Cover-Bild Die weißen Schatten der Nacht

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7,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 20.05.2013
  • ISBN: 9783641104184
Sabine Klewe

Die weißen Schatten der Nacht

Kriminalroman
Ein ermordetes Mädchen. Eine schockierende Entdeckung. Und zwei Ermittler, die mit ihrer eigenen Vergangenheit kämpfen.

Düsseldorf in der Vorweihnachtszeit. Die zehnjährige Antonia Bruckmann wird mit gebrochenem Genick zu Hause aufgefunden. Zahlreiche Hämatome und Abschürfungen sprechen gegen einen Unfall. Bei der Obduktion stellt sich obendrein heraus, dass das Mädchen nach seinem Tod missbraucht wurde. Die Kommissare Lydia Louis und Christopher Salomon stehen vor einem Rätsel: Ist Antonia das Zufallsopfer eines Perversen geworden, oder haben sie es mit einem Fall von häuslicher Gewalt zu tun? Ihre Ermittlungen führen Louis und Salomon zu der mysteriösen Leonie – und zu einer Wahrheit, die sie lieber nie herausgefunden hätten ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2019

Kurzweilige Krimi-Unterhaltung

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Es handelt sich um eine Kriminalgeschichte, die in Düsseldorf spielt. Die Autorin schreibt demnach in ihrer Heimatstadt. Ein Kriminalbeamtenpaar ermittelt in einer Mordgeschichte eines kleinen Mädchens. ...


Es handelt sich um eine Kriminalgeschichte, die in Düsseldorf spielt. Die Autorin schreibt demnach in ihrer Heimatstadt. Ein Kriminalbeamtenpaar ermittelt in einer Mordgeschichte eines kleinen Mädchens. Zunächst glaubt man, der Mord geschieht in einer heilen Welt, einer guten Wohngegend mit trauernden schockierten Menschen. Doch langsam bröckelt die Fassade. Jede Familie, die näher beleuchtet wird, hat ein Geheimnis, das nur widerwillig preisgegeben wird. Dadurch werden die Ermittlungen erschwert. Das Kriminalbeamtenpaar steht im Vordergrund der Ermittlungen: eine junge Frau namens Lydia Louis und ein etwa gleichaltriger Mann namens Christopher Salomon. Anscheinend haben diese beiden im Vorgängerbuch einschneidende Dinge erlebt, auf die immer wieder Bezug genommen wird.
Der Leser erfährt allerdings nichts genaues. Auch im aktuellen Band verwickeln sich ihre Geschichten im privaten und geschäftlichen Bereich. Mal knistert es zwischen den beiden, mal gehen sie sich aus dem Weg. Man muß den Vorgänger aber nicht unbedingt gelesen haben. Die Geschichte ist in sich geschlossen.
Zunächst beginnt das Buch wie alle Kriminalgeschichten: es geschieht ein Verbrechen, es wird eine Mordkommission gebildet und ermittelt. Letztendlich endet alles in einem show-down. Natürlich sind die Protagonisten mit persönlichen Problemen behaftet. Diese persönlichen Probleme werden nebenbei "abgearbeitet". Etwas sehr klischeehaft sind Alkohol- und Eheprobleme. Die Rolle eines bösartigen Kollegen erschließt sich nicht vollständig. Vielleicht birgt das Vorgängerbuch die Lösung?
Die Erzählung liest sich sehr flüssig, ist spannend geschrieben und überrascht mit interessanten Wendungen, nicht nur am Ende. Man erfährt erst sehr spät, wer der Täter ist und kann miträtseln. Immerwieder findet man sich auf einer falschen Fährte wieder, genauso wie die Ermittler auch. Als störend könnte man die unterschiedlichen Erzählstränge empfinden, die allerdings bis auf einen bald zusammenführen. Einer allerdings löst sich erst auf der allerletzten Seite, aber nur für den Leser. Die Ermittler bekommen diese Informationen nicht.
Der medizinisch vorgebildete Leser wird Schwächen in der Selbstmordszene feststellen. Man bringt sich nicht um, indem man 2 Blister Tabletten nimmt und nach der letzten gleich umfällt und tot ist.
Seltsam mutet es auch an an, daß eine Organisation, die sich offensichtlich um mißhandelte Personen kümmert, nur die Organisation genannt wird und sich in einer schummrigen Kneipe mit einer Hilfe suchenden Person trifft.

"Die weißen Schatten der Nacht" ist ein spannender Kriminalroman, in dem es um die Aufklärung eines Mordfalls an einem kleinen Mädchen geht. Die Ermittlungen fördern schmutzige Geheimnisse zu Tage, die weitere dramatische Ereignisse nach sich ziehen. Die Autorin hat ein Talent für eine jugendlich-spritzige Sprache ohne unnötige Längen. Das Buch ist für alle geeignet, die auf kurzweilige Krimi-Unterhaltung ohne große Exotik Wert legen. Man darf sich auf die nächste Ermittlung der beiden Kriminalbeamten freuen, nicht zuletzt um zu fahren, wie es zwischenmenschlich weitergeht...

Veröffentlicht am 19.04.2018

Kniffliger Krimi mit interessantem Fall, der unter die Haut geht.

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Lydia Louis leitet die Moko Toni, diese Position wird nicht von allen Kollegen anerkannt. Aber ihr gelingt es bestens als Frau ihre Rolle in dieser Männerdomäne versiert zu spielen.
Sie ist ein Charakter, ...

Lydia Louis leitet die Moko Toni, diese Position wird nicht von allen Kollegen anerkannt. Aber ihr gelingt es bestens als Frau ihre Rolle in dieser Männerdomäne versiert zu spielen.
Sie ist ein Charakter, der so seine Probleme mit sich herum trägt, immer öfter spricht sie dem Alkohol zu und ihre häufigen
Liebschaften sind wohl ein verzweifelter Versuch, den Verlust einer fehlenden dauerhaften Partnerschaft zu ersetzen.
Aber auch ihr sympathischer Kollege Chris Salomon leidet entsetzlich am Verlust seiner verstorbenen Tochter. Das macht ihn allerdings auch für den vorliegenden Fall besonders sensibel und man merkt ihm tiefe Zuneigung und Verständnis für die Mädchen in seinen Befragungen an.
Gemeinsam bilden sie ein gutes Team, ihre persönlichen Beziehungen werden in diesem Buch auch privat ausgebaut.

Der Fall bringt einige tragische Dinge ans Licht, die von der Autorin aufgrund von wahren Fakten in diesem Krimi verarbeitet wurden.
Vor dem Hintergrund dieser authentischen Begebenheiten ist die Handlung im Nachhinein noch erschreckender und erst am Ende des Buches versteht man den Prolog in seiner Tragik vollständig.

Was steckt hinter dem Tod dieses Mädchens und wie kann man die Zusammenhänge der weiteren in die Handlung drängenden Figuren finden.
Man findet schnell einen Verdächtigen, ein Exhibitionist aus der Gegend, aber warum wird er auf einmal gewalttätig?

Die Handlung ist spannend aufgebaut, die einzelnen Puzzleteile zeigen dem Leser die Lösung nicht offensichtlich auf. Der Fall bleibt lange rätselhaft und unergründlich.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd und die Dialoge sind glaubhaft realistisch gestaltet.
Lediglich das Privatleben von Lydia Louis ist mir etwas too much. Aber das ist ja Geschmacksache!

Ein kniffliger Fall, der unter die Haut geht und für spannende Lesezeit sorgt. Endlich mal wieder eine deutsche Autorin, die für guten Kriminachschub sorgt.