Cover-Bild Das Ende der Lügen

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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 25.02.2019
  • ISBN: 9783453271562
Sara Gran

Das Ende der Lügen

Eva Bonné (Übersetzer)

Claire DeWitt ist zurück


Mit Claire DeWitt kehrt eine der überzeugendsten Ermittlerfiguren auf die Krimi-Bühne zurück. Von inneren Dämonen gepeinigt und den Rauschmitteln nicht abgeneigt, dafür aber mit fast schon überirdischem Spürsinn und Kampfgeist ausgestattet, löst sie ihre Fälle mit Bravour. Mal unkonventionell, mal gesetzwidrig, aber stets im Dienste der Wahrheit. In ihrem neuen Fall entgeht Claire DeWitt knapp einem Anschlag. Trotz zahlreicher Blessuren nimmt sie die Verfolgung des Attentäters auf. Nicht die beste Idee, wie sich zeigt.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2019

Verwirrende Detektivgeschichte

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Claire de Witt, selbsternannte beste Meisterdetektivin der Welt, entgeht knapp einem als Autounfall getarnten Mordanschlag. Anstatt ihre zahlreichen Blessuren verarzten zu lassen, stürzt sie sich auf zum ...

Claire de Witt, selbsternannte beste Meisterdetektivin der Welt, entgeht knapp einem als Autounfall getarnten Mordanschlag. Anstatt ihre zahlreichen Blessuren verarzten zu lassen, stürzt sie sich auf zum Teil äußerst unkonventionelle, gesetzwidrige Art in ihre Ermittlungen.

Schon als Kind begeistert sich de Witt, inspiriert durch die Comic-Heldin Cynthia Silverton, für die Detektivarbeit und löst zahlreiche Fälle gemeinsam mit ihren beiden Freundinnen. Als Leitfaden für Ermittlungen dient Claire der umstrittene Kriminalist Jaques Silette.

Im vorliegenden Buch löst Claire drei Fälle: 1986, 1999 sowie in der Gegenwart des Buches 2011.

Es gibt keine charmante Art, es zu beschreiben, aber mir hat dieses Buch überhaupt nicht gefallen. Teilweise habe ich mich richtig durch die Seiten gequält, war kurz davor, das Buch wegzulegen.

Am Anfang hatte ich den Eindruck, dieses Buch sei für Kinder oder Jugendliche geschrieben. Ähnlich wie die Detektiv-Geschichten meiner Jugend, nur erheblich verworrener. Sara Gran lässt ihre Protagonistin in den Zeiten hin und her springen, in gedanklichem Chaos ihrem Lieblings-Kriminalisten Silette huldigen und sich in Erinnerungen an souverän gelöste Fälle ergehen, die allesamt Namen tragen, die kindlichem Niveau entsprechen. Und dazu kommen dann noch die drei Fälle, welche im Rahmen des Buches ihrer Aufklärung zugeführt werden.

Lobenswert zu erwähnen ist, dass der Erzähl-Stil in dem Buch konsequent beibehalten wird. Im dritten Viertel der Geschichte gibt es sogar eine längere Sequenz mit fast kriminalistischer Ermittlungsarbeit, welche einen Hauch von Spannung erzeugen kann, mich beinahe versöhnt, bevor das Buch diesen Pfad leider wieder verlässt. Insofern vergebe ich großzügige drei von fünf möglichen Sternen..

„Das Ende der Lügen“ nennt sich selbst Kriminalroman; ist für mich allerhöchstens eine Detektivgeschichte. Die exorbitante Lobhudelei auf den Buchrücken ist für mich nicht nachvollziehbar; ein Vergleich mit Larssons großartiger Lisbeth Salander Lichtjahre danebengegriffen.

Veröffentlicht am 01.04.2019

Lesenswert und spannend

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Der Kriminalroman "Das Ende der Lügen" von Sara Gran ist im Heyne Verlag in der Hardcore- Reihe erschienen.
Das Cover besticht durch verwobende Rauten, was perfekt zum umfangreichen und unterschiedlichen ...

Der Kriminalroman "Das Ende der Lügen" von Sara Gran ist im Heyne Verlag in der Hardcore- Reihe erschienen.
Das Cover besticht durch verwobende Rauten, was perfekt zum umfangreichen und unterschiedlichen Inhalt passt.

Der Klappentext:

Mit Claire DeWitt kehrt eine der überzeugendsten Ermittlerfiguren auf die Krimi-Bühne zurück. Von inneren Dämonen gepeinigt und den Rauschmitteln nicht abgeneigt, dafür aber mit fast schon überirdischem Spürsinn und Kampfgeist ausgestattet, löst sie ihre Fälle mit Bravour. Mal unkonventionell, mal gesetzwidrig, aber stets im Dienste der Wahrheit. In ihrem neuen Fall entgeht Claire DeWitt knapp einem Anschlag. Trotz zahlreicher Blessuren nimmt sie die Verfolgung des Attentäters auf. Nicht die beste Idee, wie sich zeigt.
Claire DeWitt ist klug, ehrlich und philosophisch.Sie gibt sich keine Mühe, sympathisch oder kompetent zu wirken, und ist getrieben von einer grenzenlosen Neugier auf das Leben und seine Geheimnisse.

Für mich war es das erste Buch von Sara Gran und ich muss gestehen, dass ich die ersten Seiten als verwirrend empfunden habe.
Es werden viele kleine Geschichten in verscheidenen Zeitebenen erzählt, bei denen ich mir erst einmal kein Zusammenhang zusammen puzzlen konnte. Deshalb war auch die Spannung nicht von Anfang an gegeben.

Claire überlebt einen Autounfall, welcher sich als Mordversuch entpuppt, nur knapp. Wer trachtet ihr nach dem Leben und was hat das Verschwinden ihrer Jugendfreundin Tracy damit zu tun? Oder hängt es mit einem alten gelösten Fall von ihr zu tun? Welche Rolle spielen die alten Detektiv Heftchen, die Claire gefunden hat und die sie durch ihre Kindheit begleiteten?

Der Sprachstil der Autorin ist anspruchsvoll und aufgrund der drei verschiedenen Zeitebenen verlangt er dem Leser Konzentration ab, welche jedoch durch eine spannende Story belohnt wird.

Fazit: Eine wirklich unkonventionelle Ermittlerin und eine Story die es in sich hat. Nach den Anfagsschwierigkeiten bin ich sehr gut, sowohl mit dem Schreibstil als auch mit der Claire de Witt schnell warm geworden. Ratsam wäre wahrscheinlich eine Kenntnis über die Vorgänger Bände.

Veröffentlicht am 24.03.2019

Der Fall des unendlichen Asphalts

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Obwohl bei einem Autounfall schwer verletzt, gibt Detektivin Claire DeWitt nicht auf, ja macht sich sogar auf um den Unfallverursacher aufzuspüren. Denn es handelte sich nicht um eine zufällige Kollision, ...

Obwohl bei einem Autounfall schwer verletzt, gibt Detektivin Claire DeWitt nicht auf, ja macht sich sogar auf um den Unfallverursacher aufzuspüren. Denn es handelte sich nicht um eine zufällige Kollision, sondern um einen gezielten Mordanschlag.
Sara Gran wirft den Leser mitten hinein ins Geschehen, lässt gerade zu Beginn kaum Zeit zum Luftholen. Da sich die Handlung auf mehreren Zeitebenen abspielt, bleibt das Tempo auch im weiteren Verlauf sehr zügig, und dem Leser wird kaum eine Pause gegönnt. Ich kenne die vorherigen Bände mit Claire nicht, hatte aber nie das Gefühl, dass mir essentielles Vorwissen fehlt. Man erfährt in diesem Band hier viel aus Claires Vergangenheit, auch über ihre frühere Mentorin, die sie für die okkult anmutenden Methoden von Silette öffnete. Das Konzept dieser Methode bleibt etwas schleierhaft, macht aber neugierig und die Ermittlungen natürlich besonders spannend. Ebenso der Fall aus Claires Teenagerzeit, als eine ihrer wenigen Freundinnen spurlos verschwand. Drei große Kriminalfälle bestimmen die Handlung, viele kleine werden gestreift. Ich mochte die kleine, versteckte Hommage an Sherlock Holmes, denn wie der große Detektiv bezeichnet DeWitt ihre Fälle recht eigenwillig: der Fall des unendlichen Asphalts, der Fall der gebrochenen Lilie etc.
Claire ist eine Frau, die bei vielen aneckt, doch genau diese Ecken und Kanten haben mir an ihr so gut gefallen. Sie nimmt es mit dem Gesetz nicht immer ganz so genau, einfach aber auch deswegen, weil sie sich eher für Gerechtigkeit denn für geltendes Recht einsetzt. Ich mochte sie gerne. Grans Erzählstil passt wunderbar zur temporeichen Handlung und so war „Das Ende der Lügen“ schnell ausgelesen. Ein etwas anderer Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 19.03.2019

Wahrheit will keine Götter neben sich

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Everybody’s darling wird sie wohl nicht mehr werden. Claire Dewitt, die unkonventionelle Protagonistin der amerikanischen Autorin Sara Gran, polarisiert. Und das ist auch gut so, denn glattgebügelte Ermittlerinnen ...

Everybody’s darling wird sie wohl nicht mehr werden. Claire Dewitt, die unkonventionelle Protagonistin der amerikanischen Autorin Sara Gran, polarisiert. Und das ist auch gut so, denn glattgebügelte Ermittlerinnen gibt es im Krimigenre wie Sand am Meer. Claire DeWitt ist wohltuend anders. Okkultem und Drogen in jeder Form nicht abgeneigt und Anhängerin des französischen Detektivs Silette, dessen Standardwerk Detection ihre Bibel und Leitfaden ist. Immer auf der Suche nach der Wahrheit, Gerechtigkeit spielt bei ihr nur die zweite Geige.

In „Das Ende der Lügen“, dem dritten Band der Reihe sind es verschiedene Fälle, miteinander verknüpft, in denen Claire die Wahrheit an Licht bringen will oder schon gebracht hat. Vergangenheit und Gegenwart. Der aktuelle betrifft sie selbst, denn ein absichtlich herbeigeführter Autounfall hätte sie fast das Leben gekostet. Stellt sich natürlich die Frage, wer ein Interesse daran hat, sie umzubringen. Ob das mit ihrer vor vielen Jahren verschwundenen Jugendfreundin Tracy zusammenhängt? Drei Teenager in Brooklyn, die beeinflusst von den Cynthia Silverton-Heftchenromanen ihre ersten Gehversuche in der Detektivarbeit gewagt hatten und durch das mysteriöse Verschwinden Tracys auseinandergerissen wurden. Wo findet sich die Lösung dieses Rätsels? In den Heftchen, die Claire kürzlich aufgetrieben hat ? Aber zuerst einmal gilt es herauszufinden, wer für den Mordversuch an „der besten Detektivin der Welt“ verantwortlich ist. Vielleicht findet sich ja ein Hinweis in einem ähnlichen Fall, den sie 1999 in L.A. bearbeitet hat.

Obwohl die Erzählweise durch die verschiedene Zeitebenen recht verschachtelt ist und sich die Zusammenhänge dem Leser nicht immer erschließen, verliert die Autorin nie den Überblick über die unterschiedlichen Handlungsstränge. Der Leser hingegen schon das eine oder andere Mal. Aber genau das macht den Reiz der Claire DeWitt-Romane aus. Alles ist irgendwie chaotisch, manche Fälle lassen sich lösen, andere wieder nicht. Wie im richtigen Leben.