Cover-Bild Sucht-Religion-Spiritualität

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Philosophie und Religion - Religion und Glaube …
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 660
  • Ersterscheinung: 24.11.2021
  • ISBN: 9783755701606
Reiner Fuchs

Sucht-Religion-Spiritualität

Eine theologische Ortsbestimmung von Seelsorge in der Behandlung von Suchterkrankten
Hat Religion und Spiritualität einen Ort in der Psychosomatik? Kann Seelsorge in diesem Segment von Klinik und bio-psycho-sozialer Medizin einen eigenen spezifischen Beitrag ausweisen? In der vorliegenden Studie werden diese Fragen am konkreten Beispiel der Positionierung von Seelsorge am Ort der Klinik im Kontext der Suchtnachbehandlung durchbuchstabiert. Das Buch publiziert eine Dissertation, die in und aus eigener Praxis entstanden ist. Sie legt Gewicht auf eine empirische Grundlegung in einer qualitativen Analyse von Interviews mit Betroffenen (Grounded Theory) in Kombination mit der Machtanalytik M. Foucaults und eröffnet eine Perspektive auf Sucht als eine blockierte Macht-Ohnmacht Subjektivierung mit konstitutiv-irrationaler Todes-Dynamik. Die Machtverhältnisse der säkularen Suchtspiralen werden religionssoziologisch als Ort religiöser Praktiken, als Gewalt stummer Sakralisierungen identifiziert. Kann der Erfahrungsschatz der säkularen Anonymen Selbsthilfebewegung mit ihrem spirituellen Genesungsprogram hier Anregungen für eine Lösungssperspektive anbieten? Mit Hilfe einer differenzlogisch, topologisch, performativ formatierten Theologie können die Praktiken des 12-Schritte-Programms als eine säkulare Form christologischer Spiritualität erschlossen werden. Sie verweisen auf eine subjektivem Zugriff entzogene (anonyme) Macht, die sich am Ort eigener Machtlosigkeit des Subjekts (sujet der Sucht), seinerseits in einem Transgressionsereignis zeitigt, das den tödlichen Totalisierungszugriff der Sucht auf den Menschen unterläuft und Anwaltschaft für die Entstehung nüchterner, nicht-soueräner Subjekt-agency eröffnet. Im Vergleich der Grammatiken von Genesungsnarrativen Betroffener und denjengen der ersten christologischen Dogmen, fällt auf, dass beide als performative Sprechakte im Modus von ungetrennt und unvermischt funktionieren und genau darin jenes anonyme schöpferische Ereignis inmitten der rettenden performance der Genesung zur Sprache zu bringen vermögen. Dieses Sprechen ist eine Ortsangabe für Seelsorge in der Suchtbehandlung.



Reiner Fuchs, Dr. theol., ist als Pastoralreferent in der Klinikseelsorge in Bad Grönenbach tätig. Er hat in Würzburg und Salzburg Kath.Theologie studiert .

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