewahrten Schuhkarton knacken, in dem sich "nichts" befindet, um die Weltherrschaft zu bekommen.

"Dr. No" ist eine außergewöhnliche Geschichte mit viel Gesellschaftskritik. Das war mein erstes Buch von diesem Autor, aber es hat mir am Ende noch besser gefallen, als ich am Anfang dachte. Die Geschichte ist eine spannende Mischung aus Krimi und Roman, das hat mir sehr gut gefallen und der Schreibstil hat mich bis zum Ende an das Buch gefesselt, bis ich schließlich am Ende des Buches angelangt war. Solche Geschichten sind wirklich selten. Deshalb gibt es von mir auch sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Sehr unterhaltsam

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Beim Lesen dieses Romans habe ich mich gleichzeitig bestens unterhalten und immer wieder ertappt gefühlt, wie ich über größere Zusammenhänge nachdenken musste. Percival Everett gelingt es, mit feinem Humor ...

Beim Lesen dieses Romans habe ich mich gleichzeitig bestens unterhalten und immer wieder ertappt gefühlt, wie ich über größere Zusammenhänge nachdenken musste. Percival Everett gelingt es, mit feinem Humor und bissiger Ironie Themen wie Macht, Ethnie und Gerechtigkeit in den USA aufzugreifen, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen zieht er mich mit einer klugen, fast verspielten Erzählweise mitten hinein in ein Szenario, das absurd wirkt – und dennoch erschreckend viel Wahrheit in sich trägt. Die Figuren sind scharf gezeichnet, die Dialoge pointiert und voller doppelter Bedeutungen. Ich mochte, wie leichtfüßig sich das Philosophische mit dem Unterhaltsamen verbindet. Für mich ist das Buch eine raffinierte Mischung aus Spionage, Satire und Gesellschaftskritik, die beweist, dass Literatur sowohl klug als auch witzig sein kann.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

»Würden wir uns an alles erinnern, hätten wir keine Sprache für das Erinnern und Vergessen.«

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Professor Wala Kitus Forschungsgebiet ist das Nichts. Klingt absurd, aber genau das ist gewissermaßen auch das Buch. Als der Milliardär John Sill auf ihn aufmerksam wird, bietet er ihm drei Millionen Dollar, ...

Professor Wala Kitus Forschungsgebiet ist das Nichts. Klingt absurd, aber genau das ist gewissermaßen auch das Buch. Als der Milliardär John Sill auf ihn aufmerksam wird, bietet er ihm drei Millionen Dollar, damit er ihn unterstützt und über nichts berät. Schließlich möchte Sill ein richtiger Schurke sein und sein Plan ist kein anderes als das Fort Knox ausrauben, denn er ist davon überzeugt, dass sich dort nichts befindet. Und wer das nichts besitzt, von dem kann die Weltherrschaft nicht mehr weit entfernt sein.
So beginnt eine atemberaubende, urkomische und gesellschaftskritische Verfolgungsjagd par excellence.
Mehr will ich gar nicht verraten, weil ich sonst bereits zu viel vorwegnehmen würde.

Nicht nur nebenbei, sondern sehr ausdrücklich, kritisiert Percival Everetts neuer Roman u.a. Geldgier und Machtausnutzung von Milliardären sowie strukturellen Rassismus und auch gewissermaßen die gesamte amerikanische Gesellschaft als Persiflage.
Auch wenn die Story zu Beginn manchmal etwas ausschweifend gerät und mich aufgrund der Absurdität teils ratlos zurückließ, konnte mich der Roman vollends überzeugen, was insbesondere an Everetts faszinierender Sprache – wie brilliant ist diese wieder?! – lag, die mich komplett in die Geschichte eintauchen ließ und mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistere. Auch die Kuriosität der Handlung sowie teils humoristische Schilderungen machten diesen Roman des Autors zu einer ganz besonderen Lektüre mit Sogwirkung, den man sich, sofern man sich auf eine verrückte Handlung einlassen kann und will, nicht entgehen lassen sollte.
Obwohl ich bisher erst zwei Bücher von ihm gelesen habe zählt er meiner Meinung nach, zu den bedeutendsten und besten und originellsten Schriftstellern unserer Zeit.

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