Cover-Bild Das Wasserhaus
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: GRAFIT
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 448
  • Ersterscheinung: 18.03.2021
  • ISBN: 9783894257705
Reinhard Schultze

Das Wasserhaus

Roman
Die nahe Zukunft verheißt die Wasserkriege des 21. Jahrhunderts – ein Kampf, der nicht nur Länder entzweit, sondern auch eine Familie spaltet.

Ein innovatives, aber riskantes Wasseraufbereitungsprojekt in Südafrika wird zur Feuerprobe für Ma, eine erfolgsverwöhnte deutsche Unternehmerin. Nach einem vielversprechenden Start häufen sich vor Ort die Probleme, Mas Anwesenheit ist dringend erforderlich. Dabei hatte sie ihrem Mann versprochen, es nach dem Auszug der Kinder ruhiger angehen zu lassen. Als das Unternehmen in finanzielle Schieflage gerät, bleibt Ma nur eine Möglichkeit: Sie muss das »Wasserhaus«, den intakt gebliebenen Teil einer alten Burg, die sich seit Urzeiten in Familienbesitz befindet, als Banksicherheit einsetzen. Doch dafür braucht sie die Zustimmung ihrer vier Kinder – und nicht jedes ist bereit, für den Trinkwasserzugang im fernen Afrika das

Familienerbe aufs Spiel zu setzen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2021

Familienroman mit fachlichem Hintergrund

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"Das Wasserhaus" von Reinhard Schultze ist ein Familienroman rund um das Thema Wasser und Wasseraufbereitungsanlagen in Afrika. Der Roman selbst spielt bei der Familie Holzrichter und stellt dem Leser ...

"Das Wasserhaus" von Reinhard Schultze ist ein Familienroman rund um das Thema Wasser und Wasseraufbereitungsanlagen in Afrika. Der Roman selbst spielt bei der Familie Holzrichter und stellt dem Leser die Protagonisten Ma, Forscher, Focke, Jeffrey, und Mies vor. Dem Autor gelingt es, diese Personen zum Leben zu erwecken und sie vor dem Auge des Lesers aktiv werden.

Für dieses Buch hat der Autor eine umfassende Recherchearbeit geleistet, was immer wieder spürbar isr. Die fachlichen Kapitel liefern Informationen rund um das Thema Wasser, die in eine Familiengeschichte verpackt nicht immer leicht zu lesen sind. Dennoch ist der Schreibstil flüssig und angenehm. Die Kapitel sind nicht allzu lang und die Abschnitte des Buche gut gewählt.

Die Handlung ist gut nachvollziehbar, man sollte bereit sein, sich auf die Geschichte einzulassen und dem Ansatz des Autors zu folgen. Durch die fehlende wörtliche Rede bei den Dialogen fiel es mir anfänglich schwer, den Unterhaltungen zu folgen, doch die Geschichte erhält durch dieses stilistische Mittel auch ein wenig mehr Tempo.

Wie der Autor angekündigt hat, lässt sich dieser Familienroman mit fachlich verankertem Ansatz nicht einfach in eine Schublade stecken.

Mir persönlich haben auch die Verbindungen zu Napoleon sehr gefallen.

Dieses Buch gehört eindeutig zu denen, die nicht einfach im Regal verschwinden, ich werde es sicher noch ein weiteres mal lesen.

Für diese interessante Familiengeschichte gebe ich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.06.2022

Außergewöhnlich

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Eine ungewöhnliche Familiengeschichte um das Thema "Wem gehört das Wasser?"

Oh diese Holzrichters! Diese extravagante, egozentrische und global agierende Familie soll uns "Normalsterblichen" den nachhaltigen ...

Eine ungewöhnliche Familiengeschichte um das Thema "Wem gehört das Wasser?"

Oh diese Holzrichters! Diese extravagante, egozentrische und global agierende Familie soll uns "Normalsterblichen" den nachhaltigen Umgang mit Wasser beibringen?! Wir, die von Kindesbein an gelernt haben, Wasser zu sparen? Und das so effektiv, dass manche Abwasserleitungen zusätzlich gespült werden müssen. Wir, die nicht im Ansatz das Budget haben, bei einem Nervenzusammenbruch das Hotelzimmer zu fluten, sollen mit Ma und ihrem Wasserprojekt mitfiebern?

Solche und ähnliche Fragen stellen sich beim Lesen dieses Buches. Die Geschichte um Familie Holzrichter polarisiert und regt zum Nachdenken an. Bis sich schließlich die Erkenntnis aufdrängt, dass es wohl leider nicht ausreicht, wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet. Es muss genauso mutige und finanzstarke Menschen geben, die sich die großen globalen Wasserprobleme vornehmen.

Marianne Holzrichter "Ma" gehört zu diesen Personen. Sie opfert - erneut - eine traute Familienidylle, riskiert ihre Ehe und den mühevoll aufgebauten Famileinzusammenhalt, um in Südafrika innovative Wasseraufbereitungsanlagen zu etablieren. Mir viel Engagement, Ausdauer und Durchsetzungsvermögen widmet sie sich ihrem Projekt und zwängt dabei sowohl ihrer Familie als auch dem Leser die Frage auf:

"Wem gehört das Wasser?"

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Veröffentlicht am 29.06.2021

Welche Rolle spielt (sauberes) Wasser?

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Müsste ich die Storyline in einem Wort beschreiben, würde meine Wahl auf „durchdacht“ fallen. Durch das Familienleben der Holzrichters lässt Reinhard Schultze gekonnt die unterschiedlichsten Thematiken ...

Müsste ich die Storyline in einem Wort beschreiben, würde meine Wahl auf „durchdacht“ fallen. Durch das Familienleben der Holzrichters lässt Reinhard Schultze gekonnt die unterschiedlichsten Thematiken rund um das Thema Wasser einfließen. Sei es die Jeansproduktion in Asien über die Flocke (die jüngste Tochter) recherchiert hat, das Marketing-Greenwashing einiger Großkonzerne auf einer Messe, die Senta (die älteste Tochter) besucht oder negativen Auswirkungen brachliegender Bergbaustollen, die ein ideales Projekt für Ma (die Mutter) darstellen. Durch die Mikroebene (aka die Familie Holzrichter) werden die Probleme der Makroebene (aka unserer Erde) verdeutlicht. Zeitgleich gibt es neben dem Wasser auch noch familiäre Konflikte zu lösen, so wird die Ehe zwischen Ma und Forscher durch eine Fernbeziehung auf die Probe gestellt und zwischen den Brüdern Jeffrey und Mies gibt es dank der neuen Freundin Jeffreys beziehungstechnischen Klärungsbedarf. Besonders gut hat mir das Ende des Romans gefallen, da alle losen Fäden aufgenommen wurden und das große Ganze zusammengeführt wurde (eben sehr durchdacht). Der Leser erhält sogar die Antwort auf die Frage: Wem gehört das Wasser?

Der Schreibstil des Autors empfand ich zu Beginn des Romans etwas gewöhnungsbedürftig. Zum einen, weil die wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet wird und zum anderen, wird direkt mit einer ausufernden Familiengeschichte begonnen, die zurück zu Zeiten Napoleons verfolgt werden kann. Nach ca. 40 Seiten habe ich mich dann deutlich besser im Geschehen zurechtgefunden! Der Autor hat viel Recherchearbeit in den Roman gesteckt. Nicht nur in Bezug auf die Wasserthematik. Ich fand auch die unterschiedlichen Berufsgruppen (Anwalt, Geschäftsfrau, Umweltaktivistin, Marketingmanager, Physiker und Architekturjournalistin) und persönlichen Eigenheiten der Charaktere gut herausgearbeitet. Obwohl Reinhard Schultze sehr präzise formuliert, verwendet er auch eine bildhafte Sprache mit tollen Vergleichen, die im Gedächtnis bleiben.

Hier eine meiner Lieblingsstellen, um selbst einen Eindruck zu bekommen: „Die Zulieferindustrie organisiert immer größere Bagger. Alles wird gulliverhaft, auch die Lkws für den Abtransport. Bergbau, als wäre er für Riesen erdacht. Die drohenden Langzeitauswirkungen des exzessiven Grabens hat sich die Spezies Mensch nie richtig vor Augen geführt. Der Mensch ist zwar klug, nutzt Klugheit seit jeher eher partiell, nämlich so, wie es ihm gerade in den Kram passt.“ (S. 257).

Alles in allem wurde ich von dem Buch nicht enttäuscht! Durch die Thematik hat es zum Nachdenken angeregt und ich muss gestehen, dass ich dadurch öfter eine Pause vom Lesen gebraucht habe bis ich mich wieder in der richtigen Stimmung für die Wasseraufbereitung in Südafrika war. Einen Stern Abzug, weil es mich nicht so gepackt hat, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die anderen vier Sterne kommen von Herzen, denn es ist wahrlich kein einfaches (aber wirklich wichtiges!) Thema das hier behandelt wurde und meinen Wasser-Horizont erweitert hat.

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Wichtiges Thema gut umgesetzt

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Wem gehört das Wasser? Gehört es einigen Wenigen, die die Macht haben, Besitzansprüche anzumelden? Oder hat jeder Mensch gleichermaßen Anspruch auf unbegrenzten Zugang zu sauberem Wasser? Diese Frage stellt ...

Wem gehört das Wasser? Gehört es einigen Wenigen, die die Macht haben, Besitzansprüche anzumelden? Oder hat jeder Mensch gleichermaßen Anspruch auf unbegrenzten Zugang zu sauberem Wasser? Diese Frage stellt Reinhard Schultze kontinuierlich immer wieder. Man kommt also nicht umhin, sich mit dieser Problemstellung auseinanderzusetzen und den eigenen Umgang mit der Ressource Wasser zu überdenken.

Unter der Kategorie #malwasanderes möchte ich euch unbedingt „Das Wasserhaus“ von Reinhard Schultze ans Herz legen. Er versteht es gekonnt, den Kern der Handlung im Großen wie im Kleinen aufzugreifen und nach und nach miteinander zu verweben. So dreht es sich nicht allein um das Wasserprojekt in Afrika, für das Ma sich ungeahnt in Gefahr begibt. Daneben kommen auch ihre Kinder immer wieder auf die ein oder andere Art mit dem Thema in Berührung. So zieht sich der Kampf um eine unserer wichtigsten Ressourcen wie ein roter Faden auf unterschiedlichste Weise durch den Roman.

Schultze zeichnet realistische, wohl durchdachte Charaktere, die die verschiedensten Positionen beziehen. Neben dem akuten Kampf um sauberes Wasser in Afrika, steht ebenso unser Konsumverhalten sowie der sorglose Umgang mit Ressourcen im Mittelpunkt des Geschehens. Die Handlung bot so manche Szenen, die es erlaubt hätten, einen Klimathriller aus der Story zu machen. Gerade der Verzicht darauf verdeutlicht jedoch, wie wichtig und gefährlich zugleich der Kampf um Wasser sein kann.

Auch sprachlich gestaltet Schultze einen Handlungsverlauf auf hohem Niveau. Zunächst etwas befremdlich war für mich der völlige Verzicht von Anführungszeichen bei der Verwendung wörtlicher Rede. Letztendlich hat dieses gestalterische Element aber noch mehr Nähe zur Handlung geschaffen. Schultze konnte mich mit seiner Art zu erzählen vollkommen abholen und begeistern.

Tatsächlich tue ich mich oftmals mit dickeren Büchern schwer. Im Fall von „Das Wasserhaus“ hätte ich mir hingegen sogar gewünscht, dass es nach der Abstimmung über das Familienerbe mindestens genau so ausführlich weitergeht. Leider hat der Roman dann doch schneller ein Ende gefunden als erhofft. Ich hätte gern noch mehr von Ma, ihrer Familie und dem Wasseraufbereitungsprojekt erfahren.

Persönliches Fazit: Ich möchte euch diesen Roman unbedingt ans Herz legen. Reinhard Schultze greift in seinem Buch ein Thema auf, das wichtiger nicht sein könnte und welches uns alle betrifft.

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Veröffentlicht am 15.06.2021

Sehr informativ und gut recherchiert

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Eine tolle Kombination aus den Hintergründen zum Thema Wasser und der Familiengeschichte

Klappentext:
Die nahe Zukunft verheißt die Wasserkriege des 21. Jahrhunderts – ein Kampf, der nicht nur Länder ...


Eine tolle Kombination aus den Hintergründen zum Thema Wasser und der Familiengeschichte

Klappentext:
Die nahe Zukunft verheißt die Wasserkriege des 21. Jahrhunderts – ein Kampf, der nicht nur Länder entzweit, sondern auch eine Familie spaltet.
Ein innovatives, aber riskantes Wasseraufbereitungsprojekt in Südafrika wird zur Feuerprobe für Ma, eine erfolgsverwöhnte deutsche Unternehmerin. Nach einem vielversprechenden Start häufen sich vor Ort die Probleme, Mas Anwesenheit ist dringend erforderlich. Dabei hatte sie ihrem Mann versprochen, es nach dem Auszug der Kinder ruhiger angehen zu lassen. Als das Unternehmen in finanzielle Schieflage gerät, bleibt Ma nur eine Möglichkeit: Sie muss das »Wasserhaus«, den intakt gebliebenen Teil einer alten Burg, die sich seit Urzeiten in Familienbesitz befindet, als Banksicherheit einsetzen. Doch dafür braucht sie die Zustimmung ihrer vier Kinder – und nicht jedes ist bereit, für den Trinkwasserzugang im fernen Afrika das Familienerbe aufs Spiel zu setzen.

Fazit:
Mit diesem Buch konnte ich viele Hintergrundinformationen zur Wasserknappheit und der Wasserqualität gewinnen. Gerade um diese Informationen zu verstehen, benötigt das Buch einige Zeit und den Willen, sich mit dieser anspruchsvollen Thematik auseinanderzusetzen. Mir hat das Buch gut gefallen, da ich zum Nachdenken gebracht wurde. Hier bei uns kommt das saubere Wasser einfach aus dem Hahn, doch wie sieht es woanders aus?

Auch der Schreibstil erweist sich als recht anspruchsvoll und gewöhnungsbedürftig, da die wörtliche rede nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen ist. Doch kaum hatte ich mich daran gewöhnt, ging das Lesen recht zügig von der Hand. Die Aufteilung des Buches war für mich gelungen, da sich die Kapitel mit den Fachinformationen mit leichteren Kapiteln abwechselten. Die Spannung war latent immer vorhanden, da ich unbedingt wissen wollte ob das Familienerbe tatsächlich aufs Spiel gesetzt wird.

Durch die Familiengeschichte wird die Handlung aufgelockert, da die Familie aus unterschiedlichsten Charakteren besteht, die alle Einfluss auf den Fortgang nehmen. Ich konnte viele über ihr Leben und die Beziehungen untereinander erfahren und musste bei manchen meine Meinung ganz am Ende noch ändern. Über die Entwicklung mancher Charaktere war ich dann doch überrascht.

Das Buch ist definitiv keine leichte Kost für Zwischendurch, sondern sollte mit Aufmerksamkeit gelesen werden. Mir hat das Buch gut gefallen und es hat meinen Horizont erweitert.

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