Cover-Bild Der Kuss der Lüge
Band 1 der Reihe "Die Chroniken der Verbliebenen"
(220)
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ONE
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 16.02.2017
  • ISBN: 9783846600368
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Mary E. Pearson

Der Kuss der Lüge

Die Chroniken der Verbliebenen. Band 1
Barbara Imgrund (Übersetzer)

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2018

Hat mich nicht überzeugt!

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Meine Meinung
Um dieses Buch schleiche ich nun schon seit dessen Veröffentlichung herum und habe es mir nie gekauft. Von der Autorin habe ich schon einige wunderbare Bücher gelesen, die allerdings eher ...

Meine Meinung
Um dieses Buch schleiche ich nun schon seit dessen Veröffentlichung herum und habe es mir nie gekauft. Von der Autorin habe ich schon einige wunderbare Bücher gelesen, die allerdings eher Contemporary waren, als diese Fantasy-Richtung, weswegen ich keine besonderen Erwartungen hatte.



Mit Lia kam ich schnell zurecht, auch wenn sie nie mein Liebling wurde. Sie ist erst 17 Jahre jung, hält aber riesigen Ballast auf ihren Schultern, wodurch sie weitaus älter wirkt. An einigen Stellen fand ich sie ein wenig naiv, aber das gehört wohl dazu, ansonsten schlägt sie sich ziemlich taff durch.

Über die zwei mysteriösen Männer erfährt der Leser nicht allzu viel, weswegen ich keinerlei Bindung zu ihnen aufgebaut habe.



Der Roman ist in der Ich-Form verfasst worden. Einerseits aus Lias Perspektive, andererseits aus den Perspektiven von dem "Attentäter" und von dem "Prinzen". Der Leser erfährt nicht, wer wer ist, als Lia auf die beiden Männer trifft. So sind wir genauso unwissend wie die Protagonistin. Diesen Twist fand ich ziemlich interessant, da er wirklich zum mitdenken einlädt. Leider wurde das ganze schon sehr schnell aufgelöst, und auch genauso, wie ich erwartet hatte. Die schelle und meiner Meinung nach vorhersehbare Auflösung hat mich da ein wenig enttäuscht. Zwischen den Kapiteln finden sich Zitate aus älteren Büchern, Legenden und Gedichten wieder, was mir sehr gefallen hat.



Den Inhalt hatte ich irgendwie ganz anders erwartet. Es fiel mir tatsächlich sehr schwer, mich in das Buch einlesen zu können. Irgendeine Barriere hatte ich da, die mir den wirklichen Zugang zur Handlung verweigert hat. Die Seiten sind ein wenig an mir vorbei geflogen, ohne das ich wirklich gefesselt werden konnte. Meiner Meinung nach gab es gerade im mittleren Teil zu wenig Spannungspunkte, die mich wirklich umhauen konnten. Ich habe nach knapp 400 Seiten die erste Lesepause eingelegt und danach habe ich auch knapp einen Monat nicht mehr weiter gelesen, weil mich nichts daran gereizt hat. Insgesamt bin ich ziemlich enttäuscht, auch das Ende hat mir keinen großen Reiz für den folgenden Teil hinterlassen können.



Fazit
Für mich eine große Enttäuschung. Die fehlende Bindung zu den Charakteren hat mir den Zugang zur Handlung ein wenig schwer gemacht. Diese konnte mich einfach nicht fesseln und mitreißen, sie plätscherte für mich einfach zu sehr vor sich hin.

Veröffentlicht am 22.03.2018

Kann den Hype leider nicht verstehen

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Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

In a society steeped in tradition, Princess Lia's life follows a preordained course. As First Daughter, she is expected to have the revered gift ...

Mehr auf: http://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

In a society steeped in tradition, Princess Lia's life follows a preordained course. As First Daughter, she is expected to have the revered gift of sight—but she doesn't—and she knows her parents are perpetrating a sham when they arrange her marriage to secure an alliance with a neighboring kingdom— to a prince she has never met.

On the morning of her wedding, Lia flees to a distant village. She settles into a new life, hopeful when two mysterious and handsome strangers arrive—and unaware that one is the jilted prince and the other an assassin sent to kill her. Deception abounds, and Lia finds herself on the brink of unlocking perilous secrets—even as she finds herself falling in love.
Quelle: amazon.de

Meinung:

"Today was the day a thousand dreams would die and a single dream would be born."

Das Cover von dem Buch gefällt mir wirklich gut, darauf zu sehen ist ein Mädchen von hinten, welches vor einem Feld steht. Dies kann, bezogen auf die Geschichte einige Bedeutungen habe, da Lia von einer Prinzessin zu einer einfachen Arbeiterin wird. Die Farbe gefällt mir auch sehr, es ist sogleich düster und doch kann man sich vorstellen, was einem in dem Buch erwartet.

Der Schreibsil der Autorin war gut zu lesen, ich kam sehr schnell voran. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, jedoch sind die Kapitel manchmal auch aus Sicht von Rafe oder Kaden, somit lernt man alle drei Charaktere besser kennen. Vielleicht wäre hier eine allwissende Erzählperspektive besser gewesen, aber das ist nicht so schlimm.

Zu Beginn lernt man Prinzessin Lia kennen, die von ihrer Hochzeit flüchtet. Zusammen mit ihrer Zofe Pauline reiten sie in Paulines Heimat und finden dort bei ihrer Tante Arbeit. Der Prinz, den Lia heiraten sollte, ist jedoch nicht begeistert und reitet ihr hinterher, ebenso wie ein Assassine der den Auftrag hat sie zu töten.

Es tut mir leid, ehrlich, aber ich kann den Hype um das Buch nicht nachvollziehen. Schon vor einiger Zeit habe ich mir die Trilogie auf Englisch gebraucht gekauft und nun habe ich zusammen mit Sabrina den ersten Band gelesen. Der Einstieg war sehr einfach, das Buch beginnt am Tag von Lias Hochzeit und sie ist gerade mitten in den Vorbereitungen. Bereits hier erkennt man an ihren Gedanken, dass sie nicht glücklich ist, da sie keinen Prinzen, der doppelt so alt wie sie sein könnte, heiraten möchte. Ihre Gedanken waren logisch und sie tat mir auch leid. Ihre Flucht war auch schon genau durchgeplant und ich war gespannt, wo sie nun hingehen und was sie erwartet.

Die erste Hälfte des Buches, also ca 250 Seiten lang, passiert nichts. Lia arbeitet bei Berdi als Schankhilfe und verdient sich so etwas Geld. Wir erleben nur ihren Tag, wie sie Gäste bedient, putzt, den Einkauf erledigt oder von zwei Männern schwärmt, welche sie bei der Arbeit getroffen hat. Das sind Kaden und Rafe, einer von beiden ist ein Prinz, der andere ein Assassine und es wird nicht verraten wer nun wer ist. Das hat mir gut gefallen, dass man als Leser nicht wusste, welcher von den beiden nun der Prinz ist, man musste raten und ich lag mit meiner Schätzung völlig daneben. Aber auch die beiden hatten einen komischen Auftritt. Sie begegnen sich zufällig vor dem Gasthaus, haben sich noch nie vorher getroffen und beschließen sich nun ein Zimmer zu teilen und beste Freunde zu werden. So funktioniert das nicht.

Auch konnte man schon vorher aus Sicht vom Prinzen und vom Assassinen lesen, was einem einen kleinen Eindruck von beiden gewährte. Dennoch kann ich die Beweggründe vom Prinzen nicht nachvollziehen. Er reitet seiner entflohenen Braut hinterher um was? Sie zu töten? Sie zur Rede zu stellen? Wieso lässt er sie nicht einfach in Ruhe, wenn er sie doch sowieso selber nicht heiraten wollte. Aber gut, darüber hätte ich noch hinwegsehen können, aber über den Fakt, dass sich beide Hals über Kopf beim ersten Blick von Lia in sie verlieben nicht. Liebe auf den ersten Blick, schön und gut, aber hier war es zu übertrieben, zu unrealistisch. Somit beginnt das große Buhlen um Lias Aufmerksamkeit und zieht sich bis ca 150 Seiten vor Schluss.

Dann wurde es spannend, der Assassine gerät in Bedrängnis, da er seinen Auftrag noch nicht erfüllt hat und muss nun eine Entscheidung treffen. Hier dachte ich, dass endlich der Killer in ihm zum Vorschein kommt, aber er bleibt der verliebte Bengel und ich hatte einfach nie das Gefühl, einen Auftragsmörder vor mir zu haben. Aber nicht nur er muss eine Entscheidung treffen. Lia erfährt von ihrem Bruder, dass es immer wieder Anschläge aus Venda, einem benachbarten Königreich gibt und sie will all dem ein Ende setzen und den Prinzen von dem dritten Königreich (ich hab den Namen vergessen) heiraten um die Übermacht zu bekommen. Ab hier dachte ich wirklich, dass es spannend wird, doch es folgen wieder ellenlange Beschreibungen von Ritten und Gespräche, die man sich auch hätte sparen können.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Geschichte sich nicht wirklich fortbewegt, sie plätschert vor sich hin und es passiert nichts Spannendes. Darum habe ich auf Fantasy gehofft, denn das Buch zeichnet sich als Fantasy aus. Allerdings habe ich davon nicht viel gemerkt, es gab ein paar phantastische Momente, aber die sind nicht der Rede wert. Lia soll besondere Fähigkeiten haben, aber dem ist nicht so, es dreht sich alles um die Dreiecksbeziehung und nur ganz wenig um Fantasy, was ich wirklich schade finde, da das Worldbuilding wirklich toll war. Hier hätte man viele Elemente, welche übernatürlich sind, einbringen können.

Das Ende war dann weder spannend nicht spektakulär, ich habe ihm nicht entegegn gefiebert und ich war auch nicht überrascht. Ich hatte keinerlei Gefühlsregungen am Ende, am allerwenigsten Vorfreude auf den nächsten Band. Dies mag auch daran liegen, dass sich die Charaktere nicht weiterentwickelt haben, ja, Lia ist keine verwöhnte Prinzessin und es ist schön einmal einen solchen Charakter zu haben, dennoch ist sie manchmal blind vor Liebe und handelt sehr unüberlegt. Die Jungs sind beide eher blass geblieben über sie könnte ich nicht viel sagen.

Fazit:

Insgesamt muss ich sagen, dass mir das Buch nicht so sehr gefallen hat. Es hat viel Potential, aber es wird einfach nicht ausgeschöpft. Der Beginn war vielversprechend, doch dann ging es nicht spannend, sondern immer gleich weiter. Leider wurde die Geschichte nicht gut geschrieben, es wurde sich nur auf die Liebesgeschichte konzentriert, sodass alles phantastische komplett unterging. Die Charaktere waren anstrengend und die Geschichte meist langweilig, daher vergebe ich 2 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.08.2017

Woher kommt dieser Hype?

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Meine Meinung:
Ach, was hört man nicht alles über diese Reihe. Diese Reihe steht auf jeder Wunschliste, gefühlt liest jeder diese Bücher und alle finden sie gut. Dann kommt Mia und liest die Geschichte ...

Meine Meinung:


Ach, was hört man nicht alles über diese Reihe. Diese Reihe steht auf jeder Wunschliste, gefühlt liest jeder diese Bücher und alle finden sie gut. Dann kommt Mia und liest die Geschichte und quält sich einfach die ganze Zeit. Und es bleibt im Endeffekt die Frage: Was findet ihr alle an dem Buch und woher kommt dieser Hype?

Ich kann es ehrlich nicht verstehen. Es geht um Lia, eine Prinzessin, die zwangsverheiratet werden soll. Da Lia das nicht akzeptieren kann, flieht sie und lernt in ihrer neuen Heimat zwei Männer kennen. Wir wissen, einer von beiden ist ein Attentäter, der Lia umbringen soll, der andere ist der Prinz, den sie eigentlich heiraten sollte. Beides weiß Lia natürlich nicht. Die Autorin spielt mit der Wahrnehmung der Leser und versucht Überraschungseffekte einzubauen, die mir persönlich wirklich zu vorhersehbar waren. Mir war insbesondere eine Wendung mehr als klar, sodass mich die Geschichte absolut nicht überraschen konnte. Viel schlimmer fand ich aber, dass sich die Story einfach sehr in die Länge zieht. Die Dialoge drehen sich immer wieder um die gleichen Themen, die Beschreibungen sind langatmig und nicht spannend. Ich habe mich bis zum Ende wirklich gequält.

Angeblich soll in Lia eine Gabe stecken, von der sie aber nicht viel spürt und über die sie auch wenig weiß. Die Gabe spielt aber nur eine untergeordnete Rolle und wird mir persönlich viel zu wenig beschrieben. Das Geheimnis, welches Lia am Ende des ersten Bandes herausfindet, fand ich jetzt auch nicht so überragend und beantwortet auch keine Fragen zu der Gabe von Lia und zu dem Sinn und Zweck der Gabe. Lia stellt meiner Meinung nach auch zu wenig Fragen, hinterfragt ihre Herkunft und Erziehung zu wenig und ist mir persönlich auch einfach zu sehr auf die Männerwelt fixiert. Was ist eigentlich genau Lias Ziel? Möchte Sie nun das Reich verbessern, welches ihr Vater sehr eigennützig führt und in dem es viel Krieg und Unfrieden gibt? Möchte sie einfach nur allein mit einem Mann leben? Ihr eigentliches Ziel und ihr Lebenssinn bleiben mir persönlich völlig fern. Eigentlich möchte sie nämlich nur die Liebe ihres Lebens finden und da wir hier eine Frau und 2 Männer haben, ist es nicht verwunderlich, dass wir mal wieder eine Dreiecksbeziehung erleben. Ehrlich - ich kanns nicht mehr hören. Kaden und Rafe sind für mich beide absolut uninteressant und die Geschichte rund um Lia und die beiden Herzensbrecher für mich mehr als langweilig.

Der erste Band endet dann zwar mit einem spannenden Höhepuntk und macht leider auch Lust auf mehr (sodass ich Band 2 und 3 nun doch auf meine Wunschliste gesetzt habe), aber eigentlich hat mich dieser Reihenauftakt sehr enttäuscht. Mehr als 2 Sterne kann ich hier nicht vergeben.


Fazit:


Ich frage mich wirklich, woher dieser Hype zu der Reihe kommt?! Ich fand Band 1 sehr langatmig und wenig spannend. Das liegt insbesondere daran, dass Lias Hauptaugenmerk darauf liegt, einen Mann zu finden. Ihre Gabe, die man wirklich interessant in Szene setzen könnte und ihr eigentliches Lebensziel bleiben dem Leser quasi unbekannt. Ich habe mich sehr gequält. Das Ende macht (leider) Lust auf mehr, so dass ich gerade eben 2 Sterne vergeben kann.

Veröffentlicht am 31.03.2017

Langweilig und vorhersehbar was Prinz und Mörder angeht

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Vorsicht, enthält Spoiler!

Inhalt:
Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen ...

Vorsicht, enthält Spoiler!

Inhalt:
Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch die Prinzessin entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Beide sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt sich Lia zu beiden hingezogen ...

Meinung:
Prinzessin Lia ist nicht bereit an einen wildfremden Mann verheiratet zu werden. Zwar ist dieser Mann niemand anderer als der zukünftige König von Dalbreck, dennoch möchte Lia selbst entscheiden wen sie einmal heiratet. So kommt es, dass sie zusammen mit ihrer Zofe Pauline flieht. Doch auch weit entfernt vom Königshof kann Lia ihrer Vergangenheit nicht entkommen.

Diesen Titel habe ich so sehr herbeigesehnt wie fast keine anderen in diesem Jahr. Schließlich wurde das Buch in Amerika ziemlich gehypt.
Leider wurde meine persönliche Begeisterung nach kurzer Zeit bereits getrübt. Die Grundidee des Buches hatte mich sofort gepackt und auch die ersten Seiten lesen sich sehr gut und wissen zu überzeugen. Dann jedoch kommt Lia im Städtchen Terravin an und die Geschichte ebbt ab.
Die Autorin legt viel Wert darauf Lia und ihr neues Leben genauestens zu beschreiben. Somit erfuhr ich viel (in meinen Augen leider zu viel) über Lias neuen Alltag.
Auch die Beziehungen und Freundschaften die Lia in Terravin knüpft werden sehr deutlich beschrieben. Ich kam daher nicht umhin mich zu langweilen, denn es passiert einfach viel zu wenig auf den über 550 Seiten. In meinen Augen hätte die Story mindestens um 100 Seiten gekürzt werden können, ohne das man etwas Wesentliches verpasst hätte.

Das Buch hätte bei mir vielleicht gar nicht so schlecht abgeschnitten, wenn da nicht Lia als Protagonistin gewesen wäre.
Ich kam mit ihrer Art und ihrer Einstellung überhaupt nicht klar. Natürlich finde ich es bewundernswert, dass sie den Mut hat sich gegen ihr Schicksal zu stellen. Auf der anderen Seite lässt sie ihr Land (und ihre Familie) in einer wirklich schweren Zeit im Stich. Durch Lias Entscheidung scheint ein Krieg unabwendbar. Von daher störte mich Lias Egoismus doch schon sehr. Viel zu lange verschließt sie die Augen vor den Konsequenzen ihres Handelns.
Pauline, ihre ehemalige Kammerzofe, mochte ich da schon mehr. Auch wenn sie in gewissen Dingen sehr naiv und gutgläubig ist.
Rafe, der verschmähte Prinz, entwickelt sich für mich in dieser Geschichte noch am Besten. Er ist neugierig auf diese Frau, die den Mut hatte das zu tun, was er am liebsten getan hätte. Je mehr er Lia kennenlernt desto mehr findet er Gefallen an ihr.
Kaden, der Attentäter, war für mich ebenfalls ein Charakter den ich nicht zu 100% verstehen und nachvollziehen konnte. Kaden hat schon viele Menschen getötet und zögert nun gerade bei Lia. Für mich war dies nicht ganz plausibel.
Spoiler Anfang
Im späteren Verlauf der Geschichte gibt Kaden zu, dass er Lia bis kurz vor Schluss töten wollte. Dies passt für mich dann nicht mit diesem eiskalten Attentäter zusammen. Warum sollte er Lia so lange am Leben lassen, wenn er sie doch immer töten wollte?!?
Spoiler Ende

Auch die Liebesgeschichte konnte mich zu keiner Zeit vom Hocker reißen. Ich spürte nicht mal ansatzweise den Hauch eines Kribbelns. Dabei hat die Autorin sich wirklich viel Zeit genommen, um die Liebesgeschichte sich entfalten zu lassen.

Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Lia als auch aus der Sicht von Rafe und Kaden erzählt. Dies fand ich interessant, da wir so auch mehr über die Gefühlswelten der beiden Männer erfahren.

Nun fieberte ich dem Ende entgegen, da ich die große Hoffnung hatte, dass dieses mit einem großen Knall enden würde. Es kommt zwar zur Enthüllung, aber für mich hätte dies durchaus spektakulärer ausfallen können.

Fazit:
Die Idee des Buches gefällt mir immer noch sehr, leider hapert es für mich an der Umsetzung. Unglaubwürdige und egoistische Charaktere und eine ziemlich in die Länge gezogene Geschichte sorgten bei mir für wenig Lesefreude.
Daher gibt es 2 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 05.03.2017

Zu wenig Fantasy und Action für einen Fantasy-Roman

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"Was soll ich ausrichten..."
Ich hörte nicht mehr, was er danach noch sagte, denn die trappelnden Pferdehufe stampften alle ausgesprochenen und unausgesprochenen Argumente in Grund und Boden. Einer Entscheidung ...

"Was soll ich ausrichten..."
Ich hörte nicht mehr, was er danach noch sagte, denn die trappelnden Pferdehufe stampften alle ausgesprochenen und unausgesprochenen Argumente in Grund und Boden. Einer Entscheidung folgend, die nie mehr ungeschehen zu machen war, die tausend Träume beendete und einen einzigen gebar, galoppierte ich mit Pauline an meiner Seite auf die Deckung des Waldes zu. Ich sah nicht ein einziges Mal zurück.
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INHALT:
Um den Frieden zwischen ihrem und dem angrenzenden Königreich zu sichern, soll die junge Lia einen ihr vollkommen unbekannten Mann heiraten - was ihr gar nicht gefällt. Kurzentschlossen flieht sie daher in ein Hafenstädtchen weit entfernt von ihrer Heimat, wo sie von nun an als Aushilfe in einem Gasthaus arbeitet. Sie ist das harte Leben nicht gewöhnt, aber alles ist ihr lieber als diese Hochzeit aus Pflicht statt aus Liebe. Eines Tages kehren in der Gaststätte zwei Männer ein: Gutaussehend, hilfsbereit, einer düster, einer freundlich. Lia fühlt sich zu beiden hingezogen. Was sie nicht weiß: Einer ist der Prinz, den sie nicht heiraten wollte. Und der andere ein Attentäter, gekommen, um sie zu töten...

MEINE MEINUNG:
Mit dem von der Autorin erschaffenen Königreich Morrighan ist "Der Kuss der Liebe" eigentlich High Fantasy: Länder, die miteinander im Clinch liegen, Reisen zu weit entfernten Orten, eine epische Liebe - das alles sind Markenzeichen des Genres. Im Deutschen wird das Ganze allerdings als Romantasy angepriesen. Hätte ich das mal vorher gewusst! Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Ich-Perspektive von Lia, ab und zu kommen auch der Prinz und der Attentäter zu Wort. Die Autorin versucht sich hier in einem Verwirrspiel, welcher der Männer nun wer ist, das manchen nerven könnte. Der Schreibstil ist vor allem in den Dialogen oft plump, die Beschreibungen sind zu Anfang sehr poetisch, später eher eintönig. Einzig die Hintergründe des Königreichs sind interessant zu lesen.

Es gibt 17-jährige, die ein gewisses Verantwortungsbewusstsein haben und es gibt andere völlig ohne ein Gefühl dafür. Lia gehört zu Letzteren. Natürlich ist sie jung und will sich nicht bevormunden lassen, weshalb sie durch ihre Flucht in gewisser Weise für sich einsteht - trotzdem hätte ihr klar sein können, was für Konsequenzen ihr Handeln haben wird. Sie verhält sich oft sehr unbedacht und kopflos, denn obwohl sie nicht gefunden werden will, posaunt sie ihre Stellung mehr oder weniger offen heraus. Sie ist mutig, aber leider nicht besonders schlau. Das zeigt sich auch ein wenig in ihrer Männerwahl. Dadurch, dass man von den beiden Kerlen lange nicht weiß, wer wer ist, ist es schwer, sie zu charakterisieren. Um ehrlich zu sein, waren mir die Unterschiede nicht einmal besonders klar, außer dass Rafe geheimnisvoller zu sein scheint. Die Grenzen zwischen ihnen verschwimmen, für niemanden habe ich wirklich Sympathien gehegt. Die einzigen wirklich überzeugenden Figuren sind die Gasthof-Besitzerin Berdi und die Vagabundin Dihara, beide wirklich starke Frauen voller Wissen und Hilfsbereitschaft.

Wer wie ich den Fehler begeht High Fantasy zu erwarten, wird wahrscheinlich ebenso enttäuscht werden. Von einem Roman dieses Genres erwarte ich vor allem eines: Fantasy. Tatsächlich ist aber auf 550 von 560 Seiten keine Spur von Magie oder auch nur irgendetwas Phantastischem zu finden. Es passiert einen Großteil des Buches über einfach nichts. Lia flieht auf unglaubwürdig problemlose Weise und verbringt dann ein Drittel des Romans damit zu kellnern und mal mit dem einen Mann zu flirten, mal mit dem anderen. Die Liebesgeschichte drängt sich damit so stark in den Vordergrund, dass alles andere untergeht. Es geht nichts voran, es werden keine Fragen beantwortet und Action kann man schon gar nicht erwarten. Erst auf den letzten 150 Seiten geschieht etwas und Lia scheint sogar ein leichtes Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln, aber selbst in dieser gefährlichen Situation lässt es sich die Autorin nicht nehmen, das Liebes-Dreieck weiter anzuheizen. Bis zum Schluss gibt es keine Antworten, stattdessen endet dieser Band mit einem Cliffhanger. Das lässt zwar Spannung aufkommen - befriedigt aber in keinster Weise.


FAZIT:
"Der Kuss der Lüge" ist Romantasy in seiner liebestollsten Ausführung. Das Drumherum mit dem Königreich und der ominösen Gabe der sogenannten Ersten Tochter hätte nicht sein müssen, denn Mary E. Pearson führt diese Ideen sowieso nicht weiter aus, sondern konzentriert sich auf die Liebesgeschichte. Ich hatte mir wenigstens einen Hauch Fantasy versprochen, wurde aber bitter enttäuscht. Sehr, sehr knappe 2 Punkte.

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