Cover-Bild Die Gabe der Sattlerin
(40)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Thema

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

11,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 30.09.2020
  • ISBN: 9783404180790
Ralf H. Dorweiler

Die Gabe der Sattlerin

Historischer Roman

Ein farbenfroher Roman um eine junge Sattlerin, einen bekannten Dichter und ein Gestüt, das Pferdefreunde bis heute fasziniert


1781. Um einer Vernunftehe zu entgehen, flieht die junge Sattlerstochter Charlotte aus ihrem Heimatdorf. Zuflucht findet sie im Hofgestüt Marbach, wo der württembergische Herzog Carl Eugen die edelsten Pferde der Welt züchtet. Damit sie bleiben darf, muss Charlotte einen prunkvollen Sattel für seinen Lieblingshengst fertigen. Doch die Zeit dafür ist knapp bemessen, zumal ein Regimentsarzt, eine Räuberbande und der Sohn des Gestütsleiters für gefährliche Verwicklungen sorgen. Kann Charlotte sich in ihrem neuen Leben behaupten?

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2020

Die Gabe der Sattlerin

0

Und wieder ein ausgezeichneter und stimmiger historischer Roman von Ralf H. Dornweiler. Es ist das Jahr 1781. Die Sattlerstochter Charlotte soll den um einige Jahre älteren Amtmann Lenscheider heiraten. ...

Und wieder ein ausgezeichneter und stimmiger historischer Roman von Ralf H. Dornweiler. Es ist das Jahr 1781. Die Sattlerstochter Charlotte soll den um einige Jahre älteren Amtmann Lenscheider heiraten. In der Nacht vor der Hochzeit flüchtet sie mit ihrem Lieblingspferd von zuhause, um der Hochzeit zu entkommen. Auf ihrer Flucht hat sie so einige sonderbare Erlebnisse und wird schließlich von einer Räuberbande, deren Anführer Hannikel ist, gefangengenommen. Sie soll für die Räuber auf dem Gestüt Marbach ausfindig machen, wann der nächster Geldtransport durchgeführt wird und sich dort als Sattlerin eine Stelle suchen. Auf dem Gestüt tritt sie unter einem falschen Namen auf. Hier begegnet sie auch Schiller, der als Arzt beim Regiment dient, aber strafversetzt wurde und auf dem Gestüt für die Pferde als Arzt zuständig ist. Hier soll auch ein Sattel für den Herzog Carl Eugen angefertigt werden, was nun die Aufgabe von Charlotte ist. Schiller und Charlotte freunden sich an und sie hilft ihm bei der Verarztung der Pferde. Wie die Geschichte weitergeht, soll der Leser dann selbst erfahren. Der Autor hat diesmal auch wieder die Geschichte so detailgetreu und sagenhaft interessant erzählt, dass man meint, selbst in das 18.Jahrhundert zurückversetzt worden zu sein. Wir erfahren, mit welchen Mühen die Menschen damals gearbeitet haben, wie schwer die täglichen Aufgabe zu erledigen waren und überall der Feind und die Räuber gelauert haben. Sehr gut gefallen hat mir der Umstand, dass der Autor Schiller und seine Räuber in den Roman hat einfließen lassen. So vermischt sich Erzählung und Fiktion in sehr interessanter Weise. Man merkt, dass hier sehr gut und ausführlich recherchiert worden ist, wir erfahren, zu welchem Hoheitsgebiet die einzelnen Städte damals gehört haben. Sehr passend ist das Personenregister am Anfang des Buches, denn so kann man gleich erfahren, welche Personen der realen Welt angehören und wer eine Romanfigur ist. Am Anfang eines jeden neuen Kapitel ist ein Zitat aus Schillers verschiedenen Werken angebracht. Ein Roman, der uns in die Welt des 18. Jahrhunderts entführt und uns den Beruf des Sattlers näher bringt. Wunderschön ist auch wieder der Einband des Buches. Es zeigt uns eine Amazone auf ihrem Pferd.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Thema
Veröffentlicht am 19.10.2020

Sehr schön geschriebener Roman mit vielen Überraschungen

1

Inhalt

Charlotte flieht aus ihrem Elternhaus vor einer geplanten Hochzeit auf ihrem Pferd Wälderwind. Auf ihrer ungewollten Reise wird sie von einer Räuberbande, die auf ihrem Weg ihr Unwesen treibt ...

Inhalt

Charlotte flieht aus ihrem Elternhaus vor einer geplanten Hochzeit auf ihrem Pferd Wälderwind. Auf ihrer ungewollten Reise wird sie von einer Räuberbande, die auf ihrem Weg ihr Unwesen treibt gekidnappt und gefangen gehalten. Um frei zu kommen, muss sie sich für die Bande auf einem Gestüt Arbeit suchen, um die Zeiten der bevorstehenden Geldtransporte herausfinden. Zum Glück versteht sie ihr Handwerk als Sattlerin und wird auf dem Gestüt direkt aufgenommen. Sie findet schnell Freunde, die ihr helfen, sich gegen die Räuberbande zu stellen.

Meine Meinung

Der Schreibstil ist einfach, verständlich und flüssig zu lesen und die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Charlotte ist eine sympathische Person und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit ihr den Weg zu gehen.
Die Zeilen sind sehr lebendig und mit vielen Überraschungen geschrieben. Wog Charlotte sich in Sicherheit kam etwas dazwischen, was für große Aufregung sorgte. Spannung pur. Wie oft habe ich mit gefiebert, dass alles gut wird.
Des Öfteren hatte ich auch das Gefühl mitten im Geschehen zu stehen, so lebhaft waren die Szenen beschrieben.

Titel und Cover

Der Titel und das Cover deuten darauf hin, dass das Genre ein historischer Roman ist, was mich dazu verleitet hat, den Roman zu lesen.

Fazit

Der Roman und die Geschichte waren richtig gut gewesen und ich finde es sehr schade, dass ich mich von Charlotte und ihren Erlebnissen jetzt trennen muss.
Mich würde es freuen, wenn noch der ein oder andere Folgeroman mit Charlotte, ihrer Familie, ihren Freunden und vielen spannenden Erlebnissen kommen würde.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Thema
Veröffentlicht am 05.06.2021

Was eine Flucht verändern kann

0

4,5 Sterne
Im Jahr 1781 flieht Charlotte überstürzt vor einer arrangierten Ehe von ihrem zu Hause. Von ihrem Vater hat sie das Sattlerhandwerk gelernt und kann sich auf dem Gestüt Marbach in Württemberg ...

4,5 Sterne
Im Jahr 1781 flieht Charlotte überstürzt vor einer arrangierten Ehe von ihrem zu Hause. Von ihrem Vater hat sie das Sattlerhandwerk gelernt und kann sich auf dem Gestüt Marbach in Württemberg beweisen. Das passiert natürlich nicht ohne Verwicklungen, hier mit einer Räuberbande, einen dichtenden Regimentsarzt, dem Herzog und Verehrern.
Das Geschehen auf dem Hofgestüt hätte mich noch mehr interessiert, doch aufgrund der recht umfassenden Geschichte kann man nur einen groben Eindruck gewinnen. Wie auch von den Fertigkeiten eines Sattlers. Wobei ich mir gedacht habe, dass sich heutzutage einige der sog. Fachleute von dem Wissen und Können von Charlotte was abschneiden können.
In der Geschichte von Charlottes Flucht spielen so viel weitere Personen mit rein. Als Leser trifft man auf einen damals bekannten Räuber, dem Herzog von Württemberg und Friedrich Schiller. Dabei empfand ich beim Lesen keine Längen und war bei manchen Wendungen doch überrascht. Klasse, was hier alles reingepackt wurde. Ob das in der damaligen Zeit so alles möglich gewesen wäre kann ich nicht beurteilen. Ich habe Charlottes Geschichte gerne gelesen und sie hat mich wirklich gut unterhalten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Charlotte und die Räuber

0

Charlotte lebt und wächst in der Sattlerei ihrer Familie auf. Sie erlernt das Handwerk von ihrem Vater und sie ist gut darin. Ihre Mutter möchte sie aber wohlbehütet in einer Ehe sehen. Doch als es dann ...

Charlotte lebt und wächst in der Sattlerei ihrer Familie auf. Sie erlernt das Handwerk von ihrem Vater und sie ist gut darin. Ihre Mutter möchte sie aber wohlbehütet in einer Ehe sehen. Doch als es dann so weit ist und der Hochzeitstag da ist, entschließt sich die junge Frau zur Flucht. Sie verlässt das Elternhaus und will ihr Glück in der Fremde suchen. Statt Glück zu finden, fällt sie Räubern in die Hände, um dann am Ende auf Gestüt Marbach zu landen, welches dem Herzog Carl Eugen von Württemberg gehört. Hier muss sie ihr Können unter Beweis stellen. Gleichzeitig sucht ein ganzes Regiment nach der Räuberbande und der Sohn des Gestütsleiters sowie der Regimentsarzt machen die Sache für Charlotte auch nicht leichter.

Der Titel dieses Buches lautet „Die Gabe der Sattlerin“ und der Klappentext lässt auf ein typisches Versteckspiel einer Frau schließen, die sich dem üblichen Prozedere ihrer Zeit entziehen will. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass dieses auf diese Geschichte so nicht zutrifft. Charlotte ist zwar eine ausgebildete Sattlerin, die einiges zu tun bekommt und sie flieht vor einer unliebsamen Ehe, aber das ist nur die Rahmenhandlung. Der Inhalt ist sehr viel vielschichtiger, als der Titel vermuten lässt. Schon allein ihre Begegnung mit den Räubern läuft so ganz anders ab als üblich.

In einem zweiten Handlungsstrang ist man dann bei Friedrich. Er ist der Arzt eines Regiments, welches so seine Probleme hat. Aber er ist eben nicht nur Arzt, sondern auch ein Dichter. Sein Stück heißt „die Räuber“. Man ahnt es schon, dieser junge Mann ist nicht irgendwer, sondern Friedrich Schiller. Ich war überrascht, als ich bemerkte, um was es hier eigentlich geht. Angenehm überrascht. Die Wendungen und Schicksale der Menschen haben mich gut unterhalten. Es gab sogar eine Stelle im Buch, da musste ich in Gedanken mitsingen.

Mir hat die Mischung aus Liebesgeschichte und historischem Hintergrund gut gefallen. Die Darstellung von Friedrich Schiller war wirklich gelungen, auch wenn man sein Stück „Die Räuber“ nicht kennt, so wie hier geschildert könnte er aber gut inspiriert gewesen sein. Gleichzeitig erfährt man beim Lesen, wie Herzog Carl Eugen sein Land regiert oder besser gesagt, für was er sein Geld verschwendet hat. Die Mischung aus dem Handwerk der Sattlerin, ihre Beziehung zu den Räubern und nicht zuletzt zu dem Herzog von Württemberg hat ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Mir hat es gefallen.

Der Erzählstil von Ralf H. Dorweiler ist nicht nur leicht und locker zu lesen, er enthält auch eine ordentliche Portion Humor. Mit viel Liebe zum Detail hat er die einzelnen Szenen und Begegnungen der Charaktere beschrieben. Dabei nimmt er den Leser mit in eine fremde Welt und lässt nicht nur die Räuber des 18. Jahrhunderts auferstehen.

Fazit:

In dem historischen Roman „Die Gabe der Sattlerin“ steckt viel mehr, als dieser Titel vermuten lässt. Ich habe mich unter den Räubern wohlgefühlt und hatte einige amüsante Lesestunden. Der Autor hat es gut verstanden, mich mit seiner Geschichte zu überraschen und gleichzeitig zu fesseln.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2020

“Kabale und Liebe” mit den “Räubern”

0

Historische Romane funktionieren in der Regel dann, wenn sie uns glaubhaft vermitteln können, dass sich die erzählte Geschichte in der dargestellten Zeit genau so hätte abgespielt haben können. Dieses ...

Historische Romane funktionieren in der Regel dann, wenn sie uns glaubhaft vermitteln können, dass sich die erzählte Geschichte in der dargestellten Zeit genau so hätte abgespielt haben können. Dieses Gefühl der historischen Authentizität beim Leser zu erzeugen, gelingt Ralf H. Dorweiler mit "Die Gabe der Sattlerin" in jedem Fall. Für die Zeit der Lektüre sind wir einfach davon überzeugt, dass eine junge Sattlerin namens Charlotte, eine Räuberbande rund um den im 18. Jahrhundert berüchtigten Räuber Hannikel, der Arzt und Dichter Friedrich Schiller sowie der verschwendungssüchtige Herzog Carl Eugen von Württemberg auf einem Marbacher Gestüt im Sommer 1781 aufeinandergetroffen sind (in der historischen Wirklichkeit war das nicht der Fall). Zahlreiche interessante Nebenfiguren sowie Schauplätze in Württemberg, Baden und dem Schwarzwald (damals Hoheitsgebiet der Habsburger) komplettieren den Eindruck eines lebendigen historischen Romans. Das Setting also stimmt schon mal.

Alle Hauptfiguren in diesem Roman haben eine Mission, sie sind getrieben von der Jagd nach ihrem ganz persönlichen Glück. Die (fiktive) Protagonistin Charlotte, Tochter eines Sattlers, möchte der Ehe mit einem 20 Jahre älteren Amtmann entgehen und flieht mit unbekanntem Ziel auf ihrem Pferd Wälderwind einen Tag vor der anberaumten Hochzeit aus ihrem Heimatort Märgen. Der junge Regimentsarzt Friedrich Schiller möchte endlich seinen ihm zustehenden Sold erhalten und alle Leute behandeln dürfen, die bei ihm vorsprechen, nicht nur die Soldaten aus Carl Eugens Regiment. Außerdem muss er sein Theaterstück "Die Räuber" für die Mannheimer Bühne adaptieren. Zu seinem Verdruss wird er als Aushilfs-Rossarzt ans herzogliche Marbacher Gestüt geschickt, dabei sind ihm Pferde eigentlich suspekt…
Seine Durchlaucht, der Herzog von Württemberg, möchte seine langjährige Mätresse, die Gräfin von Hohenheim, heiraten, aber die Kirche macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Einstweilen lenkt er sich mit der Jagd nach extravaganten Geschenken für sie ab und auch sich selbst möchte er um ein exklusives Reitpferd aus Venedig bereichern, für das außerdem ein prunkvoller Sattel benötigt wird (hier kommt Charlotte ins Spiel). Carl Eugens Hoffaktorin Karoline Kaulla (eine großartige Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts) sieht die schwindelerregenden Ausgaben des Herzogs mit Skepsis. Und dann sind da ja auch noch die Räuber um Hannikel, die, wie sollte es auch anders sein, räubern wollen bzw. müssen.

Ralf Dorweiler hat sich mit diesem Buch sehr viel vorgenommen, wie er auch im Nachwort betont. Die Handlung wird vor allem von der lebendigen Darstellung der historischen Figuren getragen. Die Dialogszenen sind eine große Stärke des Buches, sie haben mich sehr gut unterhalten und warfen mitunter auch ein neues Licht auf Schiller und Carl Eugen, den Herzog von Württemberg, die beide sehr komplexe Persönlichkeiten waren. Madame Kaulla hat mich begeistert, toll dass sie mir hier vorgestellt wurde. Für den subtilen Humor und die Situationskomik gibt es nochmal einen großen Pluspunkt. Die Handlung um Charlotte ist mir leider mitunter etwas zu melodramatisch ausgefallen. Ein Verehrer weniger hätte meines Erachtens auch gereicht. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt, den ich habe.

Im Großen und Ganzen ein wundervoller historischer Roman, der uns das Württemberg des
18. Jahrhunderts und seine facettenreichen Persönlichkeiten authentisch näher bringt.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Thema