Cover-Bild Die Straße
(33)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Claassen
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 30.04.2026
  • ISBN: 9783546100335
Robert Seethaler

Die Straße

Roman | Der neue Roman des Bestseller-Autors von "Das Café ohne Namen"

Ein Jahr, eine Straße, ihre Menschen: Robert Seethalers neuer Roman

Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in ihr alles, was Menschen passieren kann.

Ein Junge wird vom Jagdfieber gepackt. Ein anderer weiß nicht, wohin mit seiner Wut. Eine Blumenhändlerin lebt für einen Mann, der sie nicht einmal sieht. Eine Heimleiterin wacht über ihre Schützlinge und ist selbst die Einsamste von allen. Ein Geistlicher kommt seiner Gemeinde abhanden. Sorge rüttelt an den Bewohnern, Sehnsucht treibt sie nachts auf die Straße, die Liebe bringt sie um den Verstand. Sie haben Träume und Geheimnisse. Ihre Wege kreuzen sich täglich, doch was wissen sie voneinander? 

In seinem neuen Roman verknüpft Robert Seethaler ihre Geschichten zu einem Mosaik der Augenblicke – und damit des Lebens selbst.


»Der Gott des Gefühls kleiner Leute: Robert Seethaler hat das Talent, Charaktere und Landschaften ganz ohne Geschwätz und Schwerfälligkeit zu erzeugen in der für ihn so typisch entschlackten und schnörkellosen Sprache.« FAZ

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2026

Von Seethaler bin ich Besseres gewohnt

0

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber jetzt ist es passiert! Ich habe ein Buch des Autors, den ich über die Jahre schätzen gelernt habe, entnervt abgebrochen.

Seit Seethaler „Trafikant“ bin ich ...

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber jetzt ist es passiert! Ich habe ein Buch des Autors, den ich über die Jahre schätzen gelernt habe, entnervt abgebrochen.

Seit Seethaler „Trafikant“ bin ich ein großer Fan des Autors, habe alle seine Romane nicht nur mit großer Freude, sondern auch persönlichem Gewinn gelesen. Sie haben mich angefasst, weil er immer wieder die grundlegenden Themen der menschlichen Existenz, des Seins, des Miteinanders, in den Mittelpunkt gestellt hat. Absolut gelungen in „Das Café ohne Namen“.

Daran wollte er wohl mit „Die Straße“ anknüpfen, aber meiner Meinung nach ist ihm das hier nicht wirklich gelungen. Zu kurz die Einwürfe der jeweiligen Bewohner, zu wenig Das habe ich leider in diesem Porträt der Straße nicht entdecken können. Zu kurz die jeweiligen Einwürfe, eine Ansammlung von Banalitäten, nichtssagend in ihren Andeutungen einer Gesellschaftskritik.

Und leider lässt auch die (einmal mehr) gewählte Erzählstruktur, ob ihrer kurzen Beiträge und permanent wechselnden Perspektive, ein unbefriedigendes Gefühl zurück, wird der Leserin/dem Leser doch damit nicht nur die Möglichkeit genommen, eine wie auch immer geartete Verbindung zu dem Leben der Sprechenden aufzubauen, ganz zu schweigen davon, eine Vorstellung des Lebensraums dieser Menschen zu bekommen.

Leichte Kratzer an der Oberfläche ohne Empathie und Handlung. Von Seethaler bin ich Besseres gewohnt.

Veröffentlicht am 30.05.2026

Das Mosaik des Lebens - teilweise schwer greifbar für mich

0

Robert Seethaler versammelt in „Die Straße“ die Geschichten ganz unterschiedlicher Menschen, die alle in derselben unscheinbaren Straße leben. In kurzen Episoden erzählt er von Sehnsucht, Einsamkeit, Liebe, ...

Robert Seethaler versammelt in „Die Straße“ die Geschichten ganz unterschiedlicher Menschen, die alle in derselben unscheinbaren Straße leben. In kurzen Episoden erzählt er von Sehnsucht, Einsamkeit, Liebe, Wut, Hoffnung und Verlust und zeichnet so ein Mosaik des Lebens, dessen einzelne Schicksale sich immer wieder berühren.

Das Grundkonzept des Romans hat mir sehr gut gefallen. Die Idee, eine Straße und ihre Bewohner in vielen kleinen Ausschnitten zu porträtieren bietet viele interessante Perspektiven. Durch die vielen kurzen Kapitel und die knapp über 200 Seiten liest sich das Buch zudem sehr schnell und kurzweilig.

Der Aufbau ist allerdings auch eine kleine Herausforderung. Die Erzählung springt zwischen zahlreichen Figuren und Handlungssträngen hin und her ohne die Personen direkt zu benennen. Dadurch musste ich mich immer wieder neu orientieren, wer gerade im Mittelpunkt steht. Manche Erzählstränge fand ich dabei deutlich spannender als andere.

Trotz des spannenden Grundkonzepts blieb für mich vieles zu oberflächlich. Da die Geschichte so viele Menschen begleitet, erhält keiner der Handlungsstränge wirklich viel Raum. Die Figuren bleiben dadurch oft schwer greifbar und wirken eher anonym, sodass bei mir keinerlei emotionale Bindung entstanden ist.

Was mir hingegen sehr gefallen hat, sind die klugen Beobachtungen und die poetischen Sätze, die Robert Seethaler immer wieder einstreut. Mehrmals habe ich Passagen markiert.

Alles in allem ist „Die Straße“ ein ungewöhnlich aufgebauter Roman mit einer interessanten Idee. Ganz warm geworden bin ich mit dem Buch allerdings nicht, weil mir bei den Figuren und ihren Geschichten etwas Tiefe gefehlt hat.

Veröffentlicht am 08.06.2026

Ein Mosaik der Grummeligkeit

0

Ich weiß gar nicht warum ich jedes Mal so euphorisch bin, sobald es einen neuen Roman von Robert Seethaler gibt. Ich glaube, es liegt an dieser Vielschichtigkeit von Perspektiven, die mich bereits bei ...

Ich weiß gar nicht warum ich jedes Mal so euphorisch bin, sobald es einen neuen Roman von Robert Seethaler gibt. Ich glaube, es liegt an dieser Vielschichtigkeit von Perspektiven, die mich bereits bei Das Feld oder Das Café ohne Namen fasziniert hat, die mich immer wieder aufhorchen und hoffen lässt, dass der neue Roman und dessen Setting mich mal wieder so richtig abholt. Doch wenn ich ehrlich bin, geschah das bei den letzten Romanen immer seltener. Der Trafikant und Ein ganzes Leben habe ich noch immer gern im Regal stehen, alle anderen sind bereits ausgezogen. Und auch Die Straße wird es ihnen gleich tun, zu sprunghaft, teils zu griesgrämig, mürrisch wirkte dieser Text auf mich. Es geht in diesem Buch, wie der Titel es bereits verrät; um eine Straße und ihre Bewohner, um die Veränderungen und die Feste in der Heidestraße.

"Mit diesem heutigen Tage knüpfen wir an eine schöne Tradition an und feiern die dreißigste Ausgabe unseres Heidestraßenfestes. Wie immer haben das Komitee und ich ein buntes Potpourri bestehend aus Spaß, Leibesgenüssen, Musik und Kinderunterhaltung zusammengestellt, und ich darf wohl die Freude aller Beteiligten darüber ausdrücken, dass sich die wochenlangen Vorbereitungen gelohnt haben und es nun endlich ans Feiern geht, Das Motto in diesem Jahr lautet >Unsere Straße blüht<..."

Und ja, irgendwie hätte ich mich wirklich über so ein buntes, bereicherndes und blühendes Potpourri des Aufbruchs gefreut, hätte gern alle Bewohner und Geschäfte kennengelernt, neue Eindrücke über diese Gemeinschaft verschiedenster Menschen mit unterschiedlichsten Träumen, Hoffnungen und Zielen gewonnen, den Wandel erlebt, aber irgendwie sprang der Funke einfach nicht über. Was zu Anfang noch ganz nett wirkte, nervte mich bereits ab der 40. Seite und mit jeder weiteren Passage machte sich nur noch mehr Grummeligkeit breit, sodass ich recht schnell nur noch gelangweilt quergelesen und dann das Buch abgebrochen habe. Irgendwie schade, aber... ach, ne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere