Cover-Bild Verschwundene Wiener Straßennamen

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19,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Edition Winkler-Hermaden
  • Genre: Sachbücher / Geschichte
  • Seitenzahl: 120
  • Ersterscheinung: 17.09.2018
  • ISBN: 9783950447569
Peter Autengruber

Verschwundene Wiener Straßennamen

Wissen Sie, welche Abschnitte der Wiener Ringstraße einmal Kolowratring, Franzensring oder Kaiser-Wilhelm-Ring hießen? Wussten Sie, dass der heutige Rooseveltplatz einmal Maximilianplatz, später Freiheitsplatz, Dollfußplatz und schließlich Hermann-Göring- Platz, die Reichsbrücke einmal Kronprinz-Rudolf-Brücke oder Brücke der Roten Armee hießen?
Dieses Buch erinnert an verschwundene Wiener Straßennamen. Viele Namen sind zu Recht verschwunden, wie ein Adolf-Hitler-Platz (Rathausplatz), ein Stalinplatz (Schwarzenbergplatz) oder ein Kernstockplatz (Familienplatz). Einige Namen wurden nicht mehr benötigt und gerieten in Vergessenheit, andere Straßennamen wurden mehrfach umbenannt. Es gibt aber auch Namen, deren Nichtexistenz fragwürdig ist. Nach dem Pazifisten Erich Fried erinnerte einige Jahre der Friedplatz, ehe ihn die Nationalsozialisten tilgten.
Straßennamen haben neben einer Orientierungsfunktion häufig auch einen politischen Gehalt. Erstmals trat dieser im Zuge der Revolution von 1848 zutage. Den verschwundenen Namen aus dem Jahr 1848 ist ebenso ein eigenes Kapitel gewidmet wie der Besatzungszeit (1945–1955), als die Sowjets einige Umbenennungen angesichts des ersten Jahrestages der Befreiung Wiens vom Nationalsozialismus durchsetzten.
Anhand der politischen Zäsuren 1918, 1934, 1938 und 1945 zeigt sich der politische Gehalt von Verkehrsflächen besonders deutlich. Mit dem Ende der Monarchie verschwanden zahlreiche „monarchische“ Namen, und das Rote Wien setzte neue Akzente. Nach dem Bürgerkrieg 1934 beseitigte das autoritäre Regime zahlreiche nach Sozialdemokraten benannte Verkehrsflächen und vor allem Symbole der Ersten Republik: Namen wie Ring des 12. November oder Freiheitsplatz verschwanden aus dem öffentlichen Raum. Die Nationalsozialisten erinnerten nach 1938 z. B. an die sogenannten „Blutzeugen der Bewegung“ und scheuten nicht vor Lebendbenennungen. Diesen zu Recht verschwundenen Namen ist ein weiteres Kapitel gewidmet.

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